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Aufgespießt

Unverschämtheiten aus Politik, Promiszene und Alltag

Die Kolumne des Teams " Aufgespießt"

Montag, 16. Mai 2011, 23:38:
Die zurückkehrende Gefahr - Entlassene Sexualstraftäter
von  AlmaMarieSchneider

Bis in die 60er und 70er Jahre wurden Sexualdelikte meistens tot geschwiegen.
Dieses Schweigen der Opfer ermöglichte Pädophilien und Vergewaltigern einen fast unbegrenzten und straffreien Zugriff auf ihre Opfer.
Sprachen die Opfer doch darüber, wurden sie schnell als Schlampen und Dirnen abgestempelt. Kinder hatten grundsätzlich eine blühende Fantasie und ihnen wurden Schuldgefühle eingepflanzt oder Schläge und Strafen angedroht, würden sie weiterhin derartige Lügen in die Welt setzen.
Wurde eine Frau von ihrem Vergewaltiger schwanger, begann für sie und ihr Kind eine wahre Hölle. Sie wurden aus Familie und Dorfgemeinschaft ausgeschlossen. Ihnen stand unvorstellbares Leid bevor. Jeder Kerl glaubte, dass er sich jetzt diese Frau nehmen konnte und oft blieb ihr auch nichts anderes übrig. Frauen waren in der Regel ohne Beruf und Verdienst und auf Familie oder ihren Mann angewiesen. Ihr Kind bekam in der Schule von Lehrern und den sogenannten ehrbaren Kindern Prügel, Hohn und Verachtung. Am meisten prügelten jedoch die Pfaffen.
Erst in den 80er Jahren wurde der Notzuchtparagraph abgeschafft, der sozusagen nur unverheiratete Sexualtäter kannte, die mangels Ehefrau ihren Triebstau abreagierten.
Kindesmissbrauch und Vergewaltigung in der Ehe oder durch verheiratete Männer gab es nicht. Hier log die Frau oder das Kind grundsätzlich. Die Strafen für ledige Vergewaltiger waren kaum der Rede wert. Fanden sie doch in der von Männern dominierten Welt überall Verständnis und der Frau hat es doch bestimmt auch gefallen.
Erst Ende der 90er Jahre wurden aufgrund immer häufiger dabei begangener Kindermorde das Strafmaß erhöht und die Sicherungsverwahrung eingeführt.
Langsam lernen immer mehr Opfer das Reden. Der Umstand, dass sie immer noch schnell in die Ecke der eigentlich Schuldigen gestellt werden bleibt. Verfolgt man Diskussionen im Internet über den neuesten Fall des IWF-Präsidenten, vertreten fast 95 % der Männer die Meinung, dass das Zimmermädchen schuldig wäre. Man begibt sich auf das Parkett der absonderlichsten Vermutungen, nur um einen möglichen Sexualtäter schon einmal im Vorfeld zu entlasten und das Opfer dadurch zu belasten.

Obwohl rückläufig, erwecken die Medien zusätzlich den Eindruck, dass Sexualtaten zunehmen. Die Dunkelziffer des Kindesmissbrauchs, vermittelt jedoch über das Internet ein ungeheures Ausmaß. Allein MySpace identifizierte und übermittelte in den USA 90 000 Sexualtäter an die Staatsanwaltschaft. Auf MySpace mischen sich rund 100 000 registrierte Sexualtäter unter die Kinder. Insgesamt sind derzeit ca. 700 000 Sexualstraftäter in den USA registriert. Eine erschreckende Tatsache. Allein in Bayern tummeln sich ca. 800 nicht therapierbare aus der Sicherungsverwahrung entlassene Sexualstraftäter.
Erst kürzlich sorgte in Italien eine Vergewaltigungsserie für Empörung. In Deutschland sind es die milden Urteile, die die Opfer regelrecht verhöhnen. Die Wut der Bürger nimmt immer mehr zu, weil wieder einmal ein freigelassener Täter erneut vergewaltigt oder Kinder getötet hat. Der Staat ist nicht in der Lage Frauen und Kinder vor diesen Tätern zu schützen. Er schützt sogar die Täter indem er ihre Identität verschweigt.
In Tschechien werden nicht therapierbare Sexualtäter erst entlassen, wenn sie sich freiwillig kastrieren lassen. Auch in anderen europäischen Ländern gibt es Strömungen, die dies für die einzige Möglichkeit halten, um jemals dauerhaften Schutz vor diesen Tätern zu haben.
Sexualtäter, die der Kastration zugestimmt haben, bedauern zwar im Nachhinein, dass sie keine Kinder mehr zeugen können. Doch steht nicht das Leben der bereits geborenen Kinder höher? Müssen sie immer in der Gefahr leben, dass ihnen ein derartig veranlagter Mann ihr Leben nimmt?

Der erste Sexualtäter, der sich freiwillig kastrieren lassen wollte, war der Kindermörder Jürgen Bartsch, ein nicht therapierbarer Psychopath. Er starb bei diesem Eingriff.

Die USA stellt Bilder und Adressen von Sexualstraftätern ins Netz. Diese sind letztendlich gezwungen unter Brücken zu schlafen. Ihrem unseligen Trieb sind sie weiterhin ausgeliefert und sie werden weiter vergewaltigen und morden.
Kommentare zu dieser Teamkolumne

Kommentar von  Jack, 17.05.2011diesen Kommentar melden
Bis in die 60er und 70er Jahre wurden Sexualdelikte meistens tot geschwiegen.
Dieses Schweigen der Opfer ermöglichte Pädophilien und Vergewaltigern einen fast unbegrenzten und straffreien Zugriff auf ihre Opfer.


Wer Nostalgie nach diesen Zuständen hat - sie existieren in anderen "Kultur"kreisen immer noch.



Sprachen die Opfer doch darüber, wurden sie schnell als Schlampen und Dirnen abgestempelt. Kinder hatten grundsätzlich eine blühende Fantasie und ihnen wurden Schuldgefühle eingepflanzt oder Schläge und Strafen angedroht, würden sie weiterhin derartige Lügen in die Welt setzen.


