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Verliebt in Romeo?

Kurzgeschichte zum Thema Verliebtheit


von süßerMacho

An meiner Schule war Theaterabend. In der Hoffnung die kleine, süße Rothaarige zu sehen ging ich hin. Das Theater interessierte mich nicht. Leider war sie nicht da. War ja klar, ich mit meinem Glück. Langsam kam ich mir vor wie Charlie Brown und sein kleines, rothaariges Mädchen. Logischerweise war ich enttäuscht, aber wenn ich schon mal da war konnte ich mich  es mir ja auch ansehen.
Aus irgendeinem Grund haben sie kein ganzes Stück, sondern mehrere Szenen aus Filmen, Theaterstücken oder Sketche gespielt. Das Gespielte plätscherte dahin und konnte mich nicht recht begeistern. Was teils an meiner Enttäuschung, teils an den schauspielerischen Leistungen gelegen hat. Selbst die erste Szene aus dem Sin-City –Film konnte das nicht ändern. Es wäre eigentlich ganz gut gewesen, aber eine Kleinigkeit machte alles kaputt: Sie haben nur so getan als ob sie die Zigaretten anzünden. Aaaagh! Ist ja klar, dass er sie nicht in echt erschießen kann, aber das mit den Zigaretten wäre doch kein Problem gewesen. Bei der Szene aus der Rocky-Horror- Picture- Show haben sie ja auch ein Becher voll Wasser ins Publikum geworfen. Ich könnte mich über so etwas aufregen! Aber zurück zum eigentlichen Thema. Die weiteren Szenen plätschern auch so dahin, wie die vorherigen. Ich weiß nicht mal was sie eigentlich gespielt haben.
Aber dann. Shakespeare: Romeo und Julia, 2.Akt 2.Szene. Anfangs wunderte ich mich noch über die schwarze Kleidung Romeos. War er nicht der Sohn einer reichen Familie und könnte sich was Besseres leisten? Aber gut, er hat sich ja heimlich in den Garten der verfeindeten Capulets geschlichen und niemand darf es wissen. Insofern gar nicht verkehrt, wenn’s denn der Tarnung dient. Die schwarze Sonnenbrille konnte ich aber nicht verstehen. Klar, bessere Tarnung aber: 1. gab es zu Zeiten Romeo und  Julias noch keine, aber nicht so wichtig. Mephisto lässt man auch Anzug und Krawatte tragen. 2 .und das ist viel wichtiger: Wieso versteckt man wissentlich so ein ausdrucksstarkes Mittel: Die Augen. „Aber auch gut;“ dachte ich.  „Was willst du willst von der Schule erwarten? Dass sie dich begeisterst, du dich verliebst, oder was?“ Dann begann Romeo zu sprechen. Ich war begeistert. Lag es an der deutschen Übersetzung Shakespearescher Dichtkunst? Oder an Romeos Stimme? Wahrscheinlich an beiden, ich vermag es im Nachhinein nicht zu sagen. Den Moment als Romeo zu sprechen begann ich, ich möchte nicht übertreiben und ihn als magisch bezeichnen, aber er war schon besonders.
Julias improvisierter Balkon war nur ein klein wenig höher als Romeo, aber das störte mich nicht. Julia selbst war mir egal. Sie spielte nicht schlecht, aber sie war einfach nicht schön. Nicht so schön wie Romeo. „Wer braucht schon Julia, wenn er Romeo hat;“ dachte ich. Jedes seiner Worte sog ich auf wie ein Blutegel, gierig nach mehr, immer mehr Blut. Bei mir waren es halt Worte. [und das alles nur um das Wort „Schwamm“ zu vermeiden]  Am Anfang fand ich es natürlich merkwürdig und komisch, das mir Julia nicht und dafür Romeo gefiel. Das war irgendwie gruselig und machte mir Angst. Ich versuchte mich zu wehren und zu widerstehen, aber mein Widerstand schmolz wie Eis in der Sahara. Und dann war es passiert, der letzte Rest Widerstand war geschmolzen, ich hatte mich in Romeo verliebt. Jetzt