Kommentare und Diskussionen zu diesem Text

Kommentar von Samjessa (14.05.2008)
 Er ist nicht so intensiv wie sonst und auch etwas offensichtlicher. Aber trotzdem sehr schön :)
Du rufst - wie immer - vielseitige Bilder hervor, verbunden mit viel Gefühl. Doch wer deine Texte kennt, kennt auch das Ende bereits :) Aber das macht nichts. Der Text ist trotzdem einzigartig für sich. Hier spielen andere Gefühle eine Rolle.
LG,
Samjessa
Zeder meinte dazu am 15.05.2008:
danke für die empfehlung!
für mich ist dieser text ganz äußerst intensiv. das schreiben war sehr eindringlich und sehr nachhallend. ich selbst bin mit diesem text sehr zufrieden. er erzeugt in mir staunen und nachdenken und melancholie und auch freude und kichern. ich habe das gefühl mich in den beiden mädchen (für mich sind beide weiblich) ganz auszuleben, besonders als sie anfangen alles auf die straße zu werfen.
das ende... ja ich neige in meinen texten, vor allem der letzten zeit, irgendwie sehr zu zerstörung und zerbrechen von irgendetwas :) bei diesem text ist es gewollt. das floss dann so in meine gedanken mit ein. bei den anderen texten bin ich mir selbst nicht sicher, ob es sich wirklich um selbstmord drehen soll oder nicht. bei jedem lesen geht es für mich anders aus. das ist interpretationssache, ich hoffe das geht anderen, die meine texte lesen, auch so. das wäre schön.
ja, bei sommerasphalt ist es gewollt. aber ich finde den gedanken mit den flügeln so schön. es ist ja kein suizid im herkömmlichen sinne, es hat ja etwas erleuchtendes, etwas, dass man mit menschenaugen vielleicht garnicht so erfassen kann. es hat etwas mit weitergehen zu tun für mich. und die beiden erfahren das ganze ja nun auch noch berauscht.
ja. ich bin wirklich sehr zufrieden. habe mich auch ein wenig zur einer klareren sprache bemüht, weil ich glaube, das viele meiner texte in ihren bruchstücken für viele nicht sehr verständlich sind. das ist jetzt so ein mittelding. aber trotzdem sehr bildlich. :)
liebste grüße dir!
Samjessa antwortete darauf am 16.05.2008:
Ja, vielleicht ist es dass, so offene an diesem Text :)
Ich mag deine verwobenen nicht ganz klaren Texte - aber wie du bereits sagst auch bei diesem Text ist viel Interpretationsraum.
Ich kann mich da genau auf das beziehen, was du mir geschrieben hast. Hier sehe ich dich nicht so hinter, wie sonst. Es ist eine Geschichte. Und mir gefällt dieses Szenario, in welchem sie alles zu Boden schmeißen sehr.
Das Ende erinnerte mich ein wenig an "Alchemie"; nur dort hast du noch mehr mit Wahrnehmungen, Bildern, Worten und Gefühlen gespielt.
Ich kann es nicht ganz in Worte fassen, aber vielleicht will ich das auch nicht, sonst wirkt es noch so, als würde mir der Text hier nicht gefallen ;)
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Kommentar von Zementente (19) (15.05.2008)
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Kommentar von Selene (15.05.2008)
 Finde ich richtig klasse. Sehr intensiv und eindringlich, aber mit solch einer gewissen Leichtigkeit geschrieben. Das lyrische Ich erscheint so naiv-kindlich, wie es über diese Begebenheit berichtet, dass es die Situation nur noch beklemmender erscheinen lässt.
Flüssig zu lesen und, wie ich finde, verwendest du eine eindrucksvolle Bildsprache z.B.durch die Wiederholungen einger zentraler Bilder, wie "Zauberblättchen", der Schnee, das Meer.
Also mir gefällts wirklich gut.
Liebe Grüße, Selene
(Kommentar korrigiert am 16.05.2008)
Zeder meinte dazu am 15.05.2008:
wie schön, so wirkt es auch auf mich. danke dir, selene!
