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alle 309 Absurden Theaterstücke
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zum Steckbrief von EkkehartMittelberg EkkehartMittelberg


Status Autor, angemeldet seit 17.11.2010. EkkehartMittelberg ist zur Zeit offline offline; zuletzt online am 23.10.2017, 21:02. Letzte Veröffentlichung am 22.10.2017. Kontaktmöglichkeiten Kontaktmöglichkeiten: Kontaktformular Gästebuch - Mehr über EkkehartMittelberg erfährst Du in seinem Steckbrief. EkkehartMittelberg ist Mitglied folgender Gruppen: Autorenkollektiv Diaphora-Projekt
Diese Seite: www.keinVerlag.de/ekkehartmittelberg.kv
EkkehartMittelberg wurde 1938 geboren. Er ist von Beruf lange Zeit engagiert als Lehrer tätig gewesen. EkkehartMittelberg kommt aus Hessen (Deutschland). Seine Muttersprache ist Deutsch.

    Über sich selbst schreibt EkkehartMittelberg:
„Du willst bei Fachgenossen gelten?
Das ist verlorene Liebesmüh.
Was Dir misslingt, verzeihn sie selten,
was Dir gelingt, verzeihn sie nie.“
Oskar Blumenthal


Ich schreibe gerne Aphorismen (siehe unter Gedrucktes mein Buch: „Neue Aphorismen für viele Gelegenheiten von Amüsement bis Zweifel“)
Ein paar von ihnen möchte ich hier vorstellen:
- Der Unterschied zwischen der Relativitätstheorie und rätselhaften Frauen besteht darin, dass sehr kluge Männer die Relativitätstheorie begreifen.
- Kein Chirurg kann das wichtigste Merkmal der Schönheit implantieren: die Anmut.
- Wer keine Fehler macht, macht nichts.
- Viele unterbrechen das Denken, um zu lesen, aber nur wenige das Lesen, um zu denken.
- Wer ständig über die vermeintliche Dummheit anderer räsoniert, schreibt immer auch über sich selbst.
- Leichtfüße gehen über Wolken. Versicherte fallen durch.
- Beim Suchen kann man sich verlieren – Beim Verlieren kann man zu sich finden.


Die Lyrik hat mich seit meiner Schulzeit beschäftigt, aber lange Jahre nur theoretisch. Auf meiner Homepage findet man drei Studien dazu. Seit 6 Jahren schreibe ich selbst Gedichte. (Siehe unter Gedrucktes) Hier drei Beispiele, die mir wichtig sind:

Franz Kafkas Unergründlichkeit
Sonett zum Thema Geheimnis
von EkkehartMittelberg.

Ein ewiges Geheimnis - wir sind blind -
lockt faszinierend wie auch abgrundtief.
Verloren ist, wen dieses einmal rief,
verwirrt, verirrt in einem Labyrinth,

das niemals ausgeleuchtet werden kann,
von numinoser Rätselhaftigkeit.
Den Wahrheitssuchern ist kein Weg zu weit,
doch kommen sie wohl nie ans Ziel heran.

Die Eingangssätze scheinen leicht zu sein,
der Deuter rechnet nicht mit Widerstand,
doch emsig kehren erste Zweifel ein:

Verworfen wird, was er für klar befand.
Bei dieser Sinnessuche gilt allein:
Die Chiffren halten jeder Deutung stand.

© Ekkehart Mittelberg, April 2012

Marburg. Hommage auf Hölderlins "Heidelberg"
Ode zum Thema Schönheit/ Schönes
von EkkehartMittelberg.

Freunde, taucht mit mir ein, ruft Erinnerung wach,
Marburg schauen, und es preisen mit frohem Lied,
Marburg, Lahn überragend,
weithin sichtbar, so imposant.

Sieh, die Kirche, sehr schlank, die aus der Ferne grüßt.
Leicht erhebt sich der Dom, in den Himmel so frei,
mahnt ans Hohe uns Menschen,
die voll Kleinmut und eitel sind.

Schaust vom Schlosse herab, fesselt der Zauber von
Fachwerkgiebeln den Blick, Gässchen verwinkelt schön,
und hinab von dem Rathaus
ruft der Gockel die Stunde auf.

Und ein Weilchen gebannt, halten Besucher ein,
stehen still, wie das Herz, wenn das Blut allzu rasch
drängend, weiterzusehen,
in die Gassen der Stadt dich treibt.

Neue Warte für dich, oben von Spiegelslust [1]
weite Blicke geschenkt, und die Augen sehen
auf den Fluss, und moderne
Häuser rahmen das lieblich’ Bild.

