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Die parodistische Technik der Persiflage lässt sich gut mit den rhetorischen Strategien der Satire vergleichen, insbesondere... weiterlesen
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Kommentar zum Thema Geld


von KopfEB

Was ist Geld? Das Übel der Welt? Der Motor des Fortschritts? Die allgegenwärtigste Droge von allen? Die Lösung der Komplexität globalen Handels?
Ja. All das und noch viel mehr. Aber in erster Linie ist Geld ein Symbol, ein Stellvertreter. Er vertritt den Gegenwert eines Tauschobjekts, das wir anzubieten hätten, sei es Objekt oder Handlung. Den Wert dieser Tauschobjekte bestimmt die Gesellschaft, die sie von uns erhalten möchte. Je mehr es der Gesellschaft und ihren Individuen dient, umso mehr wird es gewünscht und umso höher wird es bezahlt. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.
Die Meisten von uns haben etwas anzubieten, das die Gesellschaft braucht oder zumindest möchte. Dies tauschen wir über den praktischen Umweg der Verabredung, wie viel eine Währungseinheit wert ist, gegen jenes Tauschobjekt ein, das der Andere anzubieten hat. Auf diese Weise kommt der Einzelne an alles Notwendige, ohne auch alles Notwendige mit eigenen Händen erlangen zu können, und die Gesellschaft als Ganzes entwickelt sich in die Zukunft.
Der Wert meines Geldes liegt also in der Antwort auf die Frage, wie sehr mein Handeln, mein Tauschobjekt, das Ergebnis meiner gegenwärtigen Existenz der Gesellschaft nützt, sie voranbringt. Diese Frage ist aber keine, die mathematisch exakt zu berechnen ist, es gibt kein Naturgesetz, keine Formel, die den individuellen Anteil am Wohlergehen der Gesellschaft ermitteln kann. Diesen legt die Gesellschaft subjektiv fest. Die Quantität des Anteils am Fortschritt Aller wird durch das Geld symbolisiert, das die Gesellschaft uns zugesteht, jeder Einzelne zum Beispiel durch Kaufentscheidungen, wir Alle durch Mindestlohnfestlegung, Rentenspiegel oder Diätenhöhe.
Der Wert unserer persönlichen Finanzen spiegelt unseren subjektiven Anteil am Fortschritt Aller wieder. Leben wir sparsam lassen wir mehr für Andere übrig und leisten wir viel bekommen wir viel zurück.
Das schizophrene Problem dabei ist nur, dass die Menschen, die das meiste Geld erlangt haben, in übermäßiger Proportion die Menschen sind, denen die Gesellschaft, die gesichtslose Masse der Anderen, vollkommen gleichgültig ist und die bewusst gegen ihre Interessen verstoßen. Je mehr der Einzelne an sich und nur an sich denkt, umso mehr wird er in der Lage sein, wenn er dazu in der Lage ist, Vorteile für sich zum Nachteil aller Anderen zu ergaunern. Wer sein Handeln tatsächlich danach ausrichtet, der Gesellschaft, den Mitmenschen zu helfen wird dadurch i.d.R. nicht reich. Zufällige Ausnahmen gibt es, aber auch diese werden nur dann zu den wahrhaft Superreichen dieser Welt aufsteigen, wenn sie Kompromisse mit ihrem Gewissen eingehen, so sie denn überhaupt mit der Intention beginnend gehandelt haben, einen großen Anteil am Fortschritt der Gesellschaft zu vollbringen. Wo liegt der Fortschritt für Alle in Cum-Ex-Geschäften, Panama-Steuerhinterziehung, der Zerstörung unserer Umwelt zum Zwecke der Bereicherung?
Dadurch kollabiert der Wert des Geldes, implodiert in sich selbst und das Einzige, was dies temporär verschleiert, sind die Massen an gesellschaftsfähigen Menschen, ist die ungleiche Verteilung der Reichtümer, die diese innere Schizophrenie mit sich bringt und mit dem Deckmantel der Exklusivität verhüllt.

Anmerkung von KopfEB:

Daran könnten sich jetzt natürlich einige Hundert Seiten anschließen, die den abschließenden Gedanken weiter ausführen, den Anteil der Gesellschaft an dem Geschilderten beleuchten und die Frage zu beantworten versuchen, wie man mit all dem umgehen sollte. Aber da ich keine Hoffnung habe, dass sich sich irgendetwas grundlegend verändert, solange das Tier Homo Sapiens existiert, lohnt es die Mühe nicht.


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