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Manche tragen Schirme.

Innerer Monolog zum Thema Suche


von franky

*

Eine Mauer steht, in der keine Türen oder Fenster gemacht wurden
und doch Ziegel aufeinander geschichtet sind. Ich löse einen heraus,
mit den Fingern, mit den Knochen der Finger, mit den abgebrochenen Fingerspitzen.
Weil ich was bestimmtes suche! Ich hab doch ständig was oder wen gesucht.
Ich hoffe etwas zu finden was die Sehnsucht mir ins Ohr flüstert.

Ich nehme einen Ziegel und schlag auf die Mauer ein, bis sie einstürzt und alles unter sich begräbt. Dinge die ich überhaupt nie zu Gesicht bekommen habe.
Mir steht der Schweiß auf der Stirn,
es läuft mir kalt über das Herz.
Die braun gebrannten Ziegel knirschen zwischen den Zähnen und schmecken lehmig.
Wer isst schon gerne Ziegelstaub und Kalkerde.

Ich suche Halt an der stürzenden Mauer. Die Steine reißen mich mit hinab?
Aber wie oft geht es abwärts?
Dort drüben ist ein anderer Gartenzaun, da kannst du wieder hoch klettern.

Der Weg der gepeinigten Seelen über Gartenzäune ist mühsam und schmerzvoll. 
Mauern die sich in den Weg stellen und doch kein zuhause sind.
Ziegelspeise und Sturz in die Tiefe, mahnen an die verwundete Seele.
Jeder Tiefgang ist gleichzeitig ein Anlauf um drüben wieder hoch zu kommen.

Es ist schön, wenn du bei deiner beschwerlichen Wanderung  einem Sonnenstrahl begegnest,
an dem du dich wärmen kannst. Aber wehe! Es kommt eine Finsternis, dann stehst du da!
Mit gekrümmten Fingern und Loch in der Hand, dann ist es schwer das Gleichgewicht zu halten.

Manche tragen Schirme, damit es gleichmäßig dunkel ist.
Andere haben ein Licht in der Brust,
das führt sie auf den rechten Weg, die erreichen rascher ihr Ziel,
einen Menschen mit liebendem Herzen und strahlendem Blicken.
Die mit Küssen Türen öffnen und einladen bei ihnen wohnen zu dürfen.

*
© by F. J. Puschnik

Anmerkung von franky:

Sehen, suchen und finden.


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