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Kein Thema

Sonntagskolumnen


Die Kolumne des Teams "keinThema.de"



Sonntag, 27. Februar 2011, 15:13


Hommage an etwas

von m.o.bryé


Während Deutschland im November immer nasser, kälter und dunkler wurde, saß ich abgeschnitten von der Welt am Mittelmeer, genoss Sonne und Nachrichtenstille und fürchtete mich ein wenig vor meiner Rückkehr in den Winter und die Informationsgesellschaft. Die mittlerweile erfolgt ist, nunya.

Unlustig, mir anständige Winterschuhe zu kaufen, habe ich jetzt abwechselnd Blasen und nasse Socken an den Füßen. Immer nach Neuschnee Rückenschmerzen und Muskelkater vom Schneeschippen. Mein Autoschloss friert zu und ich vergesse wieder, Zeit für’s Eiskratzen einzukalkulieren. Die Parkplätze werden knapper durch die sich ausbreitenden Schneehaufen, die Fahrbahnen schmaler, die Fahrzeiten länger. Auch zu Fuß braucht man doppelt so lang und außerdem auch mehr Kraft sonst. Die Treppe vor der Haustür ist von einer spiegelglatten und unzerstörbaren Eisschicht bedeckt und die öffentlichen Verkehrsmittel fahren nicht mehr. Der Atem gefriert noch im Mund.

Im Warmen werden unterdessen die öffentlich-emotionalen Höhepunkte des alternden Jahres nochmal aufgetaut und breitgetreten. Zwischen Schneechaosmeldungen wird wiedergekäut, diskutiert und ad acta gelegt, woran ich zumindest mir mittlerweile den Wolf gehört habe. Wieder Lena Meyer-Landrut, wieder Ölleck, wieder Sarrazin. Die Top Ten der Hochzeiten, Trennungen, Geburten und Todesfälle, Bestseller, Kinoflops und Skandale. Und nächstes Jahr wieder von vorne.
Ich habe mir angewöhnt, mich zum Jahresende hin vor verschiedenen Medien zu verstecken. Statt Fernsehen gibt es youtube und DVDs, statt Radio youtube und CDs und statt Zeitung Bücher und kV.

Dieser Winter allerdings, stressig mal wieder, lässt mir wie so vielen anderen auch für diese Ausweichnischen kaum Zeit. Stattdessen habe ich eine ganz romantische Form der Entspannung für mich wiederentdeckt: der simple Blick aus dem Fenster. Dorthin, wo der Schneepelz unbeeindruckt und wahllos weichzeichnet. Die vereisten Zweige der Bäume in der Ferne zu grazilen Nestern verkleben, Höhlen ihre Pforten mit glänzenden Eisgebilden verschließen. Und vor allem in dichten Vorhängen immer größere Flocken vom Himmel fallen und mich schließlich all die komischen Vögel, die so herumschwirren, ganz vergessen lassen. Ja, sicher, das geflügelte Wort lautet „Schneechaos“. Aber dieses Jahr, finde ich, hat trotz allen Ärgers und aller Kälte bislang vielmehr das Gesicht eines Winterwonderlands.


 
 

Kommentare zu diesem Teamkolumnenbeitrag


Jorge
Kommentar von Jorge (02.01.2011)
Ich lebe in der Gegend, die du verlassen hast. Mir öffnet sich mit RTL und anderen die gleiche seichte Infowelt wie in Berlin, Köln und Hamburg. Der Blick in die Natur - vom verschneiten Fensterbrett oder am verlassenen winterlichen Strand ist eine der wenigen Alternativen, die verbleiben, ohne dass man langsam verblödet.
Wie Recht du hast.
LG
Jorge in España
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wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (02.01.2011)
Nun ja, wenn man, wie ich, noch Zeiten erlebt hat, in denen man nach stundenlanger Suche verbittert vor einer defekten Telefonzelle stand, drei Programme im Fernsehen schauen durfte, um sich zu informieren und unterhalten zu lassen, endlose Recherchen in schlecht sortierten Bibliotheken verbringen durfte und neben einer Tageszeitung ein seriöses Magazin zur Unterstützung der Meinungsbildung verwenden durfte, dann findet man viele Klagen über das Informations- und Kommunikationszeitalter ein wenig dekadent. Die Kommunikationsformen sind nicht schuld daran, dass die verbreiteten Informationen immer erbärmlicher werden, sie machen es dem seriösen Betrachter nur bewusster als früher.

Nur… Es war auch eine schöne Zeit, damals, es war alles nicht so laut. Und man hatte nicht nur Zeit, aus dem Fenster zu schauen, man nahm sie sich auch, gelegentlich. Es müsste so einen Mittelweg geben zwischen Totenstille und Gequatsche, aber so etwas gibt es viel zu selten, ich bedauere das sehr.

Tja. Eine ausgezeichnete Kolumne, übrigens, glänzend formuliert und gestaltet, mein ausdrückliches Kompliment, Andreas
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Kommentar von tausendschön (02.01.2011)
hach, ist die schön!
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m.o.bryé
Kommentar von m.o.bryé (03.01.2011)
Jorge: Gracias. Tatsächlich war ich sogar auch in Spanien und habe erstmalig in meinem Leben Zugang zu mehr als 12 Fersehkanälen gehabt.

Andreas: Stimmt, die Medien sind nicht (allein) Schuld. Wie man zuweilen den Spiegel abhängt, statt sich ein neues Gesicht zu schnitzen, versteckt man sich eben vor ihnen, solange man der eigenen Überforderung oder der allgemeinen Niveaulosigkeit (noch) nicht davonlaufen kann. Danke dir für deinen schönen Kommentar.

tausendschön: Dankesehr. +bow
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (03.01.2011)
Sorry, aber das Wetter? Das ist nun wirklich ein Thema, das man nur dann nimmt, wenn einem wirklich absolut überhaupt nichts mehr einfällt...
Nichts für ungut!
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m.o.bryé
Kommentar von m.o.bryé (03.01.2011)
Lieber Dieter, ich glaube, ich verzeihe uns beiden.
Liebe Grüße,
Lena
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Bergmann
Kommentar von Bergmann (06.01.2011)
Ein Jahr zu beurteilen, ist wenig relevant und ziemlich willkürlich, selbst wenn es das eigene Jahr ist, das man vollständig erlebte. Natürlich kann jeder ein bedeutendes Ereignis herausgreifen, das er dann beurteilt, okay.

Ungefähr seit der Ölkrise (Anfang der 70er Jahre) wird das Wetter zum Ereignis, das es bis dahin so medial umwittert nicht war.

Ich bin überzeugt davon, dass die in den Medien vermittelte Welt in vielen Ängste vor dem Leben erzeugt, was nicht sein müsste, wenn man sich auf seine eigenen Beobachtungen mehr verlassen würde und wenn man tätig sich ins Leben begibt.

Eine anregende Kolumne.
Uli
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m.o.bryé
Kommentar von m.o.bryé (07.01.2011)
Ich danke dir sehr für deinen Kommentar, Uli. Er hat mich gefreut.
Liebe Grüße,
Lena
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m.o.bryé
Kommentar von m.o.bryé (27.02.2011)
Ups. Danke dir, wellblecheisenbahn.
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Kein Thema
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