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Ich möchte ein Film sein, also bin ich ein Film!

Kommentar zum Thema Melancholie


von theatralisch

Ein Konzept.

Ich möchte ein Film sein. Frei von einer Diskrepanz. Selbstbestimmt, mitbestimmt und solidaritätsfähig. Ein Film, der über die erste Zeile hinausgeht und sogar über den ersten Dialog.

Ich möchte ein Film sein. Ein Film im Film. In meinem Kopf. Und wenn ich will, sehe ich den Film in den Köpfen expliziter Personen wieder.

Ich möchte ein Film sein. Eine sinnige Aneinanderreihung von Momenten, die am Ende nicht einfach nur an der Oberfläche kratzen. Sondern wie es auch die Wissenschaft erfordert: In die Tiefe gehen.

Ich möchte ein Film sein. Verfasst und publiziert zuvor in einem Buch. Und im Anschluss getestet: Kann ich überhaupt ein Film sein? Zu dem Schluss gekommen: Ja, ich kann ein Film sein.

Ich möchte ein Film sein. Und dennoch ohne Klischee. Deshalb will ich ein Komitee für mein Klischee. Sodass kein Klischee es mehr schafft, sich meinem oder deinem Denken anzuhaften.

Ich möchte ein Film sein. Ein Spannungszustand aus affektiver und kognitiver Ressourcen. Als solcher will ich gefördert werden und sehen, dass ich in den Köpfen der Menschen bleiben kann, ohne dass dies mit negativen Auswirkungen auf deren Vulnerabilitäts-Stress-Modell einhergeht.

Ich möchte ein Film sein. Ein Film, der aus einem langen Text heranreift und sich durch die Komplexität des Dialogischen auszeichnet und es in seinem Verlauf der anfänglichen Komplexität ungeachtet schafft, eine Reduktion ebendieser Komplexität zu erreichen.

Ich möchte ein Film sein. Ein Abbild der erlebten Wirklichkeit und am Ende ein Teil der eigenen Wirklichkeit derer, die den Film betrachten.

Ich möchte ein Film sein. In mir spielen sich keine Traditionen ab wie am laufenden Band, sondern viel reifere Prozesse. Im Rahmen meiner Daseinsberechtigung gelangen meine Charaktere zu einer Einigung auf einer Ebene zwischen Leben und Sterben.

Ich möchte ein Film sein. Denn vielleicht kann ich auf diese Weise dazu animieren, dass Anwesenheit, also direktes Vor-Ort-Sein, nicht grundlegend für das Verständnis und mitunter auch für die Verständigung ist.

Ich möchte ein Film sein. Durchaus ist es relevant, sich zumindest sporadisch zusammenzufinden, um diverse Problematiken oder Standpunkte zu besprechen. Doch es ist nicht absolut. Ich finde, es ist relativ, sich auf Biegen und Brechen eine Meinung abringen zu müssen. Und das alles nur für irgend-eine Ergebnissicherung.

Ich möchte ein Film sein. Das heißt, ich muss nicht anwesend sein, sondern kann mithilfe meiner Präsenz auch projizieren, was einst so essentiell lediglich Anklang mittels ellenlanger Wortketten finden konnte.

Ich möchte ein Film sein. Wiederum bin ich dazu imstande, plakativ genug zu sein oder gar zu revoltieren. Unbedingt will ich ein Film sein. Ein Film im Film. Unbedingt will ich Affekte und Kognition auf deine persönliche Leinwand projizieren. Nichtsdestoweniger kannst du deine eigene Wirklichkeit behalten und brauchst kein schlechtes Gewissen mehr zu haben, in einem fort präsent zu sein.

Ich möchte ein Film sein: Wie ist es eigentlich mit der Präsenzpflicht? Erduldet die Präsenzpflicht ausnahmsweise Abwesenheit? Und woraus besteht meine Pflicht tatsächlich, wenn ich mich ihr schon fügen muss? Warum werde ich das Gefühl nicht los, dass es nicht nur die Präsenzpflicht ist, die mich an einen Ort fesselt, sodass ich wiederum ein weiteres Gefühl nicht loswerde – nämlich das, mich mittels Erbrechen meiner potentiellen Seele zu entledigen?

Ich möchte ein Film sein. Nie wieder anwesend sein und ein unangenehmes Gefühl auf meine persönliche Leinwand projiziert bekommen, wenn Anwesenheit nicht dringlich gefordert wird. Ich will meine Gewissensbisse nicht erst in Gewissenlosigkeit umwandeln müssen, weil ich nicht mehr dazu imstande bin, mit dieser Diskrepanz und der damit einhergehenden Angst zu leben.

