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Sage

aus dem keinVerlag.de-Lexikon. zurück zur Übersicht
Sage (Genre)
Sagen sind Erzählungen über für wahr gehaltene oder auf einem wahrem Kern beruhender Begebenheiten, die im Laufe der Zeit ständig ausgeschmückt und umgestaltet wurden. Der Realitätsanspruch steht über dem des Märchens, außerdem sind Sagen eng mit einer Lokalisation oder einer Datierung verbunden. Der Held ist zwar in der Gemeinschaft eingebettet, aber auf sich gestellt und einsam im Kampf. Im Gegensatz zum Märchen folgt der die Bewährung oft ein tragischer Ausgang.

Herkunft des Wortes: althochdeutsch: saga = Gesagtes

Dieser Beitrag stammt von Alpha

 
 

Kommentare zu dieser Definition


Malik
Kommentar von Malik (01.01.2008)
Im Wortsinn ist Sage zunächst - ähnlich wie Spruch und Rede - etwas Gesprochenes (Sprache). Derart unspezifisch findet es nur als Bestandteil -sage verschiedener Komposita Verwendung: in Absage, Ansage, Aussage, Durchsage, Vorhersage, Zusage.
Im spezifischen Wortgebrauch ist Sage (von althochdeutsch saga Gesagtes; Prägung durch die Brüder Grimm) ein Sammelbegriff für mündlich überlieferte Erzählungen für wahr gehaltener oder auf einem wahren Kern beruhenden Begebenheiten, deren Realitätsanspruch über dem des Märchens steht. Sie wurde im Lauf der Zeit ausgeschmückt und ständig umgestaltet.
Grundsätzlich kann man zwischen der Volkssage und dem Epos unterscheiden.
Stoff oder Motiv einer Volkssage können von anderen Völkern und Kulturen übernommen sein (Wandersagen), werden aber gewöhnlich mit landschaftlichen und zeitbedingten Eigentümlichkeiten und Anspielungen vermischt.
Bei Epischen Sagen handelt es sich eher um eine archaische Form der "Geschichtsschreibung" aus Zeiten vorwiegend mündlicher Überlieferungen, die irgendwann in meist höchst kunstvoll dichterischer Form niedergeschrieben wurden. Dazu gehört die nordische Saga, die Heldensagen und die Artussage ebenso wie das griechische Epos.
Sagen sind - anders als Märchen - eng verbunden mit einer Lokalisation (Ortssagen) oder einer Datierung, sowie mit einer strengen Scheidung zwischen dies- und jenseitigem Bereich.
Bei der Entstehung von Sagen greifen subjektive Wahrnehmung und objektives Geschehen so ineinander, dass ein übernatürliches Erlebnis und nicht glaubhaften Elemente Wesenskerne der Sage werden.
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Malik
Kommentar von Malik (01.01.2008)
Im Wortsinn ist Sage zunächst - ähnlich wie Spruch und Rede - etwas Gesprochenes (Sprache). Derart unspezifisch findet es nur als Bestandteil -sage verschiedener Komposita Verwendung: in Absage, Ansage, Aussage, Durchsage, Vorhersage, Zusage.
Im spezifischen Wortgebrauch ist Sage (von althochdeutsch saga Gesagtes; Prägung durch die Brüder Grimm) ein Sammelbegriff für mündlich überlieferte Erzählungen für wahr gehaltener oder auf einem wahren Kern beruhenden Begebenheiten, deren Realitätsanspruch über dem des Märchens steht. Sie wurde im Lauf der Zeit ausgeschmückt und ständig umgestaltet.
Grundsätzlich kann man zwischen der Volkssage und dem Epos unterscheiden.
Stoff oder Motiv einer Volkssage können von anderen Völkern und Kulturen übernommen sein (Wandersagen), werden aber gewöhnlich mit landschaftlichen und zeitbedingten Eigentümlichkeiten und Anspielungen vermischt.
Bei Epischen Sagen handelt es sich eher um eine archaische Form der "Geschichtsschreibung" aus Zeiten vorwiegend mündlicher Überlieferungen, die irgendwann in meist höchst kunstvoll dichterischer Form niedergeschrieben wurden. Dazu gehört die nordische Saga, die Heldensagen und die Artussage ebenso wie das griechische Epos.
Sagen sind - anders als Märchen - eng verbunden mit einer Lokalisation (Ortssagen) oder einer Datierung, sowie mit einer strengen Scheidung zwischen dies- und jenseitigem Bereich.
Bei der Entstehung von Sagen greifen subjektive Wahrnehmung und objektives Geschehen so ineinander, dass ein übernatürliches Erlebnis und nicht glaubhaften Elemente Wesenskerne der Sage werden.
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