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Hinter dem Horizont

Essay zum Thema Kunst/ Künstler/ Kitsch


von modernwoman

Stage Entertainment, eines der weltweit führenden Firmen im Live-Entertainment schliesst das Theater am Potsdamer Platz. 150 Menschen werden arbeitslos. Was ist geschehen? Eine Heuschrecke hat die Firma zu 60% übernommen und und sagt, dass der Gewinn aus dem Musical "Hinterm Horizont" von Udo Lindenberg zu niedrig sei. Deshalb wird es nicht mehr aufgeführt und das Theater geschlossen. Scheinbar ist das einzige Musical mit gutem Gewinn "König der Löwen" in Hamburg.

Kunst verkommt zur Ware, die nur dann angeboten wird, wenn sie hohe Gewinne einfährt - so ist das schon seit Jahrzehnten in den USA und nun, im Zuge der Globalisierung kommt es auch zu uns. Wir werden lernen müssen, damit zu leben und zukünftig Kunst als "Texanischen Eintopf" vorgesetzt zu bekommen. Wer dann richtige Kunst sehen will, wird wohl tief in die Tasche greifen müssen, also letztendlich nur ein Spielfeld für die Reichen.

In Neuköln hat einer der letzten Künstler seiner Art, der 71-jährige Fritz Margull ohne Angabe von Gründen die Kündigung bekommen. Damit geht Berlin unwiederruflich etwas verloren, was nie ersetzt werden kann. Fritz Margull ist Handwerker, Drucker und Künstler zugleich. Sein bester Freund war Nobelpreisträger Günter Grass. Andreas Krüger, ehemaliger Geschäftsführer des Kreativkaufhauses Modulor am Moritzplatz zur Kündigung: „Wenn Fritz Margull aufhört, wird es in Berlin in absehbarer Zeit keinen Ort mehr geben, wo Kunst von internationalem Rang gedruckt werden könnte“.

Viele bekannte Künstler waren schon bei ihm und arbeiteten mit ihm, der seine Kunst des Druckens versteht wie kein Zweiter in Europa. Alles Handarbeit. Steht man in dem Raum, der von einer speziell angefertigten Druckerpresse dominiert wird, dann spürt man den Zeitgeist, der durch den Raum weht. Andere Künstler in Neuköln bekamen ebenfalls schon aus recht fadenscheinigen Gründen die Kündigung. Soll Kunst ganz aus dem Bewusstsein der Menschen verschwinden, um reiner Rationalität Platz zu machen?

Ich wage es nicht, einen Blick hinter den Horizont zu werfen. Was ich dort sehen könnte, würde mir vielleicht überhaupt nicht gefallen!

Cornelia Warnke


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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Graeculus (69) (07.04.2016)
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modernwoman meinte dazu am 08.04.2016:
hast natürlich recht
ursprünglich sollte es heissen; eines der unternehmen, habe mich aber umentschieden für firmen und ... neukölln wird natürlich mit Doppel-L geschrieben. ist ein flüchtigkeitsfehler. unwiderruflich - na ja, passiert in der eile. letztendlich geht es aber nicht um grammatik oder rechtschreibfehler, sondern um inhalte. kunst als eintopf - ich glaube nicht, dass es bis dahin noch weit ist. zumindest für die masse wird dies gelten.

ansonsten bedanke ich mich für dein hiersein und kommentieren und wünsche eine angenehme nacht. lg conny ;)
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