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Märchen

aus dem keinVerlag.de-Lexikon. zurück zur Übersicht
Märchen (Genre)
Das Märchen ist eine kurze Prosaerzählung, deren Inhalt außerhalb des Realitätsbereichs steht und phantastische Elemente enthält. Das Übernatürliche wird dabei als selbstverständlich vorausgesetzt, soll aber nicht notwendiger glaubwürdig sein, sondern eher der Erzählung dienen. Im Mittelpunkt steht der Mensch, welcher typisiert (gut-böse, arm-reich, schön-hässlich), wandlungs- und entwicklungsfähig ist, worunter mehr als nur ein sozialer Aufstieg (z.B. vom Aschenputtel zur Prinzessin) zu verstehen ist. Man unterscheidet zwischen den mündlich weitergegebenen Volksmärchen, deren Entstehung unbekannt ist, und dem Kunstmärchen, einem individual-literarschen, genau fixiertem Text von hohem künstlerischen Wert.
Moderne Dichtung wird mitunter auch als "Antimärchen" (vgl. Kafka: "Die Verwandlung") bezeichnet. Volksmärchen und Antimärchen zeigen den Menschen als Erleidenden dem Schicksal ausgeliefert. Doch während der Märchenheld ohne Angst ist und immer wieder verstauensvoll Kontakt zu den ihn ergreifenden Kräften sucht, verzweifelt der moderne, negative Held an ihnen.

Herkunft des Wortes: mhd. maeren = verkünden, rühmen; vgl. Märe = Nachricht, Kunde, Erzählung
Bekannteste(r) Vertreter: Volksmärchen: Gebrüder Grimm als SAMMLER

Dieser Beitrag stammt von Alpha

 
 

Kommentare zu dieser Definition


Sektfrühstück
Kommentar von Sektfrühstück (01.01.2008)
2. Satz:
"..., soll aber nicht notwendiger glaubwürdig sein, ..."
-> notwendigerweise
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Sektfrühstück
Kommentar von Sektfrühstück (01.01.2008)
2. Satz:
"..., soll aber nicht notwendiger glaubwürdig sein, ..."
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