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Andromedas RückkehrInhaltsverzeichnisEin Sturm aus Emotionen

Vergebliche Liebesmüh

Erzählung zum Thema Kampf


von Mondsichel

Inzwischen war es tiefste Nacht geworden. Doch die Stadt war erfüllt von Leben, auch wenn es eher dunkle Schatten waren, die durch die Straßen zogen. Medusa lag noch immer regungslos am Boden. Vor ihrem leblosen Körper begann plötzlich ein helles Licht zu leuchten. Eine leuchtende Gestalt, deren Gesicht voller Güte war, erschien vor ihr. Es war eine junge Frau, die Medusa sehr ähnlich sah und doch wirkte sie vollkommen anders. Sie trug ein langes weißes Kleid, welches im aufstrebenden Wind wehte. Ihre langen roten Haare hingen lockig an ihren Schultern herab. Auf ihrem Haupt trug sie eine leuchtende Kristallkrone und auf ihrer Stirn war das Symbol eines White Moon Angels zu sehen. Ihre smaragdgrünen Augen, die wie Kristalle wirkten, schauten auf den leblosen Körper Medusas hernieder. Ihr blutroter Mund formte Worte, die leicht hallend durch das Dunkel drangen. Ihre Stimme klang wie aus einer fernen Welt. „Warum nur?“ sprach sie. „Warum nur hast Du mich verraten?“ Doch ihre Frage blieb ohne Antwort. Die Güte in ihren Augen wich der Melancholie. Sie schloss kurz ihre traurigen Augen und seufzte. Dann blickte sie Medusa erneut mit entschlossenem Blick an und sagte: „Ich werde nicht zulassen das Du Dein böses Spiel gewinnst. Und wenn es mich das Licht kostet, das mich am Leben hält.“ Dann lag ein Lächeln auf ihrem Gesicht. Sie kniete sich nieder und berührte mit ihrem Zeigefinger das Zeichen auf Medusas Stirn, welches im selben Moment zu leuchten begann. Die Dunkelheit wandelte sich in ein sehr helles Licht und als es erlosch, öffnete Medusa ruckartig ihre Augen. Das Grün in ihnen leuchtete grell auf. Verstört blickte sich die junge Frau um. Doch von der Gestalt, die soeben noch neben ihr gekniet hatte, war nichts mehr zu sehen. Sie beobachtete von der sicheren Ferne aus, wie sich die einstige Königin langsam vom Boden erhob und ein wenig schwankend zu dem Stein ging, auf dem Nereus gestanden hatte. „Du wirst für Deinen Verrat bezahlen“ flüsterte die junge Frau durch das Dunkel und ihr blutroter Mund lächelte ein wenig abfällig. Dann wand sie sich ab und verschwand in der Schwärze...

„Wartet!“ Saturns Miene wurde düster. „Was ist?“ Uranus blickte das kleine Mädchen entnervt an. „Da ist schon wieder etwas!“ Alle blickten in die Richtung, in die Saturn wies. „Was? Das kann nicht sein!“ Neptun hatte ihren Talisman erscheinen lassen und überprüfte nun die Umgebung. „Was ist los?“ Setsuna stellte sich direkt zu Michiru. Alle Blicke richteten sich nun auf Sailor Neptun. Mit einer sehr besorgten Stimme sagte sie zu Pluto: „Ich kann in der ganzen Umgebung böse Schatten spüren. Es ist eine geradezu bombastische Explosion an finsterer Energie.“ Die Augen der Sailorkrieger wurden ängstlich und richteten sich auf Sailor Moon, die sich noch immer in Mamorus Armen lag. Bunny fühlte sich gar nicht wohl in ihrer Haut. „Was schaut ihr alle so?“ fragte sie sehr zurückhaltend und leise. „Du bist die Einzige von uns, die noch gegen die Dämonen kämpfen kann“ stellte Haruka fest. „Aber ich...“ Sailor Moon versagte die Stimme. „Bitte Bunny. Sei mutig! Wir sind bei Dir!“ Gerade als Ami diesen Satz beendet hatte, wurde dem Mädchen mit den Zöpfen schwindlig. Die ganze Welt drehte sich in ihrem Kopf. „Bunny? Bunny was ist los?“ Reis Stimme klang verzerrt in ihren Ohren. Dann wurde es wieder schwarz vor ihren Augen...