Ich möchte ein Film sein. Denn Filme bewirken Genesung auf dem Kontinuum von Gesundheit und Krankheit. Als möglichenfalls krank bezeichnet sich derjenige potentielle Patient, der sich nichts als seinem Affekt entsprechend schlecht fühlt. Und ich fühle mich derart schlecht, wenn mir die Möglichkeit abgesprochen wird, mich nicht aus freien Stücken für meine Anwesenheit zu entscheiden. Diesem denkbaren Drama könnte durch die beschriebene Projektion Abhilfe verschafft werden.

Ich möchte ein Film sein. Und sagen können, dass ich ein Film bin. Doch leider bleibt mir nicht genügend Energie, um das Konzept umzusetzen. Ein konkretes Beispiel für das in meinem Kopf entstandene Projekt „Ich möchte ein Film sein, also bin ich ein Film!“ ist die Möglichkeit der Vorlesung mittels Videoübertragung. Die potentielle Angst der fehlenden Anwesenheit der Studierenden würde sich meiner Auffassung nach nicht bestätigen, da die wiedererlangte Freiheit ein derart großes Gut darstellt, sodass die Bewältigung der lediglich in unseren Köpfen vorherrschenden Pflicht, unserem Willen nachzukommen, wesentlich einfacher zu kompensieren wäre.

Anmerkung: Das ist lediglich mein Konzept. Kann sein, dass du ein anderes Konzept hast, das du dir von der Welt geschaffen hast. Es ist auch gut, sich an seiner eigenen Wirklichkeit zu orientieren, um sich dementsprechend ernst nehmen zu können. Ich jedenfalls möchte nicht mehr in den Konflikt geraten, an meiner unfreien Willenlosigkeit partizipieren zu müssen. Das schlägt dem Fass den Boden aus und macht mich mürbe, morsch im Kopf. Es bringt mich nicht nur um meine Freiheit, sondern auch um ihre Mittel: Kreativität, Frohsinn, Glück, individuelle Erfolgserlebnisse. Und am Ende vielleicht sogar um wichtige Werte: Respekt, Interaktionen und dergleichen.

Und dann ist es schwierig, noch eine goldene Mitte zu er-mitteln. Ein Abwägen wird mit jedem Schritt in die Enge durch fehlende Freiheit mühsamer und schlussendlich ist es wichtiger, mich selbst zu schützen. Also muss ich davon ablassen, andere zu schützen. Und wenn sie mir dennoch in die Quere kommen, ich aus meinem Konstrukt von Unfreiheit und anfänglicher daraus resultierender Depression nicht mehr herausfinde, dies Auswirkungen auf mein Vulnerabilitäts-Stress-Modell hat, muss ich entweder bewerten (schon geklärt – nicht mehr imstande dazu) oder reagieren.

Folglich reagiere ich. Und je nach Ausprägung (welcher Typ bin ich – phlegmatisch, depressiv, cholerisch etc. pp.) erfolgt meine Reaktion: Nehme ich Abstand vom Geschehen oder ziehe ich in eine Art Kampf, führe Krieg mit meinem augenscheinlichen Feind.

Ja, so kann es sein: Wenn ich nicht mehr dazu in der Lage bin, mir selbst anders zu helfen als entweder durch Rückzug oder durch Angriff, kann es passieren, dass ich eine Persönlichkeitsstruktur entwickle, die ich unter anderen Umständen – keine Pflicht der Anwesenheit und Leinwandprojektion der Gedanken desjenigen, der mich einerseits loswerden und andererseits unterbewusst steuern will – vermeiden hätte können.

Jetzt stellt sich mir nur noch die Frage: Werde ich hochgradig depressiv oder begehe ich eine verheerende Tat? (Nicht ich, die Person, stelle mir die Frage, sondern ich, der Ich-Erzähler)

Und will ich mir diese Frage stellen müssen? Nein.

Und willst du dir diese Frage stellen müssen?

Anmerkung von theatralisch:

Hoffentlich liest d a s nie jemand.

Falls doch, hoffentlich s a g t der-/diejenige nie, dass er/sie es getan hat.


 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Graeculus (69) (20.11.2014)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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theatralisch meinte dazu am 20.11.2014:
Ernsthaft: So einfach ist das.
Ob ich diese Erkenntnis nun mag, ist hier keine Frage.
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theatralisch antwortete darauf am 20.11.2014:
In der Kürze...auch nicht möglich.
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Bergmann
Kommentar von Bergmann (21.11.2014)
Ich stelle zur Diskussion:


1. Lineares Erzählen ist metaphysisches Erzählen, jede Sinngebung oder Deutung ist letztlich metaphysisch. In der nonlinearen Erzählung ist der Erzähler kein metaphysischer Beschwörer von Sinn, und der Leser bleibt frei, dies deutend zu tun oder zu lassen.

