Login für registrierte Nutzer
Benutzer: Passwort:

Noch nicht bei KV registriert?
Jetzt registrieren!
KV ist kostenlos und werbefrei!

Neu bei uns:
Maddrax (21.09.), Tod (18.09.), Hütchen (12.09.), Tula (11.09.), HerzDenker (05.09.), Ferdi (04.09.), A.Reditus (02.09.), steffi-coverColor (27.08.), kriegundfreitag (25.08.), pat (23.08.), marcopol (21.08.), romance (21.08.)...
Übersicht aller neuen Autoren und Leser
Wen suchst Du?

(mindestens drei Buchstaben)

Zur Zeit online:
KeinVerlag.de ist die Heimat von 592 Autoren* und 85 Lesern*. Was es sonst noch an Neuem gibt, steht hier.

(*Im Gegensatz zu allen anderen Literaturforen zählen wir nur die aktiven Mitglieder, da wir uns als Community verstehen und nicht als Archiv toter Texte. Würden wir alle Nutzer zählen, die sich seit Gründung hier angemeldet haben, und nur die abziehen, die sich selbst wieder abgemeldet haben oder rausgeworfen wurden, kämen wir auf 15.237 Mitglieder und 449.565 Texte. Musste auch mal gesagt werden.)

Genre des Tages, 24.09.2021:
Zitat
Ziemlich neu:  Toleranz von desmotes (30.06.08)
Recht lang:  Zitatplagiat von Bellis (551 Worte)
Wenig kommentiert:  Heiterkeit von Lonelysoul (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  Illusionslos von tulpenrot (nur 1421 Aufrufe)
alle Zitate
Lest doch mal ...einen Zufallstext!
Unser Buchtipp:

Das Fest
von kaltric
Projekte

keineRezension.de
KV woanders

keinVerlag.de auf Facebook
Eine Meinung: "Ich bin bei keinVerlag.de willkommen, weil hier wohl alle willkommen sind, oder?" (Ganna)
SchweinchenrosaInhaltsverzeichnisDer Sprachlehrer

Wackersteine

Parabel zum Thema Krieg/Krieger


von Quoth

Mit einem Kumpel marschiere ich ein Kleinbahngeleis entlang, er schreitet von Schwelle zu Schwelle, ich gehe nebenher, graue Rauchwolken stehen am Horizont. Wir halten beide einen Wackerstein in der Hand, ich einen, der die Hälfte eines größeren ist, ich trage ihn mit der flachen Bruchseite auf meiner rechten und wundere mich über seine Unregelmäßigkeit, seine Nierenform. Wir sind froh, davongekommen zu sein, es war die Hölle. „Warum schleppen wir uns mit den Steinen ab?“, fragt er mich. Ich erwidere: „Was wären wir denn ohne sie? Ihr Gewicht hält uns am Boden. Ohne sie flögen wir davon!“ „Wir sind doch keine Maikäfer!“, sagt er und wirft seinen Stein fort. Ich höre ihn den Bahndamm hinabpoltern – und bin allein. Umso fester fasse ich den meinen. Ein Sirren in den Gleisen erschreckt mich. Ich springe hinab und kauere mich in Brennnesseln, Beinwell und Mädesüß. Ein grüner Käfer krabbelt einen Grashalm empor. Hier werden sie mich nicht entdecken. Kauerte Mutter so nicht mit mir im Gras, als britische Flieger den Zug angriffen? Ein Güterwagen mit offenstehender Schiebetür fährt vorbei. Steine werden herausgeworfen. Ihr Gekoller übertönt das leise Summen von Stahl auf Stahl.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Thomas-Wiefelhaus
Kommentar von Thomas-Wiefelhaus (26.02.2021)
Ähnliche Kriegsgeschichten haben ich und meine Generation noch oft gehört.
Ich etwa von meiner (nicht lachenden) Mutter oder von meinem lachenden Friseur.
Selber erlebt habe ich sie nicht!

Damals zählte ein Menschenleben wenig. (Außer für die Angehörigen.)
Und heute? Heute exportiert man Waffen in Konfliktländer, aber verschärft die Corona-Regeln.
- Ein Widerspruch?

Kommentar geändert am 26.02.2021 um 22:58 Uhr


Kommentar geändert am 26.02.2021 um 22:59 Uhr
diesen Kommentar melden
Quoth meinte dazu am 27.02.2021:
Hallo, Thomas-Wiefelhaus, ich bin zwar etwas älter als Du, habe den Krieg aber auch nur aus der Kindperspektive miterlebt, Erzählungen anderer, literarische Quellen (Böll, Wellershoff), Fotoalben verweben sich dann im Traum. Den absurden Widerspruch zwischen extremer Gesundheitsfürsorge einerseits und dem willentlichen Verwunden und Töten im Krieg anderseits würde ich auch gern noch mal bearbeiten! Gruß Quoth
Danke für die Empfehlung!
diese Antwort melden
Dieter_Rotmund antwortete darauf am 27.02.2021:
Also hier den Bogen zu schlagen von der Steinmetapherstory hin zu aktuellen Waffenexport-Politik finde ich doch sehr gewagt.
Metapher gefällt mir ganz gut, aber man wird nicht so recht schlau daraus. Die Kindheitserinnerung hilft dabei nicht.
diese Antwort melden
Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (30.05.2021)
Schön, aber ich habe keine Ahnung, um was es hier gehen soll.
diesen Kommentar melden

SchweinchenrosaInhaltsverzeichnisDer Sprachlehrer
© 2002-2021 keinVerlag.de   Impressum   Nutzungsbedingungen 
KV ist kein Verlag. Kapiert?
© 2002-2021 keinVerlag.de