sag mir kein. - menage a 3. -

Skizze

von  erdbeermund

schwefelgelber himmel bei karlsruhe-mitte und schwärze in meinem hirn, während ich noch so darüber nachdenke, warum ich dich und dein scheißgrinsen nicht zu brei schlug - wie du es verdient hättest.

so schlägt sich die feuchtigkeit meiner handflächen im rückspiegel nieder. wolken über wolken, und meine heulerei hat die vergangenen stunden nicht besser gemacht. ich stelle fest.
genauer betrachtet hätte ich dich stehen lassen sollen,  einfach gehen, dir mit meinen worten rote flecken auf die wangen treiben und dich niederschlagen sollen. nie mehr zurückkehren, sondern vielmehr mein herz vor dir verstecken oder es gleich im  neckar versenken, an der stelle, die mir so lieb war, an der ich über dich nachdachte und darüber wie schön es ist, dich zu haben. mental. als ich noch nicht wusste, dass du wieder mit ihr schläfst. ich hasse dich dafür, dass du um meine schwäche weißt.

bei worms geht die welt unter; ein silbergrauer mercedes stellt bei 150 metern regensicht auf rot und ich bestimme, dass mir so etwas nie wieder passieren wird. es tut weh, so viel naivität auf einem haufen - und ich wundere mich, dass du bei meinem anblick nicht in gelächter und scham zerfällst und scheiße, es tut so weh, vor dir in grund und boden zu gehen. das hätte ich mit dir tun sollen, als ich es erfuhr. ich hätte dich auf einen meiner acht monde verbannen, dich endgültig zum himmelsmechaniker erklären sollen.
damit ich dich nicht mehr ansehen und nie wieder zugeben muss, wie schön du doch bist.

auf meiner terrasse erkenne ich, dass ich nicht funktioniere. ich verbrenne meine farben, stecke mir die achte zigarette an. viel glück: auf einer million meilen.

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