Andromeda schwebte noch immer über dem wild rauschenden Ozean. Sie hatte die Aura von Nefertos gespürt, auch wenn sie diese noch nicht so wirklich zuordnen konnte. Doch in ihrem Innersten wusste sie genau, dass er auf der Suche nach ihr war. So wie die vielen Schatten, die sich nach und nach über Tokio verteilt hatten. Sie schienen die Stadt geradezu mit ihrer düsteren Aura zu ertränken. Andromeda runzelte die Stirn. Das Einzige was sie sich vorstellen konnte, war, dass ihr Vater sie suchen ließ. Der geheimnisvolle düstere Mann, deren Name noch älter als das Leben und die Existenz war. Die junge Frau wusste, dass jenes Portal am Horizont, direkt in das Reich ihres Vaters führte. Denn schon damals, kurz bevor sie in die Welt zwischen den Welten gebannt wurde, war dieses Tor geöffnet worden. Im Grunde war es ein Fehler ihrerseits gewesen. Denn mit der Beschwörung des Portals in ihre Welt, hatte sie vergessen, dass es zwei mögliche Wege gibt. Und da sie keinen konkreten Gedanken auf ein bestimmtes Ziel gerichtet hatte, öffneten sich automatisch beide Tore. Das Eine hatte sich direkt über dem Reich des Mondes geöffnet und das Andere, war direkt über der Erde aufgegangen. Durch das Portal über dem Mondreich waren von Medusa verblendete Krieger ihres Volkes gekommen. Und durch das Portal über der Erde, kamen böse Schatten der Finsternis über die Welt. Mit dem Verschwinden ihrer Aura waren zwar beide Tore geschlossen worden, doch die Schatten waren auf der Erde geblieben. Andromeda hatte in der Erinnerung der Mondprinzessin gesehen, dass der Schatten von Metallia über dieses Universum gekommen war und das einst so prächtige Mondreich zerstört hatte. Und sie hatte gesehen, das es die Eifersucht dieser rothaarigen Frau gewesen war, die sie schon im Garten des Erdenpalastes gesehen hatte. Metallia hatte sie ganz einfach verblenden können und so hatte das Schicksal seinen Lauf genommen. Andromeda atmete noch einmal tief durch und entschloss sich, all die Dinge wieder gut zu machen, die durch ihre Schuld geschehen waren. Und sie schwor sich, alle Schatten aus dieser Welt zu vertreiben. Erneut schwang sie ihre mächtigen Flügel und flog durch die Dunkelheit auf Tokio zu...

Angel und Angelo blickten sich schweigend an. Keiner wagte etwas zu Nereus zu sagen, der selber, von dem was er getan hatte, überwältigt war. Doch dann brach Angel die Stille: „Es war Medusa, nicht wahr?“ Schweigend nickte der Blue Moon Angel. „Ich habe es mir schon irgendwie gedacht.“ Der Black Moon Angel atmete tief aus und blickte Nereus mit einem bemitleidenden Blick an. „Hör auf damit!“ Angel verstand nicht und schaute ihn fragend an. „Du sollst mich nicht so anschauen! Ich bin Deines Mitleides nicht würdig.“ Der junge Mann wollte etwas entgegnen, doch sein Bruder hielt ihn zurück und schüttelte nur mit dem Kopf. Dann sah er warum. Nereus hatte Tränen in den Augen. Es hatte ihn sehr geschmerzt all die Erinnerungen zu sehen. In der Ferne toste das Meer unter seinen Gefühlsströmungen und der Wind wurde stärker. Angel fasste ihm freundschaftlich auf die Schulter. „Lass uns gehen, wir haben einen Auftrag zu erfüllen.“ Nereus nickte erneut, ohne ein Wort zu sagen. Gerade wollten die drei Angel die Gasse verlassen, in der sie sich befanden, als ihnen der Weg von zwei Schatten versperrt wurde. „Sie einmal an. Ich glaube wir haben den Jackpott geknackt“ zischte der eine Schatten erfreut. „Na wenn das nicht ein Teil des Angelteams ist“ quietschte der Andere vergnügt...

