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Film & Fußball

Eine cineastische Mannschafts-Kolumne


Die Kolumne des Teams "Film & Fußball"



Do., 07. März
Bisher 13.024x aufgerufen


Oscar 2019

von Lala


Auch ich stimme in den Chor derer ein, die die Oscar Verleihung 2019 ziemlich lahm fanden. Allerdings muss ich gestehen, dass ich viele der nominierten Filme erst oder noch nicht gesehen habe. Meistens schaue ich mir die nominierten Filme an, um vielleicht Filme zu entdecken, von denen ich bis dato nichts gehört habe. Der hier zum Beispiel, ist mir damals nur wegen der Oscarverleihung bekannt geworden: https://de.wikipedia.org/wiki/Mein_wunderbarer_Waschsalon. Aber auch in dieser Hinsicht war der 2019er Jahrgang eher mau. Sonst achte ich gerne auf die nominierten Filme in den Kategorien „Bester Schnitt“ und „Beste Kamera.“ Da werden gerne auch mal Perlen ausgezeichnet oder wenigstens nominiert.
Die Königskategorien sind wahrscheinlich doch eher politisch oder von Neid oder Missgunst geprägt oder nicht an der Sache interessiert. Wahrscheinlich so wie beim Literaturnobelpreis wo sich dann gerne auf Mittelmaß verständigt worden ist. Bei den Darstellernpreisen gibt es da schon ziemliche Kuriositäten, so dass Peter O’Toole achtmal für einen Oscar nominiert worden ist und ihn nie gewonnen hat. Als Henry – wieder mal - im mitreißenden Drama: „Löwe im Winter“ an der Seite von Katherine Hepburn – die ihren x-ten Oscar dafür bekommen hat - ging er leer aus. Der weltbekannte Cliff Robertson erhielt ihn dagegen im selben Jahr für seine Darstellung des Charlys in der gleichnamigen Edelschnulze. Robertson war noch nicht mal da, um den Oscar entgegen zu nehmen. Traurig. Den weiblichen O’Toole stellt wohl Glenn dar, die ganz close an den acht vergeblichen Anläufen von Peter O’Toole ist. Ich empfehle ihr sich Lawrence of Arabia anzusehen und sich den Satz einzuprägen: „Nichts steht geschrieben!“ wenn sie die achte Nominierung erhält.
Selbst Spielberg hat das ja irgendwann mal doch mit dem Oscar geschafft. Trotz des Oscar Debakels mit der „Farbe Lila“, „Dem Reich der Sonne“ „ET“ oder „Begegnung der Dritten Art.“ Wenn ich fies wäre würde ich sagen: Nur wer die Nazis besiegt oder ihren Horror zeigt, hat die Chance auf einen Oscar. Et voila: mit Schindlers Liste, konnte sich Spielberg diesen Traum erfüllen – sofern er davon geträumt hat – und als Soldat Ryan mit dem unschlagbaren Hanks in der Normandie nochmal wiederholen. Insofern ist der Oscar für den Regisseur Tom Hooper für „The King’s Speech“ folgerichtig. Nur mit einer Rede das Dritte Reich besiegen? Unschlagbar. Leider hatte der filmisch, dramaturgisch und einer jetzt schon ikonischen Musik – Inception – das Nachsehen. Nolan scheint auf dem besten Weg einen O’Toole zu machen. Nolans Dunkirk fehlte wohl das Pathos von Ryan? Oder zu nah dran an Alesia? Von dem wir seit dem Arvernerschild wissen: „Es gibt kein Alesia.“ Aber klar das – einer meiner Lieblingsschauspieler – Garry Oldman für „The Darkest Hour“ als Churchill dann auch einen erhielt. Zu recht. Das ist ein Bingo, oder? Aber ich bin abgeschweift und werde mir wahrscheinlich übelste Vorwürfe eingehandelt haben, aber egal: Es geht um die Sache.
Die interessanteste Kategorie - finde ich – sind die Drehbuch Kategorien: Originales oder Adaptiertes. Nicht zuletzt zeigt sich die Bedeutung und Wertschätzung des Drehbuchs auch daran, dass die Drehbuchautoren durchgesetzt haben – das ist noch nicht so urst lange her- dass sie als vorletztes im Vor- und Abspann genannt werden. Also nach dem oder den Produzenten. Danach kommt nur noch der Dirigent, der Director, der Regisseur. Zu recht.
Dieses Jahr hat den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch Spike Lee für „The Black Klansman“ gewonnen. Einer der Filme, die ich schon gesehen habe. Vor der Oscar Verleihung habe ich auch darauf getippt, dass Lee diesen Oscar abräumt. Er steht gewissermaßen in der Nachfolge Tarantinos, der mit Sicherheit einen Regie Oscar verdient hätte, aber bislang stets nur die Trophäe bei den Drehbüchern bekam. Für Inglorious Basterds hätte er ihn spätestens verdient gehabt. Und eigentlich hat er es sogar geschafft Hitler zu verzwergen und in einem Kinosaal zu verbrennen. Gleichzeitig einen Western zu drehen und Hans Landa als Henry Fonda – „Du sollst nicht meinen Namen nennen“ – wiederauferstehen zu lassen. Mehr Nazis oder Ledermäntel zu besiegen, geht ja gar nicht und das auch noch mit einem selbstreflexiven Blickwinkel. Hut ab, Quentin. Aber das war dann doch wohl zu fett. Abgeräumt hat den Oscar im selben Jahr dann Kathryn Bigelow für „The Hurt Locker.“ Toller Film. Aber nicht so ein Knaller wie die Basterds. Daher wird Tarantino wahrscheinlich gerne mit den Drehbuchoscars bedacht. So wie jetzt Spike Lee. Ja, Black Klansman ist ein toller Film, aber wohl nicht so seifig oder wie auch auf kV gerade schwer im Kommen: konfliktfrei, wie der mit den höchsten Weihen geehrte „Green Book“ von Peter Farelley. Ob der von mir geschätzte Farelly – siehe nur Mary und King Pin - wirklich an Oscar Weihen geglaubt hat, als er das Ding gedreht hat? Ich wage es zu bezweifeln. Klar, Mortensen ist ein geiler Schauspieler, aber es wundert mich nicht, dass es Spike Lee gegruselt haben soll, als „Green Book“ bester Film geworden ist.
Von den mehrfach und vielfach nominierten Filmen, habe ich eigentlich nur „Vice“ gesehen. Dass Christian Bale den Oscar nicht bekommen hat, sondern das lippensynchron singende Mercury Double? Auch wieder ein Knaller. Ich sag mal so: Wenn „Green Book“ oder „Roma“ - über den ich mir kein Urteil erlauben kann – wirklich besser als „Vice“ sein sollen? Wirklich besser als die sicherlich überspitzte Darstellung des Niedergangs der römischen Republik zugunsten eines Kaisertums getragen von der Verherrlichung des römischen Heeres und der bedingungslosen Anbetung individuellen Reichtums? Wahrscheinlich schon, denn in „Vice“ gewinnen ja auch die Nazis. Das ist kein Bingo.


