Der Tag ging aus im roten Abendkleid,

Stanze zum Thema Jahreszeiten

von  monalisa

bis dahin ist er eher blass gewesen,
und zog sich hin – fast eine Ewigkeit.
Da habe ich vom Wegrand aufgelesen,
wie sich der Herbst verblättert in der Zeit,
die Seiten wechselt und auf hohe Spesen
pfeift, gelassen in den Farbtopf greift,
zuletzt noch Goldglanz üppig überstreift.
So wartet er auf Winters strengen Besen.

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Kommentare zu diesem Text


 EkkehartMittelberg (19.09.14)
Mona, dein Mut, mit immer anderen Gedichtformen zu arbeiten, wird diesmal durch eine gelungene Stanze belohnt.

Liebe Grüße
Ekki

 monalisa meinte dazu am 19.09.14:
Freut mich Ekki. Danke, deine Worte machen mir Mut, es weiter zu versuchen.

Liebe Grüße,
mona

 Irma (19.09.14)
Das betitelte Abendkleid fließt wunderbar weich und nahtlos ins Gedicht über, gefällt mir gut! Und der freche Herbst pfeift sogar auf den (Auf-)Takt.

Vor das "fast eine Ewigkeit" würde ich eventuell noch einen Gedankenstrich setzen. Dann ist klarer, warum das "hin" nicht am Satzende steht. Und die Ewigkeit wird zugleich durch die kurze Pause noch etwas mehr in die Länge gezogen.

Vielleicht sollte ich mich heute Abend ja auch noch einmal richtig schick machen, bevor der Winter kommt? Werde mein rotes Abendkleid aus dem Schrank holen. LG Irma
(Kommentar korrigiert am 19.09.2014)

 monalisa antwortete darauf am 19.09.14:
Vielleicht sollte ich mich heute Abend ja auch noch einmal richtig schick machen, bevor der Winter kommt? Werde mein rotes Abendkleid aus dem Schrank holen.
Mach das Irma, auf jeden Fall :)!

Den Gedankenstrich vor 'fast eine Ewigkeit' nehm ich dir gern ab, Irmchen. Ja, das ergibt durchaus Sinn!
Ich bedanke mich herzlich für deinen Beitrag und wünsche eine berauschende Nacht in der roten Robe!

Liebe Grüße,
mona
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