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Traumlos

Kurzgedicht zum Thema Trauer/Traurigkeit


von fritz

Schritt für Schritt, schweifen
Zug um Zug durch’s Leben
das meiste nur streifen.

Von Wartehalle zu Wartehalle
von Sehnsucht getrieben. Scheu
wenn’s naht, den Durst zu stillen.

Einmal aber zurückblicken
im Interesse des Betrachters
wäre gerne mehr dabei gewesen.

 
 

Kommentare zu diesem Text


AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (23.09.2019)
Hallo Fritz,
auch der unlängst von Ekki angeführte Joseph Roth betrachtete das "Leben als Wartehalle." Zum Teil natürlich seiner besonderen Fluchtsituation geschuldet.
Aber ich denke, auch die Angst vor dem Leben an sich, der Mangel an Teilhabe führt zu ähnlichen Ergebnissen. - Es gibt eine Art Einsamkeit, die zwar frei gewählt, aber doch zuweilen schmerzlich ist, weil sie eine Unfähigkeit kaschiert. Das Einfach-Nicht-Aushalten-Können ...

Schöne Grüße
der8.
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fritz meinte dazu am 24.09.2019:
Hallo AchterZwerg,

besten Dank für Deinen Kommentar und die Empfehlungen!
Der Fokus meines Gedichtleins liegt vor allem auf dem unbefriedigenden Gefühl des Zurückblickens, des Immer-wieder-angekommen-Seins - aber, im Vorblick, Heimatlos-Seins. Ich meine schon, dass es Formen des Ankommens IM Leben gibt, aber es gibt Phasen, da muss man viel investieren, um daran glauben zu können, weil man es kaum bis gar nicht erlebt.

Viele Grüße!
Fritz
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