 
 

Kommentare zu diesem Teamkolumnenbeitrag


Kommentar von finnegans.cake (07.03.2019)
Magst du erläutern, wo du bei "Inglorious Basterds" den "selbstreflexiven Blickwinkel" gesehen hast? Ich fand den Film so todesdumm, auch moralisch abstoßend - wenn auch nicht so abstoßend wie "Schindlers Liste" -, aber vielleicht hab ich ihn einfach falsch gesehen, zu oberflächlich, nicht einsichtig genug. Das meine ich nicht polemisch, mich würde wirklich deine Einschätzung interessieren.
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cthulhus_hairdresser meinte dazu am 07.03.2019:
Den selbstreflexiven Moment findet man - einer Analyse folgend, die ich einmal auf Youtube sah - vielleicht in der Verschaltung des Publikums (außerhalb des Films) mit dem Kinogänger Hitler (innerhalb des Films), der sich während der Vorstellung prächtig amüsiert, wie reihenweise Leute abgeknallt werden.

Die Zuschauer, die sich in just derselben Weise an den grotesken Todesarten in IB ergötzen, werden so mit den diegetischen Nazis in eine unrühmliche Beziehung gesetzt. Tarintino antizipiert nach dieser Lesart also die Gier nach Gewalt seines Publikums und filmt diese gleich mit, anstatt - wie ihm ja sonst eher vorgeworfen wird - die Schaulust nach dem Grausamen und Brutalen einfach nur bedienen zu wollen.

Positiv könnte man vielleicht auch sagen, dass die fiktive Figur des Landa eine gute Darstellung eines Carl Schmitt'schen Typus ist, der sonst im Genre des Nazifilms bislang weniger belichtet wurde. Zynisch, weltmännisch, hochintelligent, gewandt, polyglott, städtisch, rational - durchaus durch und durch und auch wirklich gerne antisemitisch, aber dennoch jederzeit bereit, sich einem neuen System anzudienen, wenn es dem eigenen Fortkommen nützlich erscheint.

IB ist ein Film ohne Humanität - die Gegner der Nazis sind selber brutale Schläger, Wilde geradezu, die ihre Opfer skalpieren. Blutiges Dahinmetzeln, das Verbrennenlassen des Feindes in der Wollust der Rache sind die Höhepunkte des Films und moralisch kaum noch von den Untaten der Nazis zu unterscheiden.

Tarantino, könnte man argumentieren, bricht damit das Klischee des Nazifilms, das die amerikanische hegemoniale Herrschaft durch den Sieg über die totalitäre nationalsozialistische Bedrohung im zweiten Weltkrieg legitimiert; er verfolgt nicht das Muster, dass die westlich gedachte Zivilsation hier die atavistische Raserei besiegt habe, sondern vielmehr, dass eine Form der Barbarei eine noch grausamere Barberei niederschlug. Mit einem Knüppel.

(Übrigens fehlt mir diese Perspektive der Humanität generell bei Tarantino, sie fehlt mir auch bei 'Django Unchained'.
Das heißt, er inszeniert auch hier die archaische Vernichtung des bösen Systems, - aber welche neue Ordnung soll auf diesen Akt der Zerstörung folgen?)

Antwort geändert am 07.03.2019 um 15:54 Uhr
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finnegans.cake antwortete darauf am 07.03.2019:
Vielen Dank für den interessante Beitrag. Du hast diese Deutung ja gewissermaßen referiert, daher kann ich vielleicht ganz ungeniert sagen, an welcher Stelle ich mit ihr unzufrieden bin.

Diese "Verschaltung" insinuiert ja, wenn ich es richtig verstehe, dass der Zuschauer vom selben Motiv geleitet wird wie, nun ja, Hitler. Diese Art der Nivellierung geschieht ja auch in der Präsentation der Gewalt – die einen seien nicht weniger grausam oder barbarisch als die anderen. Diese Perspektive finde ich sehr unbefriedigend. (Freilich nicht so sehr wie in "Iron Sky", wo zuletzt suggeriert wird: Nazi-Deutschland und die USA, das sei letztlich ein & dieselbe Soße, beide determiniert durch das Schmitt’sche Diktum vom Konflikt als Naturzustand zwischen Interessensverbänden, die je nur ihren eigenen Profit im Sinn haben.) Die Humanität annulliert sich in dieser Perspektive m.E. im selben Maße, wie der ideologische Fundus der Gewalt ignoriert wird. Denn tatsächlich bricht Tarantino den Konflikt ja wirklich auf die bloße Gewalt herunter. Message: Nazis müssen massakriert oder wenigstens markiert werden. Selbst dort, wo Tarantino Humanität zulassen will, verkörpert durch die von Mélanie Laurent eindrücklich gespielte Figur, würgt er sie ab, weil auch Shoshanna Dreyfus sich dem Gebot unterwirft: einfach töten, weiter nichts.

Und was ich so abstoßend dabei finde, wie auch in "Django", ist die Koketterie mit dem Leid der Opfer als motivischen Antrieb, gleichwohl sich Tarantino um genau dieses einen Dreck schert. Die Juden sind ihm – im Film, wohlgemerkt – so egal wie die Sklaven. Stattdessen eine castellarieske Trash-Orgie als Zitationshabitat; auf dem Rücken der ermordeten Juden will hier cineastisch reüssiert werden, die Shoa wird nur als Kulisse für die Ästhetisierung einer Gewalt-Orgie instrumentalisiert. Das Rächer-Narrativ, das in "Django" wie in IB je dasselbe ist, wird in eine cineastische Schein-Notwendigkeit hineingetriggert und lustvoll kultiviert.

