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Qualen

Satire zum Thema Abhängigkeit


von Jonathan

.


Panik stieg in mir auf.
Ich merkte, wie sie sich in meinem Bauch ausbreitete und höher stieg.
Mein Magen fing an, sich zusammenzukrampfen.
Dann hatte sie meine Kehle erreicht.
Ich mußte hier raus! Koste es was es wolle. Selbst, wenn dann alles umsonst gewesen war, und ich noch einmal von vorne anfangen musste.

Ich war erst etwa zehn Minuten hier drin, und schon fing ich an, schwer zu atmen. Der riesige Raum war voller Leute. Scheinbar ziellos rannten alle umher.
Aber ich schien der einzige zu sein, der es nicht mehr aushielt.
Zwar gab es viele, die zielstrebig zu den Ausgängen strebten, und einige hatten auch diesen gequälten  Ausdruck im Gesicht. Aber ich glaube nicht, dass sie auch nur annähernd solche Qualen ausstanden wie ich.
Die Luft war schlecht in den Gängen, warm und abgestanden, nach Menschen und  vielerlei Ausdünstungen riechend.
Aber nicht eigentlich unangenehm. Irgendwie vertraut und heimelig.

Ich erreichte die Passagen, die zum Ausgang führten. Hier stauten sich  die Menschenmengen zu langen Schlangen.
Alles ging viel zu langsam, Qual und Panik hatten fast ihren Höhepunkt erreicht.
Dann hatte ich es geschafft.
Ich war draußen, im Freien.
Wieder in Freiheit!
Die kühle regenfrische Luft fuhr mir wie mit Bürsten in die Atemwege.
Ekel kam mich an.
Widerlich, diese staub- und dunstfreie, nach nichts riechende Luft.!
Mit zitternden Händen suchte ich in meinen Taschen.
Dann hatte ich es.
Die Rettung war da.
Gierig wie ein Verdurstender, dem Tode Entronnener sog ich den Rauch in meine Lungen, meine Augen verklärten sich, liebevoll und voller Hingabel schaute ich sie an, meine geliebte, heiß ersehnte und so lange entbehrte Zigarette.

.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Isaban
Kommentar von Isaban (20.01.2008)
Oh, Sucht, Sucht, Sucht!
Gut geschrieben, Jot.
Allerdings kenne ich ein paar Menschen, für die dieser Text keine Satire, sondern reiner Alltag sein dürfte.

Liebe Grüße,
Sabine
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Jonathan meinte dazu am 20.01.2008:
Hallo Sabine,
das war auch der Anlaß.
Ich habe Leute aus dem Supermarkt kommen sehen,
die waren noch nicht draußen, da qualmten sie schon.
Und andere standen an den großen Aschenbechern und saugten
sich gierig voll, bevor sie hineingingen.
Marschvepflegung sozusagen.
lbGrüße J.
.
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Kommentar von Baldachin (55) (19.02.2008)
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Jonathan
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Veröffentlicht am 20.01.2008, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 20.01.2008). Textlänge: 267 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.352 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 12.05.2020.
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