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Kein Thema

Sonntagskolumnen


Die Kolumne des Teams "keinThema.de"



Sonntag, 15. Januar 2012, 22:12


Von Sprech- und Sprachstörungen

von wupperzeit


Hinweis: Liebe Leser, herzlich willkommen im Jahr 2012. Diese mehrteilige Kolumne ist eine Gemeinschaftsproduktion der Autoren  modedroge,  tausendschön,  wupperzeit,  Fremdkoerper,  MagunSimurgh und  bookishasearlgrey. .

Dritter Teil der Teamkolumne. Lesen Sie bitte auch den  ersten und  zweiten Teil.

 Fremdkoerper:

Dass, was wir hier als „Schreiben“ bezeichnen, ist eine Form von Kommunikation mit einer unbekannten Anzahl uns unbekannter Empfänger und nur mit einem gewissen Mitteilungsbedürfnis, oder fast noch mehr einer Art Sendungsbewusstsein zu erklären, denn wenn man glaubt, nichts zu sagen zu haben, hält man im Idealfall die Klappe. Die (in der Regel) jugendlichen Schreibanfänge, die auch öffentlich zu bewundern sind, gehen daher entweder auf die Suche nach Verständnis, Anerkennung oder beides zurück.
Über meinen persönlichen Grund, Sprache über die bloße unmittelbare zwischenmenschliche Kommunikation hinaus zu benutzen, kann ich nur spekulieren. Ich spare mir die Ausführungen zum Subjekt, dass die Objektivität sucht, ich lass die Wahrheit um der Wahrheit willen mal beiseite und dass Sprache jeder Absicht völlig ungeachtet nie Selbstzweck sein kann, weil sie immer als Medium auch Inhalte transportiert, wirkt sich ganz sicher auf meine Art zu schreiben aus, kann aber den Grund, dies zu tun, nicht erklären. Ich weiß nicht, ob ich mich für dieses Waffenarsenal von Worten, mit dem ich tagtäglich auf der Lauer liege, bewusst entschieden habe. Irgendwie aus den anfangs erwähnten Gründen hinein gerutscht, kommt man nicht mehr hinaus und wenn jeder Gedanke (die flüchtigsten sind bestimmt die besten) darauf drängt, bewahrt zu werden, wird man verrückt an sich selbst. Die wenigen bewahrten Gedanken rufen wieder neue hervor und dieses Netz der Selbstbezogenheit webt sich immer dichter um das eigene Denken, dass daraus dialektisch den größtmöglichen Wahn, der für einen persönlich die höchste Form der Genialität bedeuten muss, erschafft. Und irgendwo in diesem Kokon liegt dann die größte literarische Meisterleistung verborgen, denn sie misst sich nur an sich selbst, Literatur ist schließlich immer nur einen kleinen Finger breit besser als ihr Publikum, dass sich angesichts eines nobelpreiswürdigen Textes nicht selten fragt, warum es nicht selbst auf die genialen Gedanken gekommen ist und sich ob des Verstehens schon fast auf gleicher Stufe wähnt.
Wie es ist, ist es irre. Die entscheidende Frage wäre vielmehr, warum ich nicht damit aufhören kann.

 modedroge:

Man hört von Menschen, denen beim Singen das Stottern vergeht.
Mir vergeht’s beim Schreiben.
Nicht, dass ich buchstäblich stottere – es ist schlimmstenfalls ein Stammeln, das im Schreiben aufgeschoben wird; eine Art Schweigen, die das Schreiben unterbricht.
Dabei habe ich eh überlegt, es aufzugeben – und es auch immer wieder getan. Wenn eine Tätigkeit erst erfreut, sobald sie überstanden ist, kann man sie schwerlich als Vergnügung bezeichnen. Man kann kaum behaupten, man schreibe gern, wenn man es in Wahrheit am liebsten hinter sich hat.
Dann kommt aber wieder das sogenannte Gespräch dazwischen: jenes Ringelspielchen, das maßgeblich für die Entstehung und den Fortbestand meiner Schreiberei verantwortlich ist. Es ist ein Gespräch im buchstäblichen Sinne, denn ich nehme tatsächlich nicht an Dialogen oder Unterhaltungen teil, sondern führe Gespräche, mit mir selbst, während ich dem anderen nicht einmal einen Blick zuwerfe (zumindest nicht auf die Augen; das ist unhöflich). Es reicht schon, wenn er (sie) mich aufmerksam anschaut, um die nächste Atempause – den eigenen Einstieg – abzupassen.
Und dann kommt erst das Ärgste. Sobald nämlich das Fremdmaterial über mich hereinplumpst und -gluckert, reicht es nicht mehr aus, gelegentlich zu nicken und phasenweise an meinem Heißgetränk zu nippen, während ich dabei, heimlich, etwas ganz anderes treibe im Dachgeschoss. Nein! Ich muss auch ab und zu die Luke öffnen und den Kopf hinhalten, die Fühler hinausstrecken aus der Geisterkammer, um wenigstens eine Stichprobe zu nehmen. Im Allgemeinen stelle ich dann fest, dass der Teig leider halbgar ist, nicht ganz gebacken. Es freut mich nicht, aber es dämmert mir: Da wird nie ein Kuchen draus. Offenbar ist der Ofen schon seit Stunden aus; man muss vermuten, dass es die Sicherungen sicherheitshalber schon im Voraus rausgehauen hat.
Also ersäuft man die Verlegenheit schnell in einem heißen Kaffee, was sagt man dazu.
Der eine erzählt es hinterher seinen Freunden, der andere muss sich erst einmal setzen. Dann reißt er gequält sein Heft auf und macht sich, wie von Geisterhand, verständlich.


 
 

Kommentare zu diesem Teamkolumnenbeitrag


MagunSimurgh
Kommentar von MagunSimurgh (15.01.2012)
Ebenso würden uns eure Fenster interessieren und ich bin mir sicher, da spreche ich im Namen des Teams.
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