Das alles stört mich bei "Reservoir Dogs" oder "Pulp Fiction" oder "Jackie Brown" nicht. Und ich bin auch nicht dagegen, eine historische Wirklichkeit so radikal zu frisieren, zu beugen, zu manipulieren. Aber die Koketterie mit der Shoa und deren Pervertierung zum Zwecke der Vertrashung, das finde ich inakzeptabel.

Und diese "Verschaltung" – Zuschauer meets Hitler in itself –, die finde ich hanebüchen. Sie kann nur gelingen unter Auslassung zentraler Aspekte und Implikationen genau dieser historischen Vorlage. Aber dann ist die Inanspruchnahme dieser Vorlage degoutant.

Was du zur Figur Landas schreibst, teile ich aber. Der ist in der Tat ganz interessant angelegt. Wie er, dessen Autorität so sehr von der Sprache abhängt, im Laufe des Films immer mehr an Sprache oder Sprachvermögen einbüßt, bis er zuletzt nur mehr schreien kann, da wird die rhetorische Skala der Nationalsozialisten durchaus getroffen. Aber auch das wird letztlich dem oben skizzierten Hauptprinzip des Films unterworfen.
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cthulhus_hairdresser schrieb daraufhin am 09.03.2019:
Vielen Dank auch Dir für die ausführliche und anregende Antwort! Ich kann jedes Argument, das Du anbringst, gut nachvollziehen.
Allerdings bin ich mir in meinem Urteil, was IB angeht, nach wie vor sehr unsicher. Ich hatte schon mein ersten Gucken ein ungutes Gefühl, was die Behandlung des Topos angeht, aber ich kann auch einzelne Szenen immer noch sehr genießen, was ihren Einfallsreichtum, ihre Komik und ihre darstellerische Leistung angeht - einige germanische Schauspieler (von denen mindestens einer leider auch gerne selber dreht), die in diesem Film zu sehen sind, kann ich mir übrigens *nur* in den Basterds angucken und mich dabei sogar an ihrem Spiel erfreuen.

Was man nach meinem Eindruck dem Film zugute halten kann, ist, dass er seine Zitatbezogenheit und Künstlichkeit sehr durchsichtig macht. Auch diesen Aspekt von IB könnte man als 'selbstreflexiv' beschreiben: allein, wie oft in dem Film (vergeblich!) geschauspielert wird. Man denke nur an die Szene, wo die Basterds sich als italienische Filmemacher ausgeben und dabei unbeholfen das Personal der Pate-Trilogie zitieren, obwohl sie eigentlich diese Filmreihe gar nicht kennen können.

Das Verhältnis zwischen Wirklichkeit und Film wird - auch über das Film-Im-Film-Motiv im Kinosaal - immer wieder thematisiert und mitgedacht.

Es erscheint mir auch auffällig, dass der IB-Hitler überhaupt keine große Ähnlichkeit mit der historischen Figur hat. Tarantino will ja gar keine Authentizität zulassen, er möchte - so scheint es mir zumindest - ganz deutlich machen, dass er ein Genre zitiert, den Prototyp des Nazifilms nämlich.
Durch die überzeichneten komischen Figuren der Basterds wirkt es so, als gäbe es ursprünglich sogar eine Comic-Vorlage, die Tarantino bloß auf die Leinwand gebannt hätte.
Diese Nazis sind in diesem Sinne so 'echt' wie die Nazis in den Indiana-Jones-Filmen. Durch diese Distanznahme vermeidet Tarantino nach meinem Eindruck die falsche Gefühligkeit, in die sich viele andere Filme verirren, die sich mit den Verbrechen des nationalsozialisitischen Regimes beschäftigen.

Dass sich an der Shoah und an dem Leid der Millionen ermorderter Juden nur 'bedient' wird, ist ein Vorwurf, den ich nicht entkräften kann. Das heißt, ich würde auch unterschreiben, dass Tarantino hier nicht sieht, dass man den Nazifilm eben nicht so zitieren kann wie ein Heist-Movie oder einen Yakuza-Streifen, dass da etwas mit der Quelle schon nicht stimmt, was man dringend stärker reflektieren und filmisch anders umsetzen müsste.

Verstanden wird ja in IB weder der Holocaust, noch die NS-Ideologie, noch die Gewalt, die in diesen Kontexten beherrschend wird und die man womöglich verfehlt, wenn man sie filmisch mit anderen Formen von Gewalt zusammenführt.

Die Gewalt selber ist ja bei Tarantino ein Grundthema. Beständig wird sie ironisiert, ästhetisiert, kritisiert, aber auch legitimiert.
Ohne ein großer Kenner von QTs Werk zu sein - aber mir kommt es so vor, als sei der Autor und Regisseur (was die "anthropologische Grundposition" angeht, wie es Carl Schmitt, wenn ich mich recht erinnere, ausdrückt) mit zunehmenden Alter auch immer zynischer und düsterer geworden.
In den "Reservoir Dogs" scheint ja doch auch in den grotesken Ausbrüchen der Gewalt das Menschliche durch. Dieses Moment gibt es den 'Hateful Eight' dann meinem Eindruck nach gar nicht mehr, oder es wird durch den Triumph der Gewalt doch völlig ertränkt.

Dass die Gewalt eben auch gerechtfertigt wird, indem sie Gegensätze zur gemeinsamen Rachetat vereint (etwa in Pulp Fiction) oder in einem revolutionären Akt zur Reinigung von den degenerierten männlichen, weißen, heterosexuellen Feindbildern (Death Proof, Kill Bill, Django Unchained) einer Art von emanzipatorischem Zweck dienen soll, zieht sich wiederum durch Tarantinos gesamtes Schaffen.

