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Text zum Thema Angst


von Feuervogel

Wieder einmal martert mich mein Körper. Ich habe heftige Kopfschmerzen, es klopft in meinem Kopf, mein Herz rast. Ich bin  mit Angst erwacht. Irgendein dummer Traum quälte mich. Ich kann mich nicht erinnern. Ich habe Todesangst. Wann hört das auf? Wieviele Jahre noch dieses Martyrium?
Ich messe meinen Blutdruck, irgendwas stimmt hier nicht. Mich haut es fast um. Mein Blutdruck ist abartig hoch und ich kenne mich selber nicht mehr. Ich bin panisch. Ich hatte viel um die Ohren in den letzten Wochen, aber das ist doch für mich und mein Leben nicht ungewöhnlich. Hat jetzt meine letzte Stunde geschlagen? In meinem Kopf ist dieser abartige, ziehende Schmerz, jetzt schon seit Monaten. Ich war doch beim Arzt. Was soll ich tun? Wir wollen doch in Ferien fahren. Ich kann meinen Sohn nicht entäuschen. In mir sind so viele Tränen. Wo kommen die denn nur immer her? Gestern war ich ständig am Weinen. Ich habe keine Haut mehr. Wo ist meine Haut geblieben? Ich möchte schreien, so oft meine Angst hinausschreien und ich kann es nicht. Immer wieder sehe ich mich wie ein kleines Kind nach der Hand suchen die mich hält. Ich finde sie nicht und halte mit meiner Rechten meine eigene Linke. Die Angst von jetzt auf gleich zu sterben macht mich rasend. Verdammte Scheiße Gott, was für ein Idiot bist du eigentlich? Kannst du mir nicht endlich Ruhe in mein Leben lenken. Habe ich kein Recht einfach mal nur zu leben, zu atmen ohne diesen beschissenen Kampf?
Mein Blutdruck bleibt hoch. Hatte ich zu viel Stress? Was hat mich jetzt in diese Situation gebracht? Was habe ich schon wieder falsch gemacht? Ich möchte weglaufen, fort von all dem Poltern in mir. Die Nacht verbringe ich sitzend auf dem Sofa. Ich kann nicht mehr schlafen, es ist zum Kotzen. Mir ist schlecht. Zwischendurch würgt es mich. Jetzt nicht auch noch erbrechen. Am nächsten Morgen wage ich die Reise. Mein Sohn hat natürlich Angst um mich, da er merkt das etwas nicht stimmt. Ich muss stark sein für zwei. Ich habe kein Gebet mehr. Wir fahren Richtung Stuttgart, dort werden wir anderthalb Stunden Aufenthalt haben. Was soll ich da machen? Ich entscheide mich dafür meinem Sohn die Königsstraße zu zeigen. Er ist sehr tempramentvoll. Von wem er das wohl hat, muss ich ja wohl nicht erwähnen. Nur jetzt ist es doppelt anstrengend. Mein Herz rast, mein Kopf klopft, meine Augen verschwimmen ständig. Ich übe Gelassenheit und fühle mich so schrecklich einsam inmitten all dieser Menschen. In einer Kirche entzünden wir eine Kerze. Noch immer fallen mir keine Worte ein die ich beten könnte. Ich hab nur die Schnauze voll.
Schließlich geht die Reise weiter. Es geht alles gut.
Doch in Bonn/Siegburg angekommen sagt mir die Apothekerin, dass ich in die Notambulanz muss, denn mit diesen Werten sei nicht zu spaßen. Mir ist so zum Weinen. Ich sitze dort im Wartezimmer und kenne mich nicht mehr aus. Der Arzt beruhigt mich. Draußen sitze ich im Regen und weine. Mir ist es egal ob ich nass werde. Mir ist alles egal. Ich will nur noch meine Ruhe, letztlich meine Ruhe vor mir selber. Ich habe so viele Techniken gelernt in all den Jahren der Therapie und der vielen Krankenhausaufenthalte. Jetzt muss ich sie wieder einmal zum Einsatz bringen. Ich bin ein Psychowrack. Doch ich bin auch stark, sehr stark. Trotz der extremen Ängste und all den Schmerzen in mir bin ich gefahren. Am nächsten Tag fahren wir nach Köln und verbringen dort einen wunderschönen Tag. Der Kopf klopft, das Herz rast, aber ich lebe. So wie immer eben mit meiner Freundin Angst an der Seite.

Michaela Möller

Anmerkung von Feuervogel:

...inzwischen geht es mir wieder gut...
Blutdruck normal und ich stolz auf mich. Manchmal brauche ich wohl solche Erfahrungen, um zu erkennen wie stark und wie besonders ich bin.


 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von chichi† (80) (30.10.2009)
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Desdemona (39) meinte dazu am 30.10.2009:
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Feuervogel antwortete darauf am 31.10.2009:
Ich bin durchgegangen und habe es geschafft, wie so oft...Danke euch beiden! LG Ela
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Kommentar von D_Epperlein (57) (06.11.2009)
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Veröffentlicht am 30.10.2009. Textlänge: 606 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.298 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 29.03.2021.
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