Die Dunkelheit wich einem hellen Schein. Bunny wunderte sich sehr. Plötzlich öffnete sich vor ihren Augen eine riesige silberne Flügeltür. Langsam ging sie hindurch. Auf der anderen Seite wartete eine junge Frau. Sie ähnelte Andromeda sehr, nur war sie ein wenig älter und trug eine kristallene Krone auf ihrem Haupt. „Wer... wer bist Du?“ Die junge Frau lächelte. „Das ist nicht wichtig!“ sagte sie mit einer sanften Stimme. „Sei mir willkommen, an der Grenze zu Deinem wahren Ich.“ Das Mädchen machte große Augen. „Zu meinem wahren Ich? Wie meinst Du das?“ Wieder lächelte die junge Frau. „Vor unendlich langer Zeit, wurden wir Angel aus tiefster Finsternis geformt. Doch das Licht in dieser schönen Welt, hat uns eine Seele, wahres Leben und den Ausgleich der Kräfte geschenkt.“ Bunny hörte aufmerksam zu. „Du bist die Tochter eines Angels, ich kann es spüren. Du trägst einen Teil der Macht meiner Welt in Dir.“ Das Mädchen war überrascht. „Du brauchst Dich nicht zu wundern. Wir Angel können die Aura eines jeden Einzelnen unseres Volkes spüren.“ Wieder lächelte die junge Frau sie an. „Ich weiß, in Deiner Welt geschehen schlimme Dinge zur Zeit. Und ich weiß auch, dass Du bereits die Macht eines Kosmoskristalls in Dir trägst. Du darfst nur nicht den Mut verlieren, Du musst kämpfen!“ Bunny seufzte und entgegnete: „Ich ziehe den friedlichen Weg vor. Ich weiß nicht, ob ich kämpfen kann. Nicht so!“ Die junge Frau lächelte immer noch. „Zweifle nicht an Dir! Zweifle nicht an der Richtigkeit dieser Macht, die Du Dein Eigen nennst! Wenn Du Dich nicht besinnst, dann werden alle Deine Freunde sterben.“ Bunny riss die weit Augen auf. „Was? Sie werden sterben?“ Sie nickte das Mädchen an. „Blick in den Spiegel der Wahrheit und schau, was zur Zeit auf Erden geschieht!“ Vorsichtig trat Bunny vor den Spiegel und blickte hinein. Sie sah sich selbst am Boden liegen. Und sie sah ihre Freunde, die sie versuchten vor den Schatten zu beschützen, die sie inzwischen völlig umzingelt hatten. „Wie kann ich ihnen denn helfen?“ Verzweifelt blickte sie die junge Frau an. „Sie müssen die Kraft in ihrem Herzen suchen, dann werden sie sofort wissen was sie zu tun haben! Ruf es ihnen zu, sie werden Dich hören!“ Bunny nickte und schloss ihre Augen. Dann hielt sie ihre Hände an ihr Herz und rief in Gedanken zu ihren Freunden: „Sucht die Kraft in Eurem Herzen, es wird wissen wie ihr die Schatten bekämpfen könnt! Ihr habt die Macht nicht verloren! Fragt Euer Herz. Die Antwort liegt in ihm verborgen!“ Ihre Stimme schallte durch die Unendlichkeit...

Nachdem Bunny wieder in eine tiefe Ohnmacht gefallen war, drangen die Schatten immer mehr nach vorne. Die Kriegerinnen und die Krieger formierten sich im Kreis um die bewusstlose Sailor Moon. „Was sollen wir jetzt machen? Wir haben unsere Kräfte verloren!“ Neptun war ein wenig ängstlich. Haruka stellte sich beschützend an ihre Seite. „Die müssen erst mal an mir vorbeikommen. Wenn es mit den Sailorkräften nicht geht, dann eben ganz altmodisch mit den Fäusten.“ Rei entgegnete: „Aber wie sollen wir diese Schatten greifen? Sie sind doch ohne Form! Und ich kann nicht alle auf einmal bannen.“ Plötzlich verschwanden bei allen Kriegerinnen die Diademe und ihre Planetenzeichen begannen zu glühen. „Sucht die Kraft in Eurem Herzen, es wird wissen wie ihr die Schatten bekämpfen könnt! Ihr habt die Macht nicht verloren! Fragt Euer Herz. Die Antwort liegt in ihm verborgen!“ Auch die jungen Krieger hatten Bunnys Stimme gehört, die durch die Unendlichkeit gedrungen war...