Diese Legitimation von Gewalt nähert sich in meinen Augen nun aber selber der nationalsozialistischen Ideologie an. (Ich weiß, dass viele linke Filmkritiker mir hier widersprechen würden, aber ich finde die Parallelen doch recht deutlich.)
Tarantino feiert nach meinem Eindruck den revolutionären Anteil der Gewalt, die "Reinigung durch das Feuer". Mach kaputt, was dich kaputt macht.
Die falsche, böse Ordnung, die sich eben auch durch die Gewalt der Sprache aufrecht erhalten hatte, muss man am Ende dann eben mit Tritten und Knüppeln zertrümmert werden, denn die Worte dienen ja letztlich nur den Herrschenden.

Sehr spannend, was Du am Ende über den Verlust von Landas Sprachmacht schreibst. Dasselbe widerfährt ja auch dem Serienkiller in "Death Proof", der am Ende von seiner eigenen Konstruktion eingeklemmt nur noch schreien und brüllen kann, während die Sprache zuvor sein primäres Verführungsmittel gewesen war, um die Opfer in seine Todesfalle zu locken.

Die Frage, was für QT nach dem revolutionären Umsturz folgen soll, bleibt für mich offen. Teilweise habe ich den Eindruck, dass er die Zivilsationskritik so weit treibt, dass er sich förmlich einer idealisierten tribalen Ehr- und Racheethik entgegenschreibt. (Etwa wenn Beatrix Kiddo dem Waisenkind, dessen Mutter sie getötet hat, die spätere Blutrache an ihr selber als Lösungsweg aufzeigt.)
Auch Django ist ja am Ende so ein Übermensch, der ganz unschuldig nach der Rachetat eine ganz liebe und harmonische Beziehung mit seiner Broomhilda weiterführen kann, ohne dass diese Verbindung von der Traumatisierung erlittener und verübter Gewalt heimgesucht wird.

Antwort geändert am 09.03.2019 um 14:24 Uhr
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Lala äußerte darauf am 14.03.2019:
Erstmal nur kurz: Es gibt diese Wunderbare Szene wo ein Zwerg Hitler malt un es um die Perspektive geht. Perspektive ist das was der Film die ganze verhandelt und dabei rekurriert er natürlich auch auf die Fiklmgeschichte bzw. seine Vorbilder. Am Ende wird Hitler im Kinosaal verbrannt. Nicht selbstreflexiv?
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finnegans.cake ergänzte dazu am 14.03.2019:
@ Lala

Doch, durchaus. Muss ich drüber nachdenken, aber - doch, doch, das ist sicher reflektiert.

@CH

Ein sehr aufschlussreicher Beitrag, über den ich länger nachdenken werde. Bitter fast: dass du den zentralen Aspekt meiner Kritik trefflicher fasst als ich selbst: Tarantino sehe hier nicht, „dass man den Nazifilm eben nicht so zitieren kann wie ein Heist-Movie oder einen Yakuza-Streifen, dass da etwas mit der Quelle schon nicht stimmt, was man dringend stärker reflektieren und filmisch anders umsetzen müsste.“ Eben darin begründet sich mein Unbehagen. Nun weiß ich auch: Als Gebot kann man das nicht formulieren. Das würfe mehr Fragen auf, als es Antworten liefern würde. Daher griff ich auf die Vokabel „abstoßend“ zurück, die mehr eine ethische Defizienz ausmacht und weniger eine filmtheoretische.

Interessant, dass du den Eindruck hast, Tarantinos „Legitimation von Gewalt“ nähere sich „nun aber selber der nationalsozialistischen Ideologie an“ – das hatte ich selber so gar nicht im Blick. Was mir bei dieser Deutung, auch bei dem angeführten Argument, vielleicht fehlt, ist wiederum die ideologische Referenz oder die vollwertige Erfassung der „nationalsozialistischen Ideologie“ – denn wesentlich für diese ist m.E. das antisemitische Movens. Tarantinos Gewalt ist ja gerade entideologisiert (oder ideologisch nur in ihrer hereditären Disposition). Was mir, auch in „Django Unchained“, aufstieß, war die affirmative Rekurrenz des Rächer-Motivs, die mir wie ein Selbstzweck anmutete und so die ideologischen Bedingungen der nationalsozialistischen oder rassistisch-ökonomischen Gewalt unterschlug. Es ist gerade die radikale Ignoranz der ideologischen Dimension oder der ideologischen Implikationen, die die ethische Omnivalenz des tarantinoesken Racheakts fundiert. Wenn man in dieser Terminologie, die ich gerade behelfsweise nutze, bleiben will, kann man den Racheakt an sich als ethisch monovalent bezeichnen – bei Tarantino aber wird er omnivalent, weil er quasi eo ipso legitimiert ist und sich so eben mit jedweder, nicht nur der nationalsozialistischen Ideologie assoziieren oder kostümieren lässt. Wer aus einem ideologischen Funkloch heraus agiert und wessen Tun keiner ideellen Legitimation oder Rechtfertigung bedarf, der agiert genuin asozial und damit per se anti-moralisch, weil für ihn Gültigkeit und Geltung eins sind, da er unabhängig von (externen) Wert-Urteilen handelt. Dadurch generiert er aber beliebige (ideologische) Anschlusswerte, die die Geltung seines Handelns potenziell kontinuieren. So sichert er sich die Hoheit über seinen Wirkungsbereich hin zu einer totalitären Souveränität, in der er selber über die Geltung von Richtlinien verfügt. In diesem Sinne ist sein Handeln dann ‚ethisch omnivalent‘, insofern jede ethische Opposition erledigt ist – weil eben „Gültigkeit“ und „Geltung“ hier zusammenfallen.

