tokio-girl

Gedicht zum Thema Liebe, lieben

von  Perry

was soll das vertrauen auf glück, dieses flatterhafte wesen,
das uns erst lockt, um dann wie seifenblasen zu platzen.
wir pusten sie in den himmel einer welt, deren grau sich nicht
von einem durchscheinenden farbspiel verändern lässt.

an der haltestelle studiert sie den fahrplan, wenn du sie jetzt
ansprichst, wäre das zumindest ein anfang von etwas, das man
zufall oder fügung nennen könnte. sie lächelt und lässt sich
zu einem kaffee einladen. zeit flaniert an der uferpromenade,

balanciert auf dem brückengeländer, als tanzten wir auf
dem hochseil der gefühle. das klimpern des wechselgeldes
in der hand des kellners erinnert uns daran, dass uhren
nur in märchen stehen bleiben oder wenn atome schmelzen.

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Kommentare zu diesem Text


 Didi.Costaire (26.03.11)
Hallo Manfred,
der Begriff "Atomuhr" bekommt eine merkwürdige Doppeldeutigkeit.
An deinem Gedicht gefällt mir die gefühlvoll dargestellte Paralelität von Lebensmut und Bedrohung.
Liebe Grüße, Dirk

 Perry meinte dazu am 29.03.11:
Hallo Dirk,
ja die (Atom)Uhr tickt zur Zeit etwas lauter.
In solchen Zeiten kommt dem Glück eine besondere Bedeutung zu, sowohl im Alltäglichen wie auch im Persönlichen.
LG
Manfred
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