Lebenslügen

Sonett

von  Janna


Sie war erst sechs, als es geschah.
Ein Kind, das ohne Argwohn war.
Er kam ihr nahe, viel zu nah
und sie war ihrer Kindheit bar.
Sie war schon alt, als sie erkannte,
dass tief in ihr ein Monster schlief,
das niemand je beim Namen nannte,
das selbst jedoch Dämonen rief.
Sie sah dem Monster ins Gesicht,
es hatte sehr vertraute Züge;
da wurde ihr schlagartig klar,
wie unscheinbar die Wahrheit war:
Bedeutend schwerer ins Gewicht
fällt eine gut getarnte Lüge.



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