keinVerlag.de bietet Euch die Möglichkeit, Eure Gedichte und Texte (oder wie Ihr Euer Selbstgeschriebenes auch nennt) zu veröffentlichen.
 Diese Seite ausdrucken 

Hallo Gast!
Benutzername

Passwort

Noch nicht registriert?
hier klicken jetzt kostenlos anmelden!

hier klicken Neu bei keinVerlag.de
sind folgende Autoren und Leser: hier klicken civilizer (02.09.), hier klicken unbreakable83 (01.09.), hier klicken Mia (01.09.), hier klicken Aca (30.08.), hier klicken inomine (30.08.), hier klicken linkeln (30.08.), hier klicken nyota (30.08.), hier klicken PowerMann (30.08.), hier klicken rabenvata (30.08.), hier klicken götterspeise (29.08.), hier klicken Sophisma (29.08.), hier klicken stechlin (28.08.)...

Wen suchst Du?
Nick:
(mindestens drei Buchstaben)

keinVerlag.de ist die Heimat von 2202 Autoren und 501 Lesern. Heute wurden bereits hier klicken 16 neue Texte veröffentlicht. Was es sonst noch an Neuem gibt, steht hier klicken hier.
Der neueste Beitrag im hier klicken Forum: Re: Deutschland schafft Thilo Sarrazin ab von fdöobsah (03.09.2010, 08:16 im Forum hier klicken Printmedien und Hörbücher)
hier klicken alle neuen Themen

Lest doch mal...
hier klicken ...einen Zufallstext!


Ein Zufallsfund von hier klicken keineGalerie.de
Gegen den Wind
Gegen den Wind von managarm
[alle neuen Bilder]
Zeichenerklärung

 interner Link
 Link (in neuem Fenster)
 Kommentar(e)
 Leseaufruf(e)
 Für Jugendliche gesperrt
 Hörtext vorhanden
 Benutzer ist online
 Benutzer ist offline

Projekte


hier klicken nach oben

  
Isaban
Veröffentlicht am 07.03.2008, 5 mal überarbeitet (letzte Änderung am 08.03.2008). Dieser Text wurde bereits 697 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 03.09.2010.
Lieblingstext von:
hier klicken artemidor, hier klicken Maya_Gähler, hier klicken SK12.

Leserwertung
· berührend (1)
· fantasievoll (1)
· gefühlvoll (1)
· melancholisch (1)
· nachdenklich (1)
· stimmungsvoll (1)

hier klicken Text kommentieren

hier klicken Mehr über Isaban
hier klicken Mehr von Isaban
hier klicken Mail an Isaban

Blättern:
hier klicken voriger Text
hier klicken nächster Text
hier klicken zufällig...

Weitere 7 neue Texte von Isaban:
hier klicken Kleine Zwischenmahlzeit hier klicken Was für ein Genuss hier klicken Die Kunst eine Orange zu essen hier klicken Springkraut hier klicken Anhalten: Karl hier klicken Ungereimtes hier klicken Narbentiere

Mehr zum Thema "Beziehung" von Isaban:
hier klicken Scht! hier klicken Zartes Band hier klicken Konsistenz

Was schreiben andere zum Thema "Beziehung"?
hier klicken Stockholmsyndromsehnsucht (SCHWARZERLEU) hier klicken Leider kein passenden Titel Gefunden (Syla) hier klicken There was a squaw... (verdichter) hier klicken gut sind schlechte filme... (dunham) hier klicken paare (dunham) hier klicken simpel, du kotz mich an (makaba) hier klicken Die Moral von der Geschichte... (TrustMe) hier klicken Ohne Worte, nur mit Ausdruck (SchwarzeWolke90) hier klicken Weggelegt (Dianic) hier klicken wenn wenn WENN (dunham) und hier klicken 798 weitere Texte.

Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. hier klicken mehr Infos dazu.
hier klicken diesen Text melden

Verflogen

Text zum Thema Beziehung
von hier klicken Isaban.

