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Hymne
Gedicht, das in gehobener, frei rhythmischer Sprache seinen Gegenstand - nahezu - religiös besingt
... und was wir daraus machen:

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Gedicht zum Thema Spaziergang


von HarryStraight

Die Worte sind das Futter einer Rakete.
Ich will etwas sagen, doch schieße bloß Lazer aus meinen Augen.
Du verstehst nur Vogel.
Hast du mir zugehört, oder nur in Katzenfutterdosen gerührt?
Sich gegenseitig gut verstehn wie ein Wachmann auf einem Aussichtsturm
und eine Familie, die über Mauern klettern will.
Klingt nach Stacheldraht, klingt nach Blut.
Was hast du gesagt? Es trieft.


Du sitzt auf einem Stein, die Beine noch im Kokon.
Die Flügel genießen erste Schwünge,
mehr um sich Luft herzu fächeln denn zum Fliegen
Ich spinne einen goldenen Faden zu dir mit blauer Kralle
Wir gehen auf empfindlicher Schleimhaut
im Magen der Welt, die uns rausspitzen will
Sprechblasen brechen die Luft
Niemand liest sie, doch alle geben sie von sich.

Die Menschen sitzen in Bussen, von Wellen getragen
Der Zigarettenduft einiger Fahrgäste Münder, um schlingt Hälse wie eine Schlange
und würgt ihnen die Kehlen zu, knacks, Husten der nach unten steigt.
Ich blicke aus dem Fenster, doch vermag es nicht die Scheiben zu durchdringen.
Es dauert nicht mehr lange, doch am Bahnhof stehen herrenlose Koffer, gefüllt mit Reiskrispies.
Ich sehe ein schöne Frau, aber in ihren Haaren - wie Läuse -, kleben böse Worte.


Ich wache morgens auf und die Pantoffel kommen zu meinen Füßen gerannt.
Ich ziehe sie an, das sagen sie „Klack klack klack“ als ich zum Esstisch gehe.
„Die wecken den Tiger in dir“ werben meine Cornflakes, doch ich sage:
„Nicht weil du es mir schmackhaft gemacht hast, sondern weil ich eh gerade Hunger nach dir hatte, schütte ich dich mir ein.“
Ein Blick aus dem Fenster: Das Blau mischt sich mit weiß, je mehr, desto länge ich hingucke. Dann der Blick in die Zeitung. Schlagzeilen werden laut in meinem Kopf, ich kann sie kaum noch ertragen. Wollen sie mich ärgern?
Mit wem soll ich Fußball spielen?
Dann Zähneputzen mit dem Presslufthammer.
Ich ziehe mir ein Trauergewand an, weil jeden Tag das Gute stirbt,
jeden Tag einmal mehr,
hab ich mir sagen lassen.
Doch wer sind „die“, die das sagen?


Du hast mich verlassen, darum fühle ich mich, als hättest du mich beklaut,
betrogen um die gemeinsame Zukunft, wir hatten so viel Pläne, die nun wie Puzzelteile vom Brett stürzen.
Jetzt twillst du nicht einmal mit mir sprechen, als hätte man dir das Stimmband herausoperiert.
Und wenn du sprichst, dann erzählst du mir nur, was du wieder bei mir rausgeschnitten hast, mit deinen emsigen Händen des Todes.


Ich gehe Spazieren und die Engel blasen mir Luft entgegen.
Die herbfallenden Blätter erzählen mir davon, dass alles einen Sinn hat,
die Welt wurde hervorgebracht samt ihres Zeugens und Gebährens, samt ihres sehnsuchtsvollen Falles in eine neue andere Atmosphäre.
Die Blätter liegen auf dem Wanderweg und berühren und liebkosen meine Schuhsohlen
Das Licht – selbst Gott sagt es sei gut, scheint für mich, auch an diesem Tag, so ist Gott immer verlässlich.
Ehe ich losgegangen ist vorherbestimmt wie lange ich heute laufen werde
und zu Hause wartet ein Bad auf mich – die spontane Eingebung dazu.
Vögel über mir, der neue Buschfunk
Noch gehe ich, die Puppe Gottes.

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