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von tastifix

Die Geburt meiner Zwillinge stand bevor. Es sollte der dritte Kaiserschnitt werden.

Im Krankenhaus unserer Wahl hatte ich, was Kinderkriegen anging, bereits den Status einer Stammkundin. Schließlich gab`s schon zwei ältere Töchter. Allerdings - so ganz alt waren die denn auch noch nicht. Im Gegenteil befanden sie sich noch im praktischen Kleinkind-Quengel-und-Mamas-Nerven-Zertrampel-Alter, was ich selbstverständlich nur allzu oft auskosten durfte.

Da privat versichert, gelangte ich wiederum in die Obhut des mir sehr sympathischen Chefarztes Dr. Wackelig. Als ich damals vor der Geburt meiner Ältesten das erste Mal dessen Namen vernommen hatte, hatten mir urplötzlich erst die Beine vor Schrecken und dann der Bauch vor Lachen gewackelt.

Wie sich dann gottlob herausstellte, war dieser Dr. Wackelig weder geistig noch körperlich wackelig zurecht, sondern stattdessen ein ausgesprochen engagierter, tüchtiger Arzt, der zusätzlich sogar noch eine besonders sensible Ader für werdende Mütter und deren Ängste und Sorgen besaß. Kriegte ich Panik, rief ich nach Dr. Wackelig. Gab es Probleme, war er stets rasch zur Stelle.

Nur ein einziges Mal zweifelte ich an seiner Sensibilität uns werdenden oder auch schon gewordenen Müttern gegenüber. Vielleicht kennen Sie das ja aus eigener Erfahrung: Sie schwelgen im Glücksrausch wegen des Anblicks des neben Ihrer Liegestatt im Babybett selig schlafenden rosanen oder auch blauen Strampelanzuges und denken an nichts Böses. Das tun Sie solange nicht, bis Sie nach dem dritten Kaiserschnitt zu der sogenannten Nachuntersuchung beordert werden.

In Kliniken herrscht Verschwiegenheit, zumindest oft, aber vor allem den Patienten gegenüber und bezüglich allem, was die Krankengeschichten angeht. So war ich nur insoweit informiert, dass wohl nicht alles so ganz unkompliziert gelaufen war.

Ich war noch nicht wieder schmerzfrei. Dementsprechend behutsam wurde ich auf den Untersuchungstisch gelegt, dementsprechend behutsam nahm auch Dr. Wackelig die Überprüfung meines Gesundheitszustandes vor. Soweit, so gut.

Sein Blick blieb auf meinem nunmehr wieder flachen Bauch haften und sprach eindeutig Bände der Bewunderung. Ich, völlig ahnungslos, runzelte deswegen nachgrübelnd die Stirn und schaute diesen Mann meines Vertrauens überrascht fragend an.

"Meine Güte!", meinte er da so nett in trockenem Tonfall, "das Kind hat eine total feste Bauchdecke!"
Offensichtlich hegte er starke Opa-Gefühle und mit dem Kind meinte er mich. Obwohl ich zur angeblich strammen Bauchdecke gar nichts dazu konnte, wertete ich diese Bemerkung als Kompliment und war sogar ein bisschen stolz. Auch dies: Soweit, so gut.

Genauso offensichtlich schätzte er da meine seelische Stabilität im Vergleich zur körperlichen ungleich größer ein, denn dann kam`s:
Er klopfte mir nochmals kurz meine ehemalige Gebär-Kugel und erklärte dann sichtllich erschüttert:
"Kind, alles bestens. Da sind Sie dem Tod noch einmal von der Schüppe gesprungen!"

Zu seinem Glück war ich zu schlapp. Sonst wäre ich ´meinem Opa` ob dessen da überragender Sensibilität garantiert an die Gurgel gesprungen.

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