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Bertiegeschichten, 2. Fortsetzung

Beschreibung zum Thema Mensch und Tier


von HerrBertie

3. Kapitel: Davis' Beschreibung

Am besten wurde Bertie von Davis Buls beschrieben.
Bertie ruht sehr in sich, tiefenentspannt sozusagen, und einmal kommentierte jemand sein Verhalten mit: „Der ist wohl schon im Zen-Buddhismus angekommen.“ Nie ist er in Scharmützel mit Artgenossen hinein geraten, und die zwei-/dreimal, wo er angefallen wurde von unerzogenen Hunden unerzogener Menschen, einmal gar kurz nach einer Operation und in meiner Straße, blöde Mistviecher, gingen eindeutig nicht auf seine Kappe. Sieht Bertie einen Hund, verlangsamt er seinen Schritt, ändert auch ein  wenig die Richtung, so dass er einen Bogen um diesen schlägt, und erst wenn die Luft rein ist und er keine Gefahr wittert, dreht er ein und beschnüffelt diesen oder er geht ungerührt weiter. So war es immer. Quasi stoisch.
Aber in seinem Blick, in seinen Bewegungen liegt manchmal auch etwas Verlorenes. Dann setzt er sich hin und schaut, als wisse er nicht, wo er sei und wo es hingeht. So komplett hilflos. Dann stelle ich mir vor, wie er auf Zypern verlassen worden ist, einfach weggegeben oder gar ausgesetzt wurde. Für einen Hund, der sich immer an seinen Besitzer bindet, gibt es wahrscheinlich nichts Schlimmeres. Und Bertie hat das nicht vergessen. Wahrscheinlich ist es hauptsächlich deswegen, dass ich ihn behalten habe und nicht mehr hergebe.
Zurück zu Davis Buls. Davis ist lettischer Herkunft und war einige Jahre zusammen mit meiner Tochter. Da sie sich in Schottland begegnet waren und dort auch miteinander gelebt hatten, verständigten  sie sich auf  Englisch. Bertie mochte Davis immer sehr, genau wie ich, und als dieser uns viel später, da waren er und Annika schon kein Paar mehr, in Köln besuchte und in der Zeit bei mir Wohnung nahm, schlief Bertie wie selbstverständlich bei ihm im Bett und nicht auf seinem geliebten Sessel im Wohnzimmer. Davis ist es gewesen, der damals diesen Ausdruck benutzte um Bertie zu beschreiben oder besser gesagt, einen von Berties hervorstechenden Zügen. Wie ich Bertie das Treppenhaus runtertrage, Davis hinter uns mit Berties Gesicht ganz nah vor sich, höre ich ihn sagen: „Bertie in all his stoic forlornness“. Und nichts beschreibt Bertie besser.
Ich habe auch den Verdacht, dass Bertie sich von Davis absolut verstanden fühlte, vielleicht sind die zwei sogar ein bisschen seelenverwandt, denn als Davis wieder wegfuhr, steht sein Koffer gepackt neben seinem Bett, der Deckel noch aufgeklappt, und Bertie rennt hin, springt hinein und legt sich nieder, als wolle er Davis nicht weglassen oder als wolle er, dass er ihn mitnimmt.
Wir haben so gelacht. Und waren auch angerührt davon, was in diesem kleinen Dackel alles so vor sich geht.

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