In einer Familie herrscht natürlicherweise grundsätzlich das Gesetz des Dschungels: Kinder sind immer davon abhängig, ob Eltern es mit ihnen gut meinen. Es ist ein allgemeines Problem, kein spezielles (nur in den Fällen sexuellen Missbrauchs bestehendes).


Wurde eine Frau von ihrem Vergewaltiger schwanger, begann für sie und ihr Kind eine wahre Hölle. Sie wurden aus Familie und Dorfgemeinschaft ausgeschlossen. Ihnen stand unvorstellbares Leid bevor. Jeder Kerl glaubte, dass er sich jetzt diese Frau nehmen konnte und oft blieb ihr auch nichts anderes übrig. Frauen waren in der Regel ohne Beruf und Verdienst und auf Familie oder ihren Mann angewiesen. Ihr Kind bekam in der Schule von Lehrern und den sogenannten ehrbaren Kindern Prügel, Hohn und Verachtung. Am meisten prügelten jedoch die Pfaffen.


Die versorgte, desinteressiert wegsehende oder mitmissbrauchende Ehefrau wusste ihre Privilegien gegenüber dem Freiwild-Mädchen immer gut zu verteidigen.



Erst in den 80er Jahren wurde der Notzuchtparagraph abgeschafft, der sozusagen nur unverheiratete Sexualtäter kannte, die mangels Ehefrau ihren Triebstau abreagierten.
Kindesmissbrauch und Vergewaltigung in der Ehe oder durch verheiratete Männer gab es nicht. Hier log die Frau oder das Kind grundsätzlich. Die Strafen für ledige Vergewaltiger waren kaum der Rede wert. Fanden sie doch in der von Männern dominierten Welt überall Verständnis und der Frau hat es doch bestimmt auch gefallen.


So wahr das ist, widerspricht die soziale Konstruktion des Mannes als (bloß sexuell bestimmtes) Männchen der Wirklichkeit, seit die Affen von den Bäumen gestiegen sind. Es steckt ein bestimmtes soziopathisches Interesse dahiner, Missbrauch durch Frauen zu verschweigen und die Männlichkeit an sich für das Böse zu deklarieren. Grundsätzlich missbrauchen Menschen Macht, ob Männer oder Frauen.


Verfolgt man Diskussionen im Internet über den neuesten Fall des IWF-Präsidenten, vertreten fast 95 % der Männer die Meinung, dass das Zimmermädchen schuldig wäre.


Es ist eine Schande, auf dem Rücken echter Vergewaltigungsopfer solche Intrigen zu schmieden. Was dem Australier in Schweden widerfuhr, kann jedem Mann widerfahren - ein Jahr nach dem One-Night-Stand "erinnert" sich die Frau: oops, es war Vergewaltigung! Ich will den Mann nicht in Schutz nehmen - wer sich nicht sicher ist, ob die Frau im Nachhinein doch vergewaltigt worden sein will, steigt einfach mit keiner mehr ins Bett.


Allein MySpace identifizierte und übermittelte in den USA 90 000 Sexualtäter an die Staatsanwaltschaft. Auf MySpace mischen sich rund 100 000 registrierte Sexualtäter unter die Kinder. Insgesamt sind derzeit ca. 700 000 Sexualstraftäter in den USA registriert. Eine erschreckende Tatsache.


Es sind viel mehr. Der Ottonormalmissbraucher freut sich die Scheyße aus dem Arsch, dass es diese Pädophilen gibt, die ausschließlich auf Kinder stehen. Er selbst, Allesvögler, ist für 90% der missbrauchten Kinder verantwortlich, und der erste, der Kastration oder Todesstrafe für Pädophile fordert. Hat ein Jugendlicher oder Erwachsener (ob Mann oder Frau) eine bestimmte Machtstellung gegenüber einem Kind, hängt es nicht davon ab, ob diese/r pädophil veranlang ist, sondern nur daran, ob er/sie gerade Lust auf das Kind hat.


Die USA stellt Bilder und Adressen von Sexualstraftätern ins Netz. Diese sind letztendlich gezwungen unter Brücken zu schlafen. Ihrem unseligen Trieb sind sie weiterhin ausgeliefert und sie werden weiter vergewaltigen und morden.


Das Fazit ist mir nicht klar. Was nun? Sie alle töten? Nur die Pädophilen oder alle potentiellen Kinderschänder? Eine Million Sündenböcke oder vier-fünf Milliarden Sünder?


In Tschechien werden nicht therapierbare Sexualtäter erst entlassen, wenn sie sich freiwillig kastrieren lassen.


In Tschechien glauben sie aber nicht an den Klimawandel.
AlmaMarieSchneider
Kommentar von  AlmaMarieSchneider, 17.05.2011diesen Kommentar melden
Es ist leider so, daß gerade auch Frauen bei Kindesmißbrauch eine große Mitschuld tragen. Ihr Schweigen und ihre Duldung ermöglichen ihn. Das wäre aber ein extra Thema. Es sitzen ja kaum Frauen aufgrund von sexuellen Mißbrauch ein. Also die Gefahr, die von ihnen ausgeht ist vernachlässigbar. Nicht aber ihre Duldung. Mir kann niemand erzählen, daß die Ehefrau des Österreichers, der seine Tochter und seine Kinder im Keller eingesperrt hatte, nichts davon wußte.

Wissenschaftler gehen davon aus, daß ein großer Teil der Sexualstraftäter nicht therapierbar ist. Nimmt man ihnen allerdings den Trieb, könnten sie wieder in die Gesellschaft intergriert werden ohne eine Gefahr für Andere zu sein.
Es geht dabei nur um wirklich schwere Fälle. Die Tschechen händeln das allerding lockerer. So ein "Mäntelchenaufreißer" hat dort auch bereits schlechte Karten. Nicht therapierbar, aber doch eher harmlos.
Die Methode, Sexualtäter kenntlich für alle zu machen, wie in den USA ändert weder etwas am Verhalten des Täters noch erhöht es den Schutz für mögliche Opfer. Die Täter werden nur an den Rand gedrängt.

