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Film & Fußball

Eine Team-Kolumne

Die Kolumne des Teams " Film & Fußball"

Mittwoch, 11. Januar 2017, 14:30:
Der meistüberschätzte Film
von  Graeculus

Dafür hat vermutlich jeder seinen eigenen Kandidaten. Meiner heißt: „Matrix“ (1999) von Andy & Larry Wachowski.
 
Die Grundidee, daß ‚wir‘ statt wirkliche Menschen bloße Simulationen eines Computerprogramms sein könnten, war damals schon nicht mehr neu.
 
Bereits 1973 hatte Rainer Werner Fassbinder „Welt am Draht“ gedreht, wo auf intelligente Weise eine Handlung über die verschiedenen Realitätsebenen hinweg dargestellt wurde, ohne daß das Mit- und Nachdenken des Zuschauers durch wüste Kloppereien gestört worden wäre. Im Gegenteil: Die Darsteller agierten dermaßen schablonenhaft und steif, wie man es von Computerprogrammen damals erwarten konnte.
 
Fassbinder hat damit den Roman gleichen Namens von Daniel F. Galouye aus dem Jahre 1964 verfilmt. Sogar noch etwas früher, nämlich 1961, hatte der österreichische Physiker, Informatiker (bzw. Kybernetiker) und SF-Autor Herbert W. Franke unter dem Titel „Der Orchideenkäfig“ die Idee einer subjektiv realen, aber bloß virtuellen Realität in die Welt eingeführt. Philip K. Dick mit „Irrgarten des Todes“ kam da schon später (1970), aber immer noch vor Fassbinder und erst recht von den Wachowskis.
 
Ich erwähne diesen Hintergrund, weil für die Generation der um 1980 herum Geborenen „Matrix“ die große Sensation auch im Hinblick auf die philosophischen Implikationen dieser Idee war. Man konnte um 2000 herum mit Studenten unmöglich über dieses Thema diskutieren, ohne daß es einem von allen Seiten entgegenscholl: „Matrix!“
 
Von der Idee her hat dieser Film nichts Neues gebracht. Tat er es ästhetisch oder von der Erzähltechnik her? War er besonders spannend gemacht?
 
Ach Gott! Wenn man Spannung mit Gewalt gleichsetzt, mit ständigem Geballere und Gemetzel, dann war er spannend. Mir freilich geht es so, daß mir die beteiligten Akteure von ihrem Habitus wie auch von ihren Motiven her völlig gleichgültig sind und es mir deshalb auch schnurz ist, wer gewinnt und wer verliert. Actiongeladene Kampfszenen in einem unrealistischen, eher phantastisch-ritualisierten Stil, wie es aus Computerspielen bekannt und beliebt sein mag – mehr nicht. Tötungen sind schon deshalb moralisch erlaubt, weil ja alles ‚nicht real‘ ist. Neo, der ‚Auserwählte‘, ersteht natürlich selbst nach einer tödlichen Verletzung wieder auf.
 
Wofür steht dieser ‚Auserwählte‘? Nicht für Vernunft, nicht für ein großes Gefühl, nicht für etwas, das Menschen verbindet, sondern für den Egoismus einer individuellen Befreiung durch rücksichtslosen Kampf.
 
Dieser Film bildete den Höhepunkt des sog. Cyberpunks in der Science fiction, der eine gewisse Nähe zur ‚Schwarzen Serie‘ in den Krimis der 40er und 50er Jahre besitzt, aber ohne deren existentielle Abgründe, das Zerbrechen von Träumen an der Realität.
 
Es gibt nur eine einzige Szene, die mich berührt und zum Nachdenken angeregt hat: als Neo von Morpheus, dem Organisator des Widerstandes gegen die Matrix, vor die Wahl gestellt wird, eine blaue Pille zu schlucken und daraufhin ohne Erinnerung wieder in seine alte Realität zurückzukehren, oder sich für eine rote Pille zu entscheiden und dadurch endgültig die wahre Realität zu erkennen, mitsamt allen gefährlichen Folgen, die sowas hat.
 