An dieser Stelle aber kann ich dein Argument integrieren: Bei Tarantino hat die Gewalt nur die Funktion, die Herrschaftsverhältnisse umzukehren. Was dazu befähigt, ist bei ihm nicht moralische Güte oder Qualität der Argumente; gesetzliche Strukturen, die das Zulässige vom Unzulässigen institutionell differieren, gelten bei ihm nicht als Handlungsreferenz. Was bei ihm zählt, sind der Wille zur Durchsetzung und die dazu notwendige Stärke. Das, gewiss, hat sozialdarwinistischen Charakter. Und indem er den positionellen Barbarismus nivelliert, annulliert er die ethische Dimension – die Gewalt wird so zum ideologisch ausgehöhlten Perpetuum mobile, womit sich Tarantino, z.B. in Kill Bill, auch vom Wuxia- oder Ken-Geki-Vorbild absetzt. Er übernimmt von diesem nur das Narrativ der Gewaltvererbung und das Rache-Motiv, aber er unterschlägt die moralische Komponente, die ja etwa im Ken-Geki, wo eine anti-moralische Herrschaft immer in Kontrast zur Tugend-Ethik des Samurai gesetzt wird, zentral ist. Bei Tarantino gibt es nur noch den Anschein davon. Er kokettiert mit tugendlichen Signa, die sich aber zur Coolness der Gewalt und deren Ästhetisierung rezessiv verhalten und so defunktionalisiert werden. Es gibt bei Tarantino keine ideologisch oder ethisch motivierte Gewalt – dann aber gilt Herrschaft nur um ihrer selbst willen, anders eben als im Wuxia-Film oder im Ken-Geki (die freilich nicht ganz so einheitlich sind, wie ich es gerad insinuiere; auch da gibt es viele Vertreter, die sich an der Präsentation der Gewalt berauschen). Und das ist moralisch sicherlich zwiespältig.

Nur, um mich zu wiederholen: Bei bloß fiktiven, nicht durch eine historische Realität belasteten Filmen stört mich all das weniger. Dann kann ich die ethischen Implikationen aus dem Werk heraus und anhand film-interner Motive beurteilen. Bei IB oder „Django Unchained“ geht das m.E. nicht mehr – oder dort reicht das nicht mehr aus. Bei der filmischen Umsetzung oder Interpretation genuin ethisch geprägter Topoi ist die Ignoranz der ethischen Implikate oder deren Reduktion auf eine sozialdarwinistisch anmutende Grundmotivik m.E. inakzeptabel. Ich finde schon den cineastischen Selbstjustiz-Hype der 70er haarsträubend – und leider feiert er in „The Equalizer“ ein ebenso dummes wie moralisch ekelhaftes Revival –, aber den zu zitieren als Kommentar dazu, wie man den Nazis auch hätte begegnen können, das finde ich – zumal dann, wenn der Schrecken derselben nur als Kulisse dient und die Opfer nur eine Fußnote sind – unerträglich.

(Einschub: „Drive“ ist nach meinem Eindruck z.B. ein Film, der Selbstjustiz kritisch reflektiert und ein glänzendes Gegenbeispiel zu „The Equalizer“ darstellt – aber das nur nebenbei.)

Was du zur ‚Unähnlichkeit‘ von @realhitler und dem Hitler spielenden Darsteller sagst, finde ich sehr spannend, fast bestechend – nur folge ich dem nicht mit Gewissheit. Sind sie sich wirklich so unähnlich? Ist das die cineastische Transkription eines Comic-Hitler? Ich teile diese Einschätzung nicht ganz. Das Argument, das du auf dieser Prämisse errichtest, finde ich aber lukrativ, auch die Konklusion, Tarantino zitiere hier den „Prototyp des Nazifilms“, macht mir Eindruck – ich sehe nur nicht, was (für Tarantino) daraus folgt. Aber das kann an mir liegen. Etwa finde ich es momentweise witzig, in IB den Vater einer Figur aus einem frühern Tarantino-Film einzuführen – aber zu welchem andern Zweck als den, immer noch einen zitativen Twist anzubringen und so nur immer weiter das eigene Image zu reproduzieren?

Und was ich, fürchte ich, auch nicht ganz überzeugend finde: Die Nazis in IB seien „so ‚echt‘ wie die Nazis in den Indiana-Jones-Filmen“. Das stimmt vielleicht sogar, nur wird die Reaktion auf sie ja mit ihrem ‚nationalsozialistischen Tun‘ mehr oder weniger begründet. Shoshanna Dreyfus will sie vernichten, _weil sie Nazis sind_. Sie verfolgen nicht beide dasselbe ‚Ziel‘, das sie nur je anders einsetzen wollen, sondern sie wollen _genau das Gegenteil_ von dem, was Shoshanna will, und zwar vom Grunde her. Nein, ich glaube: das sind andere Nazis als in „Indiana Jones“, sie repräsentieren anderes, sie sind nur ähnlich skizziert. Und das ist m.E. der Fail.

Und da sie mir gerad einfällt: Shoshanna Dreyfus ist, glaube ich, nicht bloß die Umsetzung einer Comic-Figur. Was sie will, und wie sie es will, mit welcher Unnachgiebigkeit, mit welchem Furor, das ist ‚menschlich‘, das ist wirklich, das ist, nach meinem Eindruck, nicht nur die Koketterie mit einem comic-haften Unernst. Vielleicht missverstehe ich ihre Figur auch. Vielleicht erfasse ich nicht ganz ihre Rollen-Funktion. Ich habe den Film nur einmal gesehen, aber es kam mir so vor, als sollte an ihr der ‚Ernst‘ des moralischen Impacts exemplifiziert werden. Auch Landa scheint mir in diese Richtung konzipiert worden zu sein. Diese beiden sehe ich als die ‚eigentlichen‘ Opponenten des Films. Und vielleicht habe ich eine besondere Ebene des Films nicht erfasst, wenn ich nicht verstehe, warum Tarantino nicht diese beiden direkt gegeneinander gestellt hat. Aber, jedenfalls: So eine Figur, glaube ich, wie Shoshanna Dreyfus, die bringt man nicht ein, wenn die Nazis eigentlich keine ‚echten‘, also nicht wirklich und unmissverständlich Nazis sind. Aber das ist, zugegeben, sehr spekulativ.

Tarantino sei „zynischer und düsterer geworden“, schreibst du. Darüber muss ich nachdenken. Ich habe „The Hateful Eight“ noch nicht gesehen, aber wie du ihn zu „Reservoir Dogs“ in Relation setzt, finde ich sehr interessant und ist Grund genug, ihn endlich doch einmal zu sehen. „Reservoir Dogs“ habe ich in der Jugend oft gesehen, aber bestimmt seit fünfzehn Jahren nicht mehr – ich mochte ihn sehr, fand ihn zwar nicht so genial wie „Pulp Fiction“, aber besser als alles, was Tarantino sonst gemacht hat (der mich, wenn man so will, ab „Jackie Brown“ eigentlich schon verloren und mit keinem weiteren Film mehr gewonnen hat). Ich überlege, ob ich selber das Moment des „Menschlichen“ in „Reservoir Dogs“ sehe – und bin nicht sicher. Magst du das erläutern?

