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von Hartmut

Die Scheidung von Volker und Johanna vor fünf Jahren wurde zu einem dunklen Kapitel in ihrem Leben. Dabei fing alles so hell an: Zuerst das Reihenhaus im Norden der Stadt, dann das Haus mit Doppelgarage im vornehmen Osten, zwei Kinder, die ohne Schwierigkeiten das Gymnasium absolvierten. Und schließlich das alte Ferienhaus am Meer, finanziert mit Volkers Erbe. Die Renovierungskosten, die Johanna übernommen hatte, aber nicht beim Anwalt belegen konnte, ließ die Liebe auf die Größe von Leptonen implodieren, Dunkle Materie, unbestimmbar klein, verloren in der Weite des Universums.

Johanna arbeitet jetzt wieder voll in der Immobilienbranche.

Helmut  hat die Stadt mitten im Studium verlassen und relativ früh geheiratet. Jetzt nach vielen Jahren ist er wieder in der Stadt. Er hat einen Makler beauftragt, ein Haus aus der Erbmasse seiner weit verstreuten Familie zu verkaufen. Er vereinbart einen Besichtigungstermin. 
Sie klingelt, stellt sich vor, reicht ihm die Hand, lächelt. Er hat sie hier nicht erwartet. Ja, sie ist es, murmelt er und wird rot. „Ist was“, fragt sie freundlich, „alles Okay?“ Sie besichtigen das Haus, sie macht sich Notizen, erklärt ihm den Vertrag. Als er unterschrieben hat, schaut sie ihn an: „Helmut, jetzt bin ich mir sicher! Wie lange ist das her.Ach, was waren wir jung“, und nach einer kleinen Pause: „in der Liebe unsicher und unerfahren.“
Sie war es, die ihn in einem Tanzschuppen zum Küssen aufforderte, seine Hand führte und ihn nach oben mitnahm. Einmal fragte sie mitten im Wald, ob er mit ihr ans Ende der Welt gehen würde? Etwas später sah er sie auf dem Münsterplatz Hand in Hand mit einem Anderen.
„Komm, ich möchte dich zum Essen einladen. Hast du einen Wunsch?“ „Gibt es noch den Griechen und den Schafskäse mit Oliven für Dreimarkfünfzig?“ fragt er. Er steigt in ihren A6 ein und es wird eine Fahrt in die Vergangenheit: Vorbei an der Normaluhr, „Hier haben wir uns immer getroffen“, bemerkt er.

Am Abend ruft sie ihren (derzeitigen) Lebenspartner an. „Was ist denn Schatz, Du weißt doch, ich bin im Stress.“ „Habe heute einen Vertag mit einem Mann deines Alters abgeschlossen, es ist für mich gut gelaufen, kein Feilschen, keine miesen Steuertricks." „Und, was ist drin?“ „10.000!“  Hast Du nicht Lust  ein paar Tage mit mir zu verreisen, natürlich auf meine Kosten?“ „Später Darling, vielleicht.“
„Shit“, murmelt sie und drückt den roten Knopf.
„Mistkerl!“

Eine Bemerkung von ihr, ein Zeichen, eine Einladung, und er würde mit ihr bis ans Ende der Welt gehen.
„Nothing changes, apparently, about love“ (A.Munro)

 
 

Kommentare zu diesem Text


Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (21.11.2020)
Kenne keine Munro, Rest gerne gelesen.
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keinB meinte dazu am 23.11.2020:
Alice Munro? Literaturnobelpreisträgerin? Nein?
Dieter, mir graut vor Dir!
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Dieter_Rotmund antwortete darauf am 23.11.2020:
Ach, die.
Ich finde Raymond Carvers Kurzgeschichten besser.
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