Das ist immerhin eine wichtige Frage.
Für jeden, der in seinem Leben die blaue Pille wählt, gilt: Träum weiter!
Kommentare zu dieser Teamkolumne

Kommentar von  Jack, 12.01.2017diesen Kommentar melden
Das beste an Matrix ist also  The Red Pill? Vielleicht sind all diese Matrix-Phantasien im übertragenen Sinne gemeint, und zwar so, dass nicht die physische, sondern die soziale Realität eine Illusion ist.  Hier ist eine red pill in diesem Sinne.
TrekanBelluvitsh
Kommentar von  TrekanBelluvitsh, 12.01.2017diesen Kommentar melden
Das besondere an "Matrix" war eher, dass die postulierten Vorstellungen optisch auf eine neue Weise umgesetzt werden konnten, bzw. konsequent so umgesetzt wurden.
 
Kritikpunkt an deiner Kolumne: Kultur bedeutet - in meinem Verständnis - auch, dass sich jede Generation die selben Fragen noch einmal stellen darf, soll und muss. Natürlich kommt es dabei zu Wiederholungen. Das liegt allerdings auch daran, dass unsere Existenz zwar einzigartig ist, die Fragen und Folgen, die aus dieser Existenz entspringen, sind es jedoch nicht. Das bedeutet. Die Summe der potentiellen Fragen ist begrenzt, ebenso wie die Antworten. Jede Generation bindet die auf ihre Weise in ihr Bewusstsein ein - und da wir in einem verstärkten Medienzeitalter leben, findet dies eben zumeist medial statt. (Interessanterweise meint das in der heutigen Zeit kaum noch Bücher.)
 
Auf ältere (und dabei reflektierte) Menschen mag das befremdlich wirken. Allerdings gibt es ja auch jenseits der von dir genannten Beispiele genug kulturelle Bezüge zu der Frage: Welches Wesen hat unsere Existenz? Die Idee, "dass ‚wir‘ statt wirkliche Menschen bloße Simulationen eines Computerprogramms sein könnten" ist dabei nur eine Variation, die sich von anderen Fragestellungen aus dem "Vorcomputerzeitalter" abstrahieren lässt.
 
Na, und dass ich denke, dass wir im Zeitalter der blauen Pillen leben, wird dich nicht überraschen. Wieso nach der Wahrheit suchen, wenn man eine Meinung haben kann.
Graeculus
Kommentar von  Graeculus, 12.01.2017diesen Kommentar melden
Natürlich ist in "Matrix" eine ältere Idee auf eine optisch (ästhetisch) neue Art umgesetzt worden.
Und ich hasse diese spezielle neue Ästhetik, u.a. weil ich sie mit ADHS in Verbindung bringe und sie jede Sensibilität vermissen läßt.
 
Klar ist, daß jede Generation die alten Fragen neu stellen darf bzw. muß. Kein Einwand dagegen. Jedoch bei "Matrix" tritt diese philosophische oder - im Sinne von Jack - meinetwegen auch politische Frage hoffnungslos zurück hinter der schnellen Action. Ich vermute stark, daß 90 % der Zuschauer an "Matrix" das Spiel lieben und nicht das Nachdenken. Der Film drängt halt nicht darauf.
Das ärgert mich so sehr daran: Der Film verspielt eine wichtige Frage.
 
Was wäre für Euch ein stark überschätzter Film?
Dieter_Rotmund
Kommentar von  Dieter_Rotmund, 12.01.2017diesen Kommentar melden
Ja, Matrix gehört da sicher in die Top 10 der meistüberschätzen Filme ever, wie man so schön sagt.
 
Doch was bedeutet das, Graeculus, meistüberschätzt?
 
Doch das Verhältnis von gesellschaftlicher, cineastischer und vielleicht auch künstlerischer und philospohischer Bedeutung zu dem Menge an Dingenskirchen, das darüber geschrieben, gesagt, diskutiert etc. wurde, oder?
 
Mich hat das bei Matrix zuerst auch sehr gewundert, dass soviel darüber gesprochen wurde. Nicht verwunderlich ist, dass es die Idee schon viel früher gab - aber 1999 dann halt in den Mainstream schwappte und erst dort einem größeren Publikum bekannt wurde.
 
Mir persönlich hat sich der Film viel zu sehr an die dauerstubenhockenden, übergewichtigen Nerds rangeschmissen, die ihre Weltsicht bestätigt sahen, dass die Wirklichkeit doch keinesfalls die Wirklichkeit sein könnte.
 
