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Fuck

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von Terminator

"Fuck!" dachte Bob, der sich gerade noch vor dem Sergeant gebrüstet hatte, wie ihm die neue Blondine vom Stützpunkt doch noch einen blies. Nun lag Bob immer noch in diesem an einen Kabelsalat angeschlossenen Sarg, aber niemand war mehr da, auch nicht der kleine dürre Arzt, den Bob einen Loser nannte, weil dieser noch nie mit einer Frau geschlafen hatte. "Hallo!?" rief Bob, doch niemand antwortete. Er kroch aus dem Sarg und ging aus dem Versuchslabor hinaus, den Stützpunkt erkannte er nicht wieder - hier war nun eine Stadt. Bob musste mal, wurde aber von einem Wächter vor einer blitzblanken öffentlichen Toilette aufgehalten: "Hierhin nicht!" "Wieso?" wunderte sich Bob, "das ist doch eine Männertoilette, und ich bin ein richtiger Mann, wie du siehst, du uniformiertes Schwein! Wie viele Weiber hast du denn schon flachgelegt? Ich vermute mal, gar keins". "Richtig geraten", sagte der Wächter emotionslos, und zeigte Bob die andere Tür, die zu einer heruntergekommenen Toilette führte. "Was ist los, Mann?" wunderte sich Bob. "Sie sind unkeusch, Sie dürfen keine saubere Toilette benutzen".

Bob ging durch die Stadt und dachte darüber nach, wie viele Jahre er wohl in diesem Gefriersarg gelegen hatte. Passanten wechselten die Straßenseite, in den Kantinen wurde er nicht bedient, in Restaurants und Gaststätten nicht hereingelassen. Aus Geschäften und öffentlichen Einrichtungen wurde Bob verwiesen. Er verschaffte sich per Fausthieb den Zugang zu einer Bank, um Geld abzuheben, und während ein Polizist den Niedergeschlagenen nach dem Flüchtigen befragte, konnte Bob das ganze Geld von seinem Konto abheben und aus dem Gebäude flüchten. Nun wurde es aber bitter für Bob: er bot dem Taxifahrer eine große Summe an, doch dieser lachte nur, und nahm das Geld nicht. "Das ist Spielgeld", erklärte er. "Was laberst du da, du Schwuchtel?" wunderte sich Bob. "Mit diesem Geld bezahlen nur die Ficker", erklärte der Taxifahrer höflich und öffnete dem Bob verfolgenden Polizisten die Tür.

Der Cop schmiss Bob auf den Rücksitz mit den Worten: "Unfassbar, dass es euch Abschaum noch gibt! Mein ganzes Leben muss ich mich mit euch Ungeziefer rumschalgen! Man sollte eine hohe Mauer um euch rum machen!" Bob verstand die Welt nicht mehr - ein gepflegter 35-jähriger Offizier wurde wie Dreck behandelt. Er fragte zur Sicherheit nach: "Träume ich vielleicht? Oder bin ich tot?" "Wie gern würde ich euch Hurensöhne alle tot sehen!" seufzte der Polizist. Er stoppte den Wagen außerhalb der Stadt und zeigte Bob eine Mauer, die sich bis zum Horizont erstreckte: "Nach dem nächsten Referendum werdet ihr alle hinter dieser Mauer leben. Diesmal werden zwei Drittel für eine totale Segregation stimmen, da bin ich mir so was von sicher". "Warum hassen Sie uns so?" senkte Bob seine Birne. "Euch Ficker?" "Ja... wieso Ficker? Haben Sie denn keinen Sex?" "Niemand hat Sex, wir sind doch keine Tiere! Und einer wie du hat meine Schwester vergewaltigt, darum hasse ich euch alle, ihr seid doch alle gleich!"

Im Gefängnis verirrte sich Bob zunächst, als er zu einem Waschbecken mit der Aufschrift "keusch" wanderte, wofür er von einem Schließer eine Kopfnuss bekam. Bob ging zum dreckigen Waschbecken mit dem kaum lesbaren Schild "unkeusch" und wusch sich mit Abwasser das Gesicht. Als Handtücher benutzten die unkeuschen Insassen die fünf Tage getragenen Unterhosen der keuschen Gefangenen. "Na, war es nicht mal andersrum?" fragte ein stämmiger Bursche Bob nach vergangenen Zeiten. "Du weißt, dass ich..." "Dass du einer der aufgetauten Hurensöhne bist? Ja, und du bist nicht der Einzige". "Warum werden wir nicht gleich getötet?" schluchzte Bob, worauf ein freundlicher Schließer erwiderte: "Leute wie du werden im Zoo gehalten. Scheiß Dekadenz, sage ich dir, aber die Kunden zahlen viel Kohle dafür, um zu sehen, wie ihr Drecksschweine fickt, so wie die Hunde oder Karnickel". "Gibt es auch aufgetaute Frauen?" "Die dienen anderen Zwecken. Aber ihr Schweinlein werdet doch nach zwei Wochen ohne Fick so geil, dass ihr auch Kerle vögelt! Wenn deine Strafe vorbei ist, wer würdest du gerne sein, der Schwanz oder der Arsch?" Alle lachten, Bob weinte. Er legte sich auf die Bodenmatratze in seiner Zelle und schlief ein in der Hoffnung, es sei alles nur ein böser Traum, aber ein heftiger Fusstritt in den Bauch weckte ihn um fünf Uhr morgens auf: "Amnestie, Hurensohn! Glückwunsch zum Abendarsch im Hauptstadtzoo, dein Hintern ist ja richtig knackig!"

Anmerkung von Terminator:

2012.

Goldener Keuschheitsgürtel 2016 für die beste Utopie.

Big-Brother-Preis 2016 für die beste Dystopie.


 
 

Kommentare zu diesem Text


Augustus
Kommentar von Augustus (23.11.2020)
Alternative Welt, wie sie vielleicht in einem der Universen tatsächlich so geben könnten.
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Dies ist ein Heft des mehrteiligen Textes Literatur.
Veröffentlicht am 23.11.2020, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 23.11.2020). Textlänge: 703 Wörter; dieser Text wurde bereits 116 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 14.06.2021.
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