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Kein Thema

Sonntagskolumnen


Die Kolumne des Teams "keinThema.de"



Sonntag, 21. Februar 2010, 03:44


kirschprinzip

von wupperzeit


kirschprinzip nannte sich eine junge Kollegin, die im Alter von 14 Jahren begann, ihre Prosa in unserem kleinen Forum zu veröffentlichen, eine Prosa voller Sprachgewalt und Kraft, oft drastisch in der Wortwahl und voller Wut über die Kälte und Grausamkeit einer so genannten zivilisierten Welt. kirschprinzip hatte es nicht immer leicht bei uns, als ihre ersten Texte erschienen wurde ihr vorgeworfen, es handele sich bei ihrem Nick um einen „Fake“, sie müsse bedeutend älter als 14 Jahre alt sein, und später hatten die Admins so manches Mal ihre liebe Not damit, ihre Texte nicht als jugendgefährdend einschätzen zu müssen… Viele werden sich auch erinnern, dass sie sich für die Jugendarbeit bei KV engagiert hat, so hat sie aktiv an der Jugendanthologie mitgearbeitet und vieles mehr. Bis sie dann eines Tages gegangen ist.

Heute kennt man sie als die Bestsellerautorin, Dramaturgin und preisgekrönte Filmemacherin Helene Hegemann. Über ihre Erfolge wird kontrovers diskutiert in den Medien, und auch hier bei kV in dem entsprechenden Forenthread. Unbestritten ist aber wohl, dass die oben genannten künstlerischen Leistungen in anderen Biografien als erfolgreiche Lebensleistung gelten würden. Und für KV-Verhältnisse müsste man sogar relativieren, dass das Verfassen eines Dramas, das Drehen eines Films und erst recht das Schreiben eines Romans Dinge sind, die weit über die Talente vieler User hinausgehen, was allein das rein handwerkliche betrifft. Über meine eigenen auch, beispielsweise. Und dass man vor dieser Leistung Respekt haben sollte.

Da die Leistungen nur schwer bestreitbar sind, beginnt man an den Umständen zu kritisieren, die zu diesen Leistungen geführt haben. Helene Hegemann hat also einen berühmten Vater. Wirklich? Bevor Helene Hegemanns Name in den Feuilletons auftauchte, kannte in meinem Freundes-und Bekanntenkreis, zu dem auch zahlreiche KVler gehören, niemand Professor Carl Hegemann, und er ist so berühmt, dass Wikipedia meinte, seine Biografie um den Zusatz ergänzen zu müssen: Vater von Helene Hegemann. Und Helene Hegemann ist gar nicht bei dem Vater aufgewachsen, sondern bei der Mutter, zuletzt im eher beschaulichen Bochum. Und zog erst nach dem Tod der Mutter im Alter von 14 Jahren nach Berlin. Der Einfluss des Vaters auf ihre bisherige Biografie scheint wohl eher gering zu sein.

Und auch ihre Kontakte zu Künstlerkreisen werden ihr vorgeworfen, dass man sie da aktiv gefördert habe, eben wegen des weltberühmten Vaters. Der damals übrigens gar nicht mehr Dramaturg in Berlin war… Aber so stellt sich Klein Fritzchen wohl die Künstlerschickeria vor: Da kommt ein 14jähriges Mädchen aus Bochum und wird gefördert einfach nur so. Es gibt unzählige 14jährige Mädchen in Berlin, und unzählige 20jährige Mädchen, und unzählige 30jährige Damen, und alle kennen sie jemanden, der jemanden kennt, der jemanden kennt, und trotzdem dürfen sie keine Filme drehen mit staatlicher Unterstützung, und keine Dramen aufführen an renommierten Bühnen, und auch keine Romane publizieren bei anerkannten Verlagen. Man muss schon außergewöhnliche Fähigkeiten haben, um so etwas realisieren zu können. Weiterhin glaube ich kaum, dass jede 14jährige ernst genommen wird in diesen Kreisen, nur weil der Vater Carl Hegemann ist.