Zu Deinem ersten Kommentar. Es ist leider so. Dort wird eine vergewaltigte Frau auch noch gesteinigt und damit der Kerl straffrei ausgeht, heiratet er sein Opfer für eine Stunde oder je nachdem wie lange es es quälen will. Einfach abscheulich.
bookishasearlgrey
Kommentar von  bookishasearlgrey, 17.05.2011diesen Kommentar melden
Entschuldigung.
Ich versuche, möglichst sachlich zu bleiben.
Ich bin wirklich wütend über diese Kolumne.
In keinster Weise möchte ich das unsägliche Leid, das durch Vergewaltigung und Missbrauch entsteht, relativieren.
Aber in aller Ernsthaftigkeit zu fordern, dass Kastration, also eine Zwangsverstümmelung, eine zu bedenkende Option sei, um, Täter wieder in die Gesellschaft zu integrieren, ist schlichtweg... menschenrechtsverachtend.
Es lässt mich ebenso nicht ruhig schlafen, dass Täter draußen rumlaufen und jeder Zeit wieder eine solche Tat vollbringen können. Dennoch sind es Menschen. Und im Übrigen: Die wenigsten Gerichtsurteile beweisen hundertprozentig die Schuld des Täters. Aus den selben Gründen bin ich gegen die Todesstrafe und lehne jeglichen Hintergedanken der Haft aus Rachegelüsten ab.
Ich weiß, dass Du wahrscheinlich nicht einmal an Rache gedacht hast, sondern im Ernst glaubst, dass die Kastration eine Maßnahme zur erhöhten Sicherheit der Gesellschaft darstellt. Aber zu was für Eingriffen in die Körperlichkeit seiner Bürger befähigt man einen Rechtsstaat, fängt man einmal so an?
Unsere Welt wird schwerlich eine ohne Trauer und Leid werden. Wir sollten unser Bestes tun, um dieses aber zu verringern. Die Einschränkung der Unantastbarkeit der Würde des Menschen per Strafverstümmelung ist sicherlich keine Maßnahme auf dem Weg dahin.
bookishasearlgrey
Kommentar von  bookishasearlgrey, 17.05.2011diesen Kommentar melden
Und ich weiß, dass Du "freiwillig" geschrieben hast. Aber wie freiwillig ein auf Lebenszeit inhaftierter Mensch entscheiden kann, darüber kann man philosophisch und psychologisch diskutieren.
Kommentar von  Jack, 17.05.2011diesen Kommentar melden
Ich bin der festen Überzeugung, dass, vielleicht nicht die meisten, so doch aber viele Männer von Natur aus einfach grausamer sind als Frauen und sich teils nicht bewusst machen können, was sie anderen Menschen antun, weil ihr Hirn das schlicht und ergreifend gar nicht hergibt.


Jäger sind von Natur aus grausamer als Sammer, in der Tat. Wo aber Grausamkeit gerade darin besteht, dass man sich sehr genau bewusst ist, was man dem Opfer antut, da werden wohl Frauen grausamer sein, da Mitgefühl und bewusste (genossene) Grausamkeit auf derselben Fähigkeit beruhen. Je fähiger jemand ist, Mitgefühl zu empfinden, umso genüsslicher könnte er auf der anderen Seite derselben Medaille den Sadismus ausleben.

Völlig richtig ist, dass es ist das Mitgefühl, sondern das Besitzdenken ist, weshalb Männer noch härter gegenüber Vergewaltigern sind als Frauen. Nicht weil das Mädchen ein menschliches Wesen ist, sondern weil es mir gehört/gehören könnte, will ich als Mann jeden Vergewaltiger (am Besten präventiv) eliminieren. Alles Natur, keine Bosheit.

Nun zur Bosheit. Wir wissen alle alle, dass im Jemen 9-jährige Mädchen vergewaltigt und zwangsverheiratet werden, aber da gibt es leider kein Öl. Können wir nicht helfen, tut uns sehr leid. Im strategisch ölrelevanten Afghanistan werden 6-jährige Jungen bei Volksfesten regelmäßig vergewaltigt, freundliche Afghanen laden Bundeswehrsoldaten zum gemeinsamen Kinderf*cken ein, diese beschweren über die Grausamkeit dieser keine-ist-besser-oder-steht-höher-als-die-andere-Kultur, und werden zum Schweigen verdonnert. Über die Mädchen im Jemen regen sich sogenannte Islamophobe noch auf, über die kleinen Jungs nur wenige, wahrscheinlich so viele, wie es prozentual Homosexuelle gibt. Was mir gehört/gehören könnte - Öl, Frauen, Land - das schütze ich mir. Was mich nicht interessiert - Sand/andere Männer bzw. Jungen/Wohl der einheimischen Bevölkerung, geht mir am Sack vorbei. Alles normal, alles Natur.

Es gibt keine verschiedenen Kulturen, es gibt bloß Kultur und Natur (das Wilde, Unmündige, Unzurechnungsfähige, Tierische). Eine große Leistung des postmodernen Kulturrelativismus besteht darin, beides gleichgesetzt zu haben. Es gibt kein Recht auf Jemen oder Somalia - es gibt aber eine Pflicht, Menschen aus unwürdigen Verhältnissen zu befreien, sobald man die Mittel dazu hat.
Matthias_B
Kommentar von  Matthias_B, 17.05.2011diesen Kommentar melden
so doch aber viele Männer von Natur aus einfach grausamer sind als Frauen und sich teils nicht bewusst machen können, was sie anderen Menschen antun, weil ihr Hirn das schlicht und ergreifend gar nicht hergibt. Vielleicht liegt es tatsächlich am Unterschied zwischen Mann und Frau, wenn es um Empathie geht.