Dein Koffer steht noch auf dem Dachboden. Wenn ich verquer bin, packt mich die Aufräumwut. Dann beginne ich, an irgendeiner Ecke zu räumen und zu räumen und finde irgendwas, an dem ich mich festhalten  kann, bis sich das Atmen wieder so anfühlt, wie das, was man immer tut. Ich habe ewig gewischt, gescheuert und geputzt, bis das alte, spröde Leder nicht mehr klebrig und staubig war. Sogar unter den Schnallen. Als wäre es ein Ritual, als dürfte ich den Deckel nicht eher heben, bis ich alle Regeln befolgt habe. Gerade ich und Regeln. Und Putzen. Du hättest gelacht. Und nach Honigtabak geduftet.
Manchmal drehe ich mich heute noch um, wenn ein Pfeifenraucher an mir vorbei geht. Wie kann man sich vor Zigaretten so ekeln und sich beim Duft von Pfeifentabak zu Hause fühlen?
Von dem Lederpflegezeug muss ich mir noch was besorgen. Inzwischen sieht die Oberfläche wirklich rissig aus. Dein Mantel ist drin. Anthratzit und warm und kratzig. Wie du. Pfeffer und Salz, graumeliert, damit man Flecken und morsche Stellen nicht sieht. Deine Worte. Er passt mir.
Ich weiß gar nicht, was das damals war. Ich konnte nicht heulen, nicht nachgeben, nicht  zugeben. Aber lügen konnte ich, wie gedruckt. Und so tun als ob. Es gab für alles die passende Lüge.
Heulen habe ich inzwischen gelernt, nicht damals, hinterher, irgendwann.
Du warst da, als ich nicht wusste wohin, du hast keine Bedingungen gestellt. Du warst so alt. Mir kamst du damals so alt vor. Alt und kantig. Und ich war so jung. Damals. Und trotzdem, da war was. Nichts, was mit Vögeln zu tun hatte, aber da war was. Das Gefühl, mal nicht auf der Hut sein zu müssen, mal nichts falsch zu machen.
Gesummt hast du, wenn ich mich wach geträumt habe und gelacht, wenn ich was kaputt gemacht hab und über meinen Zorn und über mein Fluchen und über das Zeug, das ich gegessen habe und als ich in deine Hausschuhe kotzte. Und du hast immer Deine Kleine zu mir gesagt. Nicht meine Kleine. Ich hab mir gehört. Deshalb bin ich bei dir geblieben und habe mir das Lügen abgewöhnt.
Dein Mantel fühlte sich so richtig an. Und das tut er immer noch. Jetzt. Nur der Tabak duftet nicht mehr. Wahrscheinlich habe ich die Dose aus deiner Manteltasche zu oft aufgemacht, um dich noch mal zu riechen.

URL dieses Textes: hier klicken www.keinVerlag.de/195100.text

Kommentare und Diskussionen zu diesem Text

AZU20 Kommentar von hier klicken AZU20 (07.03.2008)    diesen Kommentar melden
Da hat das LyrIch aber etwas falsch gemacht. Auch wenn er älter war, es hätte ihn festhalten sollen statt jetzt alte Koffer zu wienern und sich nach dem Geruch von Pfeifentabak zu sehnen. Oder ist es auch hier die Sehnsucht nach dem, was man nicht hat, nicht mehr haben kann? Gut geschrieben, interessante Formulierungen und Bilder. LG
hier klicken Isaban meinte dazu am 09.03.2008: Lieber Armin,
das ist eine sehr interessante Interpretation meiner Geschichte.
Ja,man sehnt sich sehr oft nach dem, was man nicht haben kann und manchmal hält man sich einfach an dem fest, was war, wenn das, was ist sich nicht gut anfühlt.
Ich danke dir sehr für deine Rückmeldung.
LG, Sabine

hier klicken ...und Deine Meinung zu diesem Kommentar?
artemidor Kommentar von hier klicken artemidor (07.03.2008)    diesen Kommentar melden
Du warst da, als ich nicht wusste wohin, du hast keine Bedingungen gestellt

Das Gefühl, mal nicht auf der Hut sein zu müssen, mal nichts falsch zu machen.