Noch dämlicher finde ich die Anschuldigung, sie habe es zu leicht gehabt in ihrem bisherigen Leben, bei einer solchen Biografie wären ihre Erfolge sozusagen vorprogrammiert gewesen. Scheidungskind, aufgewachsen bei einer suchtkranken Mutter, nach deren Tod zu einem Vater gekommen, der sich um eine Erziehung wenig gekümmert hat und kümmern konnte, was Helene Hegemanns zahlreiche Konflikte mit dem Jugendamt beweisen. An einer solchen Lebensgeschichte wären andere Kinder wohl zerbrochen. Helene Hegemann ist aber ihren Weg gegangen, bisher.

Es bleibt die Beschuldigung des Plagiierens, und ich habe keinerlei Verständnis für diese Vorgänge und bedauere es bei dieser Autorin umso mehr, da sie einen solchen Diebstahl nicht nötig hat, sie besitzt genügend eigene literarische Kraft. So bleibt es bei diesem Makel auf ihrem Werk.

Am Freitag hat sie ihren achtzehnten Geburtstag gefeiert, es wurde darüber berichtet auf „Spiegel Online“. Es war laut, es wurde Alkohol getrunken, vielleicht Drogen konsumiert, es ging ganz anders zu als auf den intellektuellen Tanztees, mit denen Gleichaltrige ihre Geburtstage zu feiern pflegen, entrüstete sich der Reporter. Man wird Helene Hegemann jetzt alles vorwerfen, jede Lebensäußerung wird zum Anlass zur Kritik werden, sie ist unter die Wölfe geraten, - ich hoffe, dass sie das weiß und wünsche ihr, dass sie sich zu schützen weiß: Immer. Herzlichen Glückwunsch also zu Ihren Erfolgen, Frau Hegemann, und nachträglich alles Liebe und Gute zum Geburtstag, Ihnen und Ihren Lieben, oder, wie es Gerhard Hauptmann dem jungen Kafka schrieb: Ich wünsche Ihnen ein leichtes Leben und eine schwere Kunst. – Und allen Menschen für heute, meinetwegen:

Einen schönen Tag.


 
 

Kommentare zu diesem Teamkolumnenbeitrag


Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (21.02.2010)
Die neue Sonntagskolumne, immer mal wieder ein Aufreger für mich, was ja auch immerhin besser ist als Desinteresse.

"Es bleibt die Beschuldigung des Plagiierens" - Nein, es ist inzwischen schon offiziell zugegeben. Aus diesem Grund bin ich eher dafür, die Autorin und ihr Werk zu ignorieren. Ich als Leser will jedenfalls niemals etwas lesen, was irgendwo abgeschrieben ist und nicht als solches gekennzeichnet; ich möchte nicht betrogen und verarscht werden.

Übrigens hätte ich im Sommer auf dem "Festival des deutschen Films" in Ludwigshafen fast ihren Film gesehen - jetzt bin ich froh, dass ich es nicht getan habe....
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wortverdreher
Kommentar von wortverdreher (21.02.2010)
Also hier hakt es vorne und hinten:

1. Ihre Jugend mit dem zerstörten Elternhaus ist doch genau der Marketingclou, den sie braucht. Natürlich hat sie es in ihrem Leben deswegen nicht einfacher gehabt, aber jetzt kommt ihr es zugute. Außerdem wird ihr nicht vorgeworfen, sie hätte einen mühelosen Lebensweg hinter sich, sondern dass ihr Aufstieg in den Literaturolymp sich viel problemloser gestaltete als bei jedem anderen, der nicht mit solchem Vater "gesegnet" ist.

2. Wann der Vater nun Dramaturg war, ist irrelevant. Auf jeden Fall war er es lange in Berlin und Bochum und sonstwo und hat mit vielen einflussreichen Menschen zusammengearbeitet. Ihr Zugang zu Förderungen wie auch zu Förderern gestaltete sich dadurch unendlich einfacher und sie wird wohlwollender betrachtet.

