Login für registrierte Nutzer
Benutzer: Passwort:

Noch nicht bei KV registriert?
Jetzt registrieren!
KV ist kostenlos und werbefrei!

Neu bei uns:
Dagmar (19.02.), europa (14.02.), Manni (11.02.), minze (04.02.), nici (03.02.), PilgerPedro (03.02.), Bleha (28.01.), Largo (24.01.), arrien (23.01.), Wanderbursche (23.01.), Dorfpastor (21.01.), Plapperlapapp (21.01.)...
Übersicht aller neuen Autoren und Leser
Wen suchst Du?

(mindestens drei Buchstaben)

Zur Zeit online:
KeinVerlag.de ist die Heimat von 632 Autoren* und 80 Lesern*. Was es sonst noch an Neuem gibt, steht hier.

(*Im Gegensatz zu allen anderen Literaturforen zählen wir nur die aktiven Mitglieder, da wir uns als Community verstehen und nicht als Archiv toter Texte. Würden wir alle Nutzer zählen, die sich seit Gründung hier angemeldet haben, und nur die abziehen, die sich selbst wieder abgemeldet haben oder rausgeworfen wurden, kämen wir auf 14.943 Mitglieder und 433.128 Texte. Musste auch mal gesagt werden.)

Genre des Tages, 21.02.2020:
Groteske
Närrische, derbkomische, überspannte Erzählung; auch zu ergänzen durch Filmgroteske, Hörspielgroteske pp.
... und was wir daraus machen:

Ziemlich neu:  Unisono oder so von eiskimo (10.02.20)
Recht lang:  Ein starkes Stück von Paul207 (5064 Worte)
Wenig kommentiert:  13.12.2014 - Übung für Trotzköpfe. von franky (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  Der vermeintlich Tote von buchtstabenphysik (nur 29 Aufrufe)
alle Grotesken
Lest doch mal ...einen Zufallstext!
Unser Buchtipp:
April & Juno
von bluedotexec
Projekte

keineRezension.de
KV woanders

keinVerlag.de auf Facebook
Eine Meinung: "Ich bin bei keinVerlag.de willkommen, weil ich nie lange bleibe." (erasmus)

Mängelexemplar

Kurzprosa zum Thema Literatur


von eiskimo

Das ist hier eine Art Nachruf. Gebündelt. Die literarische Gattung, um die es  geht, hat sich diesen unschönen Titel nicht selber ausgesucht, aber sie hat schnell realisiert, dass sie mit diesem grün verrutschten Stempel  auf der Schnittkante ehrenhaft leben kann.
Ihr  war rasch klar geworden, dass sie nicht angelegt war, den Trend  zu treffen, gefällig  zu sein  oder besonders salonfähig.  Schon gar nicht würde sie glatt in Folie geschweißt bleiben und preisgebunden auf irgendeinem Gabentisch landen. Weil  der Verlag sie nämlich ausgewählt hatte, mit der entsprechenden Strategie in die Bestseller-Ränge vorzudrängen. Nein, die Pole Position für Rekord-Verkäufe war ihr nicht zugedacht. Eher was für die Nische. Aber seit wann ist Marketing das Maß guter Literatur?
Darum ist es für sie schon okay,  auf dem Wühltisch zu landen, im Schluss-Verkauf oder neudeutsch: im Sale.  Immerhin unter vielen prüfenden Augen, um dann aber ...  für 3,95€ ehrlich zu überraschen! 
Ihr Credo, das sie für den wirklich interessierten Leser in einem Hunderte Seiten langen Dialog entfaltet:  Mängel sind das wahre Leben! Oder: Man liest nur mit dem Herzen gut.

 
 

Kommentare zu diesem Text


tulpenrot
Kommentar von tulpenrot (21.01.2019)
Spiegelt sich am Preis die Qualität eines Buches? Ist es statthaft, Bücher wie Ramschware zu verkaufen? An der Tankstelle? IM Lebensmittelmarkt? In der Drogerie?
Ich besitze z.B. mehrere große Fotobände, die ich zu einem herabgesetzten Preis in einem kleinen Buchladen gekauft habe - und freue mich daran.
Die Qualität macht sich nicht am Preis fest. Und auch nicht am Stempel "Mängelexemplar".
Den letzten Satz deines Textes finde ich genial!
LG
Angelika
diesen Kommentar melden
eiskimo meinte dazu am 21.01.2019:
Danke, liebe Angelika! Ich habe ganz ähnliche Erfahrungen, und mein Herz gilt dem "Mangelhaften"
lG
eiskimo
diese Antwort melden
Dieter_Rotmund antwortete darauf am 21.01.2019:
Hallo zusammen.

