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Der Zauberblattwald – Der Dachs -

Geschichte zum Thema Tiere


von Isabell.Joyeux

Im Zauberblattwald hat jeder Baum und Strauch nur ein einzelnes  Zauberblatt in seinem Kleid. Doch über die Jahre ist dies in Vergessenheit geraten.

Die Nacht neigt sich dem Ende, Spinnennetze sind mit Tau bedeckt und durch das dichte Blätterkleid des Waldes schienen wenige Sonnenstrahlen.
Der Kuckucksruf und das Rauschen des Baches sind durch den ganzen Wald zu hören.

Die Tiere der Nacht verkriechen sich in ihren Verstecken und die Tiere des Tages kommen heraus um ihren Tag zu beginnen. Am Bach trifft man zu dieser Morgenzeit alle an, nur ein Bewohner des Waldes fehlte, es war der Dachs.

„Hat jemand von Euch den Dachs gesehen?“, fragte die Eule.      Stille.
„HALLLLLOOO ich habe euch was gefragt, hat jemand von euch den Grimbart gesehen?“ fragte die Eule erneut.
Eine Ameise sagte schnippig: „ der ist doch nachtaktiv, wie sollen wir den da gesehen haben?!“. Ein Murmeln ging durch die Menge. Doch niemand  wagte es darauf noch etwas zu antworten.  Die Eule flog davon und verkroch sich in Ihrem Bau, konnte aber nicht aufhören darüber nachzudenken, was mit dem Dachs passiert sein könnte.

Ein ausgewachsener Dachs ist 15 bis 20 Kg schwer und ca. 90 cm lang, den kann doch niemand übersehen, dachte sich die Eule.
Und machte sich immer mehr Sorgen. Immerhin war der Dachs ein guter Freund mit dem sie viel plauderte und durch den Wald streifte.

Die Eule flog ziellos durch den Wald, es war später Nachmittag geworden, nur wenige Sonnenstrahlen schienen durch das Blätterkleid des Waldes hindurch.
Sie traf einen Fuchs:
„ Fuchs hast du den Dachs gesehen?“, fragte die Eule Ihn.
„Wie sieht der Dachs denn aus, liebe Eule? Vielleicht hab ich Ihn ja gefressen, und wenn du zu mir herunter kommst, fresse ich dich auch!“
„ Darauf kannst du lange warten und glaub mir, hättest du den Dachs gefressen würde der dir ziemlich schwer im Magen liegen.“

„Sein Fell ist unterseits schwarz und oberseits silbriggrau gefärbt, sein Gesucht ist weiß und hat beidseitig einen schwarzen Streifen, der von der Nase über das Auge zum Ohr verläuft. Also sag schon Fuchs, hast du solch ein Tier heut gesehen?“
„Das sage ich dir wenn du herunter zu mir kommst, liebste Eule.“

Traurig und mit dem Wissen das Sie gefressen werden würde, wenn Sie dem Fuchse vertraute, flog sie davon, ohne nochmals ein Wort zum Fuchs zu sprechen.

Grimbart ist ein Allesfresser, dachte die Eule. Er frisst Obst, Wurzeln, Samen, Knollen, Pilze, kleine Tiere wie Würmer, Insekten, Schnecken, Vögel und Mäuse.
Vielleicht ist er ja am Waldrand, wo die Wiese ist auf der leben viele kleine Tiere und ein Apfelbaum mit saftigen Früchten steht dort auch.

Die Eule nahm Kurs auf die Wiese. Dort angekommen, setzte Sie sich auf den Apfelbaum und schaue umher.
Aber nirgends sah sie den Dachs. Ein Blatt viel vom Baum, genau in dem Augenblick als die Eule zu sich sprach:

„ Ach könnte ich doch noch einmal den Dachs sehen, dann würde ich auch nicht mehr so mürrisch und zickig sein am Morgen, wenn wir Tiere des Waldes uns am Bach treffen.“

Könnt Ihr Euch denken was es für ein Blatt war? Ja, es war ein Zauberblatt, doch das wusste die Eule ja nicht.

Langsam wurde es Nacht, die Eule saß immer noch auf dem Apfelbaum, denn sie war so vom vielen Suchen erschöpft, das Sie am Nachmittag dort einschlief.
Als sie wach wurde, traute Sie Ihren Augen kaum. Sie sah nicht nur den einen Dachs, nein gleich zwei.
„Grimbart“, rief Sie laut. Und Grimbart drehte sich auch um.
„Oh Eule, meine liebe Freundin, wie kommst du hierher?“
„ Ich habe dich überall gesucht, aber nirgends warst du zu finden. Ich habe mir Sorgen um dich gemacht.“, sagte die Eule leise.

„Ich bin ein Jahr alt und etwas in mir sagte das ich an diesen schönen Augusttagen bald nicht mehr allein sein werde. Und deshalb habe ich mich auf die Suche gemacht, um eine Familie zu gründen. Ich habe viele Wochen damit verbracht hier unterm Apfelbaum meinen Bau zu graben. Deshalb bin ich auch nicht mehr zum Bach gekommen. Und seit kurzem habe ich eine Frau. Wir werden im März unsere Kinder bekommen.“

„ Ich freue mich sehr für Dich, lieber Dachs. Leb wohl. Ich werde dich vermissen und unsere Streifzüge durch die Nacht.“
„ Wieso leb wohl?“, fragte der Dachs verdutzt.
„Nun ja“, stammelte die Eule „jetzt wo du eine Familie hast, bin ich doch überflüssig.“
„Freunde sind nie überflüssig! Und wir sind doch Freunde, oder?“
„JA, ich werde  euch bald wieder besuchen kommen“, rief die Eule dem Dachspaar zu, noch bevor Ihr Euren Winterschlaf beginnt.

Glücklich flog die Eule zurück in den Wald, wo sie allen die frohe Botschaft über den Dachs mitteilte.
Und ab diesem Tag an, war die Eule auch nicht mehr Mürrisch und Zickig, sondern sehr lieb und umgänglich.
Ab und zu ging Sie mit dem Dachs des Nachts auf Streifzug durch den Wald, wie in alten Zeiten.
Und Sie war sehr froh solch seinen Freund zu haben, selbst jetzt wo er seine eigene Familie hatte.


                                                                                                              K.I.

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