„Oh je! Das es so schlimm ist, das hätte ich nicht vermutet“ entfuhr es Sunny, als sie das Portal entdeckte. Das Angelteam war unmittelbar in der Nähe der Erde, sie hatten schon den großen Bogen um die Sonne gemacht. „Wir haben keine Zeit zu verlieren!“ entgegnete Red barsch. „Ich spüre die Aura der Prinzessin, von Angel, Angelo und Blue. Aber es sind auch die Energien unzähliger Schatten zu spüren!“ sagte Wind. „Dann haben wir noch mehr Grund uns zu beeilen!“ Red duldete keine Verzögerungen mehr. „Medusas Aura ist auch dort unten zu spüren. Aber seltsamerweise sehr schwach“ sagte Cat. „Also los! Genug geredet!“ Red flog voraus, denn er wollte gar nicht erst lange auf diesem Planeten verweilen. Der Auftrag war nur, die anderen zu finden, sowie Medusa und die Prinzessin zurück in den Orionnebel zu bringen. Sie flogen weit an dem Portal vorbei, aus dem noch immer Schatten auf die Erde strömten. „Was wollen denn die alle hier?“ wisperte Blacky. „Keine Ahnung. Wir sollten zusehen, das wir unseren Auftrag erfüllen“ flüsterte Star zurück. Im selben Moment stürzte sich eine Gruppe Schatten mit lautem Gebrüll auf sie. Im ersten Moment starr vor Schreck, vergaßen Cat und Sunny in Abwehrposition zu gehen. „Vorsicht!“ brüllte Red. Doch es war zu spät. Die beiden Angel wurden mit einen wahnsinnigen Geschwindigkeit zu Boden geschleudert und blieben regungslos liegen. „Verdammt! Los alle Mann formatieren. Gemeinsamer Angriff!“ dirigierte Red. Der Rest des Teams formatierte sich sofort und waren nun hinter der Gruppierung von Schatten. Alle zogen ihre Hände an ihr Herz und die Symbole auf ihren Stirnen begannen zu leuchten. Die Schatten drehten sich überrascht um, als die Angel brüllten: „Macht der ewig lodernden Vulkane, erhöre mich und sende mir Deine Kraft! Macht der tiefsten Abgründe, schenk mir Deine niemals endende Dunkelheit! Macht der ewig stürmenden Winde, entfache den Sturm der Gerechtigkeit! Macht der niemals endenden Träume, lass die Kraft der tiefsten Sehnsucht erwachen! Macht der unsterblichen Hoffnung, erfülle mich mit Deinem hellen Glanz!“ Für einen Moment glaubten die Schatten ihre Chance gesehen zu haben und griffen ihrerseits an. Doch im selben Moment erschallte der Chor der Angel: „Vereinigt Euch zu einer Kraft und löscht die Schatten für immer aus dieser Welt!“ Ein riesiger Energieball löste sich aus den Händen des Angelteams und schoss auf die völlig überraschten Schatten zu. Unter erschrockenem Aufschreien erfasste sie die Energie und zerriss sie in Millionen Staubkörner...

Gaia brachte die Botschafter wieder aus dem Palast, der nun hell erleuchtet war. Sämtliche Tücher, die das Licht ausgesperrt hatten, wurden entfernt. Jetzt war der Palast genauso prächtig, wie er es zu Kassandras Zeiten gewesen war. Ein Ort Ruhe, ein Ort der Schönheit. Nur die Königin und die Göttin waren noch im Thronsaal. „Nebula, meinst Du sie werden es schaffen?“ Galaktika schaute sie fragend an. „Ja, ich bin mir absolut sicher.“ Im selben Moment spürte die Göttin etwas und sank langsam zu Boden. „Was ist? Nebula?“ Galaktika war erschrocken. „Ich... ich weiß nicht... Es ist, als hätte ich für einen kleinen Moment, die Aura einer Toten gespürt...“ Die Königin runzelte die Stirn. „Die Aura einer Toten? Wie meinst Du das große Göttin?“ Nebula schüttelte den Kopf. „Ich weiß es selbst nicht. Aber ich weiß, ich kenne diese Aura. Nur um zu wissen woher, dafür war sie zu schnell wieder verschwunden. Ich weiß nicht... Ich weiß nicht einmal genau ob es ein gutes oder ein schlechtes Zeichen ist...“

