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KeineGedanken

Was macht dir (keine) Gedanken?


Die Kolumne des Teams "keineGedanken"



Sa., 04. Mai
Bisher 66.645x aufgerufen


Die Ultra-Kolumne!

von BLACKHEART


Ja ganz recht, das wird eine Ultra-Kolumne.
Schließlich werde ich mich heute mit der Ultra-Szene im deutschen Fußball und ihren Nebenerscheinungen befassen. ;-)
Zwar bin ich selber kein Ultra, habe aber einige Ultras verschiedener Vereine in meinem Bekannkenkreis, von denen ich einige Einblicke in diese Szene bekommen konnte.

Was ist ein Ultra? Was tut er? Und warum ist er so verrufen?
Diesen Fragen will ich heute nachgehen.

Was ist ein Ultra?
Ein Ultra sieht sich selbst als wahren Fan seines Vereins. Der Verein ist das Wichtigste in seinem Leben und er lebt für den Verein. Ein Ultra ist in der Regel bei jedem Spiel seines Vereins dabei, es sei denn besondere Umstände halten ihn davon ab. Allerdings wird man ihn nie mit einem Schal oder Trikot seines Vereins im Stadion sehen, da die Ultras in der Regel eigene Shirts usw. haben. Aber auch Marken wie "Hooligan", "Pit Bull" oder "Fred Perry" sind in der Szene beliebt.

Was tut ein Ultra?
In erster Linie den Verein unterstützen (Dauerkarte, etc.). Im Stadion sind es die Ultras, die die Stimmung machen, d.h. Lieder anstimmen, Choreografien ausarbeiten und alles tun, um ihre Mannschaft nach vorne zu peitschen.

Warum ist er so verrufen?
Ein Ultra ist ein "Fan" im wahrsten Sinne des Wortes: er ist ein Fanatiker. Seine Liebe für den Verein geht so weit, dass er Fans anderer Vereine als Gegner ansieht. Gerade bei Derbys ist diese Rivalität zwischen den Ultras so ausgeprägt, dass man schon von blankem Hass sprechen muss. Und dieser Hass bricht sich insbesondere bei Niederlagen der eigenen Mannschaft in solchen Derbys Bahn. Dann lässt der Ultra seinem Hass freie Bahn und sieht jeden gegnerischen Fan als Todfeind an, an dem er blutige Rache üben muss. Ob es sich dabei um Rentner, Frauen oder Kinder handelt, ist ihm in diesem Moment egal.

Manch einer mag jetzt denken: "Immer diese Hooligans."
Dabei wird aber oft vergessen, dass Ultras und Hooligans zwei verschiedene Paar Schuhe sind.
Hooligans sind nie im Stadion. Man verabredet sich vor dem Spiel auf einer Wiese oder in einem Wald und prügelt sich dort. Früher galten noch Regeln wie "Keine Waffen." oder "Wer am Boden liegt, ist tabu.", aber viele der jüngeren Hooligans haben dieses Ehrgefühl nicht mehr. Darum geht es im Grunde genommen nämlich bei den Hooligans: Sie verteidigen die Ehre ihres Vereins.
Klingt für Aussenstehende zwar komisch, ist aber so.

Die Ehre bringt mich auch zurück zu den Ultras.
Es gibt pro Verein einen Ultra-Club. Diese Ultra-Clubs haben, wie oben schon erwähnt eigenes Merchandise und auch eine eigene Standarte, die immer bei Spielen am Zaun vor ihrem Block hängt.
Geht diese Standarte verloren, wird der Ultra-Club für den Rest der Saison aufgelöst, ähnlich wie es bei den römischen Legionen auch war.
Einen solchen Fall gab es vor einigen Jahren in der 2. Bundesliga, als es DIE WILDE HORDE (die Ultras des 1. FC Köln) schaffte, die Standarte der Ultras von Borussia Mönchengladbach aus deren Clubhaus zu entwenden. Einige Wochen später beim Derby wurde diese Standarte währen der 2. Halbzeit im Block der WILDEN HORDE gehisst und angezündet.

