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kopf, gewitter, nacht

Gedicht zum Thema Krisen
von  Owald.

im licht der blitze zuckt die vorstadt träge.
verstummt die stimmen, die am tag hier wohnen,
verwaist die omnivoren dreißig-zonen.
ein eisengitter zählt die hagelschläge.

die aufgerauhte luft verbellt das grübeln.
der donner reibt die häuser in den grund.
der parkscheinautomat schlägt blasen und
der sturm sucht deckung hinter blumenkübeln.

ein spätheimkehrer kübelt in die blumen
und wirft sich dann zum schlafen in den wind.
die dinge bleiben heute wie sie sind.

die straße ist ein werwolf aus bitumen.
der tut nichts. der will auch nicht spieln. der schaut bloß.
der donner macht den krach. der blitz ist lautlos.

URL dieses Textes:  www.keinVerlag.de/343740.text

Kommentare und Diskussionen zu diesem Text

Lluviagata Kommentar von  Lluviagata (29.04.2013)    diesen Kommentar melden
Das ist so ... ich weiß nicht wie ... irgendwie zäh zu lesen, dass man sich beobachtend in der Schwüle des kommenden Gewitters stehend glaubt. Man muss wirklich dranbleiben, um die Bilder genießen zu können. Mental ausformulieren, sag ich jetzt mal.
Ach, ich kanns nicht beschreiben. :(
Hab nicht studiert. Sorry.

Liebe Grüße
Llu ♥

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armoro Kommentar von  armoro (29.04.2013)    diesen Kommentar melden
Ich mag das! Hier ist mal der klassischen Form etwas neues abgewonnen. Hat etwas von Grossstadt-Gedichten des Expressionismus, finde ich. Der Spaetheimkehrer, der "kuebelt" und der Werwolf aus Bitumen sind grossartig!Danke!
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Kommentar von MarieM (55) (29.04.2013)    diesen Kommentar melden
Hat etwas von Grossstadt-Gedichten des Expressionismus
armoro

Ja.
Du hast hier ein Wahnsinns-Gedicht hingelegt, Owald.
Zeile für Zeile, intensiv ohne Ende.

Bemerkenswert auch u. a. der Übergang/die Verflechtung
"blumenkübeln - kübelt in die Blumen"


... und
der sturm sucht deckung hinter blumenkübeln.

ein spätheimkehrer kübelt in die blumen
und wirft sich dann zum schlafen in den wind.
die dinge bleiben heute wie sie sind.


... wie auch Szenen wie:
" ... und wirft sich dann zum schlafen in den wind.
die dinge bleiben heute wie sie sind."

Was soll ich da noch sagen?

LG

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styraxx Kommentar von  styraxx (29.04.2013)    diesen Kommentar melden
Mir gefällt dein "Bitumen-Blues". Er reißt einen mit, auch die Wal der Bilder und ihre Bezüge. Finde ich sehr gut gedichtet. LG
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mnt Kommentar von  mnt (30.04.2013)    diesen Kommentar melden
Die ersten drei Strophen nehmen mich mit, erzeugen eine tolle Stimmung und (Klang-)Bilder.
Beispielsweise die Formulierung „ein eisengitter zählt die hagelschläge.“ find ich sehr gelungen. Irgendwie bleibt bei mir jedoch nach „die dinge bleiben heute wie sie sind.“ der Punkt.
Grüße mnt

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Bergmann Kommentar von  Bergmann (30.04.2013)    diesen Kommentar melden
Schönster Vers (für mich):
der sturm sucht deckung hinter blumenkübeln.
Schön sonettgeverst.
LG, Uli

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Emotionsbündel Kommentar von  Emotionsbündel (30.04.2013)    diesen Kommentar melden
Dein stimmungsvolles Gedicht, das von ausgesuchten Bildern lebt, gefällt mir gut, Owald - insbesondere das zählende Eisengitter und die Sache mit den(m) Kübeln ;-)

Liebe Grüße,
Judith

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Schrybyr† Kommentar von  Schrybyr† (31.07.2013)    diesen Kommentar melden
Darf ich einfach mal sagen das gefällt mir - mir gefällt diese unprätentiöse Sprache - mir gefällt, daß Du Dich hier möglicherweise an expressionistischen Sonetten orientierst, zwei Sachen, die ich mag - freut mich, daß ich darauf gestoßen bin - auf ein andermal - Grüßli
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Vessel Kommentar von  Vessel (23.05.2014)    diesen Kommentar melden
schlicht genial : )
und wieder überlege ich, wie dieser dichter heißt, in dessem stil das geschrieben ist. es ist nicht der omnipräsente benn.
jakob van hoddis ists. da ist der name.

 Owald meinte dazu am 25.05.2014: Van Hoddis ist der mit "Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut", oder? - Wir hatten eine Expressionismus-Unterrichtsreihe im Deutsch-LK vor fast 20 Jahren, und ich erinnere mich, daß mich das damals beeindruckt hat, vor allem, weil es bei aller "Kunst" auch humorvoll war. Ich mag nicht ausschließen, daß mich das beeinflußt hat.

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HarryStraight Kommentar von  HarryStraight (20.07.2015)    diesen Kommentar melden
Schöne Schilderung eine Sturmes, hättte wohl auch in Prosa funktioniert. Erinnert mich an den letzten großen Sturm bei dem ich aber zum Glück nicht draußen war,
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Veröffentlicht am 29.04.2013. Dieser Text wurde bereits 1204 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 25.07.2016.
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