2. Erzählung nicht als Antwort, sondern Frage(n). „Wir sind Geschichten, die Geschichten erzählen.“ (Fernando Pessoa)
Wir alle sind ein Verbund von Erzähleinheiten und erzählen uns. Wir bleiben frei und entspannt von stressendem Sinnzwang und Selbstverurteilung. Innere Konflikte sind konstitutive Elemente der persönlichen Identität.
Hierarchien verflachen, die Zeit wird langsamer. Statt Eroberung anderer Gehirne das Spiel mit den Gehirnen.

3. Und die Moral? Die Verantwortung des Erzählers?
Antiaristotelisch soll erzählt werden – aber nicht wie Brecht im ‚epischen Theater’, wo der Kritik zugleich ein ideologischer, also letztlich metaphysischer Überbau zugrunde gelegt war; Brechts Methode ist letztlich wieder aristotelisch auf der Ebene der Weltanalyse und demagogisch wegen der revolutionären Ideologie im Hintergrund und wegen des Arrangements der Fakten, die der Sinnsetzung untergeordnet werden. Autoren und Rezipienten werden der aristotelischen Dramaturgie des Erzählens müde und misstrauen ihr. Unsere Wahrnehmung ist nicht abbildend, sondern konstruktivistisch.

4. Wenn wir glauben, wir könnten eine lineare Strategie gegen den Tod entwickeln, basteln wir nur eine private Religion, die uns einlullt.
Alles was wir erzählen, ist letztlich Konfabulation, fiktive Erinnerung, also auch Deutung als Fiktion. Nonlineares Erzählen ist sich dieser Erzählvoraussetzungen bewusst und vermeidet sie, so gut es geht, und weiß, dass Sinngebungsfreiheit den Sinn-Unsinn linearen Erzählens nicht vollständig zu überwinden vermag.

Trifft das in etwa deine Intentionen?
LG, Uli
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theatralisch schrieb daraufhin am 22.11.2014:
Die Intention zum Text ist zumeist Wut oder ein anderes schwieriges Gefühl. Und hinter diesem Text steht die Absicht, ein Film sein zu wollen, Regie zu führen und dem Film nahe zu sein. Darüber hinaus von anderen Menschen gemocht zu werden, über den Film.

Ergo, ich habe den Wunsch, Anerkennung als Künstlerin zu finden. Ich will nicht noch trauriger werden als ich ohnehin schon bin.

Fazit: Es geht hier nicht um Strategien etc, sondern de facto um das, was hier steht - Filme. Der Wunsch, ein Film zu sein, indem ich ihn einfach drehe und schließlich Film sein, indem der Prozess geglückt ist. Jedoch auch ein Film für die anderen, um permanente erdrückende Anwesenheit zu vermeiden, was ich noch nie begriffen habe. Z.B. warum keine Videoaufzeichnung von Vorlesungen, wenn ich nicht dazu im Stande bin, einen zureichenden Plan zu formulieren oder Wort zu halten.

Vieles, was da so läuft, macht mich wütend, weil es meinem Leben weniger Sinn verleiht und ich so einem Dasein nicht frönen will.
(Antwort korrigiert am 22.11.2014)
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Bergmann äußerte darauf am 22.11.2014:
Also Film als Metapher für dein Leben (als Künstlerin). In Ordnung. Es gibt große Kinos, es gibt kleine Kinos. Und manche haben nur die Diashow in ihrem Freundes- und Familienkreis. Manchmal braucht man seinen Film auch gar nicht zu zeigen. Er spielt nur für sich. Oder anders gesagt: Wenn ich auf die Straße gehe, auf die Plätze, in die Stadt, kann ich sie als Bühne sehen, ab und zu sogar als meine. Wenn ich in mein Zimmer gehe, dann fällt der Vorhang, und ich kann ausruhen. Pause. Garderobe. Abends dann mache ich das Licht aus in meinem Theater. Große Pause. Morgen dann das nächste Stück, oder Fortsetzung. Ich und meine Dauerserie, das ist ein vergnügliches Stück mit Höhen und Tiefen. Seit bewusst 65 Jahren. So ein langes Stück gibt's im TV nur durch Wiederholungen. Oder ist die Tagesschau auch ein Stück? Oder die Zeitung? Oder der Buchladen, mein Fundus für externe Dateien? Ich fühl mich gut vernetzt. Nicht jede Webseite meiner täglichen Streifzüge gefällt mir, und oft werfe ich meine Bühne, mein Kino ab. Ich stelle ein paar Stücke in den Keller, ein paar auf den Boden, die besten in die Schublade. Dann schreibe ich sie auf oder erzähle sie einfach nur in kleinen Fragmenten. So gebe ich meinen Stücken einen Sinn, so erschaffe ich mich, könnte ich auch sagen. Egal, wie nonlinear ich träume, ich bau mir ein Haus aus Sinn, einen Palast aus Wahrheit, der in einem guten Klima und bei gutem Wetter den Regisseur überdauert. Nur die Fassade bröckelt schon, bevor ich sie errichte. Ich gehe durch meine città del cinema, und ich erschauere im Anblick meiner Architektur der Leere. Ich sehe den erschreckenden Sinn meiner Welt, die ich wie aus dem Nichts erschaffe, und begreife ihn nicht. Ich sitze an meinem Fenster und erträume ihn mir, wenn der Abend kommt.
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theatralisch ergänzte dazu am 22.11.2014:
Keine Metapher. Ich will Filme drehen.
Darüber hinaus wünsche ich mir höchstens noch den Tod von Mutter Stiefvater und all so nen Widerlingen.