Aber oben am Berg ragt das gigantische,
wettergeprüfte Schloss aus der Idylle Grund,
kaum von Zeiten verändert.
Doch der ewige Wandel gießt

sein verjüngendes Licht über das alternde
Schönheitsbild und umher grünet lebendiger
Efeu; freundliche Farben
leuchten in eine neue Zeit.

Junge Menschen zuhauf, strömen im heitern Tal,
hin zur Zukunft gewandt und noch vertrauensvoll.
Deine belebten Gassen,
jung gebliebene alte Stadt.


1) Marburgs höchster Aussichtspunkt mit Panoramablick
© Ekkehart Mittelberg, Juni 2011


Sisyphus
Gedankengedicht zum Thema Absurdes
von EkkehartMittelberg.

Wieder einmal donnert der Marmorblock
ungestüm zu Tal.
Früher warst du verzweifelt,
wenn er dir entglitten war.
Heute schaust du ihm gelassen nach,
denn du weißt,
dass jetzt der angenehmere Teil deiner Arbeit beginnt.
Du genießt den federleichten Abstieg mit geschickten Schritten,
die du in die Stapfen setzt,
ausgetreten von deinen Füßen in Jahrzehnten.

Du weißt, welche nie endende Mühsal mit dem Felsblock
am Fuße des Berges auf dich wartet.
Deswegen hast du früher ob der absurden Strafe
den unbarmherzigen Zeus verflucht.
Heute lächelst du über ihn;
denn er kriegt dich nicht klein.
Lange Jahre war es eine Schinderei,
heute ist es nur noch schwere Arbeit,
den Marmorblock wieder hoch zu schaffen.

Du weißt genau, wo du zupacken musst,
um die Schwerkraft zu besiegen,
wie du den Koloss schultern musst,
um Luft zum Atmen zu behalten,
wie du die Schritte setzen musst,
um das Gleichgewicht zu bewahren,
in welchem Tempo du aufsteigen musst,
damit der Block nicht vorzeitig zu Tal rollt.

Denn wenn dein Leben schon absurd ist,
soll es eine solide Absurdität sein,
eine, die du im Griff hast und meisterst.
So steigst du heute unendlich trainiert
rhythmisch mit deiner Last bergan.
Nur selten noch rinnt dir der Schweiß in die Augen,
und du hast dich klar sehend
im Gleichmaß des Absurden eingerichtet.
Mit Würde trägst du konzentriert deine Last bergauf.
Nicht Herr deines Schicksals, aber Herr deiner Zeit;
und wenn du, von der Last befreit, absteigst,

lächelst du.

© Ekkehart Mittelberg, Dezember 2012
EkkehartMittelberg hat bei uns bereits 461 Texte veröffentlicht. In seinen Texten aus 40 verschiedenen Genres (u.a. Aphorismen (150), Gedichte (57), Erzählungen (36), Sonette (31) und Alltagsgedichte (28)) beschäftigt er sich mit den Themen Betrachtung (20), Jahreszeiten (14), Lebensbetrachtung (14), Wahrnehmung (13) und Farben (10) (um nur die häufigsten zu nennen) sowie vielen weiteren Themen.