Medusa fühlte sich unglaublich schwach. Aber noch viel mehr als der brutale Schlag von Nereus, hatte sie sein Hass getroffen. Niemals zuvor war ihr so schmerzhaft bewusst geworden, dass sie es mit ihren Machtspielen zu weit getrieben hatte. Sie wollte im Grunde ihres Herzens ja auch, dass ihr Volk sie liebte. Doch Nereus Liebe würde sie niemals mehr gewinnen können, nachdem was sie ihm und Angelo damals angetan hatte. Sie setzte sich auf den Stein, ließ ihr Haar im aufstrebenden Winde wehen und dachte nach über die Dinge, die sie einst getan hatte: Als sie gespürt hatte, das Andromeda zurückkehren wollte, rief sie Angelo zu sich. Mit einem leichten Trick konnte sie ihn täuschen, dass er ihr seine Seele öffnete. So konnte sie Kontrolle über seine Seele gewinnen. Als sich das Portal, unbemerkt vor allen anderen, geöffnet hatte, schickte sie ihn der Prinzessin entgegen. Und sie gab ihm den Auftrag, Andromeda zu vernichten. So wie sie selbst ihre Schwester umgebracht hatte. Mit dem Seelenschlag, den man direkt dann ausführt, wenn die Seele den zerstörten Körper verlässt. Angelo, völlig benebelt und unter der Kontrolle Medusas, führte ihren Wunsch aus. Gerade als Andromeda das Portal durchqueren wollte, kam ihr der junge Angel entgegen und erhob das Schwert gegen sie. Der Überraschungsmoment schenkte ihm den Sieg. Er zerstörte ihren Körper und holte aus zum Seelenschlag. Das Licht zerbarst in Millionen leuchtende Staubkörner, so war der Auftrag des jungen Mannes erledigt. Er kehrte zurück durch das Portal, ohne darauf zu achten, was weiter geschah. So bekam er auch nicht mit, dass sich die Staubkörner wieder zusammenfügten und ein winziges Licht entstehen ließen, aus dem sich ein kleines Mädchen formte. Andromeda war schwach und fiel schwerelos durch das All, wo sie der Mondkönig spürte, auffing und in das Reich des Mondes brachte. All das war nicht in Medusas Vorstellungen eingeplant gewesen. Da sie nun ihre Träume gescheitert sah, weil die Aura der Prinzessin wieder zu spüren war, versuchte sie erneut jemanden zu beeinflussen, der Andromeda sehr nahe stand. Diesmal fiel ihre Wahl auf Blue, alias Nereus. Der, von dem sie genau wusste, dass er in Andromeda verliebt war. Ein sehr leichtes Opfer, so packte sie ihn bei der Wurzel seiner Schwäche. Sie nahm die Gestalt der Prinzessin an und bezirzte ihn. Nereus war so geblendet, dass er nicht bemerkte, dass ein böses Spiel mit ihm getrieben wurde. Und so ergab er seine Seele der Illusion, die ihm Medusa suggerierte. Als sich die Lippen der beiden zum Kuss vereinten, war er vollkommen unter ihrer Kontrolle. Doch diesmal schickte sie eine ganze Armee, die unter Nereus Kommando gestellt war. Als die Aura der Prinzessin erloschen war und das Portal sich wieder schloss, dachte sie, das Nereus den Auftrag erfüllt hatte, auch wenn er nicht in den Orionnebel zurückgekommen war. Medusa war zum ersten Mal in ihrem Leben wieder das Mädchen, das sie früher einmal gewesen war. Doch der Moment der Schwäche wich sehr schnell wieder der Finsternis. Ihr Stolz war durch Nereus sehr angegriffen worden, doch umso mehr flammte das Feuer der Wut in ihr wieder auf. Wie ein trotziges Kind entschloss sie sich, ihm und der Prinzessin das Lebenslicht zu nehmen. „Was begonnen wurde, muss beendet werden“ zischte sie zwischen ihren Zähnen hervor. Sie entfachte ihre Flügel und wollte sich gerade auf den Weg machen, als sie merkte, dass sie ihre Schwingen nicht bewegen konnte. „Was ist das denn?“ Verwundert blickte sie sich auf den Rücken. Wie oft sie es auch versuchte, ihre Flügel wollten nicht schlagen, sie verharrten regungslos an ihrem Körper...

