Ohne Netz

Prosagedicht zum Thema Liebe, lieben

von  Perry

Vielleicht war es noch zu früh,
als unser Morgen die Nacht auffraß.
Ein tiefer Schluck und das Tageslicht wanderte
scheinwerfergleich über deinen Körper,
breitete sich aus wie die Milch im Kaffee.

Mein Blick rührte dich wach
und du sahst mich an, ein wenig ungehalten.
Ich fragte dich etwas zu laut,
ob du Marmelade auf den Toast möchtest,
doch du griffst lieber zur Zigarette.

Der Rauch in deiner Stimme klang reizlos,
als du über die Akrobatik der Nacht sprachst
wie über eine Trapeznummer ohne Absicherung
und ich wusste plötzlich,
dass unser Zirkus bald weiterziehen würde.

Artisten suchen keinen Landeplatz, sondern Applaus.

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Kommentare zu diesem Text

janna (60)
(14.08.09)
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 Perry meinte dazu am 16.08.09:
Hallo Janna,
ja so manches Date endet anderes, als man es sich vielleicht erträumt hat.
Freut mich, dass dir meine Nachtvorstellung gefallen hat.
Danke für die Empfehlung und LG
Manfred
MarieM (55)
(20.08.09)
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 Perry antwortete darauf am 21.08.09:
Hallo Marie,
ein Leben ohne (Sicherungs)Netz ist bestimmt aufregend, aber mehr als eine sorglose Liebelei wird daraus vermutlich nur schwer werden.
In solchen Situationen sollte man "gelassen bleiben" und offen und ehrlich seinen Weg gehen.
Danke für dein Hineinfühlen und die Empfehlung.
LG
Manfred
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