"Man liest nur mit dem Herzen gut" ist nicht nur falsch, sondern auch extrem kitschig.
diese Antwort melden
tulpenrot schrieb daraufhin am 21.01.2019:
Dann les ich gerne kitschig - und schreiben tu ich ja auch so :-p

Antwort geändert am 21.01.2019 um 16:04 Uhr


Antwort geändert am 21.01.2019 um 16:04 Uhr
diese Antwort melden
eiskimo äußerte darauf am 21.01.2019:
Dem schließ ich mich von Herzen an! Saint-Exupéry war ja ein ausgesprochener maître du Kitsch!
e.
diese Antwort melden
Willibald
Kommentar von Willibald (21.01.2019)
Intressantes Sprachspiel, mit Begriff und Stimme eines Mängelexemplars eben dies als literarische Gattung auszugeben.
Vom Markt her wie von den Gattungstheoetikern her ein zu bemängelder Vorgang. Umso wirkungsvoller.
Greetse
ww

Kommentar geändert am 21.01.2019 um 08:15 Uhr
diesen Kommentar melden
eiskimo ergänzte dazu am 21.01.2019:
Danke. Mir ist auch bewusst, dass ich da "unsauber" definiert habe. Schön, dass Du nicht am Formalen klebst!
vG
eiskimo
diese Antwort melden
Irma
Kommentar von Irma (21.01.2019)
Der Text selbst sollte dennoch kein Mängelexemplar sein, denke ich. "BestsellerRänge-vorzudrängen" (Bindestrich verrutscht); "Rekord- Verkäufe" (Leerzeichen nach dem Bindestrich entfernen); "am Wühltisch zu landen" (besser: auf dem); "unter viele prüfende Augen" (vielen prüfenden). Ansonsten gerne mit dem Herzen gelesen. LG Irma

Kommentar geändert am 21.01.2019 um 09:11 Uhr
diesen Kommentar melden
eiskimo meinte dazu am 21.01.2019:
Hallo, Irma
Du hast ja so Recht .... Danke!
diese Antwort melden
Willibald
Kommentar von Willibald (21.01.2019)
Wie gesagt, der Selbstadelungsvorgang bei Mängelexemplar zu Gattung scheint mir fein und oszillierend-ambig.
Schützenswerte Schlusspassage im Text.
Beste Grüße
ww
diesen Kommentar melden
eiskimo meinte dazu am 21.01.2019:
Wauww! Das ist nicht nur toll formuliert, sondern mir auch eine große Ehre.
Danke!
eiskimo
diese Antwort melden
LottaManguetti
Kommentar von LottaManguetti (21.01.2019)
seit wann ist Marketing das Maß guter Literatur