 Monalisa
 Welt
Matthias_B
Kommentar von  Matthias_B, 17.05.2011diesen Kommentar melden
Entschuldige, ich hatte die Überlegungen zum angenommenen generellen Kontext
[...]von Natur aus einfach grausamer sind als Frauen und sich teils nicht bewusst machen können, was sie anderen Menschen antun, weil ihr Hirn das schlicht und ergreifend gar nicht hergibt. Vielleicht liegt es tatsächlich am Unterschied zwischen Mann und Frau, wenn es um Empathie[...]
hier nicht nur unbedingt auf das Teilsystem "S**ualstraftaten" bezogen verstanden.

Zu
Gewaltausbrüchen

eine Theorie aus der Volkskunde - VL:
Männer würden mehr zu - positiven wie auch negativen - Spitzenleistungen neigen, um aufgrund der fehlenden Gebärfähigkeit genetisch auf sich "aufmerksam zu machen", heißt die Leistungs/Tatenkurve schwanke stark, bzw. weise viel höhere Spitzen auf als die "abgerundetere" weibliche (das würde jedoch für die positive Seite bedeuten, dass es einen weiblichen Aristoteles, Pythagoras, Paganini, Goethe, Einstein usw. nur schwerlich bzw. eher nicht geben könne).
Das Ganze hat der VK- Professor mit primär unbewusst ablaufenden und z.T. mit den gesellschaftlichen Codes konkurrierenden Mechanismen im neomammatischen und protomammatischen Teil des Gehirns begründet (in etwa).
Insofern könnte das mit den Ausbrüchen höherer Intensität bestätigt werden. Aber es werden ja auch diesbezüglich andere Annahmen diskutiert: Interaktionsmodelle zwischen geschlechtssozialisierten psychischen Systemen aus der Systemtheorie, geschlechtsspezifische transaktionale/ exo-/endogenistische Entwicklungstheorien, settings in Öko- und Sozialpsychologie,....
(Nein, das Abschweifen wurde schon bemerkt. Ich höre deshalb auf.)
AlmaMarieSchneider
Kommentar von  AlmaMarieSchneider, 17.05.2011diesen Kommentar melden
Für Eltern ist es gleichermaßen schlimm ob nun ihr Bübchen oder ihr Mädchen solch einem Sexualtäter zum Opfer fällt. Sie werden ein Leben lang an diesem Leid tragen und falls es das Kind überlebt ist solch ein Trauma nicht überwindbar, nur überdeckbar.
Zumindest eine Zeitlang. Mit zunehmendem Alter kehrt das Trauma zurück und kann zum Alptraum werden.

Es geht aber darum, was tun mit den zur Entlassung anstehenden nicht therapierbaren Sexualstraftätern? Sie werden derzeit sehr kostspielig überwacht und doch finden sie immer wieder einen Weg um erneut zu vergewaltigen und zu morden.

Die, die sich im Netz verabreden um Kinder zu vergewaltigen und anschließend zu töten, zeigen von vorneherien kein bißchen Mitgefühl.
Eine zu erwartende Kastration wird sie wohl nicht von ihren Taten abhalten, wohl aber den größten Teil der "Gelegenheitstäter".
Die derzeitigen Strafen sind nicht akzeptabel.

Mitleid haben diese Täter nicht verdient. Sie wissen in der Regel was sie tun und zeigen auch selbst weder Reue noch Mitleid oder Mitgefühl. Um so mehr so ein kleiner Wurm leidet umso größer der Kick.

Die "Chance auf Unversehrtheit" muß auch für Opfer gelten!
AlmaMarieSchneider
Kommentar von  AlmaMarieSchneider, 17.05.2011diesen Kommentar melden
@Jack

Wer sagt denn, daß der Mann der Jäger und die Frau eine Sammlerin wäre?
Rollen werden von Menschen oder der Natur festgelegt. In der Natur kommt diese Trennung selten vor. In der Regel ist das Weibchen mehr Jägerin als das Männchen. Sie ernährt die Jungen.
Wenn, dann handelt es sich um eine Arbeitsteilung in der einem Teil der Partner im Laufe der Zeit jegliche Rechte genommen wurden, mit dem Versprechen auf Schutz.

Die Zuordnung von Grausamkeit kann deshalb nicht auf dieser Basis erfolgen. Eine Frau ist KEINE geborene Sammlerin. Diesen Irrtum sollten Männer nicht begehen, wenn sie nicht ihr blaues Wunder erleben wollen.

Die Frau bringt Leben zur Welt und hat deshalb vor dem Leben mehr Achtung. Unter eigenem Verzicht zieht sie es groß. Um ihrer Kinder willen, nimmt sie Schutz an. Aber für sie funktioniert es auch ohne. Sie entscheidet letztendlich wen oder was sie gebären möchte.
Ein Mann hat noch nie etwas Lebendiges zur Welt gebracht. Im Prinzip kennt er nur den Tod als erlebbar.
Grausamkeit ensteht aus dem Wunsch nach Macht und Beseitigung von Rivalen. Hier verhalten sich immer mehr Frauen nach männlichen Vorbildern. Sie nehmen ihre Jägerrolle wieder auf. Eine fatale Entwicklung, die aus Partnerschaft Rivalität macht.
Kommentar von  Jack, 18.05.2011diesen Kommentar melden
Eine Frau ist KEINE geborene Sammlerin. Diesen Irrtum sollten Männer nicht begehen, wenn sie nicht ihr blaues Wunder erleben wollen.


Da spricht ja aus der Frau verletzter männlicher Stolz. Geschlecht ist Natur, Gender ist Kultur; als Kulturwesen sind wir eh beides, der homo sapiens ist Männchen oder Weibchen, der Mensch ist Zwitter.



Die Frau bringt Leben zur Welt und hat deshalb vor dem Leben mehr Achtung. Unter eigenem Verzicht zieht sie es groß. Um ihrer Kinder willen, nimmt sie Schutz an. Aber für sie funktioniert es auch ohne. Sie entscheidet letztendlich wen oder was sie gebären möchte.


Wer vereinfachende und überholte naturalistische Weltanschauungen verneint, sollte zumindest nicht in noch mittelalterlichere Mythologien zurückkehren. Die Frau ist nicht von Natur gut, weil sie von Natur Weibchen ist. Weibchen = gut, Männchen = böse ist eine supernaturalistische (kulturelle und ideologische) Zuordnung - in der Natur gibt es weder ein Gut noch ein Böse.