Alle Krieger schlossen die Augen und vergaßen völlig die Schatten um sie herum. Das Licht, das von den Symbolen auf den Stirnen der Kriegerinnen ausging, wurde immer heller und hüllte schließlich die ganze Gruppe samt Bunny ein. Immer tiefer drangen sie in sich selbst hinein und lauschten dem Schlagen ihres Herzens. Und dann kam in ihnen die Erkenntnis auf. Rei reagierte sofort. Sie trat aus dem Kreis, nahm die Hände an ihre Brust und rief: „Macht des Marskosmoskristalls, entsende mir die unbändige Kraft Deines unlöschbaren Feuers!“ In ihren Händen sammelte sich ein Feuerball, der immer größer wurde. Schließlich schrie sie so laut sie konnte: „Entzünde das Inferno Deines Zornes und lass sie darin vergehen!“ Sie schob die Handflächen nur leicht von sich. Aber das Feuerinferno, das aus ihren Händen drang, kam wie ein Sturm über die Schatten. Einige der Schwächeren wurden regelrecht pulverisiert. „Na also! So gefällt mir das schon viel besser.” Alle blickten Mars sehr überrascht an. „Das hat aber nicht gereicht. Ich werde es jetzt auch einmal versuchen“ sagte Makoto kämpferisch. Auch sie nahm ihre Hände an die Brust und rief: „Macht des Jupiterkosmoskristalls, entsende mir die Kraft Deiner zerstörerischen Stürme!“ In ihren Händen bildete sich eine leuchtende Lichtkugel, die vor Blitzen regelrecht zu sprühen schien. Schließlich schrie sie: „Entfache die Energie Deiner Unberechenbarkeit und lass sie darin vergehen!“ Jupiter schob ihre Hände von sich und aus der Energiekugel lösten sich unzählige Kugelblitze, die wild und unkontrollierbar in die Reihen der Schatten flogen. Sie setzten die Gegner erbarmungslos unter Strom und ließen wieder einige verpuffen. Venus und Merkur nickten sich zu, dann stellten sie sich ebenfalls zum Kampf. „Macht des Venuskosmoskristalls, entsende mir den Herzschlag Deiner unsterblichen Liebe! Macht des Merkurkosmoskristall, entsende mir die Wogen Deiner tiefen Unendlichkeit!“ In den Händen der Kriegerinnen bildeten sich, wie auch bei den anderen schon zuvor, Lichtkugeln, in denen die Kraft ihres Herzens verborgen war. Venus hielt ein goldenes Licht in ihren Händen und Merkur ein hellblaues, das nebelartig erschien. Dann riefen sie: „Verkünde das Gefühl Deines tiefsten Schmerzes und lass sie darin vergehen! Erhebe die Schleier Deines Seelenlabyrinthes und lass sie darin vergehen!“ Im selben Moment lösten sich die Lichtkugeln von den Sailorkriegerinnen und schossen unter die Schatten, wobei sich wieder einige in Luft auflösten...

Verzweifelt blickte Bunny dem Treiben zu, welches sich ihr im Spiegel offenbarte. Sie sah wie die Mädchen verzweifelt kämpften. Doch sie sah auch, dass nur die wenigsten Feinde den Angriffen erlagen. „Du hast Angst, nicht wahr?“ Die Stimme der jungen Frau traf das Mädchen mitten ins Herz. „J... Ja“ stammelte Bunny ihr entgegen und blickte dabei mit einem hilflosen Blick auf den Boden. „Es ist keine Schande Angst zu verspüren. Dieses Gefühl macht Dich eher noch stärker als Du sowieso schon bist.“ Überrascht blickte Sailor Moon auf. „Du bist zur Hälfte ein Angel. Wir ziehen unsere Kräfte aus unseren Gefühlen, aus dem Leuchten das unsere Seele in den Wellen der Emotionen aussendet. Wir stehen im Einklang mit uns und dem was wir fühlen. Es ist die Dunkelheit, die irgendwo noch immer in uns lebt, die uns diese Fähigkeit gibt. Im Kampf ist auch die Schwäche des Herzens wie ein scharfes Schwert, wenn man das Gefühl richtig nutzt.“ Bunny begriff nicht wie die fremde Frau dies meinte, doch sie spürte, dass sie es schon sehr bald verstehen würde...