Visuell hat der Film allerding ein paar Akzente gesetzt, das sollte man nicht vergessen.
 
Meine Top 10-Kandidaten für die meistüberschätzen Filme ever sind die Harry-Potter-Streifen mit Myriaden besserwissenden und klugscheißenden Harry-Potter-Leser, dabei ging es doch nur um die reichlich betuliche und biedere Welt eines langweiligen vorlauten Jungen. Ein weiterer Kandidat sind sicher Star Wars und die Hälfte aller Roadmovies, die schnell wieder vergessen sind.
TrekanBelluvitsh
Kommentar von  TrekanBelluvitsh, 12.01.2017diesen Kommentar melden
@ Graeculus: Ich verstehe deine Ansicht, teile sie sogar. "Matrix" als ganzes hab ich nie gesehen, eben weil ich diese Ästhetik, unabhängig vom Inhalt, auch nicht mag.
 
Allerdings - und da gehe ich vielleicht ein wenig nach dem "Gießkannenprinzip" vor - finde ich es gut, wenn solche Themen Einzug in die Popkultur (Pop=populär) halten. Denn auch wenn die meisten Menschen sich keine näheren Gedanken zu dem Thema machen werden, wird es einige geben, die den Film als Anstoß nehmen. Beispielhaft kann ich, was ich meine, näher erläutern, indem ich auf John Williams verweise, der, als er die Musik zum "zweiten Reigen" Star-Wars-Filme aufnahm, berichtet, dass er auf Musiker traf, die ihm erzählten, dass sie mit einem klassischen Instrument begonnen haben, weil sie seine Musik in "Star Wars" hörten und davon fasziniert waren. So hat (sogenannte) U-Kultur Menschen zur (sogenannten) E-Kultur geführt.
 
Ein für mich völlig überbewerter Film ist "Der Soldat James Ryan" - nach den ersten 20 Minuten, den Szenen der Landung am "Omaha"-Beach. Wie das Buch finde ich auch die Verfilmung von "Der Untertan" überbewertet.
Kommentar von  Jack, 12.01.2017diesen Kommentar melden
Matrix (Teil 1) ist intelligente Unterhaltung; wer auf Intelligenz und nicht Unterhaltung Wert legt, sollte sich Lars von Trier zuwenden.
 
Meine Top 10-Kandidaten für die meistüberschätzen Filme ever sind die Harry-Potter-Streifen mit Myriaden besserwissenden und klugscheißenden Harry-Potter-Leser, dabei ging es doch nur um die reichlich betuliche und biedere Welt eines langweiligen vorlauten Jungen.
Ja, diese zählen auch für mich zu den meistüberschätzen Filmen; die Meinung zu den Lesern und der Hauptfigur teile ich ebenfalls.
Ein weiterer Kandidat sind sicher Star Wars und die Hälfte aller Roadmovies, die schnell wieder vergessen sind.
Und noch ein Punkt für Dieter. Außer "The Empire Strikes Back" sind alle Star-Wars-Filme von mediokrer Qualität. "The Hitcher" (1986) ist ein Top-Roadmovie, ansonsten sind die meisten davon, angefangen bei "Easy Rider" strak überschätzt.
Graeculus
Kommentar von  Graeculus, 12.01.2017diesen Kommentar melden
Ich habe nichts dagegen, Intelligenz mit Unterhaltung zu verbinden. Aber gerade an die Intelligenz stellt "Matrix" allenfalls dann irgendwelche Anforderungen, wenn die ganze Idee für jemanden neu ist. Für mich war sie es aus den genannten Gründen nicht. Für die Jugendlichen um 1999 mag sie das gewesen sein. Allerdings bleibt dann immer noch der Einwand, daß "Matrix" gerade wegen seiner Betonung der Action-Elemente das Nachdenken nicht nahelegt.
Den Gegensatz von Popularität des Films und Qualität der Umsetzung seines Themas führt mich zu: meistüberschätzt.
 
Der Einschätzung der "Harry-Potter"-Serie widerspreche ich nicht. Allerdings habe ich weder irgendeinen dieser Romane gelesen noch einen der Filme gesehen. Ich kann mir gut vorstellen, daß dieser Hype darum "Matrix" tatsächlich auf den zweiten Platz verdrängt.


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