Ein Mann hat noch nie etwas Lebendiges zur Welt gebracht. Im Prinzip kennt er nur den Tod als erlebbar.


Streng, und zwar allerstrengstens wertfrei trifft das zu. Der Mann ist von Natur Männchen, mehr ist hiermit nicht gesagt. Was die menschliche schöpferische Tätigkeit angeht, sage ich besser nichts (sonst kommt das ewige Argument der Unterdrückung: Frauen haben ja nie gedurft usw).


Grausamkeit ensteht aus dem Wunsch nach Macht und Beseitigung von Rivalen. Hier verhalten sich immer mehr Frauen nach männlichen Vorbildern. Sie nehmen ihre Jägerrolle wieder auf. Eine fatale Entwicklung, die aus Partnerschaft Rivalität macht.


Grausamkeit ist für Rivalität nur am Rande nötig - zur Einschüchterung. Grausamkeit an sich ist dasselbe wie Mitgefühl, nur ins Negative gekehrt. Man kann die Schmerzen eines Anderen nicht genießen, wenn man nur geringfügig mitgefühlbegabt ist. Die Grausamkeitsforschung wird aber so lange in den Kinderschuhen stecken, wie die Sexualität nur auf die Genitalien, die Fortpflanzung und die Befriedigungsentropie reduziert wird.
Matthias_B
Kommentar von  Matthias_B, 18.05.2011diesen Kommentar melden
Die Frau bringt Leben zur Welt und hat deshalb vor dem Leben mehr Achtung


 BZ
AlmaMarieSchneider
Kommentar von  AlmaMarieSchneider, 18.05.2011diesen Kommentar melden
@Matthias_B

Allgemein statistisch gesehen immer noch stark in der Minderheit.

Mißt man allein die sexuell motivierten Morde, geht die Quote fast gegen Null und nur darum geht es hier. Es geht nicht um "normale Männer" sondern um Sexualstraftäter mit hoher Rückfallwahrscheinlichkeit. Die Solidaritätsbekundungen mit diesen Kerlen erstaunen mich allerdings immer wieder.
bookishasearlgrey
Kommentar von  bookishasearlgrey, 19.05.2011diesen Kommentar melden
Absprechung von Menschlichkeit. Uralte Säftelehre. OweiOwei.
Kommentar von  Jack, 19.05.2011diesen Kommentar melden
Und in der Tat zeigen Statistiken nun einmal, dass es sehr viel weniger weibliche als männliche Sexualstraftäter gibt.


Statistiken zeigen nur die Einseitigkeit der sozialen Wahrnehmung - lange wurde davon ausgegangen, dass Frauen überhaupt nicht sexuell missbrauchen, weil sie Frauen sind.

Allerdings führt die thematische Erweiterung in diesem Fall zu nichts - es geht in der Kolumne um entlassene Sexualstraftäter. Die breite Sympathie mit solchen Verbrechern (viele Frauen schreiben bekannten Schwerverbrechern Briefe, wollen sie heiraten, werden offenbar von deren "Männlichkeit" angezogen) ist in der Tat bedenklich und zeigt, dass zwar nicht die Falschen, aber nur die die die Gelegenheit zum Missbrauch hatten, und das Pech, gefasst zu werden, einsitzen.

Sexualstraftätern die Menschenwürde abzusprechen, weil verwirkt? Kann man machen, aber dann auch denen, die nicht zu Tätern wurden, weil sie bloß zu feige sind oder keine Gelegenheit hatten - und nein, nicht die pädophilen Sündenböcke sind gemeint, sondern die 98% der Bevölkerung, die das Böse in sich selbst auf die Ersteren projizieren.
Kommentar von  Jack, 19.05.2011diesen Kommentar melden
Wenn man aus klarem Denkholz geschnitzt ist, wäre es langweilig, die Welt durch eine farblose Brille zu sehen. Setz aber die linksgrüne Brille ab, und du siehst nicht nur klar die Formen, sondern auch die Farben.


Für dich macht es also keinen Unterschied, ob jemand zum Täter wird oder nicht, ob jemand ein Kind oder eine Frau vergewaltigt, oder nicht?


Gerade weil ich 98% der Bevölkerung (98 aus technischen Gründen, theoretisch 100% und mehr) für potentielle Sexualstraftäter halte, macht es den größten Unterschied, ob jemand Täter wird oder nicht. Dafür aber muss man christlicherweise an den freien Willen glauben - spricht man ihn den Menschen ab, so macht es objektiv keinen Unterschied, ob jemamd Täter wird, da dann niemand mehr schuldfähig ist.

Wenn Frauen Serienmörder und Gewalttäter sympathisch finden, gibt es gute Gründe, aber wenn Männer sie sympathisch finden, dann nur um sich selbst zu rechtfertigen, da sie im Grunde alle Schweine sind? Wenn man vom zu Beweisenden ausgeht, kommt man komischerweise immer zum gewünschten Ergebnis.


Und dann kommst du mit den 98 Prozent der Bevölkerung, die das Böse in sich trägt. Also bezögest du dich dabei nur auf Männer, ginge ich da glatt mit.


Wieviele sind es prozentual bei den Frauen?


Du verklärst hier die schlimmsten Verbrecher zu Opfern, die nur zum Täter wurden, weil sie die Gelegenheit dazu hatten? Die armen Schweine, wirklich. Die müssen das jetzt ausbaden.


Im Gegenteil. Ich spreche die unschuldigen Pädophilen an, die aufgrund ihrer Veranlagung sich für die Taten der Ottonormalmissbraucher verantworten müssen. Die große Mehrheit der Kinder wird von Nichtpädophilen missbraucht (Ersatzbefriedigung), und die meisten Pädophilen werden nie Täter.

Es ist der größte Unterschied, den es gibt, ob jemand Täter wird oder nicht. Es ist kein Unterschied, wie jemand genetisch veranlagt ist - dafür kann man nichts.

