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Kein Thema

Sonntagskolumnen


Die Kolumne des Teams "keinThema.de"



Sonntag, 24. Juli 2011, 03:20


Ravi Wuppertal

von wupperzeit


Es regnet schon wieder in Wuppertal, Wuppertal ist die Stadt mit dem höchsten Jahresniederschlag Deutschlands, vierhundert Regentage im Jahr, außerdem gibt es bei uns die berühmte Schwebebahn und die höchste Sektendichte Deutschlands, prozentual je Einwohner gerechnet. Regen, Schwebebahn, Spinner, dafür sind wir berühmt. Wir Wuppertaler haben gelernt, mit dem Regen zu leben, die Schwebahn intelligent zu nutzen, und die Sektierer zu ignorieren. Man geht an ihnen vorbei, wortlos, und falls ihr psychotischer Eifer sie zu einer Belästigung verführt, beispielsweise zu einer Beleidigung, weiß man sich zu wehren, auch in spontaner Solidarität gegenüber den allzu Aufdringlichen, denen man den Grad ihrer Psychose zumeist zudem vor einer Eskalation ansehen kann. Allgemein dürfen sie ihre Meinung frei äußern, man nimmt sich aber als Wuppertaler Bürger das relativierende Recht der Meinungsfreiheit, ihre Meinung nicht hören zu wollen.

Der Sektierer der SPD, Thilo Sarrazin, hat kürzlich in Begleitung eines Fernsehteams den so genannten Türkenmarkt in Berlin Kreuzberg besucht, um mit den dort heimischen Bürgern seine Thesen zu diskutieren, die wir aus seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ kennen: Intelligenz ist genetisch bedingt, Migranten sind blöder als Teutsche, da sich Migranten auch aufgrund ihres angeborenen Schwachsinns häufiger fortpflanzen als wir Einheimischen, kommt es zu einer zunehmenden Verblödung unserer Gesellschaft. Als Schlussfolgerung aus diesen Erkenntnissen fordert er, unter anderem, eine Gebärprämie für deutsche Akademikerinnen (die das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet haben) von ca. 50.000 €, und um keine Mehrkosten für den Staatshaushalt zu verursachen eine gleichzeitige Kürzung des Kindergeldes für die debilen ausländischen Mitbürger. Diese Thesen belegt er mit nachweislich falschen Zahlen aus irrationalen Statisken und durch die Inanspruchnahme von wissenschaftlichen Arbeiten anerkannter Koriphäen, die sich fast ausnahmslos angeekelt eine derartige Interpretation ihrer Arbeiten verbeten haben. Empörung rufen die Irrlehren des Genossen Sarrazin besonders bei intelligenten Frauen hervor: da er eine genetische Ursache für Intelligenz postuliert, und gleichzeitig an anderer Stelle Intelligenz mit Bildung gleichsetzt, rechtfertigt Sarrazin damit die jahrtausendelange Verweigerung des Patriarchats, weiblichen Menschen die gleichen Bildungsmöglichkeiten anzubieten wie den Männern.

Sicherlich hat selbst ein derartiger Wirrkopf das Recht, sich in einer Demokratie überall dort aufzuhalten, wo er sich aufhalten mag, und auch einen Diskussionsversuch zu beginnen mit jedem, der sich das gefallen lässt. Jeder Bürger hat aber auch in einer Demokratie das Recht, sich ein Gespräch mit jemandem zu verbitten, der unbelehrbar von der Wirklichkeit und aller wissenschaftlichen und politischen Erkenntnis den gleichen Unsinn immer wieder herauswiehrt. Nichts Anderes ist auch Herrn Sarrazin geschehen, die Bürger des Berliner Stadtteiles Kreuzberg wollten mit dem Rassisten Sarrazin nicht über seinen Faschismus diskutieren und haben ihre Wut über die unsäglichen Diskriminierungen dieses Herren deutlich geäußert. Ähnlich der Oberbürgermeisterin der Stadt Dresden, die einer Rotte von Neonaziabschaum anlässlich einer der größten Gegendemonstrationen gegen deren Aumarsch, wie dieser Pöbel das wohl nennt, öffentlcih (sinngemäß) erklärte: Wir wollen dieses Pack hier nicht, es gehört hier nicht hin. Genau das haben die Berliner Bürger dem nur scheinbar überraschten Ex-Finanzsenator deutlich gemacht.

