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Der Markt

Text


von Isensee

Beim Spaziergang in eine Öffentliche Tanzveranstaltung gestoßen.
Es läuft 90er Jahre Zeug und wird von Absolventen der Fachhochschule betreut.
Während ich da so rein gerate steht die Freundin meines Bruders vor mir.
Sie schaut ein wenig abgeliebt aus, macht aber einen geistig stabilen Eindruck.
Eine Horde Mädels im Schlepptau, die in absehbarer Zeit die bunten Röcke aus dem Schrank zerren und sich zum Kulturmarkt verkleiden. Vor der Tüte noch, weil man als angenehme Person erscheinen will, zur Bar gegenüber und Getränke organisiert.
3 x Wodka-Fanta + 1 x Wodka-E und ein Wasser für mich.
Meine aktuelle Lebenslage beschreibt auch den Vibe dieser Party.
Mich stört, dass die Verhandlungen der Fernsehsendung Bares für Rares nur zehn Minuten, plus Expertise, in Anspruch nehmen. Sonst nichts.

Eine blonde Vorstadtprinzessin in roten Chucks erregt mein Interesse.
Auf dem Weg in Richtung Kleinstadtprinzessin deren Umfeld der unteren Mittelschicht einzuordnen ist, gemessen an den Zimmern die mit Flachbildfernsehern bestückt sind.
Beschließt Inga um Dope zu schnorren.
Inga gehört zu den unkomplizierten Personen aus dem Freundeskreis meines Bruders und ließ sich vor vier Wochen von ihrem Mann scheiden, weil er im Suff mit nem Teen rumgemacht hat.
Die Möglichkeit besteht, dass sie in Trauer fällt, dir den Abend lang langweilige Storys erzählt.
Egal, man kifft ungern allein.
Und während der Sommer in seinen letzten Zuckungen liegt, tanze ich mich mit Aqua und Ace of Base in eine stumpfes nicht mehr Wahrnehmen der Passanten am Rand des Tanzareals. Die mit Ihren Smartphone-Apps Stroboskope simulieren.

Save-Tonight-Feeling aller Beteiligten wie 1923.
Disco spielende Passanten.

Die Frauen möchten Livemusik, mitziehen.
Die Frauengruppe unterwirft mich.
Nun gibt es zwei Möglichkeiten.
Ich saufe mich mit drei Typen aus der Sturm und Drang Phase in ein Koma, kotze morgen ins Bett und bereue irgendwas, dass mich noch tagelang beschäftigt.

Oder weitere Unterwerfung, organisation von Mixgetränken und schlammige Gitarrenriffs fluten in ein basisdemokratisch geführtes Kulturzentrum mit einem Kamin der von allen bedient werden darf.

Ahmed fällt mir von hinten um die Schulter, küsst meine Wange und erzählt mir von einem Gedanken, dass Poetrie-Slammer nur schlechte Rapper sind, die sich nicht trauen ein Keyboard mit Meeresrauschen auf die Bühne zu nehmen.
Denkbar.
Nie Verstanden warum man Leute mit Gedichten und Prosa bewirft, dann applaudieren Menschen weil da eine Pointe ist.

Das passiert alles in einer Gegend zwischen Waschbären und Zahnarztpraxen.
Die Schönheit des Ortes liegt jedoch klar in der Architektur, ein Markt der sich seit 1895 nicht mehr bewegt hat. Hinter Fenstern Dr. Best Zahnbürsten, funktionierende Reflexe.
In den Wohnzimmern liegen Zettel neben der Fernbedienung.
Der Markt wird tagsüber von Fahrradtouristen bestaunt. In Läden, allesamt staatlich subventioniert oder von der Lebenshilfe e.V betreut, kann man sein Fahrrad reparieren lassen, Alpaka-Pullover kaufen und Behinderten dabei zusehen wie sie basteln.
Ein idealer Ort für beschauliche Weihnachtsmärkte mit Echtholzhütten, Getier, voller Baumwollzertifkate, gut getarnte Elektrogeräte.

