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Genie und Wahnsinn III: Virginia Woolf (1882-1941)

Essay zum Thema Wahnsinn


von JoBo72

War bei anderen Schriftstellern (etwa ihrem US-amerikanischen Kollegen Edgar Allan Poe) die Einsamkeit Auslöser psychischer Verstimmungen, so entstanden die Depressionen der Virginia Woolf gerade aus ihrer Position als „Darling“ des literarischen Lebens im London der 1920er und 30er Jahre. Ihr Salon war beliebter Treffpunkt der geistigen Elite des Landes. Die Erschöpfung von Körper und Geist, welche dieses Leben mit sich brachte, sowie der 1940 über England hereinbrechende Zweite Weltkrieg führten zu der schweren Depression, welche die Schriftstellerin am 23. März 1941 in den Selbstmord trieb.

In ihren experimentellen Romanen – die wichtigsten sind Mrs. Dalloway, 1925; To the Lighthouse, 1927; The Waves, 1931; The Years, 1937; Between the Acts, 1941 – versucht sie nicht länger, abgerundete, komplexe Charaktere zu zeichnen, sondern sie durch eine Fülle subtiler seelischer Einzelheiten in inneren Monologen wiederzugeben. Ihr Roman gerät so zu einer Abfolge von Sinneseindrücken, Gefühlen, Träumereien und Reflexionen, der Schauplatz die menschliche Seele ist.

Dabei zerfallen die Protagonisten der Romane Virginia Woolfs in unifiers, also Figuren auf der Suche nach einer Sinnhaftigkeit des Lebens, die auf Einheit, Harmonie und Schönheit basiert, und separates, deren Gedanken um Habsucht, Hass und Sex kreisen und die sich auf fatalistische Weise mit der sinnlosen Existenz des modernen Menschen arrangiert haben. Virginia Woolf versucht dabei die Moral der unifiers zu verteidigen.

Woolfs 1953 von ihrem Ehemann veröffentlichtes Tagebuch (A Writes’s Diary) gibt Einblicke in die Arbeitsweise der bedeutenden englischen Autorin und offenbart die große Sensibilität, die sie charakterisierte. Letztlich wurde Virginia Woolf ein Opfer eben dieser Sensibilität, ihrer hohen moralischen Ansprüche und der vor diesem Hintergrund grotesken und grausamen Realität des Zweiten Weltkriegs.

 
 

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Kommentar von Elias† (63) (09.02.2008)
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Veröffentlicht am 09.02.2008. Textlänge: 256 Wörter; dieser Text wurde bereits 2.062 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 17.03.2019..
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