Dass ausgerechnet jemand, dessen Name seit Jahren ein Synonym für rechtsradikales Gedankengut ist, nun für sich selbst die verlogene Pose des Diskriminierten sucht, und die Diskriminierten und Beleidigten als Täter darstellt, ist eine nicht nur in Deutschland seit Jahren sich wie die Pest ausbreitende Perfiderie. Systematisch sollen durch diese politische Methodik die Begriffe „Opfer“ und „Täter“ so lange durcheinandergelabert werden, bis es diese Begriffe nicht mehr gibt und damit auch nicht deren Bedeutung. Herr Thilo Sarrazin ist eindeutig ein Täter.

Herr Sarrazin selbst ist übrigens gar nicht so kommunikationsfreudig, wie er das von seinen Opfern fordert, so verweigert er bestimmten Medien Interviews zu den Vorwürfen an seine Ehefrau, deren, um es freundlich zu nennen, merkwürdige Arbeitsmethoden als Grundschullehrerin durchaus einen Zusammenhang haben zu seinem eigenen öffentlichen Wirken, und auch Nachfragen zu den Prozessen, die gegen ihn geführt werden oder wurden während oder als Folge seiner Amtszeit als Finanzsenator der Stadt Berlin beantwortet er selbst nicht jedem. Da endet die von ihm geforderte Meinungsfreiheit und die Sehnsucht nach öffentlicher Diskussion.

Es regnet immer noch in Wuppertal, und die Schwebebahn fährt an diesem Wochenende nicht, wegen Reparaturarbeiten. Die Sektierer sind nach Hause gegangen, vermutlich enttäuscht darüber, dass sie heute wieder keine Wuppertaler Seelen retten konnten, aber morgen schenkt Ravi Wuppertal, oder wie sich deren Gott auch immer nennt, ihnen einen neuen Tag. An dem ihnen vermutlich wieder niemand zuhört und an dem niemand mit ihnen sprechen will, ebensowenig wie mit Herrn Sarrazin, hoffentlich, sollte er sich nach Wuppertal verirren. Oder flüchten…Ich wünsche Ihnen in diesem Sinne eine meinungsfreie bzw. meinungsrelativierende Woche und für heute:

Einen schönen Tag.


 
 

Kommentare zu diesem Teamkolumnenbeitrag


Fremdkoerper
Kommentar von Fremdkoerper (24.07.2011)
Ich weiß nicht, ob der Sektenrahmen zu Sarrazin so gut passt, denn sektiererisch ist nichts von dessen Tun. Mit der Opfermentalität hast du völlig Recht. Genau diese kritisierte der Trottel an islamischen Communities, womit er auch Recht hat, vergisst aber sich und die Masse der Deutschen. Irgend ein schlaues Zitat, dessen Quelle und genauen Wortlaut ich hoffentlich wieder ausfindig machen kann, besagte sinngemäß, dass wenn die Deutschen sich benachteiligt bzw. als Opfer fühlen, wird es gefährlich.

Im ideologischen Wahn gefangen verkörpern Sarrazin und die Masse der Deutschen genau das, was sie an den als fremd empfundenen kritisieren. Sie liefern deswegen auch nie eine angebrachte Kritik am Islam, sondern schlicht und einfach Rassismus, der mit genügend schlau klingenden Zahlen sich auch im 21. Jahrhundert noch mit der Aura der Wissenschaft umgeben kann. Aber Sarrazin ist natürlich ein großes Opfer der medialen Meinungsdiktatur und ging nur mit guten Absichten zusammen mit einem ZDF-Kamerateam nach Kreuzberg. Im Vergleich zu seinen AnhängerInnen, ist Sarrazin aber, wie zahlreiche Kommentarspalten im Internet beweisen, fast noch harmlos. Abgesehen von den Mitgliedern der alevitischen Gemeinde und dem Paar von der Straße war aber gar nicht so viel los in Kreuzberg (die meisten Autonomen hatten wohl noch geschlafen). Unter Sarrazins wörtlichen "rausgemobbt" hatte ich mir dann doch was anderes vorgestellt. Aber wenigstens gab es mal wieder was zum Empören. Am besten dazu noch die Statements von  Buschkowsky.

Die Kolumne müsste wo anders erscheinen, auf KeinVerlag dürften die meisten ohnehin deiner Meinung sein.

