November am Meer

Gedicht zum Thema Jahreszeiten

von  Georg Maria Wilke

Es schläft schon das Muschelgrün
am Felsenriff, nah am Strand,
die Wellen singen einsame Lieder,
keine kalte, eisige Menschenhand
greift zu dem Felsen nieder,
es frostet das Meer und es weitet
der Albatros seine Flügel,
die durch den Himmel zieh´ n.
Ein wettergegerbter Fischer schreitet
zum Boot, das am Strande liegt,
sich wie ein Fisch im Sande biegt,
tausendmal das Wetter besiegt –
er singt wehmütige Lieder
am endlosen Strand.

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Kommentare zu diesem Text

Emmanuel (20)
(30.10.11)
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 Georg Maria Wilke meinte dazu am 30.10.11:
Danke für den verständnisvollen Kommentar - ein Gedicht entsteht nicht nur durch kühle Ratio und welchen Stellenwert haben Wiederholungen, ist nicht nur eune Formfrage, sondern manchmal ein inneres MUSS. Schau dir mal Gedichte von Else Lasker-Schüler an. Damit will ich nicht sagen, dass ich in irgendeiner Form auf sie berufe, aber auch "hohe" Kunst kann mit der Wiederholung leben. Das gibt es in der Malerei und auch in der Musik.
Liebe Grüße Georg
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