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Novelle zum Thema Weihnachten


von Skala

Kowalski saß wie versteinert auf seinem Sitz und starrte auf die fehlerhafte Zeitanzeige, ohne sie wirklich zu sehen. Er konnte sein eigenes Blut in den Ohren rauschen hören, sein Mund fühlte sich an wie ausgedörrt und die Hitze stieg ihm bis zum Haaransatz. Er schluckte. Wie hatte dieser eigentümliche Schaffner wissen können, was er in seiner Aktentasche versteckte? Wann hatte er seinen Notizzettel verloren – hatte er den nicht in die Innentasche seines Mantels gesteckt? Und warum kam eigentlich keine Haltestelle? Nach seiner Armbanduhr hätte der Zug schon längst – Kowalski stutzte, schaute auf sein Handgelenk und blinzelte. Seine Uhr war stehen geblieben, etwa fünf Minuten, nachdem der Zug den Bahnhof verlassen hatte. Kowalski presste die Nase an das kalte, beschlagene Fenster und versuchte, einen Hinweis darauf zu erhaschen, wo sich der Zug befand – eigentlich, so meinte er, müsste der erste Halt schon längst erreicht sein.

Draußen sah er nichts außer der schwarzen Nacht. Keine Lichter, keine Straßen, keinen der vielen kleinen Bahnhöfe auf der Strecke. Kowalski schüttelte fassungslos den Kopf. Er setzte sich seinen Hut wieder auf den Kopf, warf seinen Mantel über den Arm, schnappte sich seine Aktentasche und stand auf. Irgendwo in diesem Zug musste doch ein anderer Fahrgast sitzen.
Kowalskis Suche endete an der Schiebetür zum nächsten Waggon. Sie klemmte. Kowalski verdrehte die Augen. Eine defekte Zeitanzeige, klemmende Türen, allwissende Schaffner – was war das nur für ein Zug?
Er nahm seine Aktentasche in die andere Hand. Sie kam ihm schwerer vor, als zuvor. Schließlich stellte er sie einfach auf dem Boden ab. Er würde im Einstiegsbereich auf den nächsten Halt warten und dann den Zug verlassen, egal, wo er auch stranden mochte.
„Das können Sie gerne tun.“

Kowalski zuckte zusammen. Neben ihm, wie aus dem Nichts, schon zum zweiten Mal, stand der alte Schaffner – trotz des Ruckelns des Zuges hielt er sich nirgendwo fest. „Was tun?“, rief Kowalski, lauter, als es die Höflichkeit zuließ, und sehr viel lauter, als er es beabsichtigt hatte. Las dieser Alte seine Gedanken?
„Aussteigen“, bestätigte der Schaffner seine Vermutung freundlich lächelnd. „Das können Sie nicht nur tun, das sollten Sie sogar tun. Steigen Sie aus und tun Sie, was Sie für richtig halten. Aber vergessen Sie nicht, zurückzukehren.“
„Zurückzukehren?“ Kowalski wich zurück, bis er mit dem Rücken vor der versperrten Tür stand. „Warum sollte ich zurückkehren? Was ist das hier überhaupt? Wer zur Hölle sind Sie?“

Plötzlich wurde der Zug langsamer. Kowalski schwankte, stolperte, ruderte Halt suchend mit den Armen. Mit kreischenden Bremsen hielt der Zug an und die Türen öffneten sich, ohne dass irgendjemand den Mechanismus betätigt hatte. Kowalski griff nach seiner Aktentasche, sprang aus dem Zug und rannte davon, als wäre der Teufel hinter ihm her.
Der Schaffner blieb ihm eine Antwort schuldig.


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Kommentare zu diesem Text


EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (04.12.2016)
Der vierte Teil wirkt surreal, kafkaesk auf mich. Ich verstehe ihn als aus der Zeit fallen, weiß aber, dass noch mehrere andere Deutungen möglich sind. Der Text fasziniert mich.
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Skala meinte dazu am 04.12.2016:
Lieber Ekki - "aus der zeit fallend" ist gar nicht schlecht. Ich hoffe (na ja, ich bin mir recht sicher), das dröselt sich noch auf.
Liebe Grüße und einen frohen zweiten Advent,
Skala
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Dies ist ein Strophe des mehrteiligen Textes Die vier Weihnachtsfeste des Herrn Kowalski.
Veröffentlicht am 04.12.2016. Textlänge: 452 Wörter; dieser Text wurde bereits 398 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 09.04.2021.
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