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Lebensweisheit zum Thema Alter

von  IngeWrobel


Alles hängt: die Lider, Brüste,

in der Mitte hängt der Bauch

und, wenn ich’s nicht besser wüsste,

dächte ich, die Stimmung auch.

 

Doch zum Glück weiß ich es besser,

denn mit jedem neuen Tag

freu ich mich, dass ich noch lebe

und ich dieses Leben mag.

 

Du, mein Freund, schaust so bekümmert,

denn dein Glas ist stets halbleer –

was die Stimmung nur verschlimmert …

und das bessert sich nicht mehr.

 

Sei zufrieden mit dem Heute

und dass das noch existiert,

hör‘ nicht auf die andern Leute:

die sind seelisch schon krepiert!

 

 

21.10.2023



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Kommentare zu diesem Text


 AchterZwerg (21.10.23, 16:07)
Stimmt genau!
Es gibt welche, die rechnen sich schon mit 19 ihre zukünftige Rente aus ...

 uwesch (21.10.23, 17:25)
Bin auch gerade 80 geworden und versuche die 90 anzusteuern. Glückwunsch Dir und alles Gute für die nächsten 10 Jahre  :)  LG Uwe

 eiskimo (21.10.23, 17:43)
Weiter so!  Und Danke für das Gute Beispiel.
Eiskimo

 Rosalinde meinte dazu am 22.10.23 um 13:32:
Liebe Inge, man wird eben nicht schöner mit dem Alter.
Mach dir nichts draus, andere haben schon mit zwanzig
zwei Zentner drauf und einen Balkon, für den die Industrie keine Größenangabe hat. 

Sehr realistisch, mitten aus dem täglichen Leben. So liebe ich es.

Lieben Gruß, Rosalinde

 IngeWrobel antwortete darauf am 22.10.23 um 14:20:
Liebe Rosalinde, 
jetzt muss ich mich aber doch mal äußern, weil mir etwas an Deinem Kommentar nicht gefällt: 

1.) Du hängst Dich an eiskimos Kommentar an, statt die Funktion des eigenen Kommentars zu nutzen. Das ist für mich irritierend, wenn ein Kommentar mit dem des vorigen Kommentators nichts gemein hat. 

2.) Meine großen Brüste haben mir 60 Jahre lang Probleme gemacht. Gesundheitliche und psychische. Trotzdem empfinde ich die Bezeichnung "Balkon" als oberflächlich abwertend. Die Natur hat es so gewollt und ich bin tapfer und selbstbewusst mit den Schmerzen und körperlichen Übergriffen umgegangen. 
Auch krankhaftes Übergewicht macht die Betroffenen verletzlich, weil es oft von anderen nicht als Krankheit, sondern als Willensschwäche abgeurteilt wird. 

Wer keinerlei körperliche Einschränkungen hat, darf sich glücklich schätzen. Derjenige sollte sich aber auch bewusst sein, dass es kein Verdienst ist, sondern die Laune der "Mutter Natur". 

Lieben Gruß zurück 
von der Inge

 Rosalinde schrieb daraufhin am 23.10.23 um 07:17:
Ach, liebe Inge, nun nimm doch nicht alles persönlich. Ich bin 82 plus ein paar Monate alt und weiß doch, wovon du schreibst. Du bist doch immer noch eine attraktive Frau, es kommt doch nicht auf den Busen an oder was die Waage anzeigt, sondern darauf, was in einem Menschen drinsteckt. Und da weiß ich genau, dass du ein feiner Kamerad bist, den wir alle sehr schätzen.

Alle körperlichen Wehwehchen übersteht man als Sieger,
wenn man sich selbst auf die Schippe nimmt. Hast du eine Ahnung, was ich alles habe: Ich bin 1. ein wandelnder Giftcocktail, ich habe eine Analyse machen lassen mit dem Ergebnis, dass in mir von Glyphosat über Insektiziden bis Rattengift so ziemlich alles steckt, was es an Giften gibt. 
2. Nachwuchsoperateure können an mir lernen, wo sie sich ihren Ehrendoktor holen können. Von Kopf bis Fuß Narben,
ich will das mal so sagen, ich bin das wandelnde hohle
Musterexemplar sämtlicher denkbarer medizinischer Versuche.

Also, liebe Inge, kein Selbstmitleid, wie gesagt, man wird nicht schöner, wenn man älter wird. Das ist der Lauf der Natur, nicht änderbar. Und jedem wird es so gehen, falls er es bis zum Alter schafft. Lass sie lästern, das haben sie umsonst. Dass es eine Fehlkalkulation ist, bemerken sie dann dafür erst später. Wir beide haben den Vorteil, das jetzt schon zu wissen, gelle?

Liebe tröstende Grüße von Rosalinde

 IngeWrobel äußerte darauf am 23.10.23 um 17:03:
Liebe Rosalinde, 
Du hast ja Recht! 

Mein Text sollte auch kein Jammergedicht sein ... und einen Bezug zur Schreiberin wollte ich dem Leser auch nicht nahelegen. Viel eher ja vermitteln, dass das sog. Lyrische Ich über solchen Äußerlichkeiten und allenfalls ironisch verständnisvoll lächelnd über der Sache steht ... meine Variante von Galgenhumor. 

Nun hat mich das Stichwort "Balkon" dann doch an einer persönlich empfindlichen Stelle getroffen, und ich hab nicht souverän darübergestanden. 
Ich kenne Dich und Deinen Stil lange genug um zu wissen, 
dass Deine Ehrlichkeit nicht verletzen will – obwohl die Wortwahl vielleicht etwas "rustikal" rüberkommt. 
Im Grunde verstehen wir uns ja seit damals ohne Erklärungen richtig und gut. Das wird meinerseits auch so bleiben. 
Es war also mein latent vorhandenes Trauma, das sich angepiekst fühlte ... und das ich überwunden zu haben glaubte. 
 
Liebe Rosalinde, die Empfehlungen meines obigen Textes haben gezeigt, dass sich so mancher "gebeutelte" Mitmensch angesprochen fühlt. Und wahrscheinlich meinen Rat, das Glas lieber halbvoll zu sehen, verstanden hat. 
In diesem Sinne: ein Prost auf die nächsten Jahrzehnte! 

Dir ganz liebe Grüße von der Inge
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