Ich frage mich gerade, warum ich eigentlich nur „Reservoir Dogs“ und „Pulp Fiction“ so mochte und die weiteren Filme nicht mehr. Ich glaube: weil in den beiden genannten noch ein gar nicht mal nur dramaturgischer, mehr noch ein – ja, vielleicht „menschlicher“ Tonus für mich zu spüren war. Die Geschichten waren fiktiv, aber ihre Konflikte, auch die ‚inneren‘ der Figuren, erschienen mir ‚wirklich‘. Auch da hatten die Figuren schon was Karikatur-haftes, aber in den späteren Filmen waren sie nach meinem Eindruck nur noch Karikaturen von Karikaturen, als zitiere sich Tarantino in ihnen bloß noch selbst. Das Anliegen der Figuren in RD & PF hatte eine andere Dringlichkeit, es war authentisch, insofern es sich aus ihnen selbst ergab und von den Umständen zerscheuert wurde. Vielleicht in „Jackie Brown“, den ich dreimal sah – das zweite und dritte Mal mit dem Vorsatz, zu ergründen, weshalb ich ihn so langweilig finde –, gibt es diese individuelle Tiefe noch. Ab „Kill Bill“, der gewiss noch ordentlich war, schien mir Tarantinos Werk nur noch cartoonesk. Bei nichts von dem, was die Figuren ‚wollten‘, konnte ich ‚mitwollen‘.

Ich habe mal auf Youtube irgendeinen Interview-Ausschnitt mit Tarantino gehört – es gab kein Bildmaterial dazu – und darin lobte er Scorsese in Grund und Boden. Verständlich, warum nicht. Der frühe und mittlere Scorsese war großartig. Aber als Lieblingsregisseur gab er dann Brian de Palma an. Und ich dachte mir: Ja, das ist es – Tarantino ist selbst immer mehr De Palma als Scorsese gewesen. Das Bombastische von De Palma hat er übernommen und ins Ridiküle oder Groteske übersetzt, auch den Trend zum Ikonischen hat er, wenn man so will, von ihm geerbt. De Palmas Filme haben nicht die Tiefe von Scorsese. Als Kind z.B. war „Carlito’s Way“ mein Lieblingsfilm – die berühmte Schlussszene (Carlito auf der Rolltreppe usw) fand ich wahnsinnig eindrücklich. Als Kind reagiert man auf Bilder eben stärker als auf Worte. Dann habe ich ihn vielleicht zwanzig Jahre nicht mehr geschaut – auch aus Angst, ihn sozusagen zu verlieren. Vor ein paar Jahren dann sah ich doch wieder hinein – und war nach einer halben Stunde so ernüchtert, dass ich’s abbrach. Es war nur die Reproduktion von Klischees, figürlich wie dramaturgisch. Nur halt ins Ikonische gedrängt, wie schon Tony Montana. Auch Scorsese arbeitet ikonisch – aber er belässt es nicht dabei. Seine Figuren eifern nicht einem Klischee nach, dem sie nur wieder einen neuen Namen, ein neues Gesicht geben sollen. De Palma hat in seinem ganzen Werk keine so vielschichtige und ergreifende Figur wie Alice Hyatt geschaffen. De Palmas Figuren sind zwar bisweilen eindrücklich, aber eindimensional – und so, nach meinem Eindruck, auch Tarantinos. Nun fand ich das aber bei RD oder PF nicht sonderlich relevant – weil er ja, anders als De Palma, da noch eine ungeheure Leichtigkeit hat, ich möchte fast sagen: Charme. Aber ab „Kill Bill“ glaubt er sich selbst das Gerücht vom Charme seiner Figuren – und will nur noch dem Gerücht gerecht werden. Es ist, als hätte er vorab eine Umfrage gemacht unter so und so vielen Tarantino-Fans, was sie an seinen Figuren charmant oder originell finden, und hat dann einen Durchschnittswert ermittelt und den als Schablone für seine Figuren genutzt. Herrjeh – ich finde gerade kein Ende, daher setze ich es abrupt.
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Lala meinte dazu am 15.03.2019:
„ganz deutlich machen, dass er ein Genre zitiert, den Prototyp des Nazifilms nämlich.“

Nö. Der selbstherrliche, arrogante und größenwahnsinnige Umgang mit den Nazis seitens Tarantino hatte auf mich den sehr wohltuenden Eindruck gemacht, dass diese – das wurde immerhin schon festgestellt – Mystifizierung der Person Hitlers wie sie Fest und Knopp z. B, bis zum Exzess betrieben und betreiben aufgebrochen und aufgelöst wird. Damit kommt Tarantino der historischen Wirklichkeit des Stutzers Adolfs wesentlich näher, der ja selbst auch – wie schon festgestellt – ein Kinogänger und ein arschfaules Sackgesicht war. Für den Schrecken der Nazis steht Hans landa, der wie sintemal Henry Fonda –welch Ähnlichkeit der Namen – kleine Kinder frisst oder erschießt und dabei hochzivilisiert quatschen kann. Mit dem blauäugigen und bis dato immer Helden Fonda, der den Jungen in „Once Upon A Time In The West“ am Anfang erschießt, hat seinerzeit Leone einen ähnlichen Effekt erreicht. Hitler ist zwar der Führer aber letztlich ein Zwerg in dieser und in der echten Geschichte. Natürlich hat Cake recht, wenn er Dreyfuss und Landa als die wahren Gegner, Duellanten erkannt hat. Sehe ich auch so. Aber hatte die „echte“ Dreyfuss wirklich Gelegenheit sich zu rächen? Gab’s so ein Duell? Bestenfalls Eichmann. Sonst nichts. Sonst war Verschweigen, Vertuschen und nichts gewusst angesagt. Und bis vor kurzem hat ein Überlebender des Holocaust in Ausschwitz zu Gaynors Song tanzen müssen, um sein Überleben zu feiern. Die Katharsis, die er für Dreyfuss bereithält ist der Tod dieses Zwergen-Hitlers im Kino. Wenigstens das. Dafür kann er als Regisseur sorgen, wenn er Hitler in der richtigen Perspektive erfasst. Das hat er.