PS: Die positive Erwähnung von Helma Orosz im Zusammenhang mit Sarrazin kann ich aber nicht nachvollziehen, war sie es doch genauso, die wie ihre Vorgänger das Naziproblem in Dresden jahrelang kleingeredet hatte. Und Nazis sind in Dresden erst Recht kein Problem von auswärts, vom unerträglichen Erinnerungsdiskurs ganz abgesehen. Etwas böse ausgedrückt: Jeder Stadt den Naziaufmarsch, den sie verdient.
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (24.07.2011)
Och nööööööööö, Wupperzeit, ich wollte Dich schon loben, Wuppertal als Kolumnenthema, klasse, auch sehr schön eingeführt, "Tom Tykwer!" und "Johannes Rau!" wollte ich einwerfen und dann das: Das inzwischen völlig abenudelte und wirklich keine neuen Erkenntnisse bringende Thema Sarrazin.
Setzen. Sechs. :-)
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wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (24.07.2011)
@Jack: Du hast vollkommen Recht mit Deiner (Nicht-)Meinungsäußerung, ich danke Dir dafür sehr. Noch einmal: Einen schönen Tag.

@Femdkoerper: Vielen Dank für Deinen Beitrag, jetzt, da ich ihn gelesen habe, bin ich mir auch nicht mehr so sicher, ob das mehr aus stilistischen Gründen gewählte Bild des Sektiereres passt. Es war nur eine schöne Vorstellung, ihn in einem seiner zumeist grauen Anzüge im Wuppertaler Regen stehen zu sehen, eine vewirrte Omi drückt ihm vielleicht noch einen Euro in die Hand, während er unsere ausländischen Mitbürger beleidigt, und ansonstengehen die Leute achtlos an ihm vorbei.

Ansonsten hast Du mit Deinen Bemerkungen zu Sarrazi und den Deutschen vollkommen Recht. Auch zu den Naziaufmärschen, eine unsägliche Sache in einem demokratischen Staat, dass diese Pack da ganze Städte lahmlegen darf. Kürzlich waren sie in Wuppertal, beschützt von der Polizei, die ganze Innenstadt war lahmgelegt, und ich musste in Polizeibegleitung zur Arbeit, weil meine Arbeitstelle in einem abgesperrten Bezirk lag. Zuständig für die Genehmigung solcher Zusammenrottungen sind aber die Gerichte. Soweit ich weiß.

@Dieter: In einer Kolumne über Wuppertal (die ich übrigens schon einmal geschrieben, ich glaube, als ich noch Mitglied des Mittwochsteams war) wäre mir zuerst wohl Friedrich Engels eingefallen als berühmtester Bürger dieser Stadt. Dann Else Lasker-Schüler. Johannes Rau wohl erst ganz am Schluss, obwohl ich übrigens sein ehemaliges Kindermädchen einmal kennen gelernt habe, die sehr interessant erzählt hat über Johannes Rau, allerdings auch sehr liebevoll. Nun ja, jedenfalls wärest Du nicht besonders zufrieden gewesen am Schluss.

@Ludwig: Zur Zeit der Korruptionsaffairen in Wuppertal, die halbe Stadtverwaltung war praktisch inhaftiert, Stichwort: Hans Kremendahl, gab es einen Witz, den man sich in Wuppertal erzählte, und der auch als ein wenig längerer Aphorismus über Politiker überhaupt verallgemeinbar ist: In der Schule soll ein Aufsatz geschrieben werden, was macht Dein Vater beruflich, und ein Kind hat geschrieben: mein Vater ist Zuhälter, er lässt in seinen Bordellen minderjährige Prostituierte arbeiten lässt, außerdem verkauft er Drogen auf Schulhöfen. Die Lehrerin fragt erstaunt, was er denn da geschrieben habe, der Vater sei doch Oberbürgermeister von Wuppertal, und das Kind darauf verschämt: Das kann man doch nicht schreiben…

Brilon, aha. Also ist Wuppertal die Großstadt mit dem höchsten Jahresniederschlag in Deutschland, aber der Gedanke an Brilon tröstet ein wenig.
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Fremdkoerper
Kommentar von Fremdkoerper (29.07.2011)
das hier muss ich noch verlinken:  Sarrazin geht Gassi

jörn schulz ist überhaupt empfehlenswert, besonders seine kolumnen.
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wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (30.07.2011)
Ja, ich habe das, kopfschüttelnd, gelesen, was Herr Broder über den "Kreuzberger Pöbel" geschrieben hat...Fragt sich, wer hier der Pöbel ist. Aber Broder ist eigentlich ein typischer Vertreter der Meinungslosen, mal ist er für eine Sache, mal dagegen, aber die Sendung, die da ausgezeichnet werden sollte, hat mir gefallen.