Womit wir bei einem weiteren Punkt wären, der Ultras immer wieder in die Negativschlagzeilen bringt: Feuerwerkskörper und Pyros, speziell Bengalische Feuer.
Es mag zwar cool aussehen, wenn der ganze Block rot erleuchtet wird, aber eine falsche Bewegung oder eine Unachtsamkeit und diese bis zu 2000° Celsius heißen Fackeln können böse Verletzungen hervorrufen, wenn nicht gar tödlich sein. Auch die massive Rauchentwicklung sorgt immer wieder für Spielunterbrechungen oder gar Abbrüche. (Mehr zum Thema Bengalos gibt es hier:  externer Link.)
Ich weiß nicht, warum sie das machen, aber sie sagen, es gehört zu ihrer Kultur.

Zu dieser Aussage kann und soll sich bitte jeder selbst eine Meinung bilden.

Meine Meinung ist: Mit Leidenschaft für seinen Verein einstehen ist absolut in Ordnung, aber nur, solange niemand gefährdet wird.

In diesem Sinne:

Macht euch (keine) Gedanken!


euer BLACKHEART


 
 

Kommentare zu diesem Teamkolumnenbeitrag


Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (04.05.2013)
Ich habe keine so gut Meinung von der Ultra-Szene, muss aber zugeben, dass ich bisher noch kein Mitglied persönlich kennen gelernt und mit diesem über sein Hobby gesprochen habe...
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (06.05.2013)
"Seine Liebe für den Verein geht so weit, dass er Fans anderer Vereine als Gegner ansieht"

Nun, das ist ganz sicher definitiv nicht so. Korrekt wäre viel eher: "Seine Liebe für die Profikicker-Mannschaft eines Vereins geht so weit, dass er Fans anderer Profikicker-Mannschaften anderer Vereine als Gegner ansieht".
Das mag nur auf den ersten Blick ein marginaler Unterschied sein, ist aber ein großer. Auch wenn viele die Begriffe im Mittagspause-Männer-Smalltalk am Montag synonym verwenden und die ARD sogar keine Vereine mehr nennt, sondern nur auf die Nennung der Städte reduziert. Dem Ultra sind die anderen Aktivitäten des Vereins, dessen Profikicker-Mannschaft er vergöttert nicht nur völlig egal, er hat auch meistens keine Ahnung davon.
Tatsache ist, dass viele, eigentlich fast alle Vereine, die Profikicker-Mannschaft in den oberen Ligen haben, auch ein sehr reichhaltiges und facettenreiches Vereinsleben bieten. Das sind zahlreiche Mannschaften, die mit viel Ehrgeiz, Energie und Herzblut Amateursport betreiben: Die Liste der Jugendmannschaften ist lang, viele Vereine, die Angestellte haben, die in einer Mannschaft in der Bundesliga kicken, verfügen zudem über Abteilungen, die nichts mit Fußball zu tun haben, sondern in anderen Sportarten tolle Arbeit leisten.
Das alles ist dem Utra doch völlig schnuppe, oder? Wenn man einen Verein unterstützen will, dann ist die nächstliegende, mit Abstand beste Form die einfache Mitgliedschaft in diesem Verein. Sind Ultras Vereinsmitglieder? Soviel ich weiß, sind es die wenigsten. Und ob sie mir ihren Aktionen (angesprochen: Die "Bengalos") ihre Mannschaft und dessen Verein tatsächlich unterstützen, wenn man die Konsequenzen wie sog. "Geisterspiele" bedenkt, finde ich höchst fraglich.
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BLACKHEART
Kommentar von BLACKHEART (06.05.2013)
Dieter, du hast insofern Recht, dass sich Ultras ausschließlich auf die Fußballabteilung des Vereins beschränken. Dabei wird zumeist sowohl die erste, als auch die zweite Mannschaft unterstützt.
Das mit den Bengalos ist natürlich für die Vereine alles andere als hilfreich. Aber dass sie damit ihren Vereinen schaden, wollen die Ultras nicht kapieren.
Ich persönlich bin ja der Meinung, dass Strafen, die aus solchen Aktionen für den Verein resultieren, auf die Fanclubs (und damit auch auf die Ultras) umgelegt werden sollten. Die Ultras würden es sich dann dreimal überlegen, ob sie Pyros zünden, wenn sie wissen, dass alle anderen Fans des eigenen Vereins gegen sie sind.
Klingt unfair, aber ist in meinen Augen die beste Möglichkeit Pyros aus den Stadien zu kriegen.
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