ärgerte ich mich wirklich über die Sonnenbrille. Bestimmt waren die Augen wunderschön und ich konnte sie nicht sehen. Ich wusste nichts über den Schauspieler. Schon krass: da geht man fast neun Jahre auf eine Schule und übersieht einfach die schönsten. Unglaublich, ich muss blind gewesen sein. Ich wusste nichts, aber wenigstens den Namen musste ich erfahren, wenigstens etwas wissen. Leise habe ich meinen Sitznachbarn gefragt. Glücklicherweise wusste er ihn und hat ihn mir zugeflüstert: „Kim“  Kim! Kim  war der Name. Was für ein wunderschöner Name für ein wunderschönes Mädchen. Habt ihr vielleicht gedacht ich hab mich in einen Jungen verliebt? Gott bewahre.
Natürlich drängt sich die Frage auf, wieso denn ein Mädchen den Romeo spielen musste. Hab ich mich anfangs auch gefragt. Aber Hey! War doch scheißegal, Hauptsache ich hab sie entdeckt. Eine zweite Frage, die sich stellt ist: Wieso waren die Rollen von Romeo und Julia nicht vertauscht wenn Kim schöner war als die Juliadarstellerin? Die einzige Erklärung die mir dazu einfiel, war dass sich Kims weibliche Attribute leichter verstecken ließen als die der „Julia“. Anders ausgedrückt: Sie war flach wie Friesland, oder das Niveau meiner Geschichte und Julia so flach wie die Schweiz. Wäre schon komisch gewesen ein Romeo mit Doppel D. Vielleicht war oder waren es auch andere Gründe, ich weiß es nicht.
Hätte mich zu diesem Zeitpunkt jemand nach der Rothaarigen gefragt, mir wäre es wie Charlie Brown ergangen: Charlie Brown schwärmt Linus von seiner Liebe vor. Als Linus fragt was denn nun mit dem kleinen, rothaarigen Mädel sei, antwortete Charlie: „Wer?“
Am Ende der Szene hatte sie einen kleinen Texthänger aber das freute mich sogar. Sie war menschlich! Was sie natürlich nur noch schöner machte. Jetzt wusste ich schon 3 Sachen über sie: Ihren Namen, dass sie wunderschön und menschlich war. Außerdem wusste ich auch, dass ich sie am nächsten Tag treffen musste. Um jeden Preis.
Von den nächsten Szenen bekam ich so gut wie nichts mit, ich musste ja an Kim denken.
Am nächsten Tag, dauerte es nicht lange und ich hatte sie gefunden. Aber was war das? Schreck lass nach. Was musste ich grausames sehen? Das durfte einfach nicht wahr sein! Sie knutschte nicht mit meinen besten Freund oder sonst wem, auch nicht mit einem anderen Mädel, das hätte mir ja sogar gefallen. Nein. Sei war angezogen wie, ich konnte es nicht fassen. Sie war angezogen wie ein Emo. Na toll. So ein Pech aber auch.. Meine Mundwinkel fielen wie die Kurse am Schwarzen Freitag, ich stand unter Schock. Auf einen Schlag war ich nicht mehr verleibt. Es war einfach unmöglich, dass ich mich in ein Emo-Mädel verliebe. Nachdem ich mich aus dem Schock befreit hatte ging ich weiter. Ein Emo, oh Mann. Schön war sie sowieso nicht, und ihre Augen erst Recht nicht. Ihre Schauspielleistung war auch grottig, vergisst einfach den Text Und Kim war auch kein schöner Name, weder für ein Jungen noch ein Mädchen. Außer vielleicht  Kim Kirchen, da passt´s.
Ich machte mich wieder auf die Suche nach dem kleinen, rothaarigen Mädchen.

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Veröffentlicht am 30.07.2008, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 30.07.2008). Textlänge: 1.040 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.424 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 19.05.2019.
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