3. Dass du oder deine Freunde und Bekannten den Vater nicht kennen, heißt doch überhaupt nichts. Er ist in seinem speziellen Bereich eine bekannte Figur mit Kontakten und das reicht für die Förderung einer Tochter locker aus. Da muss er über keine Rockstarberühmtheit bei jedermann verfügen. Er muss nur in gewissen Kreisen ein Begriff sein.
Ich kann auch gerne mal ein Beispiel aus persönlicher Erfahrung nennen: Ich kannte mal einen berühmten Düsseldorfer Anwalt. Viel Geld, viele wichtige Mandanten. Der war der normalen Öffentlichkeit gar kein Begriff, aber als er mal bei der Cocktailparty ein paar Andeutung los wurde, hatte seine Tochter kurze Zeit später einen tollen Job. Natürlich brauchte sie dafür noch die Grundqualifikation, aber sie musste keinen schwierigen Auswahlprozess mit hunderten Mitbewerbern durchlaufen.

4. Respekt? Weil jemand ein Buch verfasst hat? Auch noch von Vati gefördert und mit fremde Federn geschmückt. Naja ... und dann auch noch diese moralisch zweifelhafte Begründung, die sie zur Rechtfertigung vorgebracht hat. Außerdem muss, wie schon Dieter_Rotmund feststellte, nicht nur von Beschuldigungen gesprochen werden kann.

5. "Es bleibt die Beschuldigung des Plagiierens, und ich habe keinerlei Verständnis für diese Vorgänge und bedauere es bei dieser Autorin umso mehr, da sie einen solchen Diebstahl nicht nötig hat, sie besitzt genügend eigene literarische Kraft. So bleibt es bei diesem Makel auf ihrem Werk."
Die Gestaltung dieses Absatzes im Gefüge des gesamten Textes trägt zur Verharmlosung der Tat bei. Drei Zeilen berichten über das Plagiat. Unglücklich. Und der Makel wird wohl ihrem vergangenem und zukünftigen Gesamtwerk vorerst erhalten bleiben.

6. Und überhaupt: Wahrscheinlich verkauft sich "ihr" Werk nun noch besser, weil alle mal schauen wollen, ob dieses Gerede wirklich stimmt.

Mein Mitleid hält sich also ziemlich in Grenzen.
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wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (21.02.2010)
Nun ja… Vielen Dank für die Beiträge, ich habe mich sehr darüber gefreut. Danke schön.

Ich habe das Plagiieren der Helene Hegemann nie verteidigt, und habe das auch in dieser Kolumne nicht gemacht, und ich verteidige das auch bei niemanden. Im Gegenteil, könnte man sagen. Ich halte Brecht aber trotzdem für einen großen Autoren. Eine Kolumne ist aber zudem kein Essay, sie besteht inhaltlich aus wenigen Argumenten und vertritt in der Tendenz eine Meinung. Meine Meinung in dieser Kolumne: Respekt vor der Leistung Helene Hegemanns insgesamt und (neidlose) Glückwünsche zu ihren Erfolgen.

Was hier in fast allen Beiträgen als „zweifelsfrei“ und so hingestellt wird, das sind bloße Unterstellungen, nämlich: ihr Vater oder ihre Beziehungen zu gewissen Künstlerkreisen habe diesen Erfolg erst ermöglicht. Hier zeigt sich meiner Meinung auch eine naive Vorstellung von den caritativen Motiven im Verlagswesen, beispielsweise: das Verlagswesen ist ein Geschäft, und es werden Bücher produziert, die sich verkaufen lassen, oder von denen man vermutet, dass sie sich verkaufen lassen. Und die Popularität eines Professor Hegemanns reicht sicher nicht aus, um einen solchen Erfolg zu garantieren, schon gar nicht bei der Vergabe von Filmfördermitteln. Und auch die Popularität eines Düsseldorfer Anwalts reicht nicht aus, um seiner Tochter einer gut dotierten Job zu besorgen, es sei denn, es gibt da Gegenleistungen oder die Hoffnung auf solche, so ist das eben im Geschäftsleben, es wird nichts verschenkt. Ich finde das übrigens noch schlimmer, als wenn etwas verschenkt würde… Also: Unterstellungen, um eine Leistung zu schmälern, da es sonst keine Argumente gibt, und durch diese fehlenden Tatsachenhintergründe gewinnen die Unterstellungen eine Böswilligkeit, die meiner Meinung nach durch Neid und Missgunst vielleicht sogar der Jugend allgemein gegenüber motiviert sind. Ich erkenne auch in den Angriffen auf Helene Hegemann mehr Pathos bis hin zum Kitsch, als ich das aus meiner Kolumne lesen kann. Die einzige Kollegin, die sich offen über den Erfolg Helene Hegemanns gefreut hat, war die junge Kollegin shadowhunter…