Vielen Dank für den Link. JungleWorld halte ich grundsätzlich für empfehlenswert.

Danke sehr.
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wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (31.07.2011)
Ja, ich mag Broder auch, schrieb ich schon. Und meine Bezeichnung („Pöbel“) bezog sich auf Herrn Sarrazin. Um den geht es auch in der Kolumne.

Und diese von Dir verlinkte Rede hätte Herr Broder auch über die, beispielsweise, Katholische Kirche halten können, sie unterhält auch keine Frauenhäuser für Opfer von Gewalt gegen katholische Frauen durch katholische Männer. Die Kosten für die Behandlung und weiteres der Missbrauchsopfer durch katholische Funktionäre zahlt auch die Solidargemeinschaft größtenteils. Wie viele Katholiken missbräuchlich Sozialleistungen beziehen, müsste einmal ermittelt werden, da es mehr Katholiken unter den Sozialeistungsbeziehern gibt als Moslems, schätze ich, müsste auch dieses Argument relativiert werden. Was die Rolle der Frauen in der Katholischen Kirche betrifft…Und wie viele Menschen durch Katholiken hingerichtet werden in der heutigen Zeit, beispielweise in den USA, wäre auch einmal ein Anlass für eine temperamentvolle Rede Broders. Und so weiter.

Broder sagt es selbst: Angehörige der moslemischen Glaubensgemeinschaft unter Generalverdacht der Gewaltbereitschaft zu stellen macht keinen Sinn, da nur eine Minderheit gewaltbereit und gewalttätig ist. Er macht es trotzdem in seiner Rede, sie ist somit reine Propaganda. Sehr schade. Damit trägt er nicht gerade zu einer Lösung der von ihm besprochenen Probleme bei.

Übrigens habe ich diese Woche folgenden Artikel gelesen, der meiner Meinung nach recht gut zu dem Thema (und zu vielen anderen) passt,  kritische Punkte bei er Meinungsbildung.

Ich selbst bin weder Moslem, noch Katholik und froh, in einem Staat zu leben, der sich für die Säkularisierung als Gesellschaftsprinzip entschieden hat. Ich möchte weder von einem Mullah, noch von einem Papst regiert oder politisch vertreten werden.
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wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (31.07.2011)
Du hast vollkommen Recht mit Deinen Bemerkungen, Probleme kann man nur im Einzelnen lösen, und nicht in Bezug auf andere Probleme, und ebenso verhält es sich mit Verbrechen. Man urteilt ja auch nicht über einen Mörder in einem Rechtsstaat, indem man sagt: Er hat nur einen Mord begangen, der andere Mörder zwei, sprechen wir den Einzelmörder frei. Es ist vollkommener Unfug, solche Kriterien in politischen Diskursen zur Maxime möglicherweise noch der daraus folgenden Handlung zu erheben. Ich bin übrigens der Meinung, dass diese ständigen Relativierungen von allem und jedem ein Hauptproblem der heutigen Zeit sind, das führt in der Konsequenz zu völliger Meinungslosigkeit und Handlungsunfähigkeit. Man muss sich auch einmal entscheiden wollen...

Aber: auch diese demokratischen Entscheidungen müssen ein intelektuelles Fundament haben. Wenn man beispielsweise den Angehörigen der moslemischen Glaubensgemeinschaft Sozialleistungen kürzen will, weil sie Angehörige dieser Glaubensgemeinschaft sind, so muss man das eben auch bei allen Angehörigen aller Glaubensgemeinschaften machen. Und wenn man Moslems das Handy abnehmen will, darf ein Katholik eben auch keines haben...Überspitzt formuliert. Wenn man ein einzelnes Problem lösen will, muss man die anderen Probleme im Blick haben, sonst entsehen Konsequenzen, wie ich sie oben beschrieben habe. Und die sind eben undemokratisch.

Was man auch nicht machen darf: Von der Minderheit auf die Mehrheit zu schließen, die umgekehrte Methode ist die richtige. Broder hat in seiner Rede immer nur den Terroristen vor Augen, und für weitere Kritik an dieser Glaubensgemeinschaft muss er ins Ausland abschweifen: Bei uns ist die Vielehe verboten. Mit solcher Analyse erreicht man nur den Aufbau eines Feindbildes, der zu weiteren Problemen führt.

Ich danke Dir also sehr für Deinen nichtrelativierenden Beitrag.
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