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Kommentar von Caterina (46) (18.05.2008)
 mir gefällt sehr die stelle wo toaster, obst und buchseiten auf den asphalt fliegen mit dem ruf "geschenke, geschenke" und dann die aus den schultern wachsenden flügel. auch der desillusionierende schluss gefällt mir gut. der beginn ist mir zwar nachvollziehbar als sehnsüchtiger rückblick auf kindheit und jugend, aber ich würde ihn fast, um die vorgenannte szene besser hervorzuheben, kürzen bis streichen. nicht, dass es mir an sich nicht gefällt, es würde nur an prägnanz gewinnen. liebe grüße, caterina
Zeder meinte dazu am 18.05.2008:
ja, das ist auch die stelle, die mir am liebsten ist, obwohl mir hier alles lieb ist.
interessant wie du den anfang auffasst - ich sehe für mich das thema kindheit hier nicht im mittelpunkt. kürzen oder gar streichen könnte ich hier aber nichts... ich finde den anfang, zumindest sprachlich, auch fast besser als das ende. er bereitet eben vor und lässt uns die charaktäre und ihren rausch kennenlernen. der rausch dient hier dazu auf den innersten seelengrund vordringen zu können. das ist auch die stelle des sterben wollens und damals am meer nicht gestorben zu sein. eine tiefe innere traurigkeit eines der mädchen. es ist so schön, wie nah sich die beiden dabei kommen und wie fern sie sich trotz allem sind. danke dir, caterina. und liebstes zurück (aber ich behalte meinen teil ;))
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Kommentar von Balu (57) (18.05.2008)
 weißt du, wenn man diese bilder zum teil kennt, und selbst gelebt hat, dann bekommt dein text eine besondere qualität.
es sind starke bilder, die du sehr eindringlich malst
durch den textrythmus aber breingst du diese unendliche traurigkeit rüber, die über der ganzen szene liegt
ein text, den ich gerne gelesen habe, und dem ich gerne beide sterne gebe
beeindruckte grüße
Balu
Zeder meinte dazu am 18.05.2008:
sehr ehrlichen und tiefen dank dafür, gerade auch für jene art des verstehens. :)
(Antwort korrigiert am 18.05.2008)
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Kommentar von wupperzeit (06.06.2008)
 Und so endet jemand auf dem Sommerasphalt, der den Winter liebt, und, vielleicht, den Schnee von Zauberblättchen mehr als den aus gefrorenem Regen, und mir hat gefallen, wie das geschildert wird, alles, was überflüssig ist für den Tod als Engel, für das Leben als Engel, wie man darüber lachen kann und weinen, - und ich verstehe, warum Du diesen Text ganz besonders magst: Geht mir genauso, Andreas Sag Deine Meinung zu diesem Kommentar!
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Kommentar von The_black_Death (15.06.2008)
 Hallo Zeder,
ein guter Text gefällt mir.
Schönen Gruß
The_black_Death
neinneigung meinte dazu am 15.06.2008:
Ein guter gefällt mir auch - immer.
J.
Zeder antwortete darauf am 15.06.2008:
wie schön, dass euch gute texte gefallen. mir gefallen vorzugsweise auch gute texte, aber das ist mal so, mal so - je nach laune, würde ich sagen. mir gefallen auch andere gute sachen. gute kommentare zum beispiel. aber das ist mal so, mal so. ist ja auch ansichtssache, sage ich da immer und dann renne ich schnell weg.
und, danke, black_death.
(Antwort korrigiert am 15.06.2008)
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Kommentar von Data-LAB (37) (26.06.2008)
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Kommentar von lake26 (24.07.2008)
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Kommentar von shooter (63) (03.08.2008)
 So was schaffe ich nur unter acid, aber dann nicht in dieser Intensität, weil einem auf Säure die Eindrücke davonlaufen. Ein verflucht gut gezeichnetes Bild, es kommt verdammt gut rüber.
G.
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Kommentar von thammü (06.08.2008)
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Kommentar von FabianPhilipMüller (06.01.2009)
 Mir kommt es ehrlich gesagt gar nicht so vor, als ob es sich um Suizid dreht. Wer mit Flügeln von einem Balkon springt, der beabsichtigt zu fliegen, nicht zu sterben.
Nein, ich finde, das ist die hoffnungsfrohste Stelle in diesem ansonsten eher melancholischen Text. Als ihr Flügel wachsen und sie so endlich die Chance erhält, ihr sinnloses Dasein hinter sich zu lassen. Bemerkenswert: Auch ihre Freundin will sie zurücklassen. War sie ein Teil der Sinnlosigkeit?
Was ich hier lese, scheint mir wie eine Absage an das Künstliche und Unhinterfragte unserer Welt. Auch an das, was man aus eigener Kraft nicht ändern zu können glaubt.