Möchtest Du wissen, was EkkehartMittelberg gerne liest? Dann schau doch mal in seine Favoriten oder in die Liste seiner Lieblingsbücher! Oder wirf mal einen Blick in die Liste der von EkkehartMittelberg abgegebenen Kommentare! Übrigens: Zuletzt (also am 23.10.2017) hat EkkehartMittelberg Nachtgedanken II: ätherflimmern von Habakuk gelesen und kommentiert...
Meinungen anderer Autoren zu EkkehartMittelberg und seinen Texten:
  • Jorge schrieb am 09.10.2015: " Wenn ich bisher noch nicht auf diese Seite schrieb, dann liegt es sicher an einer Art Ehrwürdigkeit, die unseren “Ekki” umgibt. Dieser talentierte, fleißige, engagierte, ideenreiche, rücksichtsvolle Autor und promovierte Germanist ist im besten Sinne dieses Wortes eine schillernde Vorbildfigur auf keinVerlag und darüber hinaus. Seine unzähligen Aphorismen und gefühlvollen Gedichte, seine sorgfältigen Äußerungen und Kommentare über Literatur und auch über scheinbar „kleine“ Texte machen ihn für mich zu einem Gentleman, den ich noch lange hier lesen möchte." - Antwort von EkkehartMittelberg am 09.10.2015: "Dein aufrichtiges Lob berührt mich, Jorge, und spornt mich an. Ich danke dir herzlich."
  • solxxx schrieb am 05.04.2015: " Für mich ist EkkehartMittelberg ein Gentleman - Autor, der in allem was er tut, angenehm rücksichtsvoll vorgeht - was aber keinen Einfluss auf die Deutlichkeit hat. Besonders mag ich seine flexible, tolerante und aufgeschlossene Art in allen Bereichen, die sich nicht nur in seinen Texten sondern auch in seinen sachlichen und kompetenten Kommentaren niederschlägt. - LG Alfred" - Antwort von EkkehartMittelberg am 05.04.2015: "Merci, Alfred. Ich fühle mich umfassend verstanden."
  • W-M schrieb am 15.12.2014: " ich werde mehr Ekki lesen müssen" - Antwort von EkkehartMittelberg am 15.12.2014: "Danke, Werner, ich freue mich sehr auf weiteren Austausch mit dir."
  • Erdenreiter schrieb am 27.11.2014: " EkkehartMittelberg kann sich hervorragend in Sichtweisen hineinversetzen, sehr gut reflektieren, um nur zwei Beispiele zu nennen, und zeigt dies immer wieder in seinen Veröffentlichungen, die auch ein Spiegelbild menschlicher Eigenschaften sind, und seinem Können, das nicht nur lesenswert ist, sondern auch Lesevergnügen bereitet. Ein Autor für Lesende, die ihr Herz an der richtigen Stelle haben, und oder zu seinem hohen Verständnis befähigt sind." - Antwort von EkkehartMittelberg am 28.11.2014: "Merci, Marco, ich fühle mich verstanden in dem, was mir wichtig ist."
  • Mephobia schrieb am 06.06.2014: " ekki ist ein mensch, der ueber die kostbare gabe verfuegt, nahezu beliebige dinge beinahe greifbar in worte zu fassen, -und das so angenehm beilaeufig, dass der fokus, trotz aller schreiberisch-technischen ausgefeiltheit, nie durch gestelzte, oder gekuenstelt wirkende, formulierungen vom inhalt genommen wird. bewundernswert, bedenkenswert und lesenswert." - Antwort von EkkehartMittelberg am 07.06.2014: "Grazie für dieses Kompliment, Mephobia, das mich deshalb besonders erfreut, weil ich versuche, in der von dir charakterisierten Weise zu schreiben."
  • Fuchsiberlin schrieb am 09.03.2014: " Vieles wurde schon über diesen Autor geschrieben. Dem schliesse ich mich an. Als Autor erschafft er in seinen Texten Bilder, die mich als Leser auf eine emotionale Reise mitnehmen, zum Nachdenken bewegen, und oft auch ein innerliches bejahendes Nicken in mir auslösen. Als Kommentator überzeugt er mich durch seine authentisch wirkende Höflichkeit, die sehr angenehm rüberkommt. Ein Autor mit Lebenserfahrung, gewürzt mit einer Kombination aus Intelligenz, Empathie, Höflichkeit, Respekt anderen gegenüber, die er in seine Texte und Kommentare einfließen lässt." - Antwort von EkkehartMittelberg am 09.03.2014: "Lieber Jörg, ich danke dir sehr. Höflichkeit und Respekt wissen meistens die zu schätzen, die diese Tugenden selbst praktizieren. Ich kann Menschen verstehen, die Höflichkeit für überholt halten und lieber gleich zur Sache kommen.Doch werden sie eines nicht bestreiten können: Wenn man einen Konflikt auszutragen hat, schafft sie wie der Respekt eine Grundlage der Mäßigung, die wenigstens eine halbwegs rationale Auseinandersetzung ermöglicht."
  • monalisa schrieb am 23.02.2014: " Ekki erinnert mich ein bisschen, ein kleines bisschen an meinen Vater. Das ist so ziemlich das Beste, das ich über irgendjemanden sagen kann. Da ihr alle aber meinen Vater nicht kennt, muss ich mir schon die Mühe machen, das genauer zu umschreiben: Ekki ist auf dem besten Weg, ein weiser Alter zu werden, weise ist er schon und ein hohes Alter möge ihm beschieden sein. Er ist charmant und witzig, sehr belesen, gebildet, und obwohl er vieles besser weiß, kein Besserwisser. Großzügig teilt er sein Wissen ohne jeden Anflug von Arroganz ... Und er schreibt wunderbare Fabeln, er schreibt überhaupt wunderbar, aber mir habens halt seine Fabeln ganz besonders angetan :-) Ekki, ich freu mich, dass ich dich hier kennenlernen darf. Liebe Grüße, mona" - Antwort von EkkehartMittelberg am 24.02.2014: "Grazie especiale, ich freue mich, Mona, und möchte das ja alles werden und sein, was du von mir sagst. Nur mit der Weisheit will ich mir noch ein bisschen Zeit lassen, denn die Weisen machen kaum Fehler und wer keine Fehler macht, ist auf Dauer langweilig."
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