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Kein Thema

Sonntagskolumnen


Die Kolumne des Teams "keinThema.de"



Samstag, 18. Juni 2011, 23:37


Ganz anders

von wupperzeit


Heute bleiben wir einmal provinziell, also: nicht die große Weltpolitik oder Universumsphilosophie im Blick und dann in der Analyse, sondern thematisch in unserer kleinen Schicksalsgemeinschaft: Es geht heute um die Planung von KV-Projekten und deren Durchführung. Eine allgemeine Betrachtung aus eigener, jahrelanger Erfahrung, keine bestimmte Betrachtung ist gemeint und keine konkrete Erfahrung, niemand ist konkret gemeint, aber: to whom it may concern. Ich habe also, kurz und gut, vor einigen Jahren einmal einen Beitrag für die Jugendkolumne geschrieben, als Antwort auf eine Anfrage einer jungen Kollegin, und kürzlich wurde ich wieder gefragt, also, einige Regeln für die Durchführung von Projekten anzubieten, - bitte sehr:

„ 1.) Plane das Projekt im voraus von Anfang bis zum Ende:

Grundsätzlich sollte man ein Projekt ganz alleine durchführen können, zur Not. Es empfiehlt sich, das Team am Anfang möglichst groß, zahlenmäßig, zu bilden, vielleicht ist dann am Ende noch ein Drittel dabei. Falls nicht: Siehe oben. Selbst planen heißt: Exakte Zeitplanung, inhaltliche Planung, Festlegung des Ergebnisses. So lange man noch mit einem Team zusammenarbeitet, sollte man das für sich behalten, dass das Projekt eigentlich schon fertig ist. Anregungen aber immer aufgreifen, mit viel Glück erhält man welche und das Team schaut nicht ehrfürchtig auf den Teamleiter, wie das Kaninchen auf die Schlange, wobei die Schlange und das Kaninchen ja ziemlich genau wissen, was als nächstes passiert. So gesehen ein schlechter Vergleich.

2.) Beobachte das Team:

Die meisten Teilnehmer kennt man, die Zahl der KVler, die an Projekten arbeiten wollen, ist überschaubar, sehr, das hat auch seine Vorteile. Schon vorher weiß man eben: Blindgänger, Schwätzer, Spinner, Schnepfe, usw., um nur die negativen Kategorisierungen zu nennen. Die meisten, die in eine dieser Kategorie fallen, oder in alle, sind ohnehin nicht lange dabei. Oder man muss als Teamleiter dafür sorgen, dass sie nicht allzu lange die Arbeit mit ihrem langweiligen, unerheblichen Geschwätz stören. Geht es um Publikationen, bleiben sie genau so lange, bis ihr Name todsicher in der Auswahl auftaucht, um einmal einen Anhaltspunkt zu bieten für die zeitliche Länge ihres Aufenthalts in dem Team. Also: Vorher möglichst auf die konzentrieren, die es mit ein wenig Glück oder sogar garantiert bis zum Schluss aushalten, und deren Mitarbeit einigen Sinn macht.
Das Team zu beobachten empfiehlt sich natürlich in Bezug auf Punkt 1.

3.) Setze Fristen:

Der Einfachheit halber solche, die man selbst am leichtesten einhalten kann, aus Eigennutz, ohne ein wenig Ahnung von Zeitmanagement geht es bei Projekten überhaupt nicht. Wenn man auf alle warten wollte… Es gäbe dann keine Projekte mehr. Die Fristen müssen streng eingehalten werden, man trennt so auch sofort die Spreu vom Weizen. Schließt man Kollegen wegen der Nichteinhaltung von Fristen von Projekten aus, erhält man übrigens, manchmal Wochen später, empörte oder verzweifelte Mails, je nach Temperament. Am meisten freue ich mich immer, aber das ist nur eine meiner persönlichen, stillen Freuden, wenn der Tenor der Mail ist: „Ich hatte keine Zeit…“. Das impliziert ja immer: Im Gegensatz zu Dir, der den ganzen Tag auf seinen Monitor starrt und auf KV-Mails wartet, gelegentlich bringe ich meine Rührung über solche Äußerungen zum Ausdruck, übrigens.

4.) Gebe die Antworten möglichst vor:

Oft weiß man ja schon die Antwort, wenn man eine Frage stellt oder um etwas bittet, die Antworten weichen inhaltlich marginal voneinander ab, aber im Grunde genommen… Arbeitet man beispielsweise an einer Rechtschreibkorrektur, die ja nicht alle Kollegen von sich aus durchführen, selbst dann nicht, wenn man sie über eine Veröffentlichung des Textes informiert hat, so erhält man Antworten zwischen: Vielen Dank, ich korrigiere das und: Auch die Interpunktion ist bei mir ganz bewusst eingesetzt als Stilmittel, vielen Dank, ich denke über eine Korrektur nach. Wird zu wenig nachgedacht: Rausschmeißen, den Spinner. Da viele ihre Mails aber überhaupt nicht beantworten, schließlich sind sie Internetautoren, warum sollte man da…, schreibe man also ungefähr: Anbei einige Vorschläge zur Rechtschreibkorrektur Deiner Texte, bitte genehmige sie bis zum…, wobei wir Dein Schweigen als Zustimmung werten werden. Schließlich kann man nicht alle rausschmeißen.

5.) Als Teamleiter bist Du Dienstleister:

Kein Kollege mehr, auch kein Autor, schon gar nicht einer, der im Grunde genommen besser schreibt als die meisten Projektteilnehmer, Du bist ein Dienstmädchen für die sensiblen Künstler. Du lädst also, zum Beispiel, Zusatzprogramme auf Deinen PC, Patches, usw., um Mailanhänge öffnen zu können, formatierst die Anhänge, die Du zugeschickt bekommst, das machen die Künstler natürlich nicht selbst. Was ich schon alles zugeschickt bekommen habe, und ich habe mich bisher erst einmal geweigert, einen Anhang zu bearbeiten, weil beim Öffnen der Datei kurzfristig der Strom in meiner Straße ausfiel, das habe ich dann zurückgeschickt.Gebe auch nie ein Dateiformat vor, die Teilnehmer eines Projektes lesen Deine Mails ohnehin nicht aufmerksam, warte einfach, was kommt und finde Dich damit ab.

6.) Nachher gibt es Senge:

Auch schon vor dem Start eines Projektes sollte man wissen, dass am Ende entweder eisiges Schweigen über die Arbeit herrscht, oder wilde Pöbeleien an das Team gerichtet werden. Man sollte da als Teamleiter ein wenig belastbar sein.“

Soweit die Regeln. Und warum man dann doch wieder ein Projekt beginnt, es durchführt bis zum Ende und so gesehen Punkt für Punkt, weil eben, wie Tucholsky schrieb über die fundamentalste Regel allen Seins: Das Leben ist gar nicht so. Es ist ganz anders.
Ihnen damit viel Freude und mehr bei allen Projekten, die Sie planen und durchführen, nicht nur hier im Forum, sondern überhaupt, und für heute:

Einen schönen Tag.


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