Und du hast immer Deine Kleine zu mir gesagt.


das sind die kernsätze. da war kein besitzdenken, kein wenn und aber.

es wundert nicht, dass diese erinnerungen gehegt und gepflegt werden - und das in wunderbaren bildern.

der text verbreitet wohlgeruch.

lg

arti

hier klicken Isaban meinte dazu am 09.03.2008: Ja, Honigtabakwohlgeruch.
Danke, Arti.
Liebe Grüße,
Sabine

hier klicken ...und Deine Meinung zu diesem Kommentar?
Maya_Gähler Kommentar von hier klicken Maya_Gähler (07.03.2008)    diesen Kommentar melden
Boah Sabine... das ist ja Kopfkino vom Feinsten, was du da bei mir auslöst...
Wie gut ich das mit dem Zigarettenqualm und dem Pfeifenaroma verstehen kann. Überhaupt ein Text, der richtig unter die Haut geht.
Keine Besitzansprüche zu stellen ist eine Kunst.
Dein Mantel fühlte sich so richtig an. Und das tut er immer noch.
Schön, wie man sich Erinnerungen bewahren kann.
Herzliche Grüsse,
Maya

hier klicken Isaban meinte dazu am 09.03.2008: Das nehme ich als Kompliment für meinen Text, liebe Maya. Was will ein Text mehr erreichen, als einen Kopfkinofilm beim Leser hervorzurufen? Ich freue mich, dass dir die Geschichte so viel erzählen kann. Danke für deine Rückmeldung.

LG, Sabine

hier klicken ...und Deine Meinung zu diesem Kommentar?
Kommentar von ich (41) (07.03.2008)    diesen Kommentar melden
Ist es nicht erstaunlich, das einem manchmal erst viel später klar wird, was einen nachhaltig beeindruckt? In dem Moment, ist es einem gar nicht so bewußt.....sehr nachhaltig geschrieben...mir gefällt es...lach dich an, Sylvia
hier klicken Isaban meinte dazu am 09.03.2008: Ja, doch, das ist es. Ich danke dir für deine Rückmeldung, Sylvia und für deine Gedanken zumText.
LG, Sabine

hier klicken ...und Deine Meinung zu diesem Kommentar?
Kommentar von Synonym (32) (09.03.2008)    diesen Kommentar melden
Du beschreibst Sekunden, Stunden und gleichzeitig Tage, Wochen... Jahre. Du legst dich nicht fest, weil es keinen Unterschied macht. Es bleibt. Die Zeit spielt keine Rolle, schon lange nicht mehr. Du trickst sie aus - und, und, und...

... immer wieder dieses "und". Das kleine Wort verleiht dem ganzen Text die notwendige Ausgewogenheit zwischen Wahrnehmung, Handeln und Stillstand.

Man hofft immer wieder auf neue Erinnerungen, es ist wie eine Schatzsuche.

hier klicken Sag Deine Meinung zu diesem Kommentar!
wupperzeit Kommentar von hier klicken wupperzeit (10.03.2008)    diesen Kommentar melden
Meinen Vorkommentatoren kann ich mich ja nur anschließen, was mir ja immer besonders gefällt an einem Texte: Wenn er wenige Worte braucht, wenige Bilder, um eine Welt oder auch nur eine Geschichte zu erklären und zu klären, und dadurch den Leser als eben mündig entführt in seine eigene oder bestätigt in seiner eigenen Welt und Geschichte, die nacher trotzdem eine andere ist, - und bei guter Literatur: Sein muss, - ich empfinde Deinen Text also als sehr empfehlenswert, aus den genannten Gründen, Andreas
hier klicken Sag Deine Meinung zu diesem Kommentar!


zum Zwecke des Urheberschutzes registriert bei der VG Wort
hier klicken nach oben
 
© 2003-2010 keinVerlag.de | hier klicken nur Text | hier klicken Impressum | hier klicken Nutzungsbedingungen  | hier klicken Made by Language & Web