Schön, dass du die Welt in Farbe siehst (durch die grüne Brille), - darum wird es mit dir nie langweilig. Ich denke nicht, dass du mich böswillig missverstanden hast. Ich sehe die Welt aber in Schwarz-Weiß (nein, nicht schwarz und weiß - so lautet ein beliebtes linkes Vorurteil über Konservative), so wie die Dinge an sich hinter den Erscheinungen sind (ein Selbstlob, wie peinlich, aber in der Sache korrekt).
Matthias_B
Kommentar von  Matthias_B, 19.05.2011diesen Kommentar melden
Jetzt wird es mir echt zu dumm. Was soll denn das, Matthias? Du reißt hier Sätze aus dem Zusammenhang und willst uns dann vom Gegenteil dieser vermeintlich getroffenen Falsch-Aussage überzeugen? Es geht hier um S[**]ualstraftäter. Wann ist das endlich bei dir angekommen?


Durch "Gefahr", "grausam" usw. wird ebenso ein allgemeiner Rahmen geöffnet, der eventuell nicht nur klischeekleeig mit starren Rollenzuweisungen gefüllt werden könnte.


Um nochmals auf den "echten" Missbr*ch mit schweigenden Opfern, wie in der Kolumne dargestellt, zu sprechen zu kommen:

 "Gisela Braun, Referentin bei der Arbeitsgemeinschaft „Kinder- und Jugendschutz, Landesstelle NRW e.V.“, fasst gegenüber aktenzeichenxy.de, dem online-Auftritt der ZDF-Fernsehfahndung, neueste Untersuchungen zusammen und geht heute von einem 10-15 prozentigen Anteil weiblicher Straftäterinnen aus. Die Kölner Kontakt- und Informationsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen, „Zartbitter“, geht sogar von einem noch höheren Anteil aus: 13 - 25 Prozent."

Noch ein Zitat dazu aus dem Psychologiebuch unsrer Uni:

Man kann aber vermuten, dass die Zahl der Täterinnen heute unterschätzt wird, weil Frauen mehr Körperkontakt mit Kindern zugestanden wird und sie deshalb missbr[**]chliche Handlungen als Pflegehandlungen kaschieren können. Hinzu kommt, dass sich männliche Jugendliche bei s[**]uellen Erfahrungen mit älteren Frauen nicht immer als Opfer bzw. "missbr[*]cht" fühlen."


(Quelle: Oerter/Montada [Hg.]: Entwicklungspsychologie, München 2008. S. 816)

Die Mehrheit männlich - ja, braucht man nicht darüber zu streiten.
Jedoch: Es besteht die Möglichkeit, dass sich Täterinnen mittels einer Mixtur aus pseudo- legitimierenden Beweisführungen wie "Wo kein Ankläger..." und ideologischen Axiomen à la "das würde eine Frau nie tun" aus dem öffentlichen Bewusstsein herauswieseln. Das macht deren Taten jedoch nicht ungeschehen.

wo man sich auch noch fragen muss, wie ernst man diese Ergebnisse nehmen kann, wenn lediglich Befragungen als Grundlage dienten.


Tjaja, nur Befragungen, also nein. Wie geht man bei der Erstellung von objektivierbaren, reliabel und valide bestätigbaren (glaubwürdigen) Statistiken zum Missbr*ch vor? Schaut man da zu?
Es gibt zahlreiche Methoden qualitativer und quantitantiver Datenmessung durch Befragung.
Matthias_B
Kommentar von  Matthias_B, 19.05.2011diesen Kommentar melden
Kompetenter* erscheinst du mir auch nicht, wenn du hier deine Uni namedropperisch anführst. Solche Nebenverweise zeigen nur auf, dass man seiner eigenen "Argumentation" misstraut.


Oder dass das Ganze fern von einer subjektiven Theorie wissenschaftlich* belegt werden kann.

Es gibt diesen wissenschaftlichen Unterschied zwischen einer persönlichen "festen Überzeugung" (subjektive Theorie/ Alltagstheorie)

(Bezugsrahmen z.B.:
Ich bin der festen Überzeugung, dass, vielleicht nicht die meisten, so doch aber viele Männer von Natur aus einfach grausamer sind als Frauen und sich teils nicht bewusst machen können, was sie anderen Menschen antun, weil ihr Hirn das schlicht und ergreifend gar nicht hergibt.
)

und "empirisch[en]" Untersuchungen wie der angegeben

(Bezugsrahmen aus der verlinkten Seite:
Allerdings hat diese Sicht vor dem Blick der empirischen Wissenschaft keinen Bestand. Es handelt sich vielmehr um eine Wunschvorstellung, die gänzlich im Widerspruch zu den Erkenntnissen der Wissenschaft steht. Der gewalttätige Alltag von Partnern sieht ganz anders aus. Eigentlich könnten wir das seit 1975 wissen, als der Senior der empirischen Gewaltforschung, Murray L. Straus, mit Kollegen seine erste Studie dazu vorlegte. Er war ausgezogen, das Übergewicht männlicher Gewalttätigkeit einmal exakt zu erforschen. Und zu seinem Erstaunen fand er etwas ganz anderes heraus: 12 Prozent der Männer und 11,6 Prozent der Frauen sind familiär gewalttätig. Schwer gewalttätig sind 4,6 Prozent der Frauen und 3,8 Prozent der Männer. Inzwischen haben mehr als 200 Studien vor allem aus den USA und Kanada diesen Sachverhalt bestätigt und ausdifferenziert.
).

Empirische Studien sind "intersubjektiv überprüfbar" (so lautet die gängige Bezeichnung...im Kontext "Missbr*ch" halte ich die Bezeichnung "überprüfbar" für, naja,
ein bisschen...sagen wir lieber, wie oben, sie können unabhängig von der Person des Forschenden bestätigt werden - eins der oben genannten klassischen Gütekriterien). Und wenn in mehr als 200 davon ein strukturell ähnlicher Tenor bei der Auswertung abgeleitet werden kann.....warum sollte man sie dann nicht anführen?

