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Die Kanzel.

Volksstück zum Thema Schicksal


von franky

Denen werde ich heute aber die Leviten lesen.

Pfarrer Maximus lässt sich nachträglich in einem Eilverfahren eine Kanzel in seiner Pfarrkirche einbauen.
Aus dem Internet bestellt er sich eine leicht zu montierende Kanzel.
Als ein Tieflader aus Polen, nach einer Woche das riesige gläserne Teil anliefert, beordert Maximus zwei Maurer aus seinem Dorf, die diese Motage vornehmen sollen. An der linken Seitenwand, ziemlich im vorderen Drittel, wird in der Mauer in ansprechender Höhe ein Einlass
mit Türe und allem Klimm Bimm gemeiselt und gemauert. 
Nach einer Woche kommt ein Spezialkran in die Kirche und hebt die fertige Kanzel an ihren vorgesehen Platz.
Mit flinken Händen wird gebohrt und gedübelt und verschraubt, bis der Kran seine Greifer vorsichtig einziehen kann.

Mit zufriedenen Blicken verfolgt Maximus das emsige Werkeln seiner Arbeiter.
„Am nächsten Sonntagmorgen schon, werde ich von da oben das Wort des Herrn verkünden, das nicht jedem gut schmecken wird und auch Magenschmerzen verursachen könnte.“ 

Am folgenden Sonntag, nach dem Evangelium, steigt Pfarrer Maximus noch über eine Strickleiter in seine neu erworbene Kanzel, bereits eine deftige Moralpredigt im Gepäck.
Als Maximus mit seinen hundertfünfzig kg sich durch die eher schmalen Einlass zwängt, 
und sein professionelles Rednerpult erreicht, war ein leichtes, knirschendes Geräusch zu vernehmen, das aber niemand groß auffiel, alle Blicke waren auf Pfarrer Maximus gerichtet. 
Die Dübel waren in noch feuchter Mauer geschraubt worden, die sich bei der starken Belastung allmählich lösten.
Millimeter um Millimeter zog es die Dübel aus ihrer Verankerung.
Als Maximus zur Unterstützung seiner eindringlichen Worte mit dem linken Fuß auf den Kanzelboden stampfte, , war es der Belastung zu viel und das frisch montierte Teil neigte sich nach vor und hat sich dann ihres Benützers entledigt.
Als Pfarrer Maximus in der Nähe des Altares in einer Staubwolke wieder zum Vorschein kam, haben die Kirchenbesucher gelacht und heftig applaudiert.
Nur noch an zwei Schrauben befestigt, hing die Kanzel kopfüber an der Kirchenwand und gab ein skurriles Bild ab.
Der Kirchenmann soll sich schleunigst aus der Gefahrenzone begeben, sonst donnert das riesige Teil noch auf seinen Heiligenschein. 
Maximus kann sich dieses makabere Missgeschick selber zuschreiben, da er die Warnung der Arbeiter ignorierte, erst nach einer Woche die Kanzel zu betreten, da die feuchte Mauer noch Zeit braucht, um ihre totale Stabilität zu gewähleisten. 
Voreilig, ist kein guter Charakterzug

Anmerkung von franky:

Schadenfreude war nicht im Angebot.


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