Eine gute Frage, der sich neue hinzugesellen dürften/könnten/ müssten.
Darüber würde ich gern eine Handvoll Meinungen lesen.
diesen Kommentar melden
eiskimo meinte dazu am 21.01.2019:
Du legst den Finger in die Wunde. Bestseller werden ja bekanntlich nicht geschrieben, sondern von den PR-Abteilungen "gemacht".
diese Antwort melden
niemand meinte dazu am 21.01.2019:
@ Eiskimo
über dieses " man liest nur mit dem Herzen gut" muss ich jetzt ein wenig lachen, denn mir fallen Re-Kommentare ein, von Schreibern, welche man für ihr "das ist mit dem Herzen geschrieben, dass muss man mit dem Herzen lesen können, das muss man empfinden etc. etc. etc." doch quasi ausgelacht hat, sprich nicht ernst genommen. Eigentlich liest man doch Bestseller auch eher mit dem Herzen als mit dem Kopf, würde die Masse der Käufer sagen und kriegt dafür eins übergezogen von Kennern, der guten und minder gekauften Literatur, die meist keiner versteht, weil sie nur für eine Hand voll Eingeweihter von Interesse ist. Ich würde mir auch lieber etwas kaufen was ich verstehe, als irgendein verquastes Gedichtebüchlein, von dem wie gesagt eine Hand voll Kenner
als ausgezeichnet spricht. Höre ich hier nicht ein wenig Neid heraus, Neid auf Bestseller-Autoren? Ich frage ja nur.
Also nicht gleich schlagen. Bücher sollen ja letztlich auch unterhalten und nicht nur quälen. Ich habe zu Hause ein paar kleine Gedichtbändchen bei denen ich sagen muss: Wasn Schnacks! LG niemand
diese Antwort melden
eiskimo meinte dazu am 21.01.2019:
Ja, verquaste Gedichtbändchen habe ich auch, und die kann man auch mit noch so viel "Herz" nicht retten.
Es ist sehr schwer, mit diesem schillernden Begriff umzugehen. Ich meine ja nicht den "Herzschmerz" der Groschenheftchen, sondern so etwas wie Offenheit, Antenne, Neugier, mit denen man sich auf eine Lektüre einlassen sollte. Das ist ja wie eine Begegnung mit einem unbekannten Menschen. Dem "Bestseller" tritt man gegenüber im Wissen, das ist ein Star - der kann ja nur gut sein. Also kommt er gleich zum Zuge, man will ja auch im Kreis dewr Avantgarde sein. Das "Mauerblümchen" dagegen bleibt abseits, kommt vielleicht gar nicht in die Auswahl.....
Neid auf die Star-Autoren? Ja, klar! Mit deren Rang und Resonanz könnte man viel mehr bewegen. Man muss ja nicht rumzicken .
vG
eiskimo
diese Antwort melden
AZU20
Kommentar von AZU20 (22.01.2019)
Kann ich nachempfinden. LG
diesen Kommentar melden

eiskimo
Zur Autorenseite
Zum Steckbrief
Zur Fotogalerie
Zum Aktivitäts-Index
Veröffentlicht am 21.01.2019, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 21.01.2019). Textlänge: 179 Wörter; dieser Text wurde bereits 133 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 11.02.2020.
Leserwertung
· anregend (1)
· unterhaltsam (1)
Was meinst Du?
Diesen Text kommentieren
Mehr über eiskimo
Mehr von eiskimo
Mail an eiskimo
Blättern:
voriger Text
nächster Text
zufällig...
Weitere 10 neue Kurzprosatexte von eiskimo:
Sinneswandel Vermächtnis Pietät Viel mehr als nur Zähneputzen Warum ich immer knapp bei Kasse bin Es war mir eine drangvolle Leere (..) diese para d´Ochsentour Blindet irr dass krustig? Ist Handball erzählbar? Ein Versuch Wir sind besorgt Wie ich mein erstes Date in den Sand setzte
Mehr zum Thema "Literatur" von eiskimo:
Dear passengers Es sollte schon kloppen Voll geil! Es gibt noch Satiriker Unpolitische Literaten Beim lokalen Krimi-Experten Ist Handball erzählbar? Ein Versuch Sind Literaten körperfeindlich? Leseratten sind Kilometerfresser Literatur freigerubbelt Wellenreiter Sie lebt, Madame B. Zwischen zwei Welten Heikles Lob
Was schreiben andere zum Thema "Literatur"?
Chamäleonist (RainerMScholz) So ein Donnerwetter? Blicke auf Literatur und Leben (KayGanahl) Statt Einschlafen (Oggy) Das Prosagedicht - Kurzstudie über optische und akustische Verse (Ralf_Renkking) Wie schon Meister Lem geschrieben hat ... (Alias) Bedeutende Erzählungen der deutschen Literatur und der Weltliteratur (Bergmann) Im Blau der Stille (Dieter Wal) Stories #3: Die Geschichte eines Gewissens (Graeculus) DE ARTE LEGENDI (Bergmann) AphoLit (Epiklord) und 342 weitere Texte.
Dieser Text ist höchstwahrscheinlich urheberrechtlich geschützt. mehr Infos dazu
diesen Text melden
© 2002-2020 keinVerlag.de   Impressum   Nutzungsbedingungen 
KV ist kein Verlag. Kapiert?
© 2002-2020 keinVerlag.de