Du verlinkst hier zu einem allg. Artikel über häusliche Gewalt - wo man sich auch noch fragen muss, wie ernst man diese Ergebnisse nehmen kann, wenn lediglich Befragungen als Grundlage dienten. Wer will nachprüfen, was in den Familien wirklich abging, wer die Wahrheit sagt, wer sich selbst belügt, wer wen deckt und wie ein jeder Befragter Gewaltanwendung überhaupt definiert?


Nachweis der Beachtung der Gütekriterien wissenschaftlichen Arbeitens (siehe oben) - sonst kann die Studie schnell zerrissen werden.
Speziell zur wissenschaftlichen Nutzung von Befragungen:
Natürlich wird auch über die Selbstauskunft / die "Aussagen" der Befragten hinaus geforscht (z.B. psychoanalytisch, prozesstrukturell,...(qualitativ), korrelationsanalytisch, faktoranalytisch (quantitativ) und - in den letzten Jahrzehnten verstärkt - kombinatorisch (Methodentriangulation,z.B., also quantitativ und qualitativ) - das sind gängige Methoden, die auf den beschriebenen Sachverhalt und weniger auf ein angenommenes ersatzkompetentes Namebedröppeln durch meinereiner (?) bezogen sind) usw.
Bei derartigen Themata wie Missbr*ch & häuslicher Gewalt kann man aber nur schwerlich ein zu beobachtendes Forschungsarrangement ohne Interventionshandlungen einrichten (und rechtfertigen). Da (nach Luhmann (Quelle)) das psychische System Mensch vor allem aus Aspekten der Kommunikation besteht, kann man auch "Aussagen"... usw.

* "wissenschaftlich" im eigentlichen Sinne, nicht im guttenblendenden/ kopier- mehrinigen
Kommentar von  Jack, 19.05.2011diesen Kommentar melden
Was mich aber immer wieder nervt, ist dein pseudophilosophisches Geschwätz:

Gerade weil ich 98% der Bevölkerung (98 aus technischen Gründen, theoretisch 100% und mehr) für potentielle Sexualstraftäter halte, macht es den größten Unterschied, ob jemand Täter wird oder nicht. Dafür aber muss man christlicherweise an den freien Willen glauben - spricht man ihn den Menschen ab, so macht es objektiv keinen Unterschied, ob jemamd Täter wird, da dann niemand mehr schuldfähig ist.



Über den freien Willen kann man jahrelang sinnlos philosophieren – dieses Gefasel bringt nichts. Fakt ist, dass jeder Mensch selbst entscheidet, ob er ein Sexualverbrechen begeht oder nicht. Dafür hat er die Verantwortung zu übernehmen.


Logisches Denken ist bekanntlich ein Gedankenverbrechen, aber dennoch: wenn du jemandem den freien Willen (und damit die Schuldfähigkeit) absprichst, sprichst du ihm die Verantwortung für sein Tun und Lassen ab.

Pseudophilosophischerweise ist mir nicht so wichtig, welche Ansicht jemand im Endeffekt vertriett (einsperren, kastrieren, Geldstrafe kassieren), sondern wie man da hin kommt - beliebige Begründungen (und erst recht die aus dem Bauch) sind schwankend und ändern sich nach Lust und Laune. Schon morgen könntest du eine gegenteilige Ansicht vertreten, bloß weil dir danach ist.
Matthias_B
Kommentar von  Matthias_B, 20.05.2011diesen Kommentar melden
Jetzt geht es mir wie mit vielen deiner Gedichte - ich habe keine Ahnung, was du mir sagen willst. Das ist mir zu chaotisch - und zu unwichtig, um mich damit abzumühen. Aber egal, ich halte diese "Diskussion" sowieso für gescheitert und möchte mich lieber den heutigen Gedichten/Texten widmen.

Bis bald, Jungs. :)


Passt schon, Madl.
Bis bald und vielen Dank für....ähhhh...hmm... ähhhmmmm.......Dank fürääähhhmmm...äh...hm, jawas...hmmmm..ähhhhh- (?)
Matthias_B
Kommentar von  Matthias_B, 06.07.2011diesen Kommentar melden
Nachtrag:

Man begibt sich auf das Parkett der absonderlichsten Vermutungen, nur um einen möglichen S[**]ualtäter schon einmal im Vorfeld zu entlasten und das Opfer dadurch zu belasten.


Jetzt müsste man wohl eher "absonderlichst[ ]" argumentieren, um das Zimmermädchen zu entlasten.

Dazu noch eine heutige Nachricht:

 "Bielefeld (WB). Eine Lehrerin aus Bielefeld hat 2001 in Hessen einen Kollegen absichtlich mit falschen Verge[**]ltigungsvorwürfen ins Gefängnis gebracht. Das hat das Landgericht Kassel gestern festgestellt. Die Richter hoben das damalige Urteil auf und sprachen den Lehrer frei - »wegen erwiesener Unschuld«.[...]Das Landgericht Darmstadt hatte [ihn] 2002 zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Er hatte die gesamte Strafe von 1826 Tagen absitzen müssen, weil er bis zuletzt seine Unschuld beteuert hatte.

Dieser Frau hat das 2002 wohl "bestimmt gefallen".

Ergo: Nicht nur "Opfer lernen" diesbezüglich zu "[r]eden".
AlmaMarieSchneider
Kommentar von  AlmaMarieSchneider, 06.07.2011diesen Kommentar melden
Das Problem ist ja, daß es weit aus mehr Opfer gibt, deren "Täter" nie bestraft wurden als umgekehrt.

Man berät derzeit ob bei den Massenvergewaltigungen von Frauen und Kindern durch Soldaten im Kongo etwa eine Menschenrechtsverletzung vorliegen könnte.

Gehts noch?

Weil einer unschuldig einsaß kann man nicht hunderte laufen lassen.

Allein in Franken sollen sich über 800 nicht therapierbare Sexualstraftäter aufhalten. Eine echte Zumutung. Ich rede hier nur von den "Rückfall-Gefährdeten".