„Es wäre besser für Euch, wenn ihr verschwinden würdet.“ Nefertos drehte sich überrascht nach der weiblichen Stimme um. „Wer ist da? Zeig Dich!“ Die Stimme lachte. „Die äußere Gestalt ist nur ein Schemen der Wirklichkeit“ antwortete sie. Der junge Mann runzelte die Stirn. „Ich mag solche Spielchen nicht.“ Er zog sein Schwert aus der Scheide und ging in Angriffsstellung. „Glaubst Du wirklich Dein mickriges Schwert kann mich aufhalten?“ Nefertos grinste. „Lassen wir es doch einfach drauf ankommen“ rief er in das Dunkel. „Das ist sie! Sucht in alle Winkeln!“ wisperte er in seinen Gedanken seinen Leuten zu, die mit ihm gekommen waren. „Es ist zwecklos, ihr werdet mich nicht finden“ lachte ihm die Stimme höhnisch entgegen. Jetzt blickte er doch ein wenig überrascht in die Dunkelheit. „Was glaubst Du mit wem Du es zu tun hast?“ sie kicherte. „Was hat Dir mein Vater erzählt? Das er seine kleine Tochter zurück haben will? Seinen kleinen Schatz, sein Ein und Alles?“ Jetzt entgleisten dem düsteren Angel langsam die Gesichtszüge. Er hatte nicht erwartet, dass man seine Pläne so schnell durchschauen könnte. Plötzlich erleuchtete vor ihm ein kleines Licht und Andromeda erschien, in der Gestalt der kleinen Prinzessin, die sie auf dem Mond gewesen war. Nefertos traute seinen Augen nicht. „Das ist meine letzte Warnung. Entweder Du ziehst Deine Schatten zurück und ihr schließt das Tor, oder ich werde andere Seiten aufziehen.“ Die grün-braunen Augen des kleinen Mädchens funkelten entschlossen. „Es war dumm von Dir, Dich mir zu zeigen“ rief Nefertos und wollte sich auf die Kleine stürzen, um sie zu packen. Doch im selben Moment zerfloss ihre Gestalt wie Nebel und die kleine Mädchenstimme kicherte neckisch. „Und ich frage Dich nochmals: Was glaubst Du mit wem Du es zu tun hast?“ Der düstere Angel zischte: „Mit einer kleinen verzogenen Göre!“ Er ballte die Hände zu Fäusten. Im selben Moment erhob sich direkt hinter ihm die Stimme der erwachsenen Andromeda. „Ich glaube Du hast keine Ahnung!“ Blitzschnell holte sie aus und schlug den völlig überrumpelten Gegner mit voller Wucht gegen die nächste Häuserwand. Es krachte gewaltig und Nefertos Körper schlug fast ein Loch in das stabile Haus. Sie lächelte ihn aus der sicheren Ferne mit einem Unschuldsblick an. „Nein, Du hast wirklich keine Ahnung.“ Mit gequälter Stimme rief er seinen Männern zu: „Los schnappt sie Euch!“ Im selben Moment stürzten sich unzählige düstere Engel auf die junge Frau. Doch kaum berührten die Schatten sie, zerfloss auch dieses Abbild von Andromeda zu Nebel. „Was für ein Spiel spielst Du mit uns?“ brüllte Nefertos in die Nacht. „Es ist schon lange kein Spiel mehr, es ist nackter Ernst. Der Krieg ist von Eurer Seite begonnen worden, aber ich habe die Fäden in der Hand. Ja! Ich bin es die ihr sucht! Ich bin Andromeda, Tochter von Erebos und Kassandra. Aber freiwillig, werde ich Euch niemals folgen! Das was Du gerade erlebt hast, das war nur ein winziges Staubkorn dessen, was ich wirklich bin“ donnerte sie durch die düstere Szenerie. „Wenn Du mich überwältigen willst, dann musst Du Dir schon eine bessere Taktik ausdenken. Wir werden uns wiedersehen“ höhnisch hallte Andromedas Stimme ihm entgegen. „Ich werde Dich kriegen“ murmelte Nefertos zerknirscht. Sie lachte. Die düsteren Angel standen wie schwarze Statuen um ihren Anführer herum und dann herrschte plötzlich ein eisiges Schweigen. Nefertos musste sich eingestehen, dass er wahrhaftig nicht wusste, worauf er sich eingelassen hatte. Und genau diese Erkenntnis machte ihn unheimlich wütend. So brüllte er seine Wut in einem lauten Schrei hinaus...