Die Bemerkung, die durchaus schwierige Jugend der Helene Hegemann diene ihr nun als Marketingcoup, ist in ihrem sinnfreien Zynismus kaum noch zu überbieten. Die Vorstellung hat ihr sicherlich sehr geholfen, als ihre Mutter gestorben ist, dass das eines Tages ein Marketinggag sein könnte, sie wird allen Kindern helfen, die in ähnlichen Verhältnissen aufwachsen müssen. Also, bitte…

Beschuldigung ist ein Synonym für Vorwurf, man recherchiere diesen Begriff bitte, bevor man ihn kritisiert. Beide Substantive erhalten eine Wertung erst durch entsprechende Adjektive, wie „begründet“ oder „unbegründet“ etwa. Ich habe den Begriff Beschuldigung aus stilistischen Gründen verwendet, aus den folgenden Sätzen wird meine Bewertung deutlich: die Beschuldigung des Plagiats ist begründet. Siehe oben.

Nun ja…
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wortverdreher
Kommentar von wortverdreher (21.02.2010)
Aber natürlich reicht sowas aus. Im Gegenzug muss ich von Naivität sprechen, wenn ich deine Argumentation lese. Sowas nennt man dann Seilschaften. Da tut man sich schonmal den ein oder anderen Gefallen oder drückt ein Augen zu. Das funktioniert so gut wie immer. Ich habe das schon oft erlebt. Bei mir versucht man das auch mindestens einmal pro Monat im Büro. Kannste das nicht mal bevorzugt bearbeiten? Ich schrieb ja auch, dass diejenige, die den Job bekam noch die Grundqualifikation mitbringen musste. Ebenso musste H. Hegemann noch ein halbwegs eigenes und halbwegs wertvolles Buch verfassen. Das reichte dann. Dann nimmt man noch die Umstände ihres Aufwachsen und ihr jugendliches Alter als Marketinghilfe und schon hat man ein neues Sternchen, dessen Buch sich auch verkauft.
Du magst ein treuer Fan von Hegemann jr. sein, aber obwohl du und ich nur mutmaßen können, ist es wohl eher wahrscheinlicher, dass sie bei ihrem Start ein Portion Vitamin B mit in die Waagschale werfen konnte.
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wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (21.02.2010)
@Jack: Die von Dir zitierten Bemerkungen über Unterstellungen bezogen sich nicht auf den Beitrag Wortverdrehers insgesamt, sondern nur auf den Vorwurf der Protektion als einzige Erklärung für den Erfolg Helene Hegemanns. Und (sinnfrei) zynisch habe ich seine Ausführungen über die Kindheit Helene Hegemanns genannt, ich finde diese Bemerkungen immer noch (sinnlos)zynischer als die Verteidigung eines Plagiates, die halte ich für dumm…

@A.Dolphia.O: Es gibt keine Beweise für die Protektion, die Du Helene Hegemann immer wieder vorwirfst, und so ist ein Glaube an diese Protektion naiver als das Bezweifeln derselben, eine Frage der Logik. Man denke da an den Glauben an UFOs… Aber: jedem seins.
Ich finde es ungerecht, die Erfolge Helene Hegemanns als „Hype“ zu disqualifizieren zu versuchen und habe mir erlaubt, über einige nahe liegende Motive für unbegründbare Unterstellungen allgemein zu spekulieren. Es freut mich aber sehr, dass auf Dich zumindest diese Einschätzung nicht zuzutreffen scheint. Pauschalurteile sind eben oft im Allgemeinen richtig und im Einzelnen gelegentlich auch ungerecht.

