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Sonett

aus dem keinVerlag.de-Lexikon. zurück zur Übersicht
Sonett (Genre)
Unter allen Gedichtformen ist das Sonett am strengsten festgelegt. Es besteht aus zwei Strophen mit je vier Versen (Quartette), gefolgt von zwei Terzetten (Strophen mit je drei Versen), die in der Regel im Reimschema verbunden sind (z.B. cdc/dcd, cde/cde, ccd/eed). Häufig gehört zur formalen Zäsur (Einschnitt) zwischen Quartetten und Terzetten auch ein inhaltlicher Kontrast. In der Barockzeit wurden hier häufig Gegensätze des dualistischen Weltbilds der Zeit wie Leben/Tod, Krieg/Frieden und Zeit/Ewigkeit wie These und Antithese gegenübergestellt. Auch enthält das Sonett eine Fülle von rhetorischen Sprachmitteln wie Metapher, Symbol, Allegorie und das Emblem.

Dieser Beitrag stammt von Alpha

 
 

Kommentare zu dieser Definition


Isaban
Kommentar von Isaban (01.01.2008)
Zur Ergänzung:


Um ein Sonett zu schreiben reicht es nicht, sein Gedicht in 14 Versen zu verfassen. Es gibt noch einige andere Erfordernisse, die diese alte Gedichtform an uns stellt.

Inhaltlich sollte ein Sonett deutlich erkennbar These (das Thema), Antithese (anderer Blickwinkel, Gegenargumente, entgegengesetzte Darstellung, andere Meinung) und Synthese (die Vereinigung der gegensätzlichen Elemente) enthalten.

Ein Sonett besteht aus zwei Quartetten (Strophen mit jeweils 4 Zeilen) und zwei Terzetten (Strophen mit jeweils 3 Zeilen). Eine Ausnahme bildet das Shakespeare-Sonett, bei dem sich die 14 Verse in drei Quartette und eine Strophe mit nur zwei Versen aufteilen, wobei die die ersten beiden Strophen die These, die 3. Strophe die Antithese und die beiden letzten Zeilen Conclusio/ Essenz/ Moral der Geschichte enthalten.

Meist zeigen die Sonett-Verse fünf Hebungen, das bedeutet, dass sie fünf betonte Silben pro Vers haben.

Sonett bedeutet Klanggedicht, Klangstück. Um die typische Sonett-Melodie zu erreichen müssen alle Verse einheitlich entweder mit einer betonten (Trochäus) - oder alle einheitlich mit einer unbetonten Silbe (Jambus) beginnen. Danach sollte innerhalb der Verse im Wechsel (alternierend) jeweils eine betonte auf eine unbetonte Silbe folgen.

Wichtig ist auch, bestimmte Reimschemata einzuhalten. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Für die Quartette wird meist der umarmende (oder Klammer-)Reim gewählt, alternativ der alternierende (= Kreuz-)Reim. Nach klassischem Vorbild werden in beiden Quartetten nur zwei (in beiden Quartetten gleiche) Reime verwendet, in den Terzetten ebenfalls, so dass so ein Reimschema zum Beispiel (nur eine von mehreren Möglichkeiten!) so aussehen könnte:

abba -abba-cdd-ccd


Ein fünfhebiges Sonett hat, wenn es jambisch geschrieben ist bei weiblicher Kadenz (weiche, unbetonte, ausschleichende letzte Silbe eines Verses) 11 Silben, wenn es im Trochäus steht muss es bei weiblicher Kadenz 10 Silben und bei männlicher Kadenz 9 Silben haben.
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**Myphos**
Kommentar von **Myphos** (01.01.2008)
Zur besseren bzw. einfacheren Erklärung:

„Gedichtform aus 14 meist fünfhebigen jambischen Versen, die in zwei vier- (Quartette) und oft zwei dreizeilige (Terzette) Strophen gegliedert sind; vorwiegend mit dem Reimschema abba, abba, cde und cde. Der äußeren Form des Sonetts entsprechen der syntaktische Bau und die innere Struktur: Die Quartette stellen in These und Antithese die Themen des Gedichts auf; die Terzette führen diese Themen in konzentrierter Form durch und bringen die Gegensätze anschließend zur Synthese.“

Zitat aus dem Brockhaus multimedial premium 2006
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Isaban
Kommentar von Isaban (01.01.2008)
Zur Ergänzung:


Um ein Sonett zu schreiben reicht es nicht, sein Gedicht in 14 Versen zu verfassen. Es gibt noch einige andere Erfordernisse, die diese alte Gedichtform an uns stellt.

Inhaltlich sollte ein Sonett deutlich erkennbar These (das Thema), Antithese (anderer Blickwinkel, Gegenargumente, entgegengesetzte Darstellung, andere Meinung) und Synthese (die Vereinigung der gegensätzlichen Elemente) enthalten.

Ein Sonett besteht aus zwei Quartetten (Strophen mit jeweils 4 Zeilen) und zwei Terzetten (Strophen mit jeweils 3 Zeilen). Eine Ausnahme bildet das Shakespeare-Sonett, bei dem sich die 14 Verse in drei Quartette und eine Strophe mit nur zwei Versen aufteilen, wobei die die ersten beiden Strophen die These, die 3. Strophe die Antithese und die beiden letzten Zeilen Conclusio/ Essenz/ Moral der Geschichte enthalten.

Meist zeigen die Sonett-Verse fünf Hebungen, das bedeutet, dass sie fünf betonte Silben pro Vers haben.

Sonett bedeutet Klanggedicht, Klangstück. Um die typische Sonett-Melodie zu erreichen müssen alle Verse einheitlich entweder mit einer betonten (Trochäus) - oder alle einheitlich mit einer unbetonten Silbe (Jambus) beginnen. Danach sollte innerhalb der Verse im Wechsel (alternierend) jeweils eine betonte auf eine unbetonte Silbe folgen.

Wichtig ist auch, bestimmte Reimschemata einzuhalten. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Für die Quartette wird meist der umarmende (oder Klammer-)Reim gewählt, alternativ der alternierende (= Kreuz-)Reim. Nach klassischem Vorbild werden in beiden Quartetten nur zwei (in beiden Quartetten gleiche) Reime verwendet, in den Terzetten ebenfalls, so dass so ein Reimschema zum Beispiel (nur eine von mehreren Möglichkeiten!) so aussehen könnte:

abba -abba-cdd-ccd


Ein fünfhebiges Sonett hat, wenn es jambisch geschrieben ist bei weiblicher Kadenz (weiche, unbetonte, ausschleichende letzte Silbe eines Verses) 11 Silben, wenn es im Trochäus steht muss es bei weiblicher Kadenz 10 Silben und bei männlicher Kadenz 9 Silben haben.
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**Myphos**
Kommentar von **Myphos** (01.01.2008)
Zur besseren bzw. einfacheren Erklärung:

„Gedichtform aus 14 meist fünfhebigen jambischen Versen, die in zwei vier- (Quartette) und oft zwei dreizeilige (Terzette) Strophen gegliedert sind; vorwiegend mit dem Reimschema abba, abba, cde und cde. Der äußeren Form des Sonetts entsprechen der syntaktische Bau und die innere Struktur: Die Quartette stellen in These und Antithese die Themen des Gedichts auf; die Terzette führen diese Themen in konzentrierter Form durch und bringen die Gegensätze anschließend zur Synthese.“

Zitat aus dem Brockhaus multimedial premium 2006
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