Die Zerstörung ist psychologisch eine Reinigung, das Schaffen von Raum für Neues. Aber in Anbetracht der Machtlosigkeit ist es eher das letzte Aufbäumen vor dem Abschied von der Ordnung, in die man nicht passt. Die Zerstörung geschieht nicht aus Zorn, sondern aus Überdruss.
"Wir kichern und sehen zum Himmel, der sich irgendwo im Nichts auflöst und sich nicht mehr neu bilden will. Er flimmert nun schwarzweiß wie Fernsehschnee. Ich frage ihn, warum. Er antwortet mir, das Programm sei ausgefallen. Das ist einleuchtend, deshalb höre ich auf mich darüber zu wundern."
Das ist eigentlich die Stelle, die mich am meisten umgehauen hat. Mir ist plötzlich klar geworden, wie viel wir im Leben eigentlich hinnehmen, ohne wirklich darüber nachzudenken. Wenn uns Stromkonzerne Preiserhöhungen aufdrücken, wenn Politiker uns davon überzeugen wollen, dass gerade IHR Weg der einzig erfolgversprechende ist, oder wenn der Papst uns etwas von Friede auf Erden und dem "rechten Glauben" erzählt.
Mag sein, dass uns das gefällt oder nicht und dass wir das richtig finden oder nicht, aber wer um Himmels Willen denkt auch wirklich darüber nach?!
Auch der "Winter" aus Zauberblättchen am Schluss ist nur ein künstlicher. Ein notdürftiger Ersatz, eine Idee von Winter, in die man verliebt sein kann, für die es aber so keine wirkliche Entsprechung gibt.
Ich stelle mir gerade eine alternative Version der Geschichte vor, in der das Mädchen dem Himmel peinliche Fragen stellt und als es keine befriedigenden Antworten erhält, mit seiner Freundin hinter den Horizont zieht, um sie sich zu holen...
Ein wahrhaft gelungener, inspirierender Text!
Lieben Gruß, Malte
(Kommentar korrigiert am 06.01.2009)
Zeder meinte dazu am 06.01.2009:
lieber malte - es ist wunderbar für mich zu lesen, was beim lesen des textes in dir vorgegangen ist!
ob es sich in dem sinne um suizid dreht? ich weiß es nicht oder eigentlich: sie ist sich schon bewusst, dass sie sterben wird - dem mädchen wachsen flügel zum fliegen. und sie fliegt, aber eben nicht in den himmel. trotzdem fliegt sie, und sie fliegt in den tod hinein. aber das deute ich für mich hier als etwas spirituelles. keine verzweiflungstat. das letzte ablegen, nachdem überflüssige dinge wie der toaster auf der straße landen, folgt nun der körper. im grunde ein zugespitztes sich loslösen von materiellen dingen.
ja, diese stelle ist auch für mich sehr hoffnungsvoll. denn im grunde hat sich für mich der wunsch des mädchen ja erfüllt. nur die freundin, die zurückbleibt, hat einen melancholischen nachgeschmack, weil sie so apathisch dort oben auf jenem balkon sitzt. sie ist ihr bis zu jenem punkt ein wichtiger begleiter gewesen, sie kann aber nicht mehr mit. aber sie erkennt die notwendigkeit des todes ihrer freundin.
"Mir ist plötzlich klar geworden, wie viel wir im Leben eigentlich hinnehmen, ohne wirklich darüber nachzudenken."
dass ich das auslösen konnte freut mich.
und
"Was ich hier lese, scheint mir wie eine Absage an das Künstliche und Unhinterfragte unserer Welt. Auch an das, was man aus eigener Kraft nicht ändern zu können glaubt."
ja. genau.
vielen dank!
theresa
(Antwort korrigiert am 06.01.2009)
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Kommentar von poena (09.05.2009)
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Kommentar von Tierra (18.07.2009)
 Hallo,
ich hab diesen Text vor langer Zeit schon einmal gelesen, doch wusste nichts darauf zu schreiben. Wahrscheinlich ist es auch gar nicht nötig, denn auch heute weiß ich nicht wirklich was darauf zu kommentieren, außer, dass er mir gefällt. Die Szene ist greifbar, intensiv. Ich mag vor allem die vielen und`s, sie passen so gut hinein in dieses leichte verrückte. Laut gesprochen, also vorgelesen klingt der Text noch eindrücklicher, finde ich.
Lieben Gruß an Dich, Sandra Sag Deine Meinung zu diesem Kommentar!
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