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Bericht über die bevorstehende Beendigung dieses ProjektsInhaltsverzeichnisAusklang 1

Transparenz, dieses literarische Projekt betreffend

Text zum Thema Selbstdarstellung


von Zwibelrohr

1. Transparenz
Transparenz als Kategorie gab es lange vor Transparency International und Transparenz als Piratenparteiwert, und diese Transparenz meinte ich hier zuerst gar nicht, und jetzt nur ein bisschen.
Transparenz war und ist ein Qualitätskriterium für Kammermusik, eines das Joachim Kaiser und seine Schüler gerne verwendeten. Eines, das mir auch wichtig ist. Kurz, in einfachen Worten würde ich dieses Kriterium so umschreiben, dass ein Quartett beispielsweise, ein Streichquartett, was auch immer, dann transparent spielt, wenn jede einzelne Stimme neben der Gesamtkomposition transparent für sich herausklingt. Kein Klangteppich, hörbare Polyphonie.
Überall bin ich nur Autodidakt, muss ich klagen. Auch auf dem Gebiet der Kunstkritik.
Transparenz und Vanessa: Vanessa ist, auf meine anderen Publikationen blickend, natürlich erfunden. Ich lebe seit vielen Jahren allein, in sozialer Isolation, beinahe schon innerer Emigration. Die Geschichte wiederum aus Novelle xx, da rennten ja alle weg, die ist wahr.
Vanessa ist ein Konstrukt. (Auch) zur psychischen Kompensation. Das so transparent zu lesen wie zu machen, trägt aber, glaube ich, dazu bei, die Wahrhaftigkeit und dem wahren Kern meiner Erzählungen nahe zu kommen.
Das Vanessa-Konstrukt ist manchmal etwas hölzern und deus-ex-machina artig funktional, eine Prall, und Abprallfläche, Replikfläche, aber das muss nach dieser Erläuterung gar nicht mehr anders sein. Will aber transparent im obig beschriebenen ästhetischen Sinn sein. Es ist diesmal nicht Hauptsache gewesen, eine lebendige Figur zu entwickeln. "Vanessa" schreibt besser als ich selbst.

2. Mein indiskreter Stil
Ich nenne es mal so. Irgendwo hingehen, und, wenn es bemerkenswert genug war, darüber schreiben und veröffentlichen, indiskrete Art. Eine journalistisch-literarische Mischform.
Etwas anderes ist eine räuberische Art, die ist häufiger in der Welt zu finden, da werde ich immer nur Opfer von.
Längst habe ich Sehnsucht danach, mit dieser indiskreten Art wieder aufzuhören.
Meine persönlichen Grenzen, ’man kennt die persönlichen Grenzen fremder Personen nun einmal nicht’, ein Satz, den ich zuerst als Opfer geschrieben hatte meine persönlichen Grenzen also, irgendwelche, werde ich bestimmt haben, wie ich die definiere, behalte ich lieber für ich, das bleibt ein Geheimnis.
Ich will jetzt wieder aufhören mit diesem indiskreten Stil. Bin heilfroh, damit aufhören zu können.

3. Kein Vorbild, ein Unikat
Eine weitere wichtige Dimension dieser Publizistik (nicht Schreibens, was ich alles schreiben wollen könnte).
Ich sage also ganz exklusiv: "So ein Scheiß-Land". Ebenso exklusiv ist meine Aggressivität, mit der ich so einfach niemanden an mich heranlasse. Natürlicherweise bin ich gar kein aggressiver Mensch. Aggressivität, mit der ich meine, mir im Internet manche Personen vom Hals halten zu müssen. Hinterher tut es mir dann manchmal leid.
Beides taugt nicht zur Nachahmung und ist persönlich-autobiographisch: Ich bin der Autor und Herausgeber von "Sie und Ihr Lauschangriff (Neurohypnose-, Hypnose- und Datenwaffe)" und so fort.

4. Vier-Siebtel-Vegetarier.
Die letzten Jahre habe ich als Fünf-Siebtel-Vegetarier, das meint, es gibt nur am Wochenende Fleisch, gelebt.
Bescheidener Weise, falls etwas bis Montag übrig geblieben ist, ich schmeiße im Prinzip nie essen weg, oder doch irgendeine Ausnahme stattfand, nenne ich mich Vier-Siebtel-Vegetarier.
Die, viele Rezepte beschreiben also tendenziell den Sonntagsbraten im engeren oder weiteren Sinn, nicht die Regel.

5. Rechenschaft über die Arbeitsweise
Ich führte eine Ideenliste in Form einer Textverarbeitungsprogrammdatei, aus der ich manchmal eine Idee in eine einzelne Datei herauszog, und zu bearbeiten begann. Manchmal lagen die halbfertigen Novellen monatelang herum, manche waren auch schwieriger vom Thema her als andere. Manchmal entstand eine spontan, manchmal füllte sich die Ideenlistendatei wieder etwas.
Anfangs publizierte ich nur oder fast nur an Feiertagen, inclusive persönlicher Feiertage. Später dann auch bevorzugt Freitagabends und sonst-irgendwann.
Irgendwann wird in der Ideenliste kaum noch Brauchbares enthalten sein, dann werde ich das Projekt beendet haben.

6. Stichworte auf die Texte bezogen in meinem Sinn
Übertreibung, Kodierung, Verrätselung, Ironie.
Imaginierte abendliche WG-Küchentischgespräche, abstrahiert und verknappt.
Kompensation, psychologisch.

Anmerkung von Zwibelrohr:

No. 82


 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von AfD (38) (20.04.2016)
Interessant. Was kommt als nächstes?
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Zwibelrohr meinte dazu am 20.04.2016:
Hallo AfD,

vielen Dank für Dein öffentlich geäußertes Interesse an meinen Texten. Aber, "was als nächstes komme", läßt sich schlecht erzählen, finde ich: Im Allgemeinen deswegen, weil eine Vorschau auf eigene noch nicht ausgearbeitete Texte diese Texte selbst werden könnten, in unzulänglicher Form, und sie vielleicht zerstören oder sabotieren.
Im Speziellen, ich weiß, was ich als nächstes schreiben sollte, aber auch das läßt sich nicht so einfach ankündigen.

Es gibt ein Novalis-Fragment, meine ich mich zu erinnern, über die Ankündigung, sinngemäß so: Wie schön es doch wäre, Ankündigungen und keine Rezensionen mehr zu lesen, das bezog sich aber auf Fertiges, Gedrucktes.

mfg.
diese Antwort melden
Zwibelrohr antwortete darauf am 21.04.2016:
Außerdem darf man im eigenen Interesse (sollte) deswegen nichts vorab verraten, weil es sonst, wenn man Pech hat, geklaut wird! Fremdverwurstet, vorabplagiiert, wie auch immer. Im Prinzip darf-sollte man aus diesem Grund nicht einmal seinen Schulfreunden irgend etwas vorab verraten.
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Bericht über die bevorstehende Beendigung dieses ProjektsInhaltsverzeichnisAusklang 1
Zwibelrohr
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Vanessas Novellen.
Veröffentlicht am 20.04.2016. Dieser Text wurde bereits 316 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 20.10.2017.
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