@Wortverdreher: Ja, genau, Seilschaften eben, die kennt jeder, begegnen einem täglich, auch hier bei KV. Aber worin die Vorteile für den Verlag bestehen sollten oder für die Filmförderung, eine Seilschaft mit Herrn Hegemann bilden zu wollen, das leuchtet mir nicht ein. Siehe auch meine Bemerkung zu dem Beitrag A.DolphiaOs, über den Glauben an UFOs…

Und ich habe überhaupt nichts gegen Protektion in gewissen Fällen: hat jemand, beispielsweise, ein gutes Buch geschrieben, so würde ich jedem raten, seine Beziehungen zu nutzen, so er welche hat, um es zu publizieren, es ist mir lieber, als das jemand ein schlechtes Buch veröffentlicht ohne Protektion. Es gibt wenige gute Bücher. Und das Buch bleibt gut, auch wenn es protegiert wurde.

Oder nicht?
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BrigitteG
Kommentar von BrigitteG (21.02.2010)
"...die meiner Meinung nach durch Neid und Missgunst vielleicht sogar der Jugend allgemein gegenüber..."
Andreas, Du gehst grundsätzlich davon aus, dass alle kV'ler (außer Dir), die über sagen wir mal 30 sind, die Werke der kV-Jugend ablehnen, genauso wie eine Jugendförderung. Diese Meinung vertrittst Du schon lange, teilst sie uns immer wieder mit, und beharrst darauf.
Für mich gibt es 18 jährige Schreibwunder, und 80 jährige Schreibwunder - genauso wie 17 jährige Drogenhändler und 70 jährige Drogenhändler. Jugend oder Alter ist für mich weder Entschuldigung noch Privileg, ich verachte Beides nicht, aber bete es auch nicht an.
Du hingegen vermittelst durch Deine Behauptung sehr nachdrücklich, dass Du der einzige auf kV bist, der sich um die Jugend und ihre Texte kümmert. Nun gut.
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wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (21.02.2010)
Und vier Worte in einem Nebensatz genügen schon wieder, um eine allgemeine Behauptung aufzustellen, mit der ich als Profilneurotiker diskreditiert werden soll: die Behauptung, dass sich die Angriffe gegen Helene Hegemann stellvertretend gegen jegliche Jugendliteratur richtet, gegen die Literatur von jungen Frauen richtet usw. wird in verschiedenen Feuilletons plausibel vertreten und hat überhaupt nichts mit mir zu tun. Ich habe niemals und nirgendwo behauptet, ich sei der Einzige bei KV, der „sich um die Jugend und ihre Texte kümmert“ und werde das auch nie behaupten, so lange ich noch bei klarem Verstand bin. Man beweise mir bitte das Gegenteil und verschone mich bitte mit Formulierungen wie: „vermittelst sehr nachdrücklich den Eindruck“. Für mich vermittelt sich sehr nachdrücklich der Eindruck, dass jedes Thema, aber auch jedes, personifiziert werden muss, und zwar in dem Sinne, dass der betroffenen Person möglichst niedrige Motive unterstellt werden. Müssen.
Nun gut.
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wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (22.02.2010)
Es gibt schon einen Unterschied zwischen Unterstellungen, die keinerlei Tatsachen als Basis haben und Schlussfolgerungen daraus, - aber gut:

Allen Kommentatoren noch einmal ganz herzlichen Dank für ihre Beiträge. Danke schön.
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wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (27.03.2011)
Als Frau Hegemann ihr erstes Theaterstück uraufführte, habe ich das im Forum bekannt gegeben, ebenso Neuigkeiten über ihren Debütfilm und dessen Prämierungen, über das Erscheinen ihres Romanes; - die Resonanz war: eisernes Schweigen. Erst, als man dieses Plagiat entdeckte kamen sie aus ihren Höhlen und Gullis gekrochen, um jemanden zu beschimpfen und zu beleidigen, der in seiner Jugend schon mehr geleistet hat als sie in ihrem ganzen Leben. Weil sie gut ist. Sonst nichts. Einfach eine sehr gute Autorin.

Vielen Dank für Deinen Kommentar,

Andreas
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