Auch oder womöglich in erster Linie aufgrund meiner Empörung und allem, was daraus resultiert, Filme drehen wollen. Ja, ich möchte nicht länger davor zurückschrecken, der Welt zu offenbaren, dass Hass und abartige Taten nicht stillgeschwiegen werden sollen.

Dafür bewundere ich Pola Kinski. Ihr Vater war mal einer meiner Helden. Und dennoch distanziere ich mich nicht von seiner Kunst und dergleichen. Ich habe lediglich meine Sinne geschärft.

Die Welt sollte in jedem Fall zwei Dinge lernen: Einmal, dass Empörung nicht an Personen gebunden ist (Du kannst dich über deinen Religionslehrer, deine Eltern oder über die Müllabfuhr empören) und dass Empörung auch wegfallen kann (Warum empören Sie sich nicht über den Mörder ihrer Mutter? Weil er mein Vater ist.).

Ich wünsche mir schon lange (seit ich diese Missstände beobachten musste), dass die Menschen kapieren. Aber habe mich in sofern, als ich auch keinem Affen beibringen kann, sich beim Pinkeln umzudrehen, damit abgefunden, dass es unabhängig von Wissenschaft und Intelligenzmessung Menschen gibt, deren Dummheit ebenfalls nicht mehr messbar ist.

In anderen Worten : Ich will, dass meine Stories von ebensolchen Menschen handeln - ekelerregende Eltern, böse Religionslehrer, engstirnige Politiker.

Alles mit Gender. Und alles mit Herzblut.

Ob ich es schaffe, -ihnen- noch vor ihrem tatsächlichen Tod den Tod an den Hals zu wünschen (haha, in welcher Form hab ich nicht gesagt), weiß ich nicht, aber ich würde es mir wünschen. Einfach deshalb, weil es nicht mehr totzuschweigen gilt, dass es verachtenswerte Arschlöcher gibt.
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theatralisch meinte dazu am 22.11.2014:
Danke, Bergmann. Übrigens.
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Bergmann meinte dazu am 22.11.2014:
Meine Liebe, das klingt aber alles sehr misanthropisch.
Du wirst die Welt (auch) nicht ändern. Sie ist nicht so schlecht, wie du meinst. Gute Filme, die das Schlechte und Böse analysieren, gab und gibt es, sogar hin und wieder in Hollywood.
Den Bösen kannst du aus dem Wege gehen, auch in deiner Familie, jedenfalls als Erwachsener, und Gleichgesinnte finden. Auch die haben Fehler. Auch du. Damit lässt sich leben.

P. S.:
Ich weiß nicht mehr, wer einmal sagte: Ausgerechnet die schlimmste Bestie, der Mensch, hat die schönste Stimme. So einer war Klaus Kinski. Klar, Werk und Autor können weit auseinanderklaffen in ihrer ethischen Dimension, das gilt für fast alle großen Menschen, Alexander, Mao, Richard Wagner, Thomas Mann, ... Der Versuch, objektiv zu sein und zu differenzieren verlangt oft Mut. Und das lohnt sich immer: für die eigene Freiheit und für die Freude am Gelungenen.
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theatralisch meinte dazu am 22.11.2014:
Vielleicht werde ich die Welt nicht ändern. Vielleicht aber auch schon. Konstruktivistisch betrachtet.

Und wieder Konstruktivismus: Die Welt eines jeden einzelnen Adressaten ist so böse, so böse er sie empfindet.

Meine Welt (und damit meine ich nicht die auf der Leinwand) war nun einmal böse. Ergo berichte ich in meiner Freizeit, als Literatin etc. nicht über harmlose Mythen und dergleichen.

Mut, ja. Mut fehlt mir. Vielleicht auch nur eine gute Mischung aus Upper und Downer. Ja, das wohl definitiv sogar.
(Antwort korrigiert am 22.11.2014)
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theatralisch
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Veröffentlicht am 20.11.2014. Textlänge: 1.065 Wörter; dieser Text wurde bereits 548 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 18.05.2019.
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