Außerdem würde ich Tarantino nicht als intelektuellen Filmemacher betrachten wollen. Er ist intelligent, hat seinen Spaß und er unterhält mich.

Antwort geändert am 15.03.2019 um 10:15 Uhr
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finnegans.cake meinte dazu am 16.03.2019:
Ich bin nicht sicher, ob die "richtige Perspektive" die ist, Hitler auf "Kinogänger & arschfaules Sackgesicht" zu reduzieren. Ich verstehe das Ungenügen an der Knopp'schen Hitler-Hypertrophie und auch, dass man dem eine "Verzwergung" entgegensetzen will. Aber das sagt über Hitler immer noch genauso wenig aus. Es kennzeichnet mehr die eigene Haltung zu Hitler, nicht Hitler selbst. Und es wird ebenso zum Klischee wie der Knopp-Hitler: Der 'erfolglose Landschaftsmaler', der in seinen Zwanzigern gern bis mittags im Bett lag und überwiegend prokrastiniert hat - das sind doch einfach nur populär-psychologische Klischees, völlig nutzlos für die Erfassung dessen, was Hitler und sein Impact auf den nationalsozialistischen Schrecken war. Nach meinem Eindruck ist das selber "Mystifizierung", nur in die andere Richtung. Ich sehe nicht, inwiefern das einen Beitrag leistet gegen das strukturelle "Verschweigen und Vertuschen".
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Lala meinte dazu am 16.03.2019:
Dann lies Dir mal die Hitler Biographue von Kershaw durch. Da bleibt von dieser Figur nicht mehr viel übrig als das. Eine gewaltige Inszenierung, die noch seinen Tod überdauert. Der Führer führte nicht, ihm wurde willig entgegengearbeitet. Das Erschreckendste für mich an dieser ganzen Geschichte. An der Spitze steht einer, der Mediokrität aus allen Poren schwitzt samt seiner unsäglichen und gemeingefährlichen Vorurteilen. Die Ebenen unter ihm machen das eigentliche Drecksgeschäft bis zum Schluss. Keinesfalls war Hiutler der Dämon des Bösen, der die Deutschen verführte oder ihnen mephistophelisch ihre Seele raubte. Nee, die gaben die freiwillig und von Herzen gern her. Bis nach Hitlers Tod. Lies dazu Kershaws "Das Ende." Was nur belegt, dass Sauländer vollig richtig damit liegt, dass Die Deutschen genau wussten was geschah, denn die Deutschen begangen diese Verbrechen. Kein Dämon, kein Teufel, keine tranzendentale Kraft, hinter dem man sich verstecken konnte. Dieser Dämon - danke Herr Fest - musste erst erschaffen werden, um wahrscheinlich überhaupt weitermachen zu können. Wie ich andernorts schonmal erwähnte: Die Abneigung der deutschen den 8.5. zum Feiertag zu machen, der ist in West wie Ost beheimatet, was eigentloich unverständlich isst, wenn es eine historische Wahrheit dafür gäbe, dass die Deutschen an diesem Tag von ihrem Dämon befreit worden wären. Die wurden von sich selbst befreit und wer feiert schon, dass er von sch selbst befreit worden ist? Was auch noch bemerkenswert ist, dass die Clique, die maßgeblich am Morden und den Verbrechen und der Beseitigung der Weimarer Demokratie beteiligt gewesen ist, angefangen mit dem Staatstreich gegen die preußische Regierung 1932, dass diese Clique gleich nach dem Krieg den gesamten Widerstand gegen Hitler für sich beanspruchte. Die wussten nur zu genau, dass sie einem mediokren, sackfaulen aHier stand ein unkultivierter Ausdruck! zugearbeitet hatten, weil sie sich selbt in ihn hineinprojeziert hatten, weil sie und viele, viele andere dieser Dämon war, den Fest in Hitler als Verführer des deutschn Volkes erkannt haben will. Ein schönes Märchen. Aber nicht mehr. Daher wird man mit der Verzwergung Hitlers der historischen Wahrheit sehr viel eher gerecht und führt zwangsläufig zur Frage: Wenn es nicht Hitler war? Wer dann? Und die Antwort ist: Wir. Und damit ist auch klar, dass dieses "Wir" auf keinen Fall an seine Schuld erinnert werden will und warum Fritz Bauer keine Chance hatte. Hitler in einem Kinosaal zu verbrennen und verzwergen ist nur konsequent.

edit: Hitlers große Funktion, die nützlichste Funktion für alle großen und kleinen Landas, war die, dass man die Verantwortung auf ihn schieben konnte. Für alles. Bei Lichte betrachtet ist daas natürlich ein Irrsinn, aber es funktioniert, wie wir seit Milgram wissen bei uns allen.

Antwort geändert am 16.03.2019 um 09:24 Uhr
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finnegans.cake meinte dazu am 16.03.2019:
Natürlich ist das ein Irrsinn! Grundgütiger, ich rede doch keiner moralischen Entlastung das Wort - die Verbrechen hat das Volk begangen, nicht Hitler. Das steht doch außer Frage. Und natürlich wurde dieser Mythos - du hast Fest schon erwähnt - post bellum reproduziert. Aber Hitlers "Verzwergung" ist m.E. nur eine (verständliche) Gegenbewegung, die dort selber zum Mythos wird, wo sie Hitler aus der Gleichung entfernt. Meinetwegen - aber ich widerspreche da, wo du das "die richtige Perspektive" nennst. Denn m.E. ist das nur eine von mehreren möglichen Perspektiven. Erst eine multiperspektivische Analyse kann annähernd beschreiben, was war. Die Bedingungen für "33-45" sind so vielfältig, dass jede Perspektive, die für sich ein "So war's aber wirklich!" reklamiert, notwendigerweise zum Mythos werden muss, weil sie nur bestehen kann, indem sie andere Perspektiven exkludiert. Diese "Verzwergung" ist also eine perspektivische Verengung, die Hitler partiell, aber nicht in toto erklärt.