Ich frage mich sowieso, warum Männer sich hier zu Verteidigern solcher Bestien machen? Ich rede ja nicht von den Männern allgemein. Nur durch ständige Verteidigungsreden dieser Typen wächst natürlich das Gefühl, daß hier wieder das Opfer zum Täter gemacht werden soll. Tote mißbrauchte Kinder und Frauen kann ich nicht billigen.
Matthias_B
Kommentar von  Matthias_B, 07.07.2011diesen Kommentar melden
Ich frage mich sowieso, warum Männer sich hier zu Verteidigern solcher Bestien machen?


Differenzieren muss nicht gleich verteidigen sein.
Es besteht nämlich zudem die Möglichkeit, dass bei uns nicht nur "einer unschuldig" für den Rest seines gesellschaftlichen Lebens "einsitzt", in einer intensiv urbanisierten Kultur, die sich nicht unbedingt in puncto Rechte der Geschl*chter mit einer (noch) stärker patriarchalisch geprägten gleichsetzen lässt. (Wir sind hier nicht im Kongo. Auch nicht im bald belieferten Saudi- Arabien. Und erst recht nicht mehr im letzten Jahrhundert.)
Ein Schlosser, Angestellter, Lehrer, der sich nicht (wie Herr K.) eine teure Verteidigung leisten kann, gerät bei uns eher in Gefahr, trotz Unschuld sozial "gesteinigt" zu werden, als dass einem weiblichen "Opfer" nicht genug Gehör geschenkt würde.
Bei den erwiesenermaßen rückfallgefährdeten Tätern (es gibt auch Täterinnen) wird medial und vonseiten der Politik vermittelt, dass es ausschließlich zur Wahl zwischen der Wahrung der Grundrechte der Opfer ("für immer wegsperren" ) oder jener der Täter ("die Menschenwürde gilt für alle") gelangen müsse.
AlmaMarieSchneider
Kommentar von  AlmaMarieSchneider, 07.07.2011diesen Kommentar melden
Der Frauenanteil ist gemessen am Anteil der Männer so gut wie vernachlässigbar.

Fakt ist: Jede dritte Frau wurde Opfer einer Vergewaltigung und da gibt es auch die Täter dazu.

Rückfallgefährdete Täter wahren von sich aus nicht die Menschenwürde der Opfer. Wer Gewalt ausübt verletzt diese Menschenwürde dabei erheblich.
Wir sollten hier lieber über Rechte und Schutz der Opfer sprechen. Täter wissen, welches Leid ihr Tun hevorbringt. Sie brauchen keinen Schutz. Das Opfer überfällt keine Täter, sondern ist deren Opfer.
Matthias_B
Kommentar von  Matthias_B, 07.07.2011diesen Kommentar melden
Der Frauenanteil ist gemessen am Anteil der Männer so gut wie vernachlässigbar.


In einem Rechtsstaat sollte man keine einzige Straftat, sei sie auch nur(?) von Täterinnen begangen, als (leicht) vernachlässigbar sehen.
AlmaMarieSchneider
Kommentar von  AlmaMarieSchneider, 08.07.2011diesen Kommentar melden
Meine Aussage bezieht sich nicht auf die Schwere einer Tat, sondern auf das Verhältnis der Täter und Täterinnen zueinander.
Und das ist nun mal ein unwiderlegbarer Fakt.
Kommentar von  Jack, 09.08.2011diesen Kommentar melden
Der Frauenanteil ist gemessen am Anteil der Männer so gut wie vernachlässigbar.


Und zwar bei einer einzigen Art von Verbrechen - dem Morden an der Kriegsfront.
AlmaMarieSchneider
Kommentar von  AlmaMarieSchneider, 11.08.2011diesen Kommentar melden
Jack, ich mag die Statisik nicht fälschen und Männer, die sich hinter Vergewaltigern, Kinderschändern, Mördern, Räubern, U-Bahn-Schläger usw. stellen sind mir offen gesagt ein Graus.

Sag mir, wor Frauen bei welchem Verbrechen vorne liegen, belege es mit Zahlen, dann kann man darüber reden. Ansonsten entsteht so ein Solidaritätsgestank und in dem möchte ich mich weder bei Frauen noch bei Männern bewegen.

Ich würde mich nie mit einer Frau solidarisieren, die ihre Kinder Männern ausliefert und weg sieht. Die muß sie nicht einmal selbst mißbrauchen. Das wäre noch schlimmer.
Kommentar von  Jack, 16.08.2011diesen Kommentar melden
Wer seriöse Statistiken sucht, findet sie. Wer seine Vorurteile bestätigt haben will, findet auch seine Statistiken.

Ich solidarisiere mich mit dem vernunftbegabten Sinnenwesen Mensch, oder aber nur mit mir selbst. Ich bin kein Verbrecher - welchen Zweck hätte es für mich, eine bestimmte Menschengruppe, in die ich zufällig hineingehöre, vor dem Generalverdacht zu schützen? Wären 99% der Männer Mörder, ich wäre es dennoch nicht. Wären 99,99% der in Südsibirien Geborenen Vergewaltiger, ich würde dennoch niemanden anrühren.

Unter Generalverdacht stehen grundsätzlich alle Menschen, weil der Mensch ein ambivalentes Wesen ist. Es riecht streng, wenn Menschen durch ihre Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe als bestimmter Verbrechen unfähig erklärt werden.
Matthias_B
Kommentar von  Matthias_B, 22.09.2011diesen Kommentar melden
Schade, jetzt fehlen holzköpfchens Kommentare in der Diskussion im Mai, weil sie vorübergehend ihren Account (hm, kein so dolles Wort, wie sagt man hierzulande dazu, "Nutzerkonto"? Klingt ja noch....) gelöscht hat.
AlmaMarieSchneider
Kommentar von  AlmaMarieSchneider, 24.09.2011diesen Kommentar melden
@Matthias
Ich finde das auch schade. Kommentare geben halt einen Meinungsspiegel ab. Dafür schreibt man ja eigentlich.


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