Mondän gefasst sind Wahlversprechen

Gedicht zum Thema Wandel

von  GastIltis

Man fragt sich in der Walachei:
kommt nicht bald ein Walhai vorbei?
Vor Ostern nicht! Die Walacheier
bemalen erst mal Wachteleier.

Das Insichgehen in Walhalla
entfällt. Man ruft nur Ballaballa.
Am Fuße des Monte Roncalla
äst fröhlich die Schwarzfuß-Impala.

Mondän empfiehlt sich die Walküre,
beim Mieder quietschen die Scharnüre.
Zu eng gefasst sind alle Schnüre,
den Intendanten quälen Schwüre.

Das Wahlvolk deutet Wahlversprechen
in keinem Fall als Wahlverbrechen.
Der Wähler hat die Qual der Wahlen
und die Gewählten lassen zahlen.


Anmerkung von GastIltis:

Empfohlen von: Moja, franky, EkkehartMittelberg, Sin, Didi.Costaire, Hilde.
Lieblingstext von: Sin.
Walhalla grüßt!

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Kommentare zu diesem Text


 EkkehartMittelberg (27.03.21)
hallo Gil.
wie schön klingt doch Walhalla, wie neckisch Ballaballa,
doch Wahlversprechen sind keine Kunst,
benebeln den Wähler mit blauem Dunst
und der verachtet politischen Wunst.

Genialische Reime, mein Freund, seltener als Wachteleier.

Herzliche Grüße
Ekki

 GastIltis meinte dazu am 27.03.21:
Danke lieber Ekki,

nun habe ich mich ziemlich ausführlich mit deinem Text befasst, dass ich diesen Kommentar fast vergessen hätte. So ist es manchmal. Aber dennoch: der Klang von Walhalla, dem beachtenswerten Bayern-Juwel, hatte mich eigentlich zu der Überlegung veranlasst, mir noch einmal die Liste der dort für würdig befundenen Persönlichkeiten zu Gemüte zu führen. Beim ersten Überblick waren eine Vielzahl Kirchenfürsten vertreten, was ein ziemlich deutliches Bild auf den Ursprung und Standort dieses Bauwerkes wirft. Ob ich dazu komme, werde ich sehen.
Vielleicht stehen doch die Wachteleier in der Rangfolge ein Stück davor.

Sei herzlich gegrüßt von Gil.
Sin (56)
(27.03.21)
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 GastIltis antwortete darauf am 27.03.21:
Danke, alter Junge!

Ja, die Tatsachen sprechen für sich. Und ich bin mir sicher, dass es nicht besser wird. Ich habe heute lange überlegt, es ist mir niemand eingefallen, der die Karre aus dem Dreck ziehen könnte. (Von uns beiden mal abgesehen!)
Aber die Bürokratie in diesem Land ist so umfangreich und komplex, dass man zwar seitenlange Kommentare darüber findet, ob es nun z.B. Lehrer*innen, Lehrer_innen, Lehrer innen oder, was ich als verrückteste Idee gelesen habe, Lehrery heißen soll. Als ob wir keine anderen Sorgen im Land haben! Ich wünsche dir auf jeden Fall eine schöne lange Nacht (w), der ein hoffnungsfroher Morgen (m) folgen möge.

Herzlich Gil.
Sin (56) schrieb daraufhin am 27.03.21:
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 GastIltis äußerte darauf am 28.03.21:
Du hast also mit ihr gesprochen. Schade!

 Didi.Costaire (27.03.21)
Hallo Gil,

ein klangvolles Gedicht. Gehe ich nun recht in der Annahme, dass...

Lernen kann man von Walisern,
den Verwaltern und Wallonen
weitaus mehr als von Parisern
oder aber auch Ottonen

?

Liebe Grüße,
Dirk

 GastIltis ergänzte dazu am 27.03.21:
Hallo Dirk,

sei froh, dass die Wallonen in Wahrheit nicht
Wallomen sind, dann wär dein Ruhm als Reimer
mit Parisienne im Eimer.

Danke dafür, dass du immer einen drauf setzt. Gil.
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