Kraft unserer Tränen

Gedankengedicht zum Thema Kraft/ kraftlos

von  Sermocinor

Kraft unserer Tränen

Zwei Tränen perlen die Wangen herab,
den Augen entronnen,
sanft lässt das Gefühl nach,
von den Wangen gleitend, in Stille und Einsamkeit.

Die eine Träne küsst sanft das Herz,
die andere streift die Erleichterung,
stets bereit, den Schmerz zu weinen,
willkommen der Ausdruck des Inneren.

Jeder Nacht folgt ein Tag,
selbst im tiefsten Kummer,
die Kraft der Tränen nutzend,
Erleichterung schaffend, der Heilung den Weg geleitet.


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Kommentare zu diesem Text


 S4SCH4 (19.03.24, 22:48)
Ein sehr positives Gedicht.
Es gibt Kraft.
(Auch wenn mir persönlich das Ende ein wenig weich vorkommt)

Danke und grüße

Kommentar geändert am 19.03.2024 um 22:49 Uhr

 Sermocinor meinte dazu am 19.03.24 um 22:52:
Danke für das Feedback!

 Graeculus (19.03.24, 23:52)
Der Erleichterung und Heilung möchte ich nicht im Wege stehen, aber am Ende sind wir alle tot, nicht wahr?
Ich persönlich halte nichts davon, wenn man dieser altbekannten Tatsache nicht ins Auge sieht. Dies ist keine Welt, in der die Hoffnung das letzte Wort behält.

 Sermocinor antwortete darauf am 20.03.24 um 08:31:
Niemand stellt in Frage, dass unser Leben irgendwann mit dem Tod endet.
Aber bis zu diesem Punkt gibt es noch viele Aufs und Abs in unserem Leben,
vielleicht auch den einen oder anderen Moment,
bei dem uns Erleichterung durch Weinen willkommen sein wird.
Viele Menschen, denen ich begegnet bin,
sehen im Weinen eine Schwäche, was aber gar nicht so ist.
Es ist ein Ausdruck,
vielleicht auch ein Heraustreten aus der Standardfassade, die jeden Tag getragen wird,
wo niemand sein Innerstes preisgeben möchte, um die eigene,
vielleicht auch verletzliche Seite zu schützen.

 Graeculus schrieb daraufhin am 20.03.24 um 10:55:
Aber bis zu diesem Punkt gibt es noch viele Aufs und Abs in unserem Leben ...

Ich bin der Ansicht, daß man das gar nicht so weiß. Jeden Augenblick kann es soweit sein: "Mors est res certa, nihil est incertius hora. / Der Tod ist eine sichere Sache, nichts ist unsicherer als der Zeitpunkt."
In diesem Bewußtsein lebe ich seit vielen Jahren.

Zum Thema Weinen: Es macht einen großen Unterschied aus, ob man um das eigene Leid weint (Selbstmitleid) oder um das Leiden anderer, mit dem man konfrontiert wird. Mir kommt das letztere menschlich wertvoller vor. Selbstmitleid ist ... ich weiß nicht.
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