Der Falke

Gedicht zum Thema Natur

von  BLACKHEART

Auf dem Zaunpfahl dort beim Feld
der Falke sitzt und Ausschau hält
nach Mäusen, Hasen, einfach Beute.
Schon viele Tage, so auch heute.
Schwingt sich alsbald in die Lüfte.
Folgt einem der vielen Düfte.
Lässt sich tragen, nur vom Wind.
Fragt nicht, wo die anderen sind.
Er fliegt allein, genießt die Stille,
erfreut sich an des Waldes Fülle,
am Verlauf von Bach und Fluss.
Nur der Mensch macht ihm Verdruss.
Dichter Rauch aus dickem Schlot.
Der Falke bekommt Atemnot.
Windräder mit viel Getöse
sind für ihn das pure Böse.
Und die Riesenvögel aus Stahl
bereiten ihm die reinste Qual.
Er kehrt zurück zu "seinem" Feld.
Doch ists nichts mehr mit heiler Welt,
denn Glyphosat versprüht der Bauer.
Kein Kleingetier auf lange Dauer.
Bald wird der Falke weiter ziehen.
Er fragt sich: "Wohin kann ich fliehen?"
Er weiß, aus eigener Erfahrung,
wo der Mensch ist, ist kaum noch Nahrung.
Die Beute ist jetzt in den Wäldern.
Nicht seine Welt. Und auf den Feldern
muss er stets auf der Hut verweilen.
Mit Katzen will er ungern teilen.
Ich seh ihn sitzen, seh sein Sehnen.
In den Augen erscheinen Tränen.

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