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Kein Thema

Sonntagskolumnen


Die Kolumne des Teams "keinThema.de"



Sonntag, 01. September 2013, 01:44


Seilchen springen

von wupperzeit


Gerade habe ich den diesjährigen Oberbergischen Marathonlauf in der Klasse Ü 50 gewonnen: Für Ihre Glückwünsche dazu schon einmal ganz herzlichen Dank im Voraus. Voriges Jahr bin ich mehrfach gestürzt während des Laufes und musste den kleinen Wettbewerb körperlicher Fitness leider abbrechen. Rettungslos abgeschlagen von der Spitzentruppe der Läufer und zudem mit einigen mehr oder weniger ernsten Blessuren hatte ich keine Chance mehr auf den Sieg; etwas Anderes als der erste Platz kommen aber für mich nicht in Frage .Um einen Marathonlauf zu gewinnen braucht man, neben größter körperlicher Fitness und einem eisernen Willen, Schmerzen ertragen zu wollen, auch den absoluten Willen, den Lauf zu gewinnen. Ansonsten rate ich jedem Interessierten an sportlicher Betätigung eher zu einem Sport, bei dem es keine Konkurrenten oder Mit- und Gegenspieler, keine Sieger und Verlierer gibt, spontan fällt mir da Seilchenspringen ein. Wird oft belächelt als Herumgehopse mit Bändel für kleine Mädchen, aber selbst Boxer nutzen diese auch ein wenig albern anzuschauende Tätigkeit um ihre Schnelligkeit und Elastizität vor allem im Beinbereich zu trainieren. Ein guter Seilchenspringer wird natürlich wegen dieser Fähigkeit noch kein guter Boxer. … Oder Marathonläufer, auch diese nutzen diesen Sport gerne als Vorbereitung auf den eigentlichen Wettkampf. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ganz anders als ich sieht der derzeitige Spitzenkandidatendarsteller einer ehemaligen Volkspartei nach mehreren Stürzen und daraus resultierenden Verletzungen seine Siegchancen in dem kleinen Rennen, das Politiker gerne den „Wahlmarathon“ nennen: Er glaubt, er könne noch gewinnen, obwohl er nach seiner bisherigen Vorstellung in dem auch „Wahlkampf“ genannten Schauspiel um die Gunst des Urnenpöbels eigentlich schon, metaphorisch gesehen, auf Krücken gestützt seinem Ziel, diese Wahl zu gewinnen, entgegentaumelt. Sehr große Hoffnung setzt er dabei auf eine Diskussionsrunde mit der derzeitigen Bundeskanzlerin, in der, u.a., seriöse Politikjournalisten wie Herr Stefan Raab, oder wie der heißt, sicher ebenso seriöse Fragen stellen.

Dieser Herr glaubt eben immer noch er wäre ein Siegertyp, trotz einer Biografie, die eigentlich eine ganz andere Bewertung seiner bisherigen Lebensleistung nahe legen würde: von seinem Scheitern in der Schule bis zu seiner jämmerlichen Darbietung als Marionette der Großfinanz in seiner Zeit als Finanzminister …Zudem kann er von seinem Wahn nicht lassen, er sei ein guter Politiker, obwohl er jede Wahl, der er sich bisher gestellt hat, demütigend deutlich verloren hat. Selbst sein Mandat als Bundestagsabgeordneter hat er auch politisch falsch verstanden, indem er es als zusätzliche Einnahmequelle genutzt hat, um ungestört verdächtig hochdotierte Vorträge vor der Zielgruppe zu halten, der er in seiner Zeit als Finanzminister der allerwilligste Sklave war.

Hoffnung setzt der Genosse der Oberbosse in diesem Fernsehduell vor allem auf seine rhetorischen Fähigkeiten, auf das, was er selbst unter Humor versteht und auf sein arrogantes Herumgeschnösel, dass er gerne „klare Kante“ nennt. Kanzler verdienen zu wenig, ausländische Regierungschefs sind „Clowns“, die ostdeutschen Mitbürger zu doof, die Idee Europa zu verstehen usw. Die einzige seiner rhetorischen und also intellektuellen Meisterleistungen, die zumindest den Opfern seiner Agendapolitik möglicherweise einigermaßen gefallen haben könnte, ist, dass er keinen Wein trinkt, bei dem ein einziges Glas weniger als fünf Euro kostet, und dass er keinen Golf fahre. Das machen die genannten Opfer auch nicht, der Tagessatz, den dieser Superpolitiker und seine Kumpane einem Almosenempfänger von seinen Gnaden zubilligen, liegt weit unter fünf Euro, und einen Golf dürfen und können diese aus finanziellen Gründen nicht fahren. Nicht mehr. Versnobte Solidarität, könnte man meinen, wolle man sein diesbezügliches unverschämtes Prahlen mit seinen eigenen wirtschaftlichen Fähigkeiten zu seinen Gunsten einmal bewusst falsch verstehen wollen.

So gesehen darf man wenig gespannt sein, wie dieser Typ heute auf den letzten Metern, um im Eingangsbild zu bleiben, über die Ziellinie kriechen wird. Vielleicht liegt er zwischenzeitlich heulend an Raabs starker Brust, einer seiner Heulsusenauftritte hat doch zumindest vor einiger Zeit zumindest jenen Zeitgenossen gefallen, die derartiges selbstmitleidiges Herumgeflenne für den Ausdruck positiver Gefühle halten. Aber gewinnen wird er wieder nichts: Er ist kein Marathonläufer und kein Boxer, er ist und bleibt ein Seilchenspringer in der politischen Landschaft, jemand, der sich immer wieder auf Wettkämpfe vorbereitet um dann das zu tun, was er am besten kann: verlieren. Und alle, die auch nur einen einzigen Cent in einen Sieg dieser Niete investieren, verlieren dann gemeinsam mit ihm.

Ich wünsche Ihnen in diesem Sinne, dass Sie immer wissen, welche Sportart zu ihren eigenen körperlichen, psychischen und intellektuellen Fähigkeiten passt, aber zumindest skeptisch sind gegenüber jedem, dessen oben beschriebene Selbsteinschätzung eben nur eine solche ist; - und für heute:

Einen guten Tag.


 
 

Kommentare zu diesem Teamkolumnenbeitrag


Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (02.09.2013)
(ich gestehe, nur den ersten Abschnitt gelesen zu haben; den Rest nur überflogen, Wahlkampfgeplauder interessiert mich nicht wirklich)

Wupperzeit, herzlichen Glückwünsch zum Alterklassensieg! Wie lang hast Du für die 42,195km gebraucht?
Nun, die im Laufsport völlig unübliche Bezeichnung "Ü 50" entlarvt Dich als Scharlatan! Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass ein keinen Volkslauf mit der Bezeichnung "Oberbergischen Marathonlauf" gibt! Ha!
...aber mir ist klar, das war nur Mittel zum Zweck, als Einleitung zu dem Thema., das Dir auf den Nägeln brennt...
Was ich nicht verstehe, dass Du zwar eine Lanze für das Springen mit dem Seil brichst, es dann aber despektierlich "Seilchenspringen" nennst. Nur, um die abwertende Bezeichnung dann einem Politiker anzuhängen? Also ich weiss nicht...
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wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (02.09.2013)
Im Krieg und in der Liebe sind alle Mittel erlaubt, und Politikern gegenüber, die selbst jedes Mittel nutzen, um an der Macht zu bleiben oder an diese zu gelangen, habe ich keinerlei Skrupel.

Alles erfunden, das stimmt. Selbst meine Verachtung für das Seilspringen ...

Vielen Dank für Deinen Beitrag.
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