„Was wollt ihr? Ich habe keine Lust auf Ratespiele!“ Nereus war genervt. „Wir wollen nur ein wenig mit Euch spielen“ gab einer der Schatten zurück. „Ihr solltet lieber aufpassen. Wenn Blue genervt ist, dann ist er sehr ungemütlich“ feixte Angelo und erntete dafür von Nereus einen stechenden Blick. „Och, hat der kleine etwa Liebeskummer?“ stichelte der zweite Schatten. Im selben Moment blitzte es ruckartig in Nereus Augen auf. „Oh ,Oh, ich glaube wir sollten in Deckung gehen“ flüsterte Angel seinem Bruder zu, der zustimmend nickte. Nereus drehte sich direkt zu den Schatten, die noch immer versuchten sich über ihn lustig zu machen. „Schau ihn Dir an, was für eine Jammergestalt. Kein Wunder das sein Spiegelbild das Einzige ist, was ihn lieben würde.“ Ohne weitere Worte zu verlieren zog Nereus seine Hände an sein Herz und murmelte: „Für die tiefe Liebe, die ich in meinem Herzen spüre. Ich bitte Dich, mein Seelenlicht. Lass die Meere und Strudel meiner Traurigkeit über ihren Köpfen zusammenschlagen.“ Dann schob er blitzschnell seine Hände von seinem Körper weg und die Energie die sich entlud, erhellte die düstere Nacht...

„Wenn Du weiter zögerst, dann wird es zu spät sein!“ Die junge Frau machte ein ernstes Gesicht. „Aber ich...“ Bunny zweifelte immer mehr. „Es ist vergebliche Liebesmüh! Du kannst nicht alle Kriege mit nur einem einzigen Gefühl schlagen Sailor Moon! Dieser Krieg ist verloren, wenn Du nur auf die Liebe zählst. Versteh doch endlich! Du darfst Dich nicht selbst einschränken, Du darfst nicht vor Dir selbst und Deiner Macht zurückschrecken!“ Ehrfürchtig schaute das Mädchen die junge Frau an. „Der Kampf ist der einzige Weg! Wenn Du Dir nicht endlich darüber im Klaren wirst, dass ein Krieg auch Opfer verlangt, dann wirst Du sterben!“ Bunny zuckte zusammen. Wieder stammelte sie: „Aber... Ich kann einfach nicht mehr. Die Kämpfe der letzten Jahre haben mir so viel abverlangt.“ Ihre Stimme bebte und fast wollte sie weinen. „Schau hin!“ die junge Frau wies eiskalt auf den Spiegel. „Wenn Du sie alle so liebst wie Du sagst, warum willst Du dann ihren Tod? Sieh wie sie sterben, wenn Dir ihr Leben so wenig wert ist.“ Bunny musste über die harten Worte der jungen Frau schlucken. Es erinnerte sie sehr an das was Andromeda ihr erst kurz zuvor gesagt hatte. Langsam wurde ihr die Realität bewusst. „Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder Du bleibst hier und schaust wie ein Feigling aus der Ferne zu, wie diese Welt untergeht. Oder Du ziehst in den Kampf und zeigst der Welt von welchem Blute Du bist und welche Macht Du besitzt. Es ist Deine Entscheidung!“ Bunnys Lippen bebten. „Deine Angst macht das Gefühlschaos in Dir unendlich. So kannst Du eine Macht erschaffen, die einem Wirbelsturm gleicht. Hab einfach nur den Mut Dich zu offenbaren!“ Sailor Moon nickte vorsichtig. „Dann wirst Du also in den Kampf ziehen?“ Wieder nickte das Mädchen stumm. „Vertraue mir einfach! Lass Dich von Deinem Innersten leiten und Du wirst die Kraft haben, die Scheu zu überwinden.“ Die junge Frau lächelte. „Wie komme ich jetzt zurück?“ Bunnys Stimme zitterte. „Trete durch den Spiegel und Deine Seele wird zurückkehren in Deinen Körper.“ Sie versuchte zu lächeln. Dann trat das Mädchen gedankenverloren auf den Spiegel zu. Sie atmete tief ein, schloss die Augen und wurde von einem gleißenden Licht umhüllt, das sich aus dem Spiegel um sie schlang. „Ich weiß es ganz genau: Du wirst es schaffen, wenn Du den Mut aufbringst!“ flüsterte ihr die Stimme der Fremden hinterher...

(c)by Arcana Moon

Anmerkung von Mondsichel:

Dies ist Teil 15 meiner Fanfiction "Orion".


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