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Wartenummer

Kurzprosa


von autoralexanderschwarz

Er sitzt dort mit geradem Rücken, so wie ein Affe, den man für wissenschaftliche Experimente an einen Stuhl gebunden hat. Seine Hand liegt wie ein totes Tier auf der Plastikarmlehne, während er eine Zahl auf einem Bildschirm betrachtet. Links und rechts neben ihm sitzen andere.

Eigentlich ist er ja frei, denkt er, er könnte alles tun, schöpft nur einen winzig-kleinen Teil seiner Möglichkeiten aus und es gäbe so viel Neues zu entdecken, das große Unbekannte beginnt schon ein paar Straßen weiter und wenn er ihnen folgen würde, weiter und weiter, dann würden sie ihn über Dörfer und Dünen bis an das Meer führen und dahinter wieder weiter, durch Steppen, Wüsten, Urwälder, mitten hinein in fremde Kulturen, unbekannte Lebensweisen, exotische Abenteuer, vielleicht lebte er einfach am falschen Ort, denkt er, vielleicht hat der Zufall schlecht für ihn entschieden, vielleicht könnte er woanders zufriedener, glücklicher, mehr Mensch sein und der Gedanke kriecht in seine Waden und spannt sie an, gleitet hinunter bis in die Füße und drückt sie wie Tatzen auf den Boden, springt in die Hand, um die Armlehne wie eine Liane zu ergreifen; dann zögert er und weiß nicht wofür, müsste einfach nur aufstehen und gehen, sich abstoßen, niemand wird ihn halten, er ist frei, doch der erste Schritt ist immer der schwerste, denkt er und zögert noch einmal.

Dann wird endlich seine Wartenummer aufgerufen. Erleichtert-beschwert erhebt er sich und geht hinüber zum Schalter.


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Kommentare zu diesem Text


Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (17.07.2018)
Ist mir persönlich ein wenig zu gekünstelt geschrieben, hat aber im Kern eine interessante Geschichte. In einer Fortführung könnte man z.B. zeigen, wie der/die Protagonistin an der Illusion scheitert, eine räumliche Veränderung allein würde die Probleme lösen.
Ist nur so ein Gedanke.
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autoralexanderschwarz
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Dies ist ein Episode des mehrteiligen Textes Großstadtprosa.
Veröffentlicht am 17.07.2018, 6 mal überarbeitet (letzte Änderung am 18.07.2018). Textlänge: 236 Wörter; dieser Text wurde bereits 122 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 08.08.2020.
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