Beschließe mit Ahmed die Location zu wechseln, vorher wird geballert.
Auf den Arab ist verlass.
Evakuieren bitte, Ahmeds Kokain legt sich erst wie eine heiße Schicht Glas um dein Gehirn und mit dem nächsten Atemzug bringt ein Hammer diesen Dom zum einsturz.
Er zieht kräftig mit, mich verlassen letzte Zweifel.
Während der Verabschiedung von bekannten, kümmert sich Ahmed um weibliche Begleitung. Seit der Einwanderung gilt er nicht mehr als Exot, Weiße begegnen Ihm mit Distanz, wie auch immer mit Distanz begegnet wird. Es lässt sich zumindest so beschreiben.
Frage Inga ob sie Bock hat sich uns anzuschließen, sie verneint.
Ahmed findet zwei angetrunkene, etwas ranzige Teens, die sich mir als Sabrina und Tabea vorstellen. Ahmed liegt mit dem Blick auf attraktivität weit vor mir.
Er ist fünf Jahre jünger, hat einen wunderbar definierten Körper und besitzt dazu noch eine optimale Portion Charm. Er strahlt Sicherheit aus.

Übrigens: Ahmeds Biografie kreuzt sich mit meiner, seit dem ich Wohnraum illegal an Flüchtlinge vermiete. Leider Wohnraum in dem ich selbst lebe. Bahnhofsnähe, Hauptstraße, der vermutlich letzte Kohleofen der Stadt. Leider Geil: 350 Warm für 109 Quadratmeter (Im Winter wirklich romantisch, dem letzten Schornstein zuzusehen wie er Gas in die Luft bläst) und mit Garten. Ein Garten der diesen Sommer gelebt hat.
Vor wenigen Jahren diente diese Grünfläche als Hundetoilette für meine grau gerauchten Nachbarn. Viele Katzen viele Kinder. Begreife nicht wie man im Dunstkreis einer Katzentoilette ficken kann. Türen immer geschlossen.
Abgesehen vom Geruch und der Hundescheiße im Garten, nahm man diese Nachbarn nur durch Geräusche im Hausflur wahr.

Geht bald weiter, ist halt sinnlos längere Texte zu droppen.

Anmerkung von Isensee:

Mögliche Richtung:
Sie mich wahrscheinlich nur durch das herbe geskunke aus meinem Fenster zur Straßenseite. Bis zu dem Tag als das SEK früh um 6:30 an meine Tür donnert, mich durch meine eigene Wohnung führt und erklären soll, warum von so viel Raum nur ein Zimmer effektiv bewohnt wird. Die Wahrheit ist, dass die Heizungen unter den Fensterbänken nur Attrappen sind, zwar laufen die Rohre in den Keller, doch befindet sich an deren Ende kein Gerät, das in der Lage ist warmes Wasser zu erzeugen. Nur den Bullen kannst das nicht erzählen, weil du die Bude bar bezahlst. Eine grüne Plastikgießkanne in der Küche reicht dann als Anfangsverdacht für illegalen Drogenanbau. Leider auch ein mit Gras gefüllter Genius Nicer Dicer Chef den ich zum grinden verwende. Wenn man pur raucht, die Blüten getrocknet sind, bringt das grinden mit einem Nicer Dicer + Messereinsatz für Würfelchen und kleinere Würfel/ Stifte, rauchbare Ergebnisse.



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Kommentare zu diesem Text


Lluviagata
Kommentar von Lluviagata (24.11.2018)
Spannende Milieustudie. Kann ich nicht anders werten. Der Text zeugt von außerordentlicher Beobachtungsgabe, und dieses dann auch so treffend niederzuschreiben, ist m. E. auch der Grund für die Neugier, die einen am Lesen hält. Einige Rechtschreibfehler sind vorhanden, ich zeig sie Dir, wenn Du magst.

Liebe Grüße
Llu <3
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Isensee meinte dazu am 30.11.2018:
Danke für die Rückmeldung.
Im Bezug auf die Rechtschreibfehler wäre ich gegenüber ein wenig Hilfe nicht abgeneigt.

Bye
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Oskar
Kommentar von Oskar (24.11.2018)
Gekonnt.
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Isensee antwortete darauf am 30.11.2018:
Jo
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Kommentar von Sternenstaub (49) (24.11.2018)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Isensee schrieb daraufhin am 30.11.2018:
Also Mellon Collie and the Infinite Sadness trifft auch auf diesen Text zu.

Herrlichste Grüße.
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aliceandthebutterfly
Kommentar von aliceandthebutterfly (25.11.2018)
Bitter, doch sehr gut!
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Isensee äußerte darauf am 30.11.2018:
Nuja, man tut was man kann.
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Kommentar von Piroschka (55) (25.11.2018)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Isensee ergänzte dazu am 30.11.2018:
Geht bald weiter, Bin mir noch nicht sicher welcher Story ich folge.
Danke für die Rückmeldung.
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Isensee
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Veröffentlicht am 24.11.2018. Textlänge: 738 Wörter; dieser Text wurde bereits 302 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 12.11.2019.
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