Und weil du geschrieben hast, Tarantino "unterhalte" dich - bitte, nur zu. Ich persönlich - und das ist vielleicht nur eine Geschmacksfrage - möchte von der Shoa nicht "unterhalten" werden. In diesem Sinne finde ich z.B. "Schindlers Liste" den viel widerlicheren Film. Da wird die Gaskammer zum Vorwand für Suspense, für dramaturgische Spannung - unaushaltbar, und zwar im moralischen Sinne. Aber das ist ein anderes Thema.
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Lala meinte dazu am 16.03.2019:
Moment: Ich sage nicht: so wars wirklich. Allerdings behaupte ich aufgrund von primär gelesenen Sekundärquellen: Der Hitler war eher ein Zwerg. Letzteres, sein Zwergentum, finde ich in Kinofilmen bei Tarantino, Chaplin und Lubitsch ("ich heil mich selbst") wieder.

Die Shoa? Wird die bei IB verhandelt? Bzw. maßt sich Tarantino, und ich verweise dabei auf Deine Schindler Kritik*, an, diese auch nur eine Sekundelang verhandeln zu können? Ich glaube nicht. Hinter der Figur der Emmanuelle Mimieux versteckt sich all der Antisemtismus und seine perversen Auswüchse - sie heißt ja eigentlich Shoa und Dreyfus. Aber Tarantino schenkt ihr und uns kein Duell wie in High Noon. Das wäre auch anmaßend oder widerlich gewesen. Die Nazis und Adolf voran, darf er aber gerne in jedem Kinosaal der Welt verbrennen.

Zu Hitler: ich behaupte, lieber finn, dass Du mehr hinter ihm vermutest, als in ihm steckte. Da ist nichts. Leider.

Zur Unterhaltung: Die beste Unterhaltung ist die, wenn ich auch intellektuell unterhalten werde. Ich wüsste sonst auch nicht, wie ich sterben sollte.



, zugunsten eines  "I Will Survive."
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finnegans.cake meinte dazu am 16.03.2019:
Wer die Nazis, wer den Nationalsozialismus denken kann ohne die Shoa - ok - ich kann das nicht. Und wer die Nazis "verbrennen", aber das nicht tun will auch aufgrund der Shoa - ok - aber mir geht das nicht ein. Ich kann das eine nicht vom andern isolieren. Und ich unterstelle: Tarantino auch nicht. Und daher, um mich elliptisch an meinen Ausgang zu bewegen, finde ich es abstoßend, dass das Leid der Juden in IB nur Kulisse ist. Ich finde diesen Gedanken unerträglich.

Wenn man nun "Shoshanna Dreyfus" als pars pro toto für die Juden nimmt - nun, gut. Aber das ist eine Pervertierung der Geschichte, die die damaligen Bedingungen der Juden eklatant ignoriert - und das zu legitimieren, indem man hingeht und implizit sagt: Ich, Tarantino, mache das mal nachträglich für euch - und dann aber nichts anderes zu beweisen als die eigene Lust an der Gewalt (auch wenn, wie CH anführt, des Zuschauers Lust an der Gewalt 'mitreflektiert' wird - wobei ich sage: sry, nicht meine), dann wäre die Leseempfehlung "Kershaw" vielleicht an Tarantino sinnvoller adressiert. Ich bin nicht sicher, ob er nach dieser Lektüre sein Carl-Schmitt-haftes Gewalt-Diktum ebenso leichtfertig zelebrieren könnte wie in IB.

Zu Hitler: ich behaupte, lieber finn, dass Du mehr hinter ihm vermutest, als in ihm steckte.

Ich habe ja zu Hitler selbst keine positivistischen Aussagen gemacht. Ich habe nicht gesagt: Das und das war er. Ich bin kein Historiker, ich bin kein Psychologe, und ich will nicht schlechthin nachbeten, was andere über ihn gesagt haben (die überdies auch nur das eine oder andere waren). Wer meint, die Kompetenz zu haben, sagen zu können, wer und was Hitler de facto war - ok - ich habe sie nicht. Aber die Behauptung: "Da ist nichts", kommt mir nicht als Resultat einer seriösen Analyse vor. Warum, habe ich oben ansatzweise skizziert.

Antwort geändert am 16.03.2019 um 19:36 Uhr
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Dortmund vs. München (12.04.12)
Champignon Liga: Hase vs. Igel (05.04.12)
Wiedergefundene Sehnsüchte…- Oder: Der perfekte Film (29.03.12)
Freitod - Freiheit - Freistoß (22.03.12)
Irrer Iwan – 129 Minuten (15.03.12)
Keine Kolumne (01.03.12)
Aschermittwoch war ein Feiertag (23.02.12)
Weltmeister! Und sonst noch? (09.02.12)
Kodak (02.02.12)
Śmierć miasta (26.01.12)
Viele große Spieler haben kurze Beine (12.01.12)
In Time (05.01.12)
Tatort: „Tödliche Häppchen“ (29.12.11)
Winterpause (22.12.11)
Weihnachtsgeschichten (15.12.11)
Nightmare on Mainstreet: Weihnachtsmärkte (08.12.11)
Filmfestivals - Im Allgemeinen und eines im Besonderen (01.12.11)
Was guckst du? (2) (24.11.11)
Was guckst du? (17.11.11)
Ein Leben als Daumenkino II (03.11.11)
DFB Pokal-Limerick (27.10.11)
Städte-Ranking (20.10.11)
Burnouts (13.10.11)
Comics & Filme - oder das Leben als Daumenkino (06.10.11)
King Kong! (29.09.11)
Der doppelte Lothar (15.09.11)
We are Family (08.09.11)
Sterile Käfighaltung (01.09.11)
Triumphe, Trinksport, Triebe (18.08.11)
Nachhaltige TV Erlebnisse oder: Wir sind Kirk! (11.08.11)
Kein Sommermärchen (14.07.11)
Liste meiner Lieblings-Fußballfilme: (07.07.11)
Neu: